Kommentare zum Stillen...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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IdieNubren
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von IdieNubren »

pqr hat geschrieben: 08.02.2022, 08:55
Landliebe88 hat geschrieben: 08.02.2022, 08:52
IrisMads hat geschrieben: 07.02.2022, 21:51 ...Mads bediente sich heute beim Pekip immer mal wieder.
Wurde von allen gefragt, wie lange ich das machen wolle. Er sei gross und die Flasche würde doch viel einfacher sein.

Es wäre nicht gut so lange zu stillen. Das Kind kann durch so nicht gut entwickeln.
Da würde ich schon nicht mehr hingehen
Ich frag mich da immer, welche Entwicklung im positiven Sinne beschleunigt werden könnte, wenn man perfekt abgestimmte arteigene Milch durch Kuhmilch ersetzt. Es ist ja nicht so, dass an sich keine Milch mehr gebraucht würde.
Ich glaub tatsächlich das Pre für ganz viele keine "Kuhmilch" ist sondern "künstlich" muttermilch
Idie mit (06/16), (04/18) und (09/20)
Serafin
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Serafin »

Also, mein fast Dreijähriger ist schon ziemlich selbstständig, wenn er will. Vor allem, im sich zum Busi wursteln. Durchsetzungsfähig wird er auch, weil er so lang plärrt, bis er ran darf. 8) :roll:
kleiner Maulwurf 12/15
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Meerhuhn
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Meerhuhn »

Die armen Menschen vor 1000 Jahren. Die konnten ohne Kinderwagen und Pre und eigenem Zimmer für jede Person ja gar nicht selbstständig werden 😱😉
Kleiner Professor - April 2015
Kaba
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Kaba »

IrisMads hat geschrieben: 08.02.2022, 09:08 Wir haben nut noch einen Termin. Aber das ich mich in einer Müttergruppe rechtfertigen muss, fand ich sehr schade. Wir hatten immer einen guten Umgang, niemand wurde kritisiert.

Es scheint eben nicht die Regel zu sein , noch zu stillen .

Mit dem Tragen haben es auch viele skeptisch gesehen ( ich trage als einzige ) . Er würde ja so niemals laufen lernen ( okay, aber wenn das Kind im Wagen sitzt , lernt es das besser?!?!)

Und er läuft als erstes, krabbelt als erstes... ja das Tragen scheint ganz schlecht zu sein ;-) ( Ironie aus)

Ich bin froh, dass ich das heutzutage an mir abprallen lassen kann diese Kommentare.

Ja, mein Kind schläft in meinem Bett, ja mein Kind wird getragen und ja mein Kind darf stillen wenn es möchte. ( und ich hoffe das will es noch lange.
Ich finde es so krass, wie groß da die Unterschiede sind. Wahrscheinlich regional, Stadt/Land, Stadtteil oder auch einfach abhängig vom Kursanbieter/-art oder so. Bei uns in der Babymassagegruppe wurde nur eins von acht Kindern nicht gestillt, die anderen soweit ich weiß auch (deutlich) über das erste Lebensjahr hinaus. Und ich hatte immer schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal den Kinderwagen dabei hatte, während alle anderen Babys in die Trage gekuschelt ankamen :lol:
Interessant fand ich, dass BLW/breifrei auch in dieser Gruppe noch wenig verbreitet war, auch wenn der Breifahrplan nicht ganz so eng gesehen wurde.

Aber ich stelle mir den Umgang mit solchen Kommentaren echt nicht leicht vor und schicke dir solidarische Grüße!!
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
Lösche Benutzer 22277

Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Lösche Benutzer 22277 »

In den Eltern-Kind-Kursen, die ich gebe, wird sehr überwiegend gestillt und das auch bei den Einjährigen.

Montagskurs: Sechs Teilnehmerinnen, alle Kinder schon ein Jahr alt, eine hat kürzlich abgestillt und die anderen stillen noch

Mittwochskurs: Acht Teilnehmerinnen, Kinder etwa neun bis zehn Monate alt, eine hat nie gestillt, eine macht Zwiemilch, der Rest stillt. Zwei Mütter haben schon ältere Kinder, die bis 18 Monate bzw. zwei Jahre gestillt wurden.

Donnerstagskurs: Fünf Teilnehmerinnen, Kinder etwa 11 Monate alt, eine hat nie gestillt, eine hat abgestillt, drei stillen noch

Großstadt in NRW.
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ShinyCheetah
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von ShinyCheetah »

Großstadt NRW ist halt was anderes als Kleinstadt BaWü, offenbar. Ich habe bei F ja damals genau so einen "Ü1 gestillte Kinder haben Entwicklungsdefizite, die sie nie wieder aufholen" Kommentar bekommen. Leider war F tatsächlich sehr anhänglich und anders als Mads auch motorisch ein Spätzünder. Also als Baby kein so krasser "Gegenbeweis". Mir ist halt klar, dass er viel getragen und gestillt werden wollte, weil er mich einfach noch sehr gebraucht hat als Baby, nicht anders herum (abhängig und motorisch langsam, weil wird gestillt und getragen). Mich hat es trotzdem belastet, immer wieder unterstellt zu kriegen, ich sei schuld und würde ihm schaden. Von daher ((IrisMads))
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


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splischsplasch
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von splischsplasch »

ShinyCheetah hat geschrieben: 08.02.2022, 11:48 Großstadt NRW ist halt was anderes als Kleinstadt BaWü, offenbar. Ich habe bei F ja damals genau so einen "Ü1 gestillte Kinder haben Entwicklungsdefizite, die sie nie wieder aufholen" Kommentar bekommen. Leider war F tatsächlich sehr anhänglich und anders als Mads auch motorisch ein Spätzünder. Also als Baby kein so krasser "Gegenbeweis". Mir ist halt klar, dass er viel getragen und gestillt werden wollte, weil er mich einfach noch sehr gebraucht hat als Baby, nicht anders herum (abhängig und motorisch langsam, weil wird gestillt und getragen). Mich hat es trotzdem belastet, immer wieder unterstellt zu kriegen, ich sei schuld und würde ihm schaden. Von daher ((IrisMads))
Ich hänge mich mal dran: Habe in der Linksliberalen Öko-Großstadt (zumindest die Stadtteile in denen ich unterwegs war) auch schon solche Kommentare gehört.
Allerdings zum Glück (wahrscheinlich wohnortbedingt und beim zweiten coronabedingt) sehr selten.
Besonders ein Kommentar übers Tragen blieb mir im Gedächtnis. Und genau wie F ist mein Großer eher auch Typ Late (Walker, Talker, …). Er wartet halt bis er den Sprung machen muss, dann macht er ihn und holt wieder auf.
Jetzt stehe ich drüber, aber am Anfang hat es mich doch irritiert (erstes Kind, junge Mutter, ohne (gewünschten) Abschluss, aber dafür mit viel Komplexen).
Vielleicht muss man es einfach mal spiegeln, was solche Kommentare anrichten können.
Sohn 1 (08/18), Sohn 2 (08/21), Tochter (09/25) und Ehemann
splischsplasch
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von splischsplasch »

Außerdem eine Positivgeschichte: Eine Bekannte hatte ähnliche Stillprobleme, die wir kurz vorher hatten.
Und ich konnte sie erfolgreich an die AFS-Hotline vermitteln.
(Das Forum habe ich natürlich auch empfohlen)
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Grizzly
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Grizzly »

ShinyCheetah hat geschrieben: 08.02.2022, 09:01
pqr hat geschrieben: 08.02.2022, 08:55
Landliebe88 hat geschrieben: 08.02.2022, 08:52

Da würde ich schon nicht mehr hingehen
Ich frag mich da immer, welche Entwicklung im positiven Sinne beschleunigt werden könnte, wenn man perfekt abgestimmte arteigene Milch durch Kuhmilch ersetzt. Es ist ja nicht so, dass an sich keine Milch mehr gebraucht würde.
So wie ich diese Kommentare verstehe, geht es nicht um Mumi, sondern um die "Abhängigkeit" in die man das Kind durchs Stillen "zwingt". So könne es nicht "selbstständig" werden.

Was auch immer Selbstständigkeit bei einem Einjährigen sein soll.
Ich würde sagen, das was Mads gemacht hat: sich (selbst) bedient 😁
Da ist das Stillen doch klar im Vorteil. Auf Mama draufkrabbeln, Stilltop auseinander ziehen und andocken kann auch Bärchen schon. In die Küche gehen, sich ein Glas holen, Wasser Zapfen und dann trinken nicht 😜
Im Ernst: ich glaube, die meisten, die diese Kommentare abgeben, denken gar nicht groß nach und wissen selbst nicht einmal, was genau sie damit meinen oder sagen wollen 🤷‍♀️ Ansonsten bin ich da bei Landliebe, viele schauen leider nur aus Sicht der Erwachsenen. Kinder? Zählen doch eh nicht oder wie war das?

Gut, dass du es dir nicht zu Herzen nimmst, Iris. Trotzdem (())

Und ((splischsplasch))
Grizzly mit Bärchen (07/2021)
Mau
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Mau »

Lavendeltreppe hat geschrieben: 07.02.2022, 20:02 https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 80133.html

Leider hinter einer Bezahlschranke, hatte ihn von jemandem mit Zugang geschickt bekommen. Finde ich tatsächlich größtenteils einen etwas merkwürdigen Beitrag. Hat den noch jemand gelesen?
Meine Eltern haben die FAZ auf Papier, da habe ich den Artikel auch mal gelesen... Finde ich auch sehr seltsam. Vorallem den letzten Teil, der vorrechnet, wie viele Stunden 1 Jahr Stillen kostet. Als würde Flasche geben und reinigen viel schneller gehen :roll:
Stimmt es denn, dass die positiven Effekte des Stillens deutlich kleiner werden, wenn man andere Faktoren wie den sozioökonomischen Status herausrechnet? Kann mir kaum vorstellen, dass die ganzen tollen Substanzen, die das Mikrobiom fördern, da einfach nur zum Spaß drin sind.
Mini 4/21 <3
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