Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
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- Sabina
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Re: Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
Stimmt, Mondenkind. Ich wollte nun auch nicht behaupten, dass man einem vollgestillten Säugling zwingend ein Probiotikum geben muss. Nur bin ich immer wieder erschrocken wie viele Menschen (und Ärzte!) noch immer nicht wissen, dass ein Antibiotikum zwar ein super Mittel ist gegen bakterielle Infekte, dabei aber halt auch ‚die guten‘ Bakterien zerstört. Mein Post bezog sich aber vielleicht tatsächlich eher auf Menschen ab Beikostalter. Ich habe, zum Glück, mit Säuglingen und Antibiotika keine Erfahrung. Wir haben aber für den Darm und die Verdauung unseren Babies jeweils Bigaia Tropfen gegeben.
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…
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Lösche Benutzer 27615
Re: Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
Ich habe mir die Bigaia Tropfen angesehen und musste kurz grinsen, da sind nämlich Milchsäurebakterien aus der Muttermilch drinnen.
Finde ich super, wenn mein Großer Darmprobleme hat, dann probier ich die Mal!
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Mondenkind
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Re: Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
Es gibt für Bigaia keine Evidenz bei gestillten Säuglingen. Spart Euch das Geld.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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Lösche Benutzer 27615
Re: Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
Ich habe auch den Großen gemeint, den ich nicht mehr stille.
Wäre ja komisch, wenn etwas mit Muttermilchbestandteilen besser wirkt als das Original.
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Mondenkind
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Re: Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
Ich weiß nicht, wie es mit Evidenz für Kleinkinder aussieht. klecksauge weiß das bestimmt.Solina hat geschrieben: 25.10.2021, 22:16 Ich habe auch den Großen gemeint, den ich nicht mehr stille.![]()
Wäre ja komisch, wenn etwas mit Muttermilchbestandteilen besser wirkt als das Original.
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Seifenblasenfrau
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Re: Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
Was ich spannend finde: Wenn Babys geboren werden, ist der Darm ja auch unbesiedelt und wird durch Muttermilch in kurzer Zeit mit nützlichen Bakterien besiedelt. Wenn der Darm nach AB wieder kaum besiedelt ist, stelle ich mir vor, dass stillen wieder das beste ist, um ihn zu besiedeln.
Die Große 08/15
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- Myeskathry
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Re: Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
Aber ist es nicht so, dass ein Baby bei Vaginaler Geburt dort auch schon nützliche Bakterien der Mutter aufsammelt? Klar hilft Muttermilch. Aber ich habe meine Tochter nach dem AB mehrere Wochen vollgestillt und die Magen-Darm-Flora kam nicht wieder von selbst ins Gleichgewicht. Wir sprechen von durchschieenen Nächten wegen Bauchweh. Ich will damit nicht sagen, das Muttermilch das nicht schaffen kann. Aber offenbar gibt es Fälle, in denen eine zusätzliche Probiotikagabe erheblich hilft. Bei nicht mehr voll gestillten Kindern wahrscheinlich umso mehr. Ich nehme an, dass also gut beobachtet werden sollte, ob es über längere Zeit Hinweise auf eine nicht intakte Besiedelung gibt und dann ggf. gegengesteuert werden sollte?
Liebe Grüße
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Edelmann (4/20) +
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Regenbogen82
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Re: Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
In dem Alter, in dem Deine Tochter so viel geschrien hat (> sechs Wochen) schreien viele Babys stundenlang. Ob dem wirklich Bauchschmerzen zugrundeliegen, ist nicht sicher. Und ein Salatblatt, das Du isst, kann beim Baby keine Blähungen machen. Das ist biologisch nicht möglich.
Brüderchen (09/11) und Schwesterchen (04/13) und kleines Schwesterchen (08/16)
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Lösche Benutzer 27615
Re: Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
Ob was mit der Darmflora nicht stimmt, kann ja nur durch eine Stuhlprobe bestimmt werden.
Bei einer vaginalen Geburt geht es doch mehr um das Mikrobiom der Haut, oder? Klar, davon ausgehend breitet sich das aus, überall hin. Aber man hat doch auch nach der Geburt Hautkontakt, es muss also schon später noch was übertragen werden, besonders eben auch durchs Stillen, da gehen ja auch immer Partikel mit Zellen und Bakterien mit.
Hier hat der Große nach der Geburt wegen anbahnender Sepsis 6 Tage AB IV bekommen. Und ja, er hatte Bauchschmerzen, das hatte der Kleine aber auch ohne Antibiose. In beiden Fällen vaginale Geburt, aber beim Großen hat die Antibiose das Mikrobiom sicher völlig zerschossen. Trotzdem war sein Verhalten sicher nicht extrem ungewöhnlich. Klar, er war ein unzufriedenes Kerlchen, aber das ist er jetzt auch noch ab und an und seine Verdauung ist trotzdem wunderbar. Der Kleine ist ausgeglichener, das ist für mich aber echt eine Charakterfrage. Das würde ich nicht auf die unterschiedliche medizinische Vorgeschichte schieben.
Bei einer vaginalen Geburt geht es doch mehr um das Mikrobiom der Haut, oder? Klar, davon ausgehend breitet sich das aus, überall hin. Aber man hat doch auch nach der Geburt Hautkontakt, es muss also schon später noch was übertragen werden, besonders eben auch durchs Stillen, da gehen ja auch immer Partikel mit Zellen und Bakterien mit.
Hier hat der Große nach der Geburt wegen anbahnender Sepsis 6 Tage AB IV bekommen. Und ja, er hatte Bauchschmerzen, das hatte der Kleine aber auch ohne Antibiose. In beiden Fällen vaginale Geburt, aber beim Großen hat die Antibiose das Mikrobiom sicher völlig zerschossen. Trotzdem war sein Verhalten sicher nicht extrem ungewöhnlich. Klar, er war ein unzufriedenes Kerlchen, aber das ist er jetzt auch noch ab und an und seine Verdauung ist trotzdem wunderbar. Der Kleine ist ausgeglichener, das ist für mich aber echt eine Charakterfrage. Das würde ich nicht auf die unterschiedliche medizinische Vorgeschichte schieben.
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klecksauge
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Re: Stillen nach Antibiotikagabe fürs Kind
Es gibt da keine Evidenz.Mondenkind hat geschrieben: 25.10.2021, 22:20Ich weiß nicht, wie es mit Evidenz für Kleinkinder aussieht. klecksauge weiß das bestimmt.Solina hat geschrieben: 25.10.2021, 22:16 Ich habe auch den Großen gemeint, den ich nicht mehr stille.![]()
Wäre ja komisch, wenn etwas mit Muttermilchbestandteilen besser wirkt als das Original.
Meines Wissens (dieses Thema steht ganz oben auf meiner To do Liste, ich bin ja PTA ......) gibt es dazu nur Beobachtungsstudien. Und eben gutes Marketing.
Ich möchte nicht sagen, dass es gar nichts bringt. Oder dass Probiotika generell Geldmacherei sind.
Bei einem gestillten Säugling oder auch Kleinkind gibt es aber nichts, das besser ist als Muttermilch.
@ Solina
Bei der vaginalen Geburt geht es nicht nur um die Haut, sondern auch um das Mikrobiom (damit ist immer die Darmbesiedlung gemeint). Die erste Impfung ist die vaginale Geburt, die zweite das Kolostrum.
Es gab vor gar nicht so langer Zeit dazu mal eine total gute Doku auf Arte, hieß auch schlicht "Das Mikrobiom". Da wurde auch auf das Thema eingegangen.
3-Monats-Koliken oder Bauchweh, ja, die gibt es. Die sind aber einfach auch ein Stück weit "normal", denn der Darm ist ja unreif.
Manchmal kann aber auch ein Problem vorliegen, zB wird beim Saugen viel Luft geschluckt. Darauf kommen aber vor allem Kinderärzte natürlich nicht.
Und ich würde mir da wirklich nicht soviel einen Kopf machen, denn Stillen ist da einfach super gut und das Beste was getan werden kann.
Antibiotika sinnvoll eingesetzt sind ein Segen.
Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
(Still-Mod-Team)
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