Handlung: Uni-Dozent versumpft immer mehr in seinem Gamer-Kosmos, er spielt etwas WoW-artiges, vernachlässigt Job und Privatleben. RL und Spielsequenzen wechseln sich ab.
Sehr eindrücklich ist mir noch im Kopf: sein Spielcharakter wird verwundet und stirbt, gleichzeitig hat er selber einen Herzinfarkt/Thrombose o.ä. vor dem PC (durch stundenlanges Sitzen, zu wenig getrunken, fettiges Essen) , da wird immer hin und hergeschaltet zwischen beiden Erzählebenen.
Außerdem erinnere ich mich noch an einen kuriosen Besuch im Bioladen (gute Vorsätze zwecks besserer Ernährung), bei der er sich beobachtet und gedemütigt fühlt von der Verkäuferin, die ihn fragt was er denn vorhat zu kochen. Letzten Endes vergammeln die 10 Auberginen dann im Kühlschrank
Dann gibt es (glaube ich) noch einen Handlungsstrang mit seiner Mutter, die in den 60ern bei einer Demo etwas ungesetzliches getan hat (hatte mit einem Polizisten zu tun), die jetzt das Land verlassen muss. Glaube ich? Oder ich schmeiße jetzt alles durcheinander.
Sein Gamer-Name liegt mir auf der Zunge, wenn ich den wüsste könnte ich vermutlich googeln. Ich habe erst auf Houellebecq getippt (also den Autor, nicht als Rollenspielname), aber die letzten Romane von ihm passen nicht. Es war auf jeden Fall meisterhaft geschrieben und hat mich total gefesselt, obwohl ich kein Interesse an Computerspielen habe.
Wer hat eine Idee?