Kinderchaos

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LilyGreen
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Re: Kinderchaos

Beitrag von LilyGreen »

Neben „zu viel Kram“ noch ein anderer Blickwinkel.
Stört es dein Kind das Chaos denn wirklich?

Meines lebt hier auch so. Und mein Mann leider auch.
Ich wäre auch ein riesiger Fan davon, DEUTLICH zu reduzieren (verdammter Mist, die zwei haben inzwischen NEUN Instant-Film-Kameras!!!). Aber beide hängen an dieser Vielfalt.
Und keiner von beiden bekommt diese schlechte-Laune-Anfälle die ich habe, wenn alles vollgestellt ist. UND keiner von beiden verliert in diesem Chaos den Überblick, jedenfalls nicht so wie ich das tue.
Ich kenne da keine Lösung für. Wenn ich mich hier mit entrümpeln und „alles muss einen festen Platz haben“ durchsetzen würde, dann hätte ich 2 todunglückliche Menschen in der Wohnung. So gibt’s nur ein paar Ecken, auf die ich bestehe:
Mein Schreibtisch ist tabu, mein Kleiderschrank, das Bad, der Flur und die Garderobe. UND SOFA SOWIE HEIZUNG! Wer da was abstellt wird direkt angemeckert.
☀️ Summer Child (6/16) ☀️
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Mera
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Mera »

Das klingt wie bei uns bzw wie das Zimmer von K3&4. Ich habe noch keine Lösung gefunden, aber "kein Spielzeug mehr" hilft nur bedingt. Soviel habe ich schon herausgefunden.
Sie haben nämlich nix.

Es sind dann halt Bücher (K4 ist da sehr unachtsam mit und mit denen von K3 nochmal extra), Papiermüll (Gekritzel, irgendwelche Zettel, Buchseiten aus LTBs etc), Eispapier, Zeug das ihnen nicht gehört o. nix im Kinderzimmer zu suchen hat (Dosenöffner, Messer, Pfannenwender etc.) und jede Menge Klamotten, egal ob frisch oder getragen (der Punkt ärgert mich am meisten. Ich bin gefühlt nur am waschen und dabei ist schon ein Riegel in 2,30m Höhe am Schrank, damit sie das endlich lassen. Nutzt nix.), die zusammen mit dem Bettzeug auf dem Boden rumgammeln.
Ich mag da schon gar nicht mehr reinschauen... aufräumen dauert ewig und es hält keinen Tag.
LG, Mera
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splischsplasch
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Re: Kinderchaos

Beitrag von splischsplasch »

Cecily hat geschrieben: 05.07.2021, 17:04
splischsplasch hat geschrieben: 05.07.2021, 17:00 Hier auch mit fast 3 vollkommen normal.
Bin da aber auch selber ein schlechtes Vorbild.
Ich ignoriere einfach das Chaos und mache die Tür zu.
Einmal die Woche wenn geputzt wird, wird dann alles aufgeräumt.
Mir hilft das Ignorieren total.
Hinterherrennen und aufs (gemeinsame) Aufräumen bestehen kostet viel zu viel Energie.
Mit 3 kommt mir das irgendwie noch "normal" vor. Wobei mein 3-jähriger deutlich unchaotischer ist.

Ich würde es auch gerne einfach ignorieren. Ich kann es nicht. Und alles geht ja auch kaputt. Da liegen dann mitten drin die CDs und sind danach unhörbar. Nur mal als kleines Beispiel. Und ich "muss" in das Zimmer, weil ich ihn ins Bett bringe und aufwecke und auch gerne mal was mit ihm mache.

Ich bin auch echt nicht oberpingelig in den meisten Sachen, bei uns liegt auch was rum. Aber eben nicht dieses Riesenchaos.

Das muss doch einen Grund haben???
Das mit den CDs kenne ich auch. Mein Mann ist da tatsächlich auch pingeliger.
Peterson und Findus (meine Favoriten) sind größernteils mit Aussetzern und die Booklets alle kaputt.
Benjamin Blümchen (hat mein Mann besorgt, seine Favoriten) sind größtenteils noch intakt, da mein Mann sie alle weggesperrt hat und es diese nur unter Aufsicht gibt.
Naja, für mich sind das (gebraucht gekaufte) Nutzgegenstände, die dürfen kaputt gehen. Muss unser Kind dann halt mit den Konsequenzen leben.
Achso und wir haben tatsächlich relativ feste Kisten für Duplo und Duplo-Schienen sowie für Bücher, Puzzle und Kleinkrams.
Dann nimmt sich halt das Kind einen Karton und kippt den mitten auf dem Boden aus. 😂😂
Und schon ist die Unordnung da. Feste Plätze helfen also nur bedingt (wenn z.b. von Mama oder Papa aufgeräumt wird).
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schneebesen
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Re: Kinderchaos

Beitrag von schneebesen »

Hier lebt auch so ein Exemplar. Unsere Tochter kann alles, also wirklich alles zum spielen gebrauchen. Und muss alles auseinander nehmen und rumwerfen. Am Anfang habe ich es noch toleriert als sie kleiner war, da ich es als eine "Leistung" empfand, wenn sie Dinge im Spiel umgenutzt hat - Stichwort Fantasie und Rollenspiel und so. Mittlerweile regt es mich auf. Warum müssen ausgerechnet die Puzzleteile als Tierfutter für die imaginären Tiere verwendet werden? Sie hat vor Jahren ein fädelspiel mit Holzperlen und so Steckblumen geschenkt bekommen. Für uns Geschenke aus der Hölle, schlimmer als dudelzeug mit Batterie. Ständig liegen die Kleinteile irgendwo, obwohl wir sie längst eingesammelt und weggeräumt haben. Die hat überall welche verteilt, wie ein Hund seine Knochen. In allen täschchen und Körben und schachteln sind wahllos Sachen versteckt. Letzte Woche habe ich beim Aufräumen zufällig meinen Wohnungsschlüssel und meine Schuheinlagen gefunden, in ihrem Zimmer. Hat sie " gebraucht" was so viel heisst wie, dass sie es einfach genommen hat und irgendwo reinsteckt. Sie spielt damit irgendwie auch nicht. Ich habe manchmal das Gefühl, es geht in eine Art Übersprunghandlung.
Am meisten ärgt es mich bei Dingen, denen sie entwachsen ist und die ihre kleineren Brüder noch bekommen sollen. Ich glaube bei fast jedem "ersten Puzzel" fehlt ein Teil. Oder Teile von Gesellschaftsspielen... Sie muss auch alles auseinander nehmen. Jedes Playmobil Teil zerlegt sie in die Einzelteile, auch wenn das gar nicht vorgesehen ist. Und oft geht dann dabei was kaputt oder verloren. Ist ihr dann aber egal. Aber mich nervt es. CDs ist auch so ein Thema. ...

Ich weiss nicht wie ich das ändern kann. Ich habe noch die Hoffnung mit beschrifteten Kisten usw kommen wir weiter. Aber das scheint ja auch nicht überall zu funktionieren.

Danke auf jeden Fall für dieses Thema. Und danke fürs lesen, das musste irgendwie mal raus bei mir. :roll:
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Meist unterwegs mit Handy, sorry für evtl. Rechtschreibfehler
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Myeskathry
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Myeskathry »

Der Ritter hatte eine Phase, wo er auch tatsächlich einfach nur Kisten geschnappt und im Kinderzimmer ausgekippt hat. Ich habe gefragt “Hast du zu viel Spielzeug?“ und er “Ja“. Darauf hin haben wir noch gründlicher reduziert und bevor etwas getauscht werden kann muss aufgeräumt sein. Das hilft bedingt. Der Ritter jedenfalls macht mittlerweile wenig Chaos.
Das Möhrchen allerdings ist sehr Materiell und spielt tatsächlich mit dem einen und dem anderen parallel, nutzt Dinge um (nicht so krass wie bei Schneebesen) und Schnippselt Papier durchs Zimmer, was das Zeug hält 🙈. Leider haben beide immernoch ein gemeinsames Zimmer und der Ritter leidet ja mit unter der Unordnung.
Ich kann schon verstehen, dass Puppensachen und Verkleidekiste beim Möhrchen untrennbar zu einem Spiel gehören. Wieso dann da noch immer Bücher und Schnippsel dazwischen liegen und Pipapo, das weiß ich nicht. Umso stärker wir reduzieren (mit Ausnahme der Dinge, die wirklich immer bespielt werden) umso besser wird es und umso schneller haben wir wieder aufgeräumt.
Bei CDs bin ich aber auch ganz sehr hinterher. Die würde ich konfiszieren, wenn sie sonst unbrauchbar würden. Da sind ja auch alte von meinem Mann und mir und meinen Geschwistern dabei.
Ansonsten bin ich tatsächlich die mit dem kreativen Chaos und halte auch ein größeres Maß an Unordnung bei den Kindern aus - so lange kein Besuch kommt.
Da bei uns aber häufiger Besuch kommt, bestehe ich auch regelmäßig aufs Aufräumen.
Liebe Grüße
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Edelmann (4/20) +🐈
Ginevere
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Ginevere »

So ein Kind hab ich hier auch.

Und ja, es stört sie. Man kann richtig sehen, wie sie mit höherem Vermüllungsgrad immer unzufriedener, unausgeglichener wird. Ihr Zimmer ist da ganz klar Ausdruck ihres mentalen Zustandes.
So kann man ihr nichts Besseres tun, als eine Aufräumaktion am Wochenende damit sie wieder gut sortiert in die Woche starten kann.

Wir haben im Frühjahr (statt Party) die Kinderzimmer umgestaltet und dabei die Spielsachen nochmal um ca 70% reduziert. Einen größeren Gefallen hätten wir ihr nicht tun können. Sie ist ganz klar überfordert mit zu viel Kram und kann das nur in kleinen Portionen vertragen.
LG Gini
… mit A🩰 3/09 und E 🏐 3/12
Serafin
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Serafin »

Hier sind Brettspiele nicht im Kinderzimmer. Können sie eh nicht allein spielen. Das würde ich ins Wohnzimmer räumen. Zettel etc schmeiß ich einfach weg. Hat noch niemand danach gefragt.
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Franzi175 »

Hier ist mein Mann so, mich nervt das kolossal - ihn nicht, oder ich schaffe es nicht so lange untätig zu sein.
Ich besteh auch auf bestimmte aufgeräumte Ecken - muss da viel aber auch selber machen. Nur wenn er stundenlang was sucht, nervt es ihn.
Die Mädels sind nicht so.
Ich glaube auch, dass Reduktion im Zimmer vielleicht was bringt, oder alle Kisten wo anders. Und wenn er die eine holt, muss die andere wieder weiiiiiiit weg. Dann überlegt er sich vielleicht vorher, was er eigentlich will und nicht erst, wenn alles am Boden ausgebreitet ist.
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FuFu
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Re: Kinderchaos

Beitrag von FuFu »

Unmotiviertes auskippen kenne ich nicht. Hier steckt immer ein tieferer Sinn dahinter...

Aber auch bei uns ist eher das Nicht-Spielzeug bzw. die unsachgemäße Verwendung von Dingen und die extreme gestalterische Ader das Problem. Also wir haben hier nicht nur Schnipsel und Blätter, sondern ganze Skulpturen, Bastelwerke, Kleinkram, Kartonkunstwerke. Und es wird auch alles verwendet und wir hatten schon des Öfteren Drama, weil irgendetwas weg war nach einer meiner Aufräumaktionen.

Inzwischen räumt sie durchaus auch selber auf oder schmeißt Papierkram weg. Gestaltet das Zimmer um.
Irgendwann war im Regal eine Art Puppenhaus aufgebaut, die Bücher waren weg, die Kallaxkisten standen im Raum und ziemlich viel Krams flog rum.
Die Bücher habe ich dann in einer Schublade im Schrank gefunden, das herumfliegende Zeug gehörte in die Schublade...
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Jia
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Jia »

Das Chaos-Problem kenne ich auch, von meinen Kindern, aber auch von mir früher. Es hat mich schlicht nicht gestört, dass überall alles herumlag (und meine ganze Familie ist chaotisch, das hatte System). Und leider musste ich als Erwachsene das Ordnung-halten dann erst mühsam lernen. Deshalb versuche ich gerade, meinen Kindern beizubringen, dass abends kurz aufgeräumt wird. Was bisher ganz gut funktioniert: einen Wecker stellen/auf dem Handy programmieren, der täglich um dieselbe Zeit klingelt. So ist es das Handy, das an die abgemachte Ordnungszeit erinnert, nicht die meckernde Mama. Zusammen mit gründlich ausmisten hat das geholfen, das Chaos etwas zu reduzieren. Es funktioniert noch nicht so, wie ich gerne hätte, ist aber eine deutliche Verbesserung zu vorher. Und inzwischen reagieren die Kinder manchmal auch auf meine Aufforderung, doch erst rasch die Legos wegzuräumen, bevor das Puppengeschirr darüber gekippt wird...
Mit Maikäfer (2014) und Junikäferchen (2016)
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