Ich brauche mal etwas Schwarm-Wissen - und Erfahrung und hoffe hier auf die Einschätzung und Tipps von euch Mamas, und zu ein paar konkreten Fragen gerne auch von den Still- Mods.
In etwa zwei Wochen bin ich für eine OP voraussichtlich 2 Nächte/ 3 Tage stationär im Krankenhaus und meine Tochter in der Zeit alleine mit dem Papa zuhause. Ich schwanke zwischen „ach sie ist schon fast 1 Jahr alt - das wird gut klappen“ und „waaaahhh…so eine lange Trennung von mir und vor allem zum schlafen nicht stillen können wird bestimmt voll traumatisch für sie“.
Zur Ausgangslage: Mein Mann und ich sind beide Bezugspersonen und sie ist meiner Einschätzung nach an uns beide sicher gebunden, wobei ich die primäre Bindungsperson bin. Ich war bisher ab und zu mal ein paar Stunden weg und das zumindest war kein Problem. Sie trinkt Wasser und selten auch MuMi gut und wenn’s sein muss auch viel aus dem Becher und kann essen. So richtig viel isst sie allerdings nicht und gerade in den letzten zwei Wochen, in denen wir im Urlaub waren, hat sie fast ihren gesamten Bedarf durch Stillen gedeckt - da war’s viel zu aufregend für Essen.
Was mir am meisten Sorgen macht ist das Schlafen. Sie schläft zwar oft ganz gut in der Trage beim Papa ein - tagsüber und auch abends- lässt sich aber nur schwer ohne stillen ablegen. Außerdem ist es seit über einem halben Jahr feste Routine bei ihr, dass sie in ihren ersten Stunden des Nachtschlafs und auch beim Mittagsschlaf bei Unruhe zum Weiterschlafen gestillt wird. Da hilf tatsächlich oft kein Schuckeln, Kuscheln, Tragen. Wenn ich sie nicht stille, ist sie meistens nach 30 Minuten wieder wach. Mit Nachstillen schläft sie mittags auch bis zu 2,5 Stunden und betankt sich in den ersten Stunden ihres Nachtschlafes so gut, dass sie mit Kuscheln bis früh morgens quasi durchschläft und erst zwischen 4 und 6 wieder stillen oder an der Brust nuckeln möchte und dann halt noch einige Male bis sie nach ein paar Stunden aufwacht.
Alles in allem keine so schlechte Ausgangslage, aber sie braucht das stillen gerade rund um den Schlaf noch sehr um zur Ruhe zu kommen und Nähe/ Sicherheit zu tanken und loszulassen. Und ich hab auch den Eindruck, dass sie das abendliche Stillen auch nutzt um das an Kalorien nachzuholen, was sie tagsüber vor lauter Entdecken nicht zu sich nehmen konnte.
Meine Ideen zur „Vorgehensweise“:
- nochmal erkundigen, ob der Papa die kleine zum Stillen ins Krankenhaus mitbringen kann, und wenn ja in welchem Zeitraum/ wie oft
- Kleinen Vorrat an TK- und frischer MuMi anlegen
- in den nächsten Tagen mal den Papa neben ihr schlafen lassen, damit es für beide nicht mehr fremd ist, und nur stillen, wenn der Papa nicht mehr weiter kommt
- Das abendliche Stillen würde ich ungern vorher auflösen - das ist so eine schöne Konstante und manchmal das einzige entspannte Stillen am Tag. Da ist meine Hoffnung, dass sie beim Papa dann im Ernstfall genug isst, um sich wirklich durch kuscheln wieder beruhigen zu lassen
- Das Einschlafen die nächste Tage den Papa übernehmen lassen - inklusive alleine Ablegen ( klappt zurzeit nicht so gut- meistens hilft gerade doch mir stillen…oder stillen UND schuckeln
- Ansonsten habe ich eigentlich nicht vor im Vorhinein das Stillen einzuschränken oder zu verwehren und würde, wenn der Papa nicht weiterkommt trotzdem auch stillend einspringen.
- Unsere Idee ist, dass der Papa während meiner Abwesenheit eben schuckelt und trägt etc. und wenn nachts wirklich Hunger im Spiel ist, Milch mit dem Becher füttert. Wobei das mit Aufwärmen etc. sicher auch kompliziert ist
Meine Hoffnung ist - das habe ich zumindest schon oft gehört und auch hier gelesen- dass meine Tochter nach einer vernünftigen Verabschiedung versteht, dass ich nicht da bin und sie eben alles, sei es Essen oder Trost/ Nähe vom Papa holen muss und dann auch seine Angebote besser annimmt.
Was ist eure Erfahrung dazu?
Meine Fragen:
Kann ein knapp einjähriges Kind das schon verstehen?
Klingt das nach einem sinnvollen Plan?
Muss ich einen Schnuller für das Saugbedürfnis einführen? Sie kennt bisher weder Schnuller noch Flasche und ich habe Angst vor einer Saugverwirrung ( ihr Saugmuster ist eh nicht so optimal)
Kann ich irgendwas tun, um zu vermeiden, dass sie das Stillen verlernt? Ich bin nicht sicher, ob sie ins Krankenhaus mitkommen kann zum Stillen und ob mehrere Trennungsmomente überhaupt so gut sind. Aber um das Stillen zu erhalten ist wahrscheinlich sehr wichtig
Muss ich noch irgendwas bedenken, damit das nicht doch schlimm für sie wird?
Wow das ist lang geworden. Danke fürs Lesen.
Ich bin froh über Tipps, weitere Gedanken und Beruhigendes