Umgedacht hat geschrieben: 05.06.2022, 14:29
IdieNubren hat geschrieben: 05.06.2022, 12:44
Mau hat geschrieben: 05.06.2022, 09:58
Frauen, die von vornherein nicht stillen wollen, ohne dass gesundheitliche Probleme vorliegen, kann ich gar nicht verstehen.
Ich schon weil es (m)eine persönliche körperliche Grenze ziemlich stark übertritt. Ganz auf die Frau fokussiert, hat jede das Recht sich ganz frei zu entscheiden, da es ihren Körper betrifft und man darüber allein zu entscheiden hat.
Ich finde das wesentlich ehrlicher als irgendwelche Vorgeschobenen Gründe die ich auch schon gehört hab (zB dass man ja Stillproben machen muss und das ja so stressig ist)
Mich wundert bei der Argumentation aber wie man es vereinbaren kann ein Kind in sich wachsen zu lassen, es dann auf die Welt zu bringen und dann ist das die Grenze?
Dann ist man für die Ernährung nicht mehr verantwortlich?
Ich hoffe du fühlst dich nicht angegriffen. Ich meine auch nicht dich persönlich, falls das deine Einstellung ist. Dieser Grund wird ja ganz oft von Frauen angeführt. Es passt für mich einfach nicht zusammen, wenn Frauen sich hier plötzlich eine Entscheidungsfreiheit einfordern.
Wieso ist man nicht mehr für die Ernährung des Kindes verantwortlich, wenn man nicht stillt? Ich bin ja heute auch dafür verantwortlich, obwohl wir seit 1.5 Jahren nicht mehr stillen...
Und ja doch, ich finde das grenzwertig bis verletzend wie du dich ausdrückst. Als wäre es uns Frauen in die Wiege gelegt Schwangerschaft und Stillzeit wunderschön zu finden und wenn nicht, kann da ja wohl nur was bei der Frau falsch laufen...
Ich war nicht gerne schwanger, ich fand gebären echt scheiße (mal davon ab, dass mich fast das zeitliche gesegnet hätte) und die Vollstillzeit gerade in den ersten 3 Monate fand ich extrem belastend, weil ich ganz alleine verantwortlich war und ich mich mit dieser Verantwortung sehr alleine gefühlt habe, obwohl mein Mann mich mehr als engagiert unterstützt hat und ich eine tolle Hebamme hatte (die spätere Zeit war dann toll und wir haben 2.5 Jahre gerne gestillt). Und ja, ich habe mich unter Druck gefühlt (auch hausgemacht) stillen zu müssen.
Aber das alles hat nichts damit zu tun, dass ich ein Kind mit meinem Mann wollte und sehr gerne Verantwortung für dieses Kind übernehme und ich alles dafür tue, dass ein möglichst zufriedener Erwachsener aus diesem Kind wird. Aber Schwangerschaft und Säuglingszeit hätte ich gerne abgetreten. Würde ich auf Frauen stehen, wäre ich garantiert nicht die biologische Mama geworden.
Ich plädiere bei diesem Thema wirklich ganz stark für mehr Akzeptanz und weniger Verurteilen. Dieses "Ich kann (und will) das einfach nicht verstehen" tut weh!