ich habe schon so viele Beiträge von euch in den letzten Tagen gelesen. Und die machen mir richtig Mut.
Nun wollte ich auch mal unsere Gesichte zusammenschreiben und vielleicht bekomme ich ja auch den Erfolg.
Ich heiße Sarah, bin 36 Jahre alt und Mutter von zwei wundervollen Jungs. Mein Großer ist 1,5 Jahre alt (Flaschenkind, weil es einfach damals nicht klappen wollte) und mein Kleiner ist nun 8 Wochen alt. Beim Kleinen wollte ich es einfach anders machen und ihn stillen... Leider klappt es wieder nicht wie gewünscht. Hier meine Liste:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ja, mittlerweile nur noch mit Pre mit der Flasche (ca. 6 mal am Tag zwischen 70 und 130 ml). Unten findet ihr die genauen Mengen.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Aktuell stille ich ca. 10-12 mal am Tag. Bisher konnten wir nachts ausschließlich stillen. Da gibt es bessere und auch mal schlechtere Nächte. Die Schlafpausen sind zwischen 1-3 Stunden am Tag. Nachts schafft er in der ersten Hälfte auch mal 4-5 Stunden. Danach kommt er im 1-2 Stunden Abstand. Das Stillen kann mal nur 10 Minuten dauern, manchmal aber auch 30-45 Minuten. Die Flasche bekommt er immer dann, wenn er nach dem Stillen offensichtlich nicht satt ist.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Pipi-Windeln haben wir aktuell zwischen 6-8 Stück am Tag. Stuhlgang hat er zwischen 0-2 mal am Tag.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Am Anfang wirkte alles problemlos. Er dockte noch im Kreißsaal wunderbar an. Er hat 7,5 % vom Gewicht verloren und wir sollten zufüttern. Wir wurden nachts um 2 regelrecht dazu genötigt. Also hat er zwei Flaschen im Krankenhaus bekommen. Zuhause dann nicht mehr, weil ich den Milcheinschuss hatte. Er hing dann 3,5 Wochen lang 10-14 Stunden am Tag an meiner Brust und in der restlichen Zeit hat er viel geweint. Nur an der Brust hat er nicht geweint. Ich hatte in 3,5 Wochen 4 x einen Milchstau. Er hatte zwar zugenommen aber nicht ausreichend und ist zunehmend auf seiner Perzentilen gefallen. Entlassen wurden wir bei der 70% Perzentile. Bei 49 % wollte ich dann abstillen und eben auch zur Flasche wechseln. Es hat sich alles nur noch ums Stillen gedreht und mein Großer ist gänzlich zu kurz gekommen. Bei 14 Stunden stillen am Tag, bleibt wenig Zeit für das Brüderchen
Mein Kleiner hat die Flasche gerne genommen und wirkte endlich zufrieden. Aber auf die Brust wollte er aber dennoch nicht verzichten (Schnuller mag er nicht. Ich bin sein Schnuller und sein Snack
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja er kennt sowohl die Flasche als auch den Schnuller. Wobei er den Schnuller nicht mag. Ich habe auch das Gefühl, dass er nun langsam eine Saugverwirrung bekommt
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ja wie bereits beschrieben hatten wir zwei Termine bei einer Stillberatung. Unser Kinderarzt und auch der Osteopath sind ebenfalls eingebunden. Der Kinderarzt sieht keine körperlichen Ursachen beim Kind, dass es mit den Stillen nicht klappt.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Der Große hatte etwas Gelbsucht und im Krankenhaus wurde ich bereits verrückt gemacht, dass wir deswegen zufüttern müssen. Er hat dann schließlich die Brust nie wirklich genommen und war somit ein Flaschenkind.
Nachfolgend habe ich noch ein paar Daten zusammengeschrieben:
04.09.2022 3930g Geburtsgewicht KH
06.09.2022 3630g Entlassung aus dem KH (niedrigstes Gewicht)
16.09.2022 3930g Geburtsgewicht erreicht
21.09.2022 4110g
26.09.2022 4230g Beginn mit dem Zufüttern
29.09.2022 4330g
07.10.2022 4700g
13.10.2022 5120g
15.10.2022 5340g
18.10.2022 5500g
23.10.2022 5750g
25.10.2022 5920g, 12x stillen, 600 ml/6 Flaschen (zwischen 60-130 ml), 8x Pipi, 0x Stuhl
26.10.2022 xxxxg, 10x stillen, 570 ml/6 Flaschen (zwischen 70-110 ml), 7x Pipi, 1x Stuhl
27.10.2022 6000g, 10x stillen, 540 ml/6 Flaschen (zwischen 70-130 ml), 7x Pipi, 0x Stuhl
28.10.2022 xxxxg, 9x stillen, 730ml/8 Flaschen (zwischen 60-130 ml), 6x Pipi, 2x Stuhl
29.10.2022 xxxxg, 11x stillen, 530ml/6 Flaschen (zwischen 70-110 ml), 8x Pipi, 2x Stuhl
30.10.2022 6160g, 11x stillen, 550 ml/6Flaschen (zwischen 70-100 ml), 6x Pipi, 2x Stuhl
Ich hätte so gerne voll gestillt. Nun wünsche ich mir einfach nur noch, so viel wie möglich stillen zu können, ohne dass mein Kleiner Hunger hat und leidet und ohne dass mein Großer auf der Strecke bleibt. Ich hätte gerne eine Lösung, die für uns als Familie passt. Nachts zu stillen, ist natürlich absoluter Luxus.
Am Anfang war halt auch ein riesen Problem, dass er immer eingeschlafen ist beim Stillen. Das haben wir jetzt auch fast immer. Es scheint als käme ein Schlafmittel aus mir raus. Oft trinkt er daher nur den ersten MSR, der auch nicht mal sonderlich lange ist. Dann schläft er ein, oder hat mittlerweile keine Lust mehr weiter zu arbeiten für den nächsten MSR. Da können auch mal gut 5 Minuten dazwischen liegen
Vielleicht könnt ihr mir ja ein wenig helfen, wieder in die Richtung vollstillen zu gehen oder eben so wenig wie möglich zufüttern zu müssen.
Ich danke euch fürs Lesen und viele liebe Grüße