(Vorteil von Buschis und Fettis ist, dass man sie in größeren Gruppen halten kann, solange das Gehege groß genug ist -- die Männchen alle kastriert. Ansonsten hat man nämlich jedesmal Stress mit Vergesellschaftung, wenn ein Tier stirbt )
Meine Tiere kamen alle aus dem Tierschutz.
CK-one¹ 10/2014 CK-two¹ 03/2019
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¹ Cryptokind 1 & 2
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Was für andere der Ringsling, ist für mich der Onbuhimo!
Passwörter sind wie Unterhosen: Nie offen rumliegen lassen, regelmäßig wechseln, keinen Fremden ausleihen.
Ich bin gerade etwas traurig. Warum? Weil es noch so lange dauert, bis ich konkrete Schritte einleiten darf um mir meine Rennmäuse zu holen. Ich bin rational genug um mir nicht im Impuls irgendwelche Tiere anzuschaffen. Also erstens gründlich nachdenken, zweitens unseren Urlaub abwarten, drittens Terrarium bestellen (dauert ja, bis das gebaut und geliefert ist). Das ist schon alles ganz vernünftig so. Aber ich kann plötzlich soooo gut verstehen, wie Leute von einem Besuch im Tierhandel oder Tierheim plötzlich ganz spontan mit einem neuen Haustier heim kommen. Ich will nämlich auch. Jetzt. Menno.
Gleichzeitig mache ich mir immer wieder Sorgen, ob ich den Tieren tatsächlich gerecht werden kann. Mein Mann meint, ich könnte mich damit übernehmen. Der meint aber sowieso immer mit allem, ich könnte mich übernehmen. Das stimmt auch manchmal. Manchmal ist mir alles einfach nur zu viel, und ich habe depressive Episoden, wo ich kaum etwas gebacken kriege. Halse ich mir jetzt noch eine Verpflichtung auf, die mich am Ende belastet und stresst?
Andererseits brauchen Rennmäuse ja auch nicht viel von mir. Das ist ja genau der Grund, warum ich sie mir ausgesucht habe. Auch wenn es mir schlecht geht und mich zu gar nichts in der Lage fühle, ist meine Tochter trotzdem immer gesund ernährt, gewaschen und ordentlich angezogen, und eine Topfpflanze ist mir auch schon lange nicht mehr vertrocknet. "Zu nichts in der Lage" ist also relativ. Einmal am Tag die Rennmäuse füttern und das Sandbad erneuern sollte ich doch sogar unter wiedrigen Umständen hinbekommen, oder?
Ich zweifle auch immer wieder, ob ich wirklich haustiertauglich bin, weil ich eben noch nie ein Haustier hatte. So eine Stimme in meinem Kopf flüstert immer wieder mal: "Das passt gar nicht zu mir. Ich und Haustiere?!"
Und dann schaue ich auf das Sideboard und stelle mir vor, wie es wäre, wenn da jetzt ein Käfig stünde, wo zwei Rennmäuse mit ihren lustigen Schnäutzchen wackeln, und werde ganz wehmütig. Aber vielleicht wäre das in echt ja gar nicht so toll, wie ich es mir vorstelle. Mein persönliches Zweifel-Karusell... *seufz*
So, Ende Emo-Rant. Ich geh jetzt ins Bett und träume von Rennmäusen.
Schöne Träume! Ich kann Dich gut verstehen. Ich hatte auch nie Haustiere, bis wir letztes Jahr Meerschweinchen zu uns geholt haben. Und so ganz wusste ich auch nicht, wie es mit den Tieren dann wird. Aber ich hatte irgendwann auch diesen ganz klaren Wunsch und eine greifbare Vorstellung von Gehege und Leben mit Haustier und dann musste ich aber auch warten, wegen Urlaub, Zeit für Gehegebau finden etc. Und dann waren sie plötzlich da…
Ich wünsche Dir viel Vorfreude und Abwägen und auf Herz und Verstand hören und bin gespannt, wie die Überlegungen ausgehen.
Viele Grüße
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
Diese Gedanken gehören irgendwie dazu, und ich finde sie wichtig. Und da ist ja auch ganz viel Vorfreude dabei.
Larala hat geschrieben: 20.05.2022, 22:08
Aber ich kann plötzlich soooo gut verstehen, wie Leute von einem Besuch im Tierhandel oder Tierheim plötzlich ganz spontan mit einem neuen Haustier heim kommen.
Normalerweise kann man nicht mal eben in ein gehen Tierheim und ein Tier mitnehmen! Es mag auch solche geben, aber das sind immerhin auch alles Tierschutzvereine und die meisten von denen vermitteln sehr gewissenhaft. Vor allem, weil die ganzen Spontankäufe aus dem Zooladen nicht selten im Tierheim laden.
Hat zwei Töchterlein von 09/14 und 03/17 und einen Schützling von 08/18
Danke, ihr seid lieb, das beruhigt mich.
Ich habe jetzt einen Streichelzoo ausfindig gemacht, wo Rennmäuse leben. Ist zwar nicht direkt um die Ecke, aber gut erreichbar. Da möchte ich nächste Woche einen Ausflug hin machen und die Tierchen mal live erleben. Ich denke, so von Angesicht zu Angesicht kann ich besser einschätzen, wie wir zusammenpassen. (Das wären zwar dann nicht dieselben Individuen, die hier eventuell einziehen würden, aber zumindest schonmal die richtige Art von Fellnasen.)
Der Streichelzoo in der nächsten Stadt hat auch Rennmäuse! Das ist viel näher und machbarer als den Ort, den ich erst gefunden hatte! Ich hoffe, dass ich es da dieses Wochenende hin schaffe. Wär doch schön
Ich habe inzwischen gaaaanz viel recherchiert und gelesen und mir gaaaaanz viele Mäusebilder angeguckt. Hach...
Der Besuch im Streichelzoo hat mich jetzt nicht soooo viel weitergebracht - außer dass ich scheinbar schon so viel Wissen über Mäusehaltung angesammelt habe, dass mir sofort ganz viele Punkte aufgefallen sind, die ich auf jeden Fall anders machen will. Sie waren auf jeden Fall sehr niedlich und unglaublich lustig zu beobachten. Mein Bauchgefühl hatte sich aber im Lauf der letzten Tage schon in Richtung "Ja zu Mäusen" heruskristallisiert, deshalb war der Besuch heute nur noch mal eine Bestätigung.
Ich glaube, mein größtes Problem bei dieser Haustierfrage ist, dass mein Vater so kategorisch gegen jegliche Haustiere war und ich das total verinnerlicht habe. Ich sage mir jetzt: Ich bin erwachsen und darf das selbst entscheiden und es fühlt sich total befreiend an. Wer hätte gedacht, dass man mit einem Paar Rennmäusen gleich noch eine psycho-analytische Therapiesitzung gratis dazu bekommt?