nachdem ich unangemeldet schon viele Beträge gelesen und viele ähnliche Fälle, aber keine Lösung gefunden habe und mir meine Stillberaterin vor Ort mitgeteilt hat, dass Sie mir auch nicht mehr helfen kann, habe ich mich dazu entschlossen, mich hier anzumelden.
Ich bin Mama einer 10 Monate alten Tochter und wir stillen aktuell noch einmal am Tag und in der Nacht zwischen 3 und 5 mal. Ich habe immer gerne gestillt und hatte nie Probleme. Selbst am Anfang hatte ich kaum Schmerzen und war überglücklich so eine gute Stillbeziehung zu haben.
Seit Juli habe ich allerdings Probleme mit meinen Brustwarzen. Angefangen hat alles auf meiner linken Seite nach einem Biss meiner Tochter. Zuerst war da eine schuppige Stelle unterhalb der Brustwarze auf dem Vorhof, die immer größer wurde, stark gerötet war, juckte und nach einiger Zeit dann auch nässte. Eine offene Wunde gab es nicht (mehr), Schmerzen hatte ich nicht.
Anfang August bin ich dann zu meinen Frauenarzt, der einen Soor vermutete und mir ein Mundgel mit Nystatin aufschrieb. Eine Woche später hatte ich einen Kontrolltermin. Das Gel fand ich aber sowas von unpraktisch (ekelhaft klebrig), dass ich es nur wenige Tage nutze. Tatsächlich wurde das nässen aber besser. Bei der Kontrolle bekam ich dann ein anderes Pilzmittel, das ich aber nicht benutze, da es laut Packungsbeilage nicht auf der stillen Brust angewandt werden dürfe. Ich glaubte auch ehrlich gesagt nicht an einen Soor, da ich keinerlei Schmerzen und meine Tochter keine Symptome hatte.
Zwischenzeitlich war fast der ganze Vorhof der linken Brust und mittlerweile auch ein kleiner Teil der rechten Brust betroffen, nachdem mich mein kleines Beißerchen auch da reingebissen hatte.
Gleichzeitig zum Arzttermin habe ich Kontakt zu meiner Hebamme (die mir außer abstillen nichts raten könnte) und einer Stillberaterin aufgenommen. Per Telefondiagnose riet mir die Stillberaterin zu einer Kombicreme aus Kortison und Pilzmittel mit antibakterieller Wirkung. Diese Creme habe ich 3 Tage angewandt. Es wurde deutlich besser, war aber nicht ganz weg. Nach absetzen der Creme kam aber alles wieder, Nässen, Jucken, schuppig, keine Schmerzen. Zudem ist meine Brustwarze immer wieder aufgerissen. Ich vermute Rhagade.
Also hatte ich einen persönlichen Termin mit der Stillberaterin. Sie schloss einen Soor aus und ging von einer Kontaktallergie aus. Ich sollte die Creme nochmals 5-7 Tage 3-5 mal täglich verwenden.
Gesagt getan. Es ist auch tatsächlich abgeheilt. Letzte Woche habe ich die Creme dann abgesetzt, jetzt geht es wieder von vorne los. Ich könnte heulen!!!
Die Stillberaterin hat mir jetzt mitgeteilt, dass sie mir nicht mehr helfen kann, da eine lokale Behandlung wohl nicht ausreicht. Ich solle zu einem Hautarzt. Dieser wird mir aber vermutlich auch zum Abstillen raten, wenn ich in 6 Monaten dann mal einen Termin habe
Bei meinem Hausarzt war ich in der Zwischenzeit auch schon. Der war sichtlich überfordert und hat mich an die Stillberaterin verwiesen. Er hat nur was bakterielles ausgeschlossen, da es sich sonst auch über die Brust ausweiten würde. Er vermutete so etwas wie ein Leckexzem. Außerdem solle ich nachts abstillen, ein Kind mit 10 Monaten brauche nachts keine Nahrung mehr
Ich hoffe, ihr meine Verzweiflung lesen und mir helfen! Ich habe so Angst davor, abstillen zu müssen…
Danke und liebe Grüße
Tani
Vielleicht macht Dir das etwas Mut.Mein Thread damals hieß „Wunde Brustwarzen als Langzeitstillerin“, ich bekomme allerdings keine Verlinkungen hin.