Meine Schwester hat mir dieses Forum empfohlen. Ich bin ganz neu hier, habt also bitte Geduld mit mir
Ich will mit meinem Problem am Montag mal zum Gyn, dachte aber bevor er mir Abstillen oder Ähnliches empfiehlt, hole ich hier mal Rat ein.
Mein Stillkind ist 14 Monate alt, nun haben wir zum ersten Mal ein echtes Stillproblem. Vor anderthalb Wochen hatte ich an einer Brust Schmerzen beim Stillen, ich dachte es würde sich vielleicht ein Milchbläschen bilden (das hatte ich einmal gegen Ende der Stillzeit mit K1, hatte sich etwa ähnlich angefühlt). Am nächsten Tag entdeckte ich eine kleine offene Stelle am Warzenvorhof, ich dachte vielleicht eine Bisswunde, auch wenn ich konkret keinen Biss in Erinnerung hatte. Am nächsten Tag wurde mein Stillkind fiebrig und die Wunde schien größer. Sie sah auch etwas geschwollen/entzündet aus, ich konnte es aber nicht zuordnen.
Dann fiel mir schließlich ein, dass ich ein paar Tage zuvor ein paar Erhebungen an meinen Schamlippen ertastet hatte, einen Genitalherpes den ich schon seit Jahren habe und der durchschnittlich etwa einmal im Jahr auftaucht, aber immer ohne Schmerzen oder offene Bläschen verläuft. So kam ich zu meiner Theorie, dass diese offene Wunde ein Herpes sein könnte (hatte ich noch nie außerhalb der Schamlippen) und mein Sohn deshalb auch fiebrig geworden ist, weil es zeitlich alles so zusammengefallen ist. Google-Recherchen ergeben, dass Herpes an den Brustwarzen wohl eine der ganz wenigen Krankheiten sind, bei der nicht zum Weiterstillen geraten wird- zumindest bei Neugeborenen, zu anderen Altersgruppen habe ich keine Informationen gefunden. Da mein Sohn sich dann aber ja wohl schon infiziert hatte (sollte es denn Herpes sein, ist ja reine Theorie und Selbstdiagnose), dachte ich, kann ich ja auch weiterstillen und habe das auch getan. Mein Sohn ist inzwischen wieder gesund, aber die Woche ist vergangen und die Schmerzen beim Stillen sind inzwischen leider unerträglich. Die Stelle ist deutlich rot und erhaben, die Wunde entweder offen und leicht nässend, es sah auch schon etwas eitrig aus. Bei längerer Stillpause wirkt sie dann halbwegs verschlossen, als hätte sich eine leichte Kruste darauf gebildet. Ich habe gestern Abend unter Tränen und Zittern das letzte Mal an dieser Brust stillen lassen, in der Nacht und heute dann nur an der anderen. Die schmerzende Brust habe ich 2x ausgestrichen.
Gibt es jemanden der mir evtl. helfen/ Tipps geben kann? Vielleicht jemand der meine Theorie bestätigen oder auch widerlegen kann? Vielleicht gibt es irgendetwas was ich auf die Wunde tun kann? 1-2 Tage schaffe ich es sicherlich noch die Brust auszustreichen, aber die Wunde scheint mir sehr hartnäckig.
Vielen Dank für Schwarm- und Hebammenwissen!