Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

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Liadan30
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

Beitrag von Liadan30 »

Danke, die Beiträge helfen mir schon einmal weiter.
Vermutlich haben wir uns jetzt beide zu sehr an Flasche gewöhnt und viel mehr Hilfe ist jetzt auch nicht da. Außer, dass ich mir jetzt das Abpumpen besser vorstellen könnte, da sie sich auch mal etwas alleine beschäftigt, solange ich dabei bleibe.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich, sollte ich noch einmal ein Kind bekommen, dieses dann stillen kann. Auf jeden Fall werde ich nie wieder so früh Flasche füttern. Zufüttern, klar wenn es nicht anders geht (egal wegen was), aber dann nicht mit Flasche.

Verstehe halt nicht, wieso ein stllfreundliches Krankenhaus schon am dritten Tag sagt: "Wir müssen jetzt Sauger verwenden, weil bald kann man die Menge nicht mehr mit Spritze füttern." Das ist doch überhaupt nicht stillfreundlich? Vorallem... wieviel trinkt denn ein Neugeborenes wenn man den Rhythmus vom Stillen beibehalten will, um wieder dazu zurück zu finden?

Und ist es richtig, dass sie erwartet haben, dass bei mir schon mega Milch beim Abpumpen kommt?

Mittlerweile bin ich überzeugt davon, dass ich nicht zu wenig Milch zum stillen hatte, sondern die Milchproduktion einfach nicht genügend angeregt wurde, um jemals genug Milch gehabt zu haben. (hab ja maximal 6 Mal am Tag gepumpt und das leider auch nicht lange geschafft. Und das Kind dabei gar nicht angelegt.)
Ich glaube selbst im Krankenhaus habe ich nicht so viel abgepumpt wie ich hätte müssen. Erstens war mir irgendwie nicht richtig bewusst wie elementar das sein könnte und zweitens... ich war echt erschlagen von der Geburt. Erst ab der 5. Woche ging es mir dann körperlich wirklich besser. Sitzen beim Abpumpen und Aufstehen im Allgemeinen war immer so eine Sache.

Mir aber schon so zu vermitteln, dass ich sowieso niemals genug Milch haben werde, war echt nicht fair.
Und genau mit dem Gedanken "ich kann genug Milch haben" muss ich unbedingt versuchen beim nächsten Mal an die Sache dran zu gehen und wenn mein Kind alle 5 Minuten an die Brust will, dann will es das halt. Ich wusste ja beim ersten Zufüttern nicht mal wie das Gewicht bei ihr war.
Das einzige das mir wahnsinnige Angst vorm nächsten Stillversuch mit dem nächsten Kind macht, sind wieder diese unerträglichen Schmerzen an den Brustwarzen. Ich bin da sowieso sehr empfindlich. :-(
Aber war vielleicht auch einfach der Soor, der es nochmal viel schlimmer gemacht hat. Naja und das Problem mit dem Mund weit genug aufmachen.
Behandelt wurden wir beide dann erst ab dem 8. Tag nach der Geburt.

War halt schon ein schönes Gefühl, sie zu stillen, obwohl ich es nur ein paar Stunden wirklich versuchen konnte und dann alles aus dem Ruder lief.
Yllana
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

Beitrag von Yllana »

Liadan30 hat geschrieben: 29.10.2021, 23:00 Danke, die Beiträge helfen mir schon einmal weiter.
Vermutlich haben wir uns jetzt beide zu sehr an Flasche gewöhnt und viel mehr Hilfe ist jetzt auch nicht da. Außer, dass ich mir jetzt das Abpumpen besser vorstellen könnte, da sie sich auch mal etwas alleine beschäftigt, solange ich dabei bleibe.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich, sollte ich noch einmal ein Kind bekommen, dieses dann stillen kann. Auf jeden Fall werde ich nie wieder so früh Flasche füttern. Zufüttern, klar wenn es nicht anders geht (egal wegen was), aber dann nicht mit Flasche.

Verstehe halt nicht, wieso ein stllfreundliches Krankenhaus schon am dritten Tag sagt: "Wir müssen jetzt Sauger verwenden, weil bald kann man die Menge nicht mehr mit Spritze füttern." Das ist doch überhaupt nicht stillfreundlich? Vorallem... wieviel trinkt denn ein Neugeborenes wenn man den Rhythmus vom Stillen beibehalten will, um wieder dazu zurück zu finden?

Und ist es richtig, dass sie erwartet haben, dass bei mir schon mega Milch beim Abpumpen kommt?

Mittlerweile bin ich überzeugt davon, dass ich nicht zu wenig Milch zum stillen hatte, sondern die Milchproduktion einfach nicht genügend angeregt wurde, um jemals genug Milch gehabt zu haben. (hab ja maximal 6 Mal am Tag gepumpt und das leider auch nicht lange geschafft. Und das Kind dabei gar nicht angelegt.)
Ich glaube selbst im Krankenhaus habe ich nicht so viel abgepumpt wie ich hätte müssen. Erstens war mir irgendwie nicht richtig bewusst wie elementar das sein könnte und zweitens... ich war echt erschlagen von der Geburt. Erst ab der 5. Woche ging es mir dann körperlich wirklich besser. Sitzen beim Abpumpen und Aufstehen im Allgemeinen war immer so eine Sache.

Mir aber schon so zu vermitteln, dass ich sowieso niemals genug Milch haben werde, war echt nicht fair.
Und genau mit dem Gedanken "ich kann genug Milch haben" muss ich unbedingt versuchen beim nächsten Mal an die Sache dran zu gehen und wenn mein Kind alle 5 Minuten an die Brust will, dann will es das halt. Ich wusste ja beim ersten Zufüttern nicht mal wie das Gewicht bei ihr war.
Das einzige das mir wahnsinnige Angst vorm nächsten Stillversuch mit dem nächsten Kind macht, sind wieder diese unerträglichen Schmerzen an den Brustwarzen. Ich bin da sowieso sehr empfindlich. :-(
Aber war vielleicht auch einfach der Soor, der es nochmal viel schlimmer gemacht hat. Naja und das Problem mit dem Mund weit genug aufmachen.
Behandelt wurden wir beide dann erst ab dem 8. Tag nach der Geburt.

War halt schon ein schönes Gefühl, sie zu stillen, obwohl ich es nur ein paar Stunden wirklich versuchen konnte und dann alles aus dem Ruder lief.
Da hast du ja wirklich einiges durchgemacht, fühl dich gedrückt!
Ich finde es auch immer wieder erstaunlich wie wenig korrekte Informationen man zum stillen bekommt. Gerade beim ersten Kind, woher soll man das denn alles wissen?
Meine Große hab ich mit Beleghebamme bekommen und die war zwar super nett und hat mich auch im Wochenbett viel besucht, aber sie konnte mir bei den Stillproblemen echt nicht helfen.
Ich hatte nämlich auch wunde Brustwarzen wegen falschem Anlegen und sie hat dann empfohlen weniger zu stillen und eher mal abzupumpen. Ich hab von Natur aus jetzt nicht so einen heftigen Milcheinschuss und wenn man dann nicht anlegt wird's halt auch nicht mehr.
Ich habe dann irgendwann aus Verzweiflung abgestillt, aber immer deshalb getrauert....
Bei der Kleinen war ich vieeel besser vorbereitet. All die kleinen Helferlein zum Pflegen der Brust hatte ich vorher besorgt und ich wusste wie man anlegen soll. Ich hatte wieder keinen dollen Milcheinschuss, aber wir haben dann halt 10 Tage sehr sehr oft gestillt und dann war auf einmal genug da und wir haben glücklich 2 Jahre lang gestillt.

Also Fazit von meinem langen Monolog: Ob eine Relaktation für dich sinnvoll ist kannst du nur selbst entscheiden. Aber beim zweiten Kind kann es viel besser laufen, es muss nicht wieder weh tun, wenn man weiß wie man anlegen sollte und frühzeitig auf Soor oder anderes reagiert. Ja, das Wissen sollte man aus dem Krankenhaus bekommen. Aber es funktioniert auch wenn man es sich selbst aneignet und da bist du ja jetzt viel weiter als vorher!
Mit der Großen (08/15) und der Kleinen (11/17)
Lösche Benutzer 22277

Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

Beitrag von Lösche Benutzer 22277 »

Bei mir kam der Milcheinschuss beide Male am fünften Lebenstag der Kinder, davor Kolostrum und bei einem meiner Kinder habe ich es von Hand gewonnen und mit dem Löffel gegeben, weil es aufgrund von Blockaden nicht gut an der Brust trinken konnte. Bei den Zwillingen wurde stillfreundlich zugefüttert, ganz kleine Mengen, und ich konnte ab Milcheinschuss voll stillen.

Es tut mir so Leid das zu sagen, aber Du wurdest meiner Meinung nach überhaupt nicht stillfreundlich beraten.
Liadan30
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

Beitrag von Liadan30 »

Yllana hat geschrieben: 30.10.2021, 07:17
Da hast du ja wirklich einiges durchgemacht, fühl dich gedrückt!
Ich finde es auch immer wieder erstaunlich wie wenig korrekte Informationen man zum stillen bekommt. Gerade beim ersten Kind, woher soll man das denn alles wissen?
Meine Große hab ich mit Beleghebamme bekommen und die war zwar super nett und hat mich auch im Wochenbett viel besucht, aber sie konnte mir bei den Stillproblemen echt nicht helfen.
Ich hatte nämlich auch wunde Brustwarzen wegen falschem Anlegen und sie hat dann empfohlen weniger zu stillen und eher mal abzupumpen. Ich hab von Natur aus jetzt nicht so einen heftigen Milcheinschuss und wenn man dann nicht anlegt wird's halt auch nicht mehr.
Ich habe dann irgendwann aus Verzweiflung abgestillt, aber immer deshalb getrauert....
Bei der Kleinen war ich vieeel besser vorbereitet. All die kleinen Helferlein zum Pflegen der Brust hatte ich vorher besorgt und ich wusste wie man anlegen soll. Ich hatte wieder keinen dollen Milcheinschuss, aber wir haben dann halt 10 Tage sehr sehr oft gestillt und dann war auf einmal genug da und wir haben glücklich 2 Jahre lang gestillt.

Also Fazit von meinem langen Monolog: Ob eine Relaktation für dich sinnvoll ist kannst du nur selbst entscheiden. Aber beim zweiten Kind kann es viel besser laufen, es muss nicht wieder weh tun, wenn man weiß wie man anlegen sollte und frühzeitig auf Soor oder anderes reagiert. Ja, das Wissen sollte man aus dem Krankenhaus bekommen. Aber es funktioniert auch wenn man es sich selbst aneignet und da bist du ja jetzt viel weiter als vorher!
Danke, das gibt Hoffnung fürs nächste Kind, wenn wir denn noch eins bekommen sollten. Da er schon eins hat, wissen wir nicht, ob es für uns dabei bleibt. Allerdings hätte ich selbst halt gerne zwei.

Beim nächsten Mal nehme ich auch alles mit was ich so schon da habe und was es vielleicht noch geben könnte, was hilft 😆 Da ich im Krankenhaus gerne beim Abpumpen eingenickt bin, müsste definitiv der Abpump-BH mit 🤣
Bei den Silberhütchen bilde ich mir zumindest ein, dass sie mir gut getan haben, aber genau weiß ich es nicht, denn ich habe ja sowieso nicht mehr angelegt.
Beim Pilz sind sie aber halt nicht so sinnvoll.

Und wenn ich dann Probleme habe, wende ich mich ans Forum anstatt an das Krankenhaus-Personal :-D

Tat schon mal irgendwie gut darüber zu schreiben.
Liadan30
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

Beitrag von Liadan30 »

Raya hat geschrieben: 30.10.2021, 10:39 Bei mir kam der Milcheinschuss beide Male am fünften Lebenstag der Kinder, davor Kolostrum und bei einem meiner Kinder habe ich es von Hand gewonnen und mit dem Löffel gegeben, weil es aufgrund von Blockaden nicht gut an der Brust trinken konnte. Bei den Zwillingen wurde stillfreundlich zugefüttert, ganz kleine Mengen, und ich konnte ab Milcheinschuss voll stillen.

Es tut mir so Leid das zu sagen, aber Du wurdest meiner Meinung nach überhaupt nicht stillfreundlich beraten.
Nein, da hast du recht, wurde ich leider nicht und das weiß ich jetzt erst im Nachhinein. An sich wurde mir einfach suggeriert: Hat keinen Sinn, kommt ja sowieso keine/kaum Milch.
Die Stillberatung hat zwar nichts dergleichen gesagt, aber da war es schon so in meinem Kopf festgesetzt, dass ich aufgegeben hatte als die Kleine nicht mehr an die Brust wollte.
Ich dachte halt: Warum mein Kind zwingen, wenn ich sowieso nie genügend Milch haben werde.

Mein Milcheinschuss kam auch etwa 5 Tage später. Aber ohne richtige Anleitung wie ich die Milch richtig in Gang bekomme, hat es halt auch nichts gebracht.
Im Krankenhaus haben sie wohl erwartet, dass ich sofort mehr als nur Tröpfchen abpumpen kann.
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

Beitrag von Lösche Benutzer 22277 »

Die Erwartung, sofort viel Milch abpumpen zu können, ist fachlich gesehen einfach komplett falsch. In den ersten Lebenstagen ist Kolostrum die Nahrung des Säuglings, nicht die reife Muttermilch.
Alpaka
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

Beitrag von Alpaka »

Auch später ist es ja nicht gesagt, dass man es (immer) schafft , viel abzupumpen. ... Mir fiel das nie leicht , auch später nach milcheinschuss

Es ist echt so ärgerlich, wie oft anscheinend falsch beraten wird bezüglich stillen ...
:D Januar 2020
AnnaKatharina
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

Beitrag von AnnaKatharina »

War bei euch Stillen kein Thema im Geburtsvorbereitungskurs?
Die Basis-Infos wurden da bei uns schon besprochen, und so kenn ich das auch von Freundinnen. So dass man zumindest weiss dass man schlecht beraten wird und sich gescheite Hilfe holen kann, wenn es doof läuft.
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
Liadan30
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

Beitrag von Liadan30 »

AnnaKatharina hat geschrieben: 30.10.2021, 13:05 War bei euch Stillen kein Thema im Geburtsvorbereitungskurs?
Die Basis-Infos wurden da bei uns schon besprochen, und so kenn ich das auch von Freundinnen. So dass man zumindest weiss dass man schlecht beraten wird und sich gescheite Hilfe holen kann, wenn es doof läuft.
Nicht so im Detail leider...
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FloppyDisc
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Re: Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?

Beitrag von FloppyDisc »

Uns wurde im Geburtsvorbereitungskurs eine Puppe gegeben und die sollten wir dann anlegen. Ehrlich, ich hab mich nie so dämlich gefühlt wie da... Beim Krötenkind hatten wir dann ja auch Probleme, weil sie einfach nicht gesaugt hat. Im ebenfalls stillfreundlichen Krankenhaus haben sie daraufhin auch nur gesagt "ja, richtig angelegt ist sie ja, jetzt müsste sie nur noch saugen" und mir ein Fläschchen zum zufüttern gegeben... Habe dann Kolostrum mit dem Löffel gefüttert und wurde angeguckt als hätte ich sie nicht alle.

Wodurch diese Krankenhäuser ihre Zertifikate verdienen, wüsste ich wirklich gerne...
LG Floppy
mit Krötenkind 9/16 und "Paulchen" 5/19
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