Die Temperatur der Kleinen ist heute Morgen zum Glück auf etwa 38 runtergegangen, aber die Nacht war natürlich trotzdem dementsprechend unruhig. Bis etwa eins/ halb zwei hatte ich sie auf dem Arm und sie wollte sich nicht ablegen lassen. Hat richtig geglüht. Dann ist sie aber zum Glück eingeschlafen bis etwa 4 Uhr und ich habe ihr keinen Saft geben müssen. Ab 4 Uhr hat dann mein Mann übernommen und mit ihr die restliche Zeit wieder sitzend auf dem Sofa verbracht. Immerhin ist sie noch mal eingeschlafen und ich musste dann um sieben los zur Arbeit
Mein Mann ist mit ihr zum Arzt gefahren. Ist mir auch wahnsinnig schwer gefallen, am liebsten möchte ich immer alles selbst machen und bei ihr sein, besonders, wenn es ihr so schlecht geht.
Ich hatte aber mit meinem Mann im Vorfeld besprochen, dass wir uns die Krankentage aufteilen und ich Mittwoch und Donnerstag zu Hause bleibe, er Freitag. Er ist dann mit einer langen Liste an Fragen, die wir gestern Abend gemeinsam aufgeschrieben haben, losgefahren.
Der HNO hat sich ihre Nase und Ohren angeschaut und erneut ein Antibiotikum aufgeschrieben. Das ist wohl etwas breiter gefächert als das vorherige, da die Entzündung immer noch akut ist. Das Trommelfell ist nach wie vor deutlich vorgewölbt und gerötet und es ist wohl unsere einzige Chance, dem Ganzen jetzt zu begegnen.
Wir sollen entweder kurz vor dem Jahreswechsel oder danach zur Kontrolle kommen. Jetzt steht erst mal eine achttägige Antibiotikagabe an.
Die Polypen sind zwar vergrößert, aber nicht so groß, dass man aktuell eine Operation in Erwägung ziehen müsste. Die Option Trommelfell anschneiden beziehungsweise Paukenröhrchensetzen wäre relativ schnell ein Thema, wenn auch dieses Antibiotikum nicht anschlägt. Damit würde er dann auch nicht monatelang warten.
Die Massage zur Anregung des Lymphflusses sollen wir gerne begleitend versuchen, ganz lieben Dank noch mal für die Links!
Dass sie nicht mehr stillen möchte, führt er ebenfalls mehr oder weniger eindeutig auf ihren Druck im Ohr zurück. Es ist ihr unangenehm und verursacht vermutlich auch Schmerzen und wird deshalb vermieden.
Ich habe gestern noch viel darüber nachgedacht, was ihr so geschrieben habt. Es stimmt, einerseits hänge ich sehr am Stillen und finde es nach wie vor sehr traurig, dass es so abrupt beendet wurde. Andererseits belastet mich das Pumpen auch ganz schön, es ist schwer im Alltag mit zwei Kindern, Hund und Job unterzubringen.
Viel schwerer wiegt aber vielleicht, dass mich diese tägliche Ablehnung immer wieder aufs Neue sehr verletzt und mich das vielleicht noch auf irgendwelchen anderen Ebenen trifft… Ich bin leider generell nicht mit einem sehr ausgeprägten Selbstbewusstsein gesegnet und muss da immer ziemlich hart dran arbeiten.
Diese Ablehnung nehme ich schon recht persönlich und möchte mich da meiner Tochter irgendwie auch nicht aufdrängen. Du hast recht, Solina, wenn du schreibst, dass es das Kind auch „wollen muss“…
Gestern kam sie, als ich mit meiner Großen am Basteltisch saß und hat das erste Mal versucht, meinen Pulli hoch zu schieben. Dann habe ich sie gefragt ob sie Mama Milch trinken möchte und sie hat ja gesagt. Anschließend hat sie aber auch nur einmal ganz kurz gesaugt, direkt wieder losgelassen, noch mal kurz gesaugt und ist dann wieder spielen gegangen. Aber es war das erste Mal, dass sie aktiv von sich aus auf mich zu kam…
Ach, ich weiß auch nicht! Wenn das neue Antibiotikum anschlägt, sollte sich ja recht schnell eine Besserung zeigen, oder? Ich weiß ja nicht, ob sie dann instinktiv spürt, dass es jetzt wieder besser klappen könnte? Dass mittlerweile fast zwei Wochen vergangen sind, macht es auf jeden Fall nicht einfacher…
Vielleicht pumpe ich jetzt noch ein paar Tage, beschränke das auf 1x 15 -20 Minuten jeden Abend pro Seite.
Hoffe, das reicht, um wenigstens ein wenig Bedarf zu signalisieren?
Vielleicht ist auch noch ein Aspekt, dass ich schon länger das Gefühl hatte, mein Mann steht nicht mehr so wirklich hinter dem Stillen.
Sie wollte halt nachts auch noch oft trinken und da sprach er in der Vergangenheit schon öfter davon, ihr die Flasche zu geben. Dass meine Milch vielleicht nicht reichen würde und sie nicht satt wird.
Dann hatte ich manchmal das Gefühl, er guckt komisch oder schaut uns schief an, wenn wir nach dem Kindergarten nachmittags noch gestillt haben.
Fast, als wäre es etwas Unanständiges?
Habe da noch nie mit ihm drüber gesprochen, ist nur so ein Gefühl von mir.
Hatte schon länger den Eindruck, mich fast dafür schämen zu müssen, dass ich sie noch anlege.
Er ist der Meinung, dass es nicht mehr notwendig ist und ich glaube, es irritiert ihn. Vielleicht ist er auch eifersüchtig und findet es jetzt langsam genug? Er unterstützt mich momentan zwar in dieser ganzen Geschichte und meinte selbst auch, dass ich die Pumpe ja auch einfach noch etwas behalten kann. Er wird sich da nicht einmischen und es sei meine Entscheidung. Aber ich glaube, er persönlich findet es jetzt ganz okay, wie es ist. Und irgendwie, ob bewusst oder unbewusst beeinflusst mich das auch. Komme mir auch komisch vor, wenn ich abends neben ihm sitze und abpumpe, als würde ich die Realität nicht akzeptieren wollen oder können.
So ein bisschen, als wäre ich verrückt. Oder kann nicht loslassen. Versteht ihr, was ich meine??