Der Pferde-Fred

Basteltipps, Handarbeiten, sonstige Freizeitaktivitäten mit und ohne Kind(er)

Moderatoren: Toony, Marla84

Antworten
Benutzeravatar
jessy80
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7532
Registriert: 25.01.2016, 08:04

Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von jessy80 »

Das utbere Bild, da war er gerade vier und frisch bei mir

Die oberer dann im Training mit ca 6 oder 7 Jahren
Räuberbande (04/02; 03/15; 07/16) *(02/14)
Benutzeravatar
lala
Dipl.-SuT
Beiträge: 5092
Registriert: 04.06.2006, 14:13

Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von lala »

Jessy, da strahlst Du aber, auf dem letzten Bild :D Und gut hat er ausgeschaut, bevor Du ihn verkauft hast!

Danke Euch auf jeden Fall, da sind gute Fragen und Anregungen dabei! Ich verzichte jetzt mal auf das Zitieren und direkt antworten, sondern schreibe mal einfach so weiter...

Kambly, was kam denn da so im Bekanntenkreis raus bei Pferden, die man schon eine Weile kannte?

Ich halte es da eher mit Alpaka: nach einem halben Jahr denke ich, dass ich genug von der Stute weiß (sie hat tatsächlich Raspe bzw. Mallenders bzw. Sallenders, wer weiß das schon so genau... und bisschen empfindliche Augen, Kotwasser, kein Ekzem, Hufe, Beine und Rücken scheinen ok zu sein, soweit man das von außen und aus den Berichten der aktuellen Besitzerin ableiten kann). Ich würde auch tatsächlich entweder dieses Pony kaufen (weil ich es schon kenne) oder eben keines, aber eine Dauerbaustelle würde ich jetzt tatsächlich nicht wollen, danach schaut es aber nicht aus. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen ein Tier nach zwei Mal Probereiten zu kaufen, ich möchte es schon besser kennenlernen vorher. Verliebt bin ich schon etwas in das Tier. Aber vermutlich auch in die verrückte Idee eines selbst zu haben.

Was kostet denn eine brauchbare OP Versicherung im Jahr? Die Sache mit dem Leisten ist halt, dass ich es nicht alleine finanziere und die Familie mit dranhängt. Hier im MÜ*nch*ner Raum ist Pferdehaltung enorm teuer, unser Aktivstall mit Vollpension kostet aktuell etwas über 500 Euro im Monat. Plus, was halt sonst noch so ansteht, ich habe da die Besitzerin meiner RB neulich schon ausgequetscht, was sie ihr Pferd kostet... Will man es deutlich günstiger, bekommt man ein Zeitproblem und muss einfach ewig fahren (was dann ja auch wieder kostet)... Finanziell monatlich sollte es grundsätzlich gehen, aber es haben halt nur zwei von vier etwas von diesen Ausgaben und mein Mann meinte schon, er wolle sich deshalb nicht einschränken... (und ich wollte eigentlich etwas mehr für die Rente zurücklegen :oops: ). OP Versicherung informiere ich mich auf jeden Fall nochmal (meine RB hat keine). Alpaka, wie ist das für Deinen Partner, wenn Du Dein Geld (komplett?) in die Ponies steckst?

Wie gesagt, zeitlich glaube ich, dass wir es gut hinbekommen, das Netz im Stall und die Haltungsbedingungen erlauben auch ruhigere Phasen, ohne dass das Tier leiden würde (meine Tochter kommt auch gut alleine in den Stall und kann das auch, auch jetzt schon begleite ich sie nicht jedes Mal). (Mind.) eine weitere RB würde ich auch gerne noch dazu nehmen, da muss man dann aber gucken, was das Pony dazu sagt, mehr Bewegung finde ich eigentlich immer besser (vor allem bei so leichtfuttrigen Rassen, meine RB ist ein verfressener Haflinger, der wurde teilweise zwei Mal am Tag bewegt).

Ehrlicherweise muss ich tatsächlich selbst erst noch Probereiten :lol: , bisher reitet nur meine Tochter. Muskeln und Ausbildung sind noch ausbaufähig (abnehmen wäre auch nicht schlecht), ich habe aber eine gute Reitlehrerin und auch selbst viel dazu gelernt die letzten Jahre. Das reine Besitzen und Gesunderhalten und so traue ich mir gut zu (ich habe, glaube ich, alles in allem so knapp 20 Jahre Pferderfahrung, immer auch mit Unterricht hintendran, was leider nicht heißt, dass ich alles voll gut kann, aber zumindest einigermaßen einschätzen, denke ich). Vom Wesen gefällt uns das Pony sehr gut, es ist beim Reiten etwas speziell (in Richtung stur), aber nie unberechenbar oder so.

Die Option es dann wieder zu verkaufen - das ist eine wirklich schwierige Frage, die ich mich nicht einfach so zu beantworten traue. Ich denke da aber wie Jessy, das müsste dann auf jeden Fall "früh genug" sein, so dass das Pony noch fit und gesund ist. Aktuell ist das Pony 7.
Viele Grüße von lala mit größerer Tochter (03/05) und kleinerer Tochter (11/07).
Alpaka
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1537
Registriert: 20.03.2020, 15:02

Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Alpaka »

Wow 500 Euro Stall ist aber Mal ne Ansage. Vollpension denn oder mit mithilfe?

Wieviel würdest du denn pro Monat fürs Pferd einplanen? Das ist ja eine sehr große Summe ....

Mein Partner hat mich immer unterstützt beim Pferd. Und ist jetzt aber aktuell nicht mehr mein Partner. Finde den Zusammenhang?? :D ;)

Nein Spaß natürlich. Ich denke wenn ihr zusammen wirtschaftet sollte es bei so viel Geld im Monat schon einvernehmlich sein. Es sei denn , das zahlt ihr wirklich so nebenher und es fehlt nicht . Oder er hat auch teure Hobbys .... ?

Op Versicherung ist glaube so 100 im Jahr ... Oder etwas mehr . Bin nicht sicher. Es ist auch nicht sicher , ob das Pferd aufgenommen wird. Wenn es zb schon Mal Hautkrebs hatte was weg geschnitten wurde, wird wahrscheinlich OP wegen Krebs ausgeschlossen. Man muss dann überlegen, ob sich die Versicherung lohnt . Aber wenn das Pferd jung und fit ist wahrscheinlich.

Was ist das mit dem kotwasser?

Achso was ja auch noch nervig sein kann weil nicht jeder Stall das anbietet und in Eigenleistung kaum schaffbar ist ; kann es Heu trocken fressen ? Manche brauchen ja wegen Husten nasses Heu . Das ist sehr schlecht finde ich.
:D Januar 2020
SingtoMe
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1537
Registriert: 13.02.2016, 11:08

Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von SingtoMe »

Hi Lala,

ich melde mich auch mal mit meinen Erfahrungen.
Ich habe mit 20 Jahren eine RB an einem Haflinger "Chief" (10 Jahre) angefangen, die dann, als ich 25 war, zuende ging, weil ich den Haflinger übernommen habe. Bzw. die Vorbesitzerin hat ihn mir geschenkt. vor einem Jahr ist er mit 28 Jahren an einer Darmkolik gestorben. In der Zeit von 25-31 Jahren war es für mich total einfach sowohl finanziell also auch zeitlich. Ich habe ca. 1800 netto verdient und ca. 300€ monatlich fürs Pony ausgegeben. Hatte nie eine OP Versicherung, wie auch sonst fast keiner bei uns im Stall. alles Freizeitpferde, kein Tunierstall.

Jetzt hab ich zwei Töchter und mittlerweile kein Pony mehr, weil er mit 28 Jahren am 28. Dezember 2020 verstorben ist. Mein großes Ziel war, ihn bis zu seinem Tod zu behalten und das hat geklappt.

Ich finde, dass was Alpaka sagt sehr treffend. Über allem stehen auch für mich zwei Faktoren, kann man es sich leisten und wie groß ist der Wille und das eigene Engagement ein eigenes Pferd zu haben. Ich kenne z.B. Leute, die eher wenig Geld haben und Pferde besitzen, weil sie es lieben und möglichst viel selbst machen. Ich bin aktuell froh, dass wir kein Pony mehr haben, aber wenn meine Töchter älter sind und mindestens eine davon reitet, kann ich mir gut vorstellen, wieder ein Pferd zu kaufen.

Mein Pony hat nie große Tierarztkosten verursacht, Haflinger vom alten Schlag. Er hat in seinem 28-jährigen Leben vermutlich 10.000€ an TA-Kosten gehabt, inklusive seines letzten Weges in der Klinik. Sind Tinker nicht auch recht robust? Man muss vermutlich bei Tinkern aufpassen wegen Rehe/Fettleibigkeit/etc.
Mein Hafi hatte sein leben lang Kotwasser, wir habe immer wieder dran rumgedoktert, der Darm war seine Schwachstelle und daran ist er dann gestorben.

Prävention ist auf jeden Fall wichtig, und dafür braucht man Wissen, Zeit und Geld.

FAZIT: Wenn ihr beide das Pferd liebt und Zeit, Geld und Liebe investieren möchtet und könnt, dann würde ich es machen.

- Sing

p.s. wir haben uns aktuell den Wunsch nach einem hund erfüllt, eine Windhund-Hündin. Da haben wir uns auch gedanken gemacht wegen Zeit und Geld, aber ich hab es nach einem Jahr nicht bereut, sie bereichert unsere Familie sehr und die Kinder lieben sie auch.
Schnecki (2015) & Pfötchen (2018)
Alpaka
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1537
Registriert: 20.03.2020, 15:02

Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Alpaka »

Ja Prävention; dazu hab ich noch was : nie am Heu sparen ! Also gutes Heu ist das wichtigste. Schlechtes Heu macht nur Ärger... Husten , kotwasser ....
:D Januar 2020
Doro31
alter SuT-Hase
Beiträge: 2566
Registriert: 08.02.2010, 12:15

Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Doro31 »

Puh, 500€ ist echt heftig für den Stall. :shock:
Mein Mann war ja anfangs auch eher skeptisch bei meiner Entscheidung, mir mein RB-Pferd zu kaufen. Irgendwann, so nach ein oder zwei Jahren, meinte er dann aber zu mir, er würde merken, wie gut mir das Reiten tut. Und seither schlägt er mir immer, wenn ich schlechte Laune habe, vor, doch zum Pferd zu gehen :D
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)
Benutzeravatar
jessy80
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7532
Registriert: 25.01.2016, 08:04

Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von jessy80 »

500 für Stall finde ich auch heftig, da kommt ja nich regelmäßig hufpflege, mineralfutter, Zubehör, Reitunterricht, Zahnarzt, Tierarzt dazu...da sind es ja sicher grob an die 600-700 Euro im Monat.
Räuberbande (04/02; 03/15; 07/16) *(02/14)
Elena
Miss SuTiversum
Beiträge: 14177
Registriert: 05.08.2009, 17:08

Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

500 Euro für Vollpension ist ziemlich normal in Ställen, die auch Halle und guten Platz etc. bieten, glaube ich. Wir zahlen (falls alles klappt und das geplante Pferd tatsächlich zu uns kommt) "nur" um die 400 Euro in so einem Stall, aber das scheint im Vergleich eher wenig zu sein. Aus Süddeutschland kenne ich auch eher Boxenmieten ab 500 Euro.
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
viewtopic.php?f=352&t=216642
Alpaka
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1537
Registriert: 20.03.2020, 15:02

Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Alpaka »

Als ich zuletzt in einem Stall mit (Möchtegern) Vollpension war mit dem Pferd war's 250 Euro ... Mit Halle und Platz ... Vor 5 Jahren waren wir in einer sehr gut gepflegten Anlage für 200. Dafür nachts hier aber auch keiner mehr. Das schafft man nicht kosten deckend.
:D Januar 2020
Benutzeravatar
lala
Dipl.-SuT
Beiträge: 5092
Registriert: 04.06.2006, 14:13

Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von lala »

Nur kurz vom Handy aus: wir geben vermutlich gerade monatlich so viel für RB aus wie andere für ihr Pferd. Aber der Einstellpreis ist hier tatsächlich ganz normal… Und ja, das ist dann eine echte Vollpension mit Heu, Mineral- und Kraftfutter (über computergesteuerte Futterhäuschen). Das Heu ist auch super, deshalb ist meine RB vor zwei Jahren in diesen Stall gezogen, der hatte vom schlechten Heu im alten Stall tatsächlich Husten.

Mein Mann meinte heute zu mir, ich soll halt gut verhandeln 🙈🙈🙈 Mal sehen, wie es weitergeht…
Viele Grüße von lala mit größerer Tochter (03/05) und kleinerer Tochter (11/07).
Antworten

Zurück zu „Hobbythek“