Kinderchaos
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Samsoli
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Kinderchaos
Oh, wow!
Wie fühlt es sich an für euch?
Bin gespannt, was du berichtest, wie es weitergeht. Für mich wichtig und hilfreich ist auch, mir immer bewusst zu machen, dass sowas ja nie eine endgültige Entscheidung ist! Also mir geht es nicht darum, dass das der optimale Dauerzustand sein muss. Und das kommuniziere ich den Kindern auch so. Es ist ein Versuch, mal aus den gewohnten Mustern auszubrechen (wir räumen auf, die Kinder machen wieder Chaos, ich schimpfe, ich zwinge sie zum aufräumen, das Chaos bleibt oder kommt sofort wieder, ich schimpfe wieder weiter, etc) und ein bisschen die negative Spirale aufzulösen.
Wie fühlt es sich an für euch?
Bin gespannt, was du berichtest, wie es weitergeht. Für mich wichtig und hilfreich ist auch, mir immer bewusst zu machen, dass sowas ja nie eine endgültige Entscheidung ist! Also mir geht es nicht darum, dass das der optimale Dauerzustand sein muss. Und das kommuniziere ich den Kindern auch so. Es ist ein Versuch, mal aus den gewohnten Mustern auszubrechen (wir räumen auf, die Kinder machen wieder Chaos, ich schimpfe, ich zwinge sie zum aufräumen, das Chaos bleibt oder kommt sofort wieder, ich schimpfe wieder weiter, etc) und ein bisschen die negative Spirale aufzulösen.
Ich mit Großem (3/13) und Kleinem (2/16)
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Cecily
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Re: Kinderchaos
Es fühlt such wunderbar und richtig an. Auch, dass ich die Spiele, Puzzles und CDs rausgenommen hab.
Maxi hat das super akzeptiert und nur um (zusätzlich) sein Lieblingskartenspiel gebeten, dass er auch bekommen hat.
Er hat danach
- das Sofa abgesaugt und aufgeräumt
- das Zimmer von seinem Bruder aufgeräumt und gesaugt
- alle Betten gemacht
- unser Schlafzimmer aufgeräumt
- die Spülmaschine ausgeräumt.
Alles ohne Aufforderung und alles super.
Ich kann mir das gar nicht erklären. Ob das ein Dankeschön war?
Ich habe ihn gebeten, bis nach dem Urlaub halbwegs Ordnung zu bewahren und bin guter Dinge.
Maxi hat das super akzeptiert und nur um (zusätzlich) sein Lieblingskartenspiel gebeten, dass er auch bekommen hat.
Er hat danach
- das Sofa abgesaugt und aufgeräumt
- das Zimmer von seinem Bruder aufgeräumt und gesaugt
- alle Betten gemacht
- unser Schlafzimmer aufgeräumt
- die Spülmaschine ausgeräumt.
Alles ohne Aufforderung und alles super.
Ich kann mir das gar nicht erklären. Ob das ein Dankeschön war?
Ich habe ihn gebeten, bis nach dem Urlaub halbwegs Ordnung zu bewahren und bin guter Dinge.
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Cecily
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Re: Kinderchaos
Das sind ein paar von den Kinderbücherregalen. Die sehen immer ok aus, obwohl jeden Tag mehrere Bücher gelesen werden. Die liegen zwar auch mal rum, werden aber immer weggeräumt.
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Cecily
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Re: Kinderchaos
Keine Ahnung, warum das eine 3 x drauf ist 
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DolphinFFM
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Re: Kinderchaos
Wow, ich bin beeindruckt. Und drücke die Daumen, das es ihm hilft.Cecily hat geschrieben: 11.07.2021, 20:17 4 Legokisten weg. Alle Spiele und Puzzles weg (1Spiel durfte er sich aussuchen). Bis auf 1 CD alle CDs weg.
Ich staune auch, was er sonst noch alles aufgeräumt hat. Manches davon könnte meine 7jährige nicht mal (Betten machen zB, weil wir das aber auch echt selten machen und sie sich nur ungern was zeigen lässt)
Aber ich denke, es zeigt das er prinzipiell doch ein ordnungsliebender Mensch ist. Er muss nur noch herausfinden was er in seinem Zimmer braucht um auch das ordentlich zu halten.
Eine Freundin hat übrigens eine Tochter die wirklich lange jeden Tag (!) das Kizi der 9 Jahre jüngeren Schwester pikobello aufgeräumt hat, während ihr eigenes Zimmer im Chaos versank. Meine Freundin hat es auch nicht verstanden und das Kind hat gesagt, sie macht das halt gern für andere, aber nicht für sich.
... mit den 3 Tigermädchen (02/2014 & 12/2016 & 01/2020)
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Cecily
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Re: Kinderchaos
Generell ist er nicht besonders ordentlich ( bei uns ist es generell ok).
Wenn aber aufgeräumt wird, macht er gerne mit. Auch oft das Zimmer des Bruders.
Vielleicht weil wir das nicht verlangen?
Ich bin jetzt echt erleichtert. Das scheint mir der richtige Weg zu sein.
Wenn aber aufgeräumt wird, macht er gerne mit. Auch oft das Zimmer des Bruders.
Vielleicht weil wir das nicht verlangen?
Ich bin jetzt echt erleichtert. Das scheint mir der richtige Weg zu sein.
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Roter Drache
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Re: Kinderchaos
Ich wollte mal vorsichtig nachfragen, wie es läuft- 4 Tage sind jetzt rum, hat es besser geklappt mit der Ordnung?
- Dorkas
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Re: Kinderchaos
Ich habe den Thread jetzt nur überflogen, deshalb entschuldige bitte, falls ich etwas bereits geschriebenes wiederhole. Ich muss dazu etwas ausholen.
Ich bin kürzlich auf einen (englischsprachigen) Blog gestoßen, der sich um das Thema Organisation im Haushalt dreht. Dort wird beschrieben, dass es grob gesagt vier verschiedene Typen gibt:
- Alles muss „unsichtbar“ verstaut sein und detailliert sortiert (das typische Organisationsschema à la Kondo)
- Alles muss „unsichtbar“ verstaut sein, aber nur in groben Kategorien
- Alles muss sichtbar sein und detailliert sortiert
- Alles muss sichtbar sein, aber nur in groben Kategorien
Bzw. geht es auch um die Frage:
Ist es mir wichtiger, Sachen schnell wegräumen zu können und dafür beim Rausholen ein paar Sekunden länger zu brauchen, oder nehme ich mir lieber beim Wegräumen die Zeit, etwas ordentlich sortiert einzuräumen, und kann die Sache dafür mit einem Handgriff wiederfinden.
Wenn man seinen Typ kennt, kann man seinen Haushalt entsprechend einrichten. Da gibt es kein Richtig oder Falsch, oder Besser und Schlechter, sondern die Gehirne funktionieren einfach unterschiedlich.
Ich zum Beispiel habe kein Problem damit, sämtliche Wäsche ordentlich kondomäßig zusammenzulegen und ordentlich in die Schubladen zu räumen. Ich mag es, mit einem Handgriff das gewünschte Teil zu finden.
Mein Mann tickt komplett anders. Wenn er die Wäsche auf diese Art wegräumen müsste, würde sich die saubere Wäsche auf dem Sessel stapeln, bis sie wieder benutzt würde. Für ihn wären große Boxen (durchsichtig! mit Beschriftung! ohne Deckel!!) im Schrank besser, in die er die Socken, Unterwäsche, Schlafanzüge einfach reinschmeißen könnte. Auf diese Art wäre die Wäsche trotzdem weggeräumt und sortiert, und somit kein Chaos sichtbar.
Zuhause habe ich inzwischen auf Haken an der Wand statt auf Kleiderbügel umgestellt. Seitdem hängt die Jacke des Gatten (und der Kinder!) dort, statt überm Geländer.
Meine Vorräte habe ich in Glasbehälter mit Beschriftung umgefüllt. Mein Mann war entzückt.
Für deinen Sohn hätte ich mit diesen Gedanken im Hinterkopf wohl folgenden Vorschlag:
Die schwarzen Kisten sind tendenziell schon gut, da ohne Deckel. Aber ich würde sie trotzdem austauschen gegen durchsichtige Kisten (trotzdem mit Beschriftung/Bild), die nicht im Schrank stehen, sondern einfach auf dem Boden.
Ich glaube, er ist ein sehr visueller Typ, der sein Zeug sehen muss. Die Beschriftung verstärkt nochmal, dass er die Sachen ohne nachzudenken wegräumen kann.
Falls es dich interessiert, es ist dieser Blog hier:
clutterbug.me
Ich bin kürzlich auf einen (englischsprachigen) Blog gestoßen, der sich um das Thema Organisation im Haushalt dreht. Dort wird beschrieben, dass es grob gesagt vier verschiedene Typen gibt:
- Alles muss „unsichtbar“ verstaut sein und detailliert sortiert (das typische Organisationsschema à la Kondo)
- Alles muss „unsichtbar“ verstaut sein, aber nur in groben Kategorien
- Alles muss sichtbar sein und detailliert sortiert
- Alles muss sichtbar sein, aber nur in groben Kategorien
Bzw. geht es auch um die Frage:
Ist es mir wichtiger, Sachen schnell wegräumen zu können und dafür beim Rausholen ein paar Sekunden länger zu brauchen, oder nehme ich mir lieber beim Wegräumen die Zeit, etwas ordentlich sortiert einzuräumen, und kann die Sache dafür mit einem Handgriff wiederfinden.
Wenn man seinen Typ kennt, kann man seinen Haushalt entsprechend einrichten. Da gibt es kein Richtig oder Falsch, oder Besser und Schlechter, sondern die Gehirne funktionieren einfach unterschiedlich.
Ich zum Beispiel habe kein Problem damit, sämtliche Wäsche ordentlich kondomäßig zusammenzulegen und ordentlich in die Schubladen zu räumen. Ich mag es, mit einem Handgriff das gewünschte Teil zu finden.
Mein Mann tickt komplett anders. Wenn er die Wäsche auf diese Art wegräumen müsste, würde sich die saubere Wäsche auf dem Sessel stapeln, bis sie wieder benutzt würde. Für ihn wären große Boxen (durchsichtig! mit Beschriftung! ohne Deckel!!) im Schrank besser, in die er die Socken, Unterwäsche, Schlafanzüge einfach reinschmeißen könnte. Auf diese Art wäre die Wäsche trotzdem weggeräumt und sortiert, und somit kein Chaos sichtbar.
Zuhause habe ich inzwischen auf Haken an der Wand statt auf Kleiderbügel umgestellt. Seitdem hängt die Jacke des Gatten (und der Kinder!) dort, statt überm Geländer.
Meine Vorräte habe ich in Glasbehälter mit Beschriftung umgefüllt. Mein Mann war entzückt.
Für deinen Sohn hätte ich mit diesen Gedanken im Hinterkopf wohl folgenden Vorschlag:
Die schwarzen Kisten sind tendenziell schon gut, da ohne Deckel. Aber ich würde sie trotzdem austauschen gegen durchsichtige Kisten (trotzdem mit Beschriftung/Bild), die nicht im Schrank stehen, sondern einfach auf dem Boden.
Ich glaube, er ist ein sehr visueller Typ, der sein Zeug sehen muss. Die Beschriftung verstärkt nochmal, dass er die Sachen ohne nachzudenken wegräumen kann.
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Dorkas mit dem Großen (11/2016) und der Kleinen (09/2019).
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Cecily
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Re: Kinderchaos
Bei uns klappt es toll! Das, was noch da ist, wird abends weggeräumt. Er tauscht sich CDs aus.
Keine Ahnung, was er für ein Typ ist. Er hat ja offene und geschlossene Abstellmöglichkeiten und alles ist unordentlich gewesen.
Ich tippe echt auf viel viel zu viel Kram + Überforderung.
Keine Ahnung, was er für ein Typ ist. Er hat ja offene und geschlossene Abstellmöglichkeiten und alles ist unordentlich gewesen.
Ich tippe echt auf viel viel zu viel Kram + Überforderung.
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schneebesen
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Re: Kinderchaos
Vielen Dank für diesen Beitrag. Jetzt weiss ich endlich, warum dieses Kondo aufräumen bei mir sich nicht richtig anfühlt. Ich bin mehr so unterwegs wie dein Mann.Dorkas hat geschrieben: 15.07.2021, 22:41 Ich habe den Thread jetzt nur überflogen, deshalb entschuldige bitte, falls ich etwas bereits geschriebenes wiederhole. Ich muss dazu etwas ausholen.
Ich bin kürzlich auf einen (englischsprachigen) Blog gestoßen, der sich um das Thema Organisation im Haushalt dreht. Dort wird beschrieben, dass es grob gesagt vier verschiedene Typen gibt:
- Alles muss „unsichtbar“ verstaut sein und detailliert sortiert (das typische Organisationsschema à la Kondo)
- Alles muss „unsichtbar“ verstaut sein, aber nur in groben Kategorien
- Alles muss sichtbar sein und detailliert sortiert
- Alles muss sichtbar sein, aber nur in groben Kategorien
Bzw. geht es auch um die Frage:
Ist es mir wichtiger, Sachen schnell wegräumen zu können und dafür beim Rausholen ein paar Sekunden länger zu brauchen, oder nehme ich mir lieber beim Wegräumen die Zeit, etwas ordentlich sortiert einzuräumen, und kann die Sache dafür mit einem Handgriff wiederfinden.
Wenn man seinen Typ kennt, kann man seinen Haushalt entsprechend einrichten. Da gibt es kein Richtig oder Falsch, oder Besser und Schlechter, sondern die Gehirne funktionieren einfach unterschiedlich.
Ich zum Beispiel habe kein Problem damit, sämtliche Wäsche ordentlich kondomäßig zusammenzulegen und ordentlich in die Schubladen zu räumen. Ich mag es, mit einem Handgriff das gewünschte Teil zu finden.
Mein Mann tickt komplett anders. Wenn er die Wäsche auf diese Art wegräumen müsste, würde sich die saubere Wäsche auf dem Sessel stapeln, bis sie wieder benutzt würde. Für ihn wären große Boxen (durchsichtig! mit Beschriftung! ohne Deckel!!) im Schrank besser, in die er die Socken, Unterwäsche, Schlafanzüge einfach reinschmeißen könnte. Auf diese Art wäre die Wäsche trotzdem weggeräumt und sortiert, und somit kein Chaos sichtbar.
Zuhause habe ich inzwischen auf Haken an der Wand statt auf Kleiderbügel umgestellt. Seitdem hängt die Jacke des Gatten (und der Kinder!) dort, statt überm Geländer.
Meine Vorräte habe ich in Glasbehälter mit Beschriftung umgefüllt. Mein Mann war entzückt.
Für deinen Sohn hätte ich mit diesen Gedanken im Hinterkopf wohl folgenden Vorschlag:
Die schwarzen Kisten sind tendenziell schon gut, da ohne Deckel. Aber ich würde sie trotzdem austauschen gegen durchsichtige Kisten (trotzdem mit Beschriftung/Bild), die nicht im Schrank stehen, sondern einfach auf dem Boden.
Ich glaube, er ist ein sehr visueller Typ, der sein Zeug sehen muss. Die Beschriftung verstärkt nochmal, dass er die Sachen ohne nachzudenken wegräumen kann.
Falls es dich interessiert, es ist dieser Blog hier:
clutterbug.me
Leider ist der Rest der Familie soweit ich das momentan einschätzen kann ehr so "sichtbar in groben Kategorie". Ich glaube mit diesen Hintergrund werde ich manche Stellen im Haushalt nochmal betrachten.
Und für meine Tochter doch noch ehr in Fläche Kisten investieren, in denen alles schnell sichtbar ist.
unterwegs mit Frühlingsmädchen ´15, Sommerjunge ´17 und Herbstjunge `20
Meist unterwegs mit Handy, sorry für evtl. Rechtschreibfehler
Meist unterwegs mit Handy, sorry für evtl. Rechtschreibfehler