Ich steige etwas verspätet auch noch mit ein. Ich habe das Flylady-Konzept irgendwann schonmal angeschaut, aber nie wirklich begonnen, weil ich so erschlagen war von den vielen verschiedenen Routinen. Die nacheinander einzuführen hilft bestimmt. Einiges läuft hier schon - Bett wird eigentlich immer spätestens im Laufe des Vormittags gemacht, Spülmaschine abends anstellen und morgens ausräumen machen wir auch meistens. Außer sie ist abends mal nicht voll, was aber selten vorkommt.
Ich arbeite zur Zeit - schwangerschafts- bzw. coronabedingt - nur an 2 Tagen, das Kind geht an 5 Tagen in die Kita, also eigentlich müsste ich jede Menge ungestörte Zeit für den Haushalt haben. Das führt dann aber auch dazu, dass ich alles auf diese Zeit schiebe und der Berg dann doch viel zu groß ist und die paar Stunden zwischen Bringen und Abholen viel zu kurz. Und wenn dann an den "freien" Tagen noch Termine dazu kommen (Arzt, Autowerkstatt etc.) versinkt ganz schnell alles im Chaos und ich fühle mich schlecht, weil ich das nicht gebacken kriege. Und dann ist keine Zeit mehr für Bewegung, Entspannung, Frühstück mit der Freundin in Elternzeit, was echt schade ist. Und auch für größere "Projekte" (ausmisten, umräumen, Möbel bestellen, Babyvorbereitungen) bleibt keine Zeit übrig, obwohl ich auf die sogar echt Lust hätte. Deshalb will ich jetzt versuchen, ob es so vielleicht tatsächlich auch anders funktioniert - und für das Leben mit zwei Kindern könnne so ein paar Routinen sicher sowieso nicht schaden
Mandragora1822 hat geschrieben: 18.01.2022, 22:07
Ich hab heute alles geschafft bis auf 2l Wasser/Tee Trinken. Da habe ich nur einen Liter geschafft. Dafür habe ich einen halben Liter Cola getrunken. Für morgen ist auch schon gepreppt, damit morgen früh der Saugroboter fahren kann, ohne in den Stuhlbeinen hängen zu bleiben.
Ich hab heute Bettwäsche gewaschen und festgestellt, dass morgens waschen, tagsüber trocknen und abends wieder aufziehen, die Verräum-Frage ad absurdum führt.

Allerdings weiß ich gar nicht in welchem Rhythmus Bettwäschewechsel in Mitteleuropa kulturell üblich ist. Wöchentlich? Monatlich?
Hotspots schiebe ich ja schon die ganze Zeit vor mir her und hab die im Prinzip immer geschlabbert. Meine ganzes Arbeitszimmer ist ein einziger Hotspot. Da wird man sofort demotiviert anzufangen. Ich wollte es heute aber doch abhaken können. Hab also gerade noch 6 Minuten Arbeitszimmer gemacht. Aber ein bisschen FLY-Lady unlike. Ich hab so kondomäßig zwei ´kleine Regalbretter komplett abgeräumt und zwei Order zurückgestellt. Der Rest türmt sich jetzt auf dem Schreibtisch. Da ist jetzt noch mehr Chaos als vorher, also mehr so Flying Kondo, aber der Anfang im Arbeitszimmer ist gemacht. Ich hoffe ich werde jetzt hier täglich ein paar Minuten aufräumen.
Wir haben immer das gleiche Set Bettwäsche drauf und machen das genau so. Nie wieder Bettwäsche falten

(außer bei Besuch). Ich glaube, darüber, wie oft man Bettwäsche wechselt, habe ich hier auch schonmal was gelesen - es war sehr unterschiedlich. Ich fände einen Wechsel alle 3-4 Wochen hier ausreichend, in Wahrheit ist es vielleicht noch seltener
Mein Arbeitszimmer ist auch ein großer Hotspot, bzw es ist sehr klein und wird zur Zeit nicht zum Arbeiten, aber dafür umso mehr zum Abstellen genutzt. Mein Mann seufzt immer (zumindest innerlich), wenn er es betreten muss

Heute dachte ich, wie meist, es ist eh aussichtslos, da was anzufangen, ich muss das machen "wenn ich mal richtig Zeit habe" (also irgendwann nächste Woche oder so..) Dann habe ich mir einen 10 Minuten Timer gestellt und tada, man könnte es gerade zu als aufgeräumt bezeichnen (nur oberflächlich, aber macht ja nix).