Ich wende mich an euch, weil ich wirklich verzweifelt bin und den Austausch suchen möchte. Bei meiner Tochter war ich vor vier Jahren bereits hier
Mein Sohn wurde Anfang Februar geboren. Leider musste er sofort in die Kinderklinik verlegt werden, da seine Sauerstoffsättigung schlecht wurde. Wir haben das volle Programm durch. Intubation, Sauerstoff, High Flow, CT, Antibiotika. Letztlich weiß keiner ganz genau was es war. Vermutlich eine Kombination aus Infektion und unreifer Lunge (er wurde bei 39+2 geboren).
In der Klinik wurde meinem zu Beginn gut stillenden Baby ohne meine Anwesenheit die Flasche gegeben. Schließlich auch der Schnuller. Bis ich bei ihm war und mich soweit sortiert hatte, war es mit dem Anlegen schon sehr schwierig. Ich bekam ihn immer schlechter an die Brust. Zum Glück hab ich dieses Mal aber sofort mit dem Pumpen begonnen und das läuft bis heute einigermaßen gut.
Er ist heute 11 Wochen alt. Stand heute bekommt er (gefühlt) überwiegend Muttermilch, aber auch Pre. Genau dokumentiert habe ich es die letzten Wochen nicht mehr, um den Stress raus zu nehmen. Tatsächlich komme ich mit zwei Kids aber auch einfach nicht so oft zum Pumpen.
Die Hebamme kommt inzwischen nicht mehr. Das Gewicht war zuletzt immer gut. Er ist rosig, fit und munter. Meist gut drauf. Windeln sind gut nass und der Stuhlgang kommt zwar eher seltener, dafür aber reichlich. Ich denke was das Gedeihen angeht, haben wir kein Problem.
Die meisten Mahlzeiten sehen wohl so aus
50 ml Mumi, 30-50 ml Pre. Spätestens alle 3h, eher früher
Leider können wir ihn ausschließlich per Flasche füttern. Ich war bereits vor Ort bei der Stillberatung. Dort hab ich wertvolle Tipps bekommen, aber weil er so schrecklich weinte, konnten wir uns nicht ums stillen kümmern. Frenotomie des Zungen- und Lippenbändchens wurde gemacht Mitte März. Seitdem bekomme ich ihn überhaupt nicht mehr an die Brust. Davor hat es vereinzelt, auch mit BES, geklappt. Stillhütchen nimmt er nicht, da sperre ich mich innerlich aber wohl auch etwas dagegen, weil das bei meiner Tochter so ein Problem war.
Ich bin immer wieder kurz davor, alles hin zu schmeißen. Aber das Stillen ist mir SO wichtig, dass ich doch immer wieder denke "ach komm, ein Tag geht noch. Eine Woche geht noch".
Ganz aktuell haben wir gestern den Tag über und auch heute bisher den Schnuller verbannt. In der Nacht ging es nicht ganz ohne. Ich habe mir einen weichen Becher bestellt, der heute kommen soll. Möglicherweise schaffe ich es, ihn daraus trinken zu lassen und ihm so keine andere Saugmöglichkeit als die Brust zu bieten?
Seit ein paar Tagen leckt er immerhin mal vorsichtig an der Brustwarze und akzeptiert sie auch kurz zwischen den Lippen.
Ich bzw wir sind wirklich bereit, nochmal alles zu geben. Eben im Rahmen der Möglichkeiten. In der Regel bin ich ab Mittag allein mit zwei Kids und muss sehen, dass ich allem gerecht werde.
Vielleicht sieht hier jemand noch Hoffnung und möchte und begleiten
Ganz liebe Grüße