Freundebesuch und Medien

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Sabina
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Sabina »

Linda89 hat geschrieben: 12.01.2022, 08:08 Ich finde, die Diskussion müsste man für verschiedene Altersklassen mehrfach führen. Ein Kindergarten Kind mache ich vor den Fernseher, um meine Ruhe zu haben.. Ein Grundschulkind kann schon ganz andere Sachen mit Medien machen. Ich finde es tatsächlich schade, dass meine Erstklässler kein Interesse an PC spielen hat, ganz anders als mein Sohn, und habe schon öfter versucht, ihr das nahe zu bringen.
Wieso findest du das schade? Möchtest du, dass sie den Umgang mit dem PC lernt oder wünschst du dir, dass sie cool findet, was du cool findest? Also wie Eltern, die es gerne sehen wenn die Kids die gleiche Sportart oder so machen wie sie selbst?
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…

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Linda89
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Linda89 »

Ich denke halt an mich damals zurück. Ich hab in der Grundschule angefangen, mich für PCs zu interessieren. Hab gespielt, Office benutzt, Webseiten erstellt und war immer - mindestens bis zur Promotion - meiner Peergroup im Umgang mit dem PC überlegen. Außerdem höre ich von befreundeten Lehrern, dass Teenager teilweise gar nicht eine Datei abspeichern können oder so.

Also eigentlich hätte ich gerne, dass sie PC statt TV mag. Ist aber halt nicht so. TV ist halt sehr passiv und meiner Meinung nach bringt es demnach nichts. Mein Sohn hat über das PC spielen schon viel gelernt bisher.
Sohn Juli 2013, Tochter Januar 2015, Tochter Juni 2019, Tochter März 2021
nido56
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von nido56 »

Mein Sohn ueberdreht tatsaechlich abends, wenn er den ganzen Tag am Bildschirm hing. Das liegt aber hauptsaechlich daran, dass er unheimlich viel Energie hat und sich regelmaessig koerperlich auspowern muss, um ausgeglichen zu bleiben. Wenn er den ganzen Tag zuhause sitzen und malen wuerde, waere das genauso. Der Punkt ist, dass er beim Malen irgendwann selbst keine Lust mehr hat. Beim Minekraft oder Switch spielen kommt er auch irgendwann an den Punkt, wo er nicht mehr mag. Beim YouTube gucken hingegen merkt er selbst nicht, wenn es genug ist. Da muss man ihm definitiv helfen, sich zu regulieren.

Wenn ich aber weiss, dass er abends noch eine Stunde Schwimmtraining hat, dann ist es voellig egal, ob er nachmittags gelesen, gemalt, Computerspiele gespielt oder irgendwelche Videos konsumiert hat. Dann ist er am Ende ausgepowert und entspannt.

Der Pirat hat einen grossen Cousin. Als der klein war, hing er ununterbrochen am Computer. Ich fand das damals immer total furchtbar und dachte, dass ich das meinem Kind niemals erlauben wuerde. Heute ist er mitte 20 und ein erfolgreicher Softwareentwickler, der zugegeben ziemlich nerdig ist, aber super nett und lustig. Wirklich ein ganz toller junger Mann. Computer sind einfach sein Ding. Im Nachhinein denke ich, dass meine Schwaegerin und mein Schwager das damals schon ganz gut gemacht haben.

Also, in unserem Fall ist definitiv nicht der Bildschirm das Problem sondern das, was damit gemacht wird. Die Videospiele machen dem Piraten einfach irre Spass, bereiten mir aber keine Sorgen. YouTube hingegen ist durchaus ein Problem. Da regulieren wir viel und es gibt auch oefter mal Diskussionen. TV interessiert ihn dafuer praktisch gar nicht.
nido mit dem Piraten (01/2012)
Bönthi
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Bönthi »

Linda, ich glaub, du schreibst da etwas ganz wichtiges. Natürlich muss man die Diskussion auch je nach Alter des Kindes anders führen. Mein Kleinkind ist bisher nur in der Lage passiv Videos anzuschauen, das finde ich völlig unnötig und wirklich nicht gut. Ein Grundschulkind, dass auch schon etwas lesen kann, hat mit Computerspielen ganz andere Möglichkeiten und kann bei Auswahl der richtigen Spiele eben auch sehr viel lernen. Das ist völlig anders zu bewerten.
mit Zelli, dem kleinen Zellhaufen (02/20)
Elena
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Re: Freundebesuch und Medien

Beitrag von Elena »

Linda89 hat geschrieben: 12.01.2022, 10:35 Ich denke halt an mich damals zurück. Ich hab in der Grundschule angefangen, mich für PCs zu interessieren. Hab gespielt, Office benutzt, Webseiten erstellt und war immer - mindestens bis zur Promotion - meiner Peergroup im Umgang mit dem PC überlegen. Außerdem höre ich von befreundeten Lehrern, dass Teenager teilweise gar nicht eine Datei abspeichern können oder so.
Das ist natürlich krass. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass das die Regel ist? Meine Kinder hatten bis vor der Pandemie praktisch keine Berührung mit Computern. Dann hat die Mittlere angefangen zu programmieren und die Große hat Referate mit PP gemacht, angefangen, selbst zu recherchieren und erstellt jetzt eBooks mit Handarbeitsanleitungen völlig selbständig, inkl. Fotoaufnahmen (Recherche, wie man eine Fotobox baut), Bildbearbeitung, Textverarbeitung etc. Die beiden Großen (10 und 13 Jahre) recherchieren völlig selbständig und können auch schon Stoff online kaufen (ich muss nur noch mein PP-Passwort eingeben :lol: ). Der 8jährigen ist das alles noch egal, sie guckt nur einmal pro Woche die Maus und das ist ihr einziger Berührungspunkt mit dem Laptop. Da ich aber gesehen habe, wie rasant die Lernkurve bei den Großen war, finde ich das völlig unproblematisch (vorher fand ich es auch unproblematisch, aber jetzt erst recht). Die Kleine soll erstmal Lego spielen und lesen und malen usw.
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