Ernährung/Gewicht im Schulalter

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Missie
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Missie »

Gut, dass ihr so positives Feedback bekommen habt - ich weiß, wie es ist, wenn man an sich zweifelt, weil das Kind auf nichts "anschlägt".
Was du schreibst, hört sich wirklich wirklich stark nach einer ASS an, vllt machst du mal einen online-Test auf Autismus-Kultur? Das ersetzt natürlich keine Diagnose, kann aber sein Anhaltspunkt sein, vllt doch nochmal in die Diagnostik zu gehen...
Das Brüllen, wenn du seine Regeln änderst, wie viel er essen möchte, passt auch ganz gut....

Es könnte helfen, wenn du dich mit ihm hinsetzt und Regeln aufschreibst:
"Abends essen wir Abendessen, danach gibt es kein Essen mehr vor dem Schlafengehen. Manchmal denke ich, ich habe Hunger, wenn ich abends müde bin. Dann gehe ich ins Bett und freu mich auf die Geschichte, die mir vorgelesen wird (oder was auch immer)."
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joko
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von joko »

Nachtblau hat geschrieben: 28.06.2021, 21:23 aber sich dafür untypisch gut konzentrieren kann
Also, soweit ich weiß können sich auch Kinder /Menschen mit adhs ausgezeichnet konzentrieren? Wenn etwas interessant oder neu ist zum Beispiel, oder eben subjektiv als spannend empfunden wird. (Stichwort Hyperfokus.)

Sorry, es gehört ja nicht zum eigentlichen Thema, es fiel mir nur so ins Auge.
Ich wünsche dir/euch viel Kraft, es klingt wirklich oft ziemlich anstrengend.
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von aida1903 »

Ja, das stimmt. Auch ohne totalen Hyperfokus.
Wir hatten adhs deshalb lange ausgeschlossen - denn er konnte ja eine Stunde sitzen und zuhören beim vorlesen...
Beste Grüße
Aida
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Nachtblau
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Nachtblau »

Missie hat geschrieben: 28.06.2021, 21:42 Was du schreibst, hört sich wirklich wirklich stark nach einer ASS an, vllt machst du mal einen online-Test auf Autismus-Kultur? Das ersetzt natürlich keine Diagnose, kann aber sein Anhaltspunkt sein, vllt doch nochmal in die Diagnostik zu gehen...
Das Brüllen, wenn du seine Regeln änderst, wie viel er essen möchte, passt auch ganz gut....
Grad gemacht. Ergebniss:

Das Ergebnis liegt bei 78 von 150 Punkten.

Dieses Ergebnis ist uneindeutig. Sowohl autistische als auch nicht-autistische Kinder erzielen Werte in diesem Bereich.

Yeah! Genau das. :roll: Ich hatte mich dajamalbelesen. Einiges passt, anderes nicht. Doppel-Yeah!

Er hatte ja bezüglich ADHS den Test bei der Psychologin, die ihn anderthalb Stunden da hatte. Die sagte halt auch: Er hat es eigentlich nicht, aber wir behandeln ihn mal in die Richtung (bei der Ergo) weil ihm Hilfmittel von dort auch nützlich sein könnten. So in etwa.
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Missie »

Hmm, tatsächlich nicht sehr erhellend. 😑
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Tefira
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Tefira »

Ich kann inhaltlich wenig beitragen, weil Ernährung nicht meine Superkompetenz ist und ich mit dem eigenen Kind eher das gegenteilige Problem habe (nämlich, dass es extrem selektiv und über weite Strecken extrem wenig isst).
Aber dieser Satz
Nachtblau hat geschrieben: 28.06.2021, 21:23 Nur dass der Satz mit dem "Du bist nicht ..." hier mit Geschrei à la "Doch bin ich" und "du kannst das ja gar nicht wissen" beantwortet wird. Ähm ja. Leider zu clever. :?
[...] Nicht, dass ich das durchgehen lassen will, aber es geht an die Substanz.
hat für mich einen Aspekt auf den Punkt gebracht, an den ich die ganze Zeit über beim Lesen der (inhaltlich vielleicht absolut richtigen) Ratschläge, strenger zu sein, gedacht habe. Das klingt für mich sehr nach Machtkampf zwischen Euch. Du kannst das sicher am besten einschätzen, Nachtblau. Aber für mich liest sich das nicht so, als könnte das ein praktikabler, nachhaltiger und aushaltbarer Weg sein. Abgesehen davon, dass ich den Gedanken, ein Kind im Grundschulalter bzgl. des Essens ganz streng einzuschränken extrem beklemmend finde. Eigentlich ähnlich wie ein Kind zum Essen zu zwingen.
Trotzdem verstehe ich natürlich die Notwendigkeit, etwas zu tun. Aber vielleicht eher in die Richtung, mit dem cleveren Kind in einem Augenblick, in dem Essen gerade nicht akut Thema ist, gemeinsam zu überlegen, woran es liegen könnte, dass er mehr zunimmt, als für sein Alter normal wäre. Vielleicht hat er selbst Ideen und Ansatzpunkte? Ich weiß, Du hast zu Beginn schon einmal geschrieben, dass er selbst wenig Verständnis für die Situation hat. Glaubst Du, das könnte sich noch ändern, wenn vielleicht manches noch sickert (Übergewicht als Risikofaktor für Krankheiten im Erwachsenenalter etc.)?
Ansonsten würde ich, glaube ich, eher dazu tendieren, Wege zu suchen, die Kalorienaufnahme möglichst unauffällig einzuschränken, ohne dass es groß Thema wird, also z.B. das Abendessen so weit hinauszuzögern, dass es danach direkt ins Bett geht und keine Zeit mehr für Hunger vor dem Schlafengehen ist, im Rahmen des Möglichen die angebotenen Speisen variieren (sofern praktikabel) etc. Und eventuell auch Sport/Bewegung nicht als Sport zu thematisieren, sondern als Spaßprogramm in den Alltag einzubauen (wie im Tischtennis-Beispiel) oder als Angebot für ihn nach Aktivitäten suchen, die ihm Spaß machen. Da wird ja hoffentlich jetzt wieder etwas mehr möglich sein!
Wie gesagt, ich habe überhaupt keine Erfahrung mit Übergewicht. Aber mich triggert das Thema Zwang jedenfalls sehr, muss ich zugeben, weil ich selbst da im Umgang mit meiner Tochter leider so oft so grandios unsouverän war. Da ging es eben ums Nichtessen, aber das scheint mir einfach die Kehrseite davon zu sein, die letztlich doch auch viele Gemeinsamkeiten hat. Jedenfalls bin ich mit meinem Wunsch ans Universum, das Kind möge doch bitte endlich essen, nun etwas vorsichtiger. :wink:
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Nachtblau »

Hallo Ana,

das mit dem Machtkampf stimmt leider und will ich so eigentlich gar nicht. Wobei es schon schwer ist, die Erfahrung zu machen, dass das Kind die eigene Kompetenz quasi permanent anzweifelt. Ich will keinen blinden Gehorsam, wie ihn meine Mutter gerne einforderte. Und ich erkläre Entscheidungen auch gerne. Aber mich darum zu streiten, ob ich mir denn sicher wäre, dass die Erde rund ist, das ist dann manchmal etwas viel. Da wünsche ich mir mehr...Vertrauen in mich als Mutter vielleicht. Dass ich es gut mit ihm meine und Dinge nicht nur tue, um ihn zu ärgern.

AnaR hat geschrieben: 28.06.2021, 23:52
Ansonsten würde ich, glaube ich, eher dazu tendieren, Wege zu suchen, die Kalorienaufnahme möglichst unauffällig einzuschränken, ohne dass es groß Thema wird, also z.B. das Abendessen so weit hinauszuzögern, dass es danach direkt ins Bett geht und keine Zeit mehr für Hunger vor dem Schlafengehen ist, im Rahmen des Möglichen die angebotenen Speisen variieren (sofern praktikabel) etc. Und eventuell auch Sport/Bewegung nicht als Sport zu thematisieren, sondern als Spaßprogramm in den Alltag einzubauen (wie im Tischtennis-Beispiel) oder als Angebot für ihn nach Aktivitäten suchen, die ihm Spaß machen.
Das war jetzt eigentlich auch mein Ansatz. Ich habe (leider) das mit dem Übergewicht schon angesprochen eben aus dem obengenannten Grund. Weil er mir nicht glaubt/vertraut. Und auch nicht bereit ist sich auf so Sachen wie "spür dich mal, ob du wirklich Hunger hast" einzulassen. Da schlägt dann die Hartnäckigkeit voll zu. Von daher werde ich wohl nicht ganz drumherum kommen, mit ihm über Ernährung zu sprechen. Gestern hatten wir immerhin eine Wiedererkennung bei "leere Kalorien" (oder do ähnlich) und dass es eben Lebensmittel gibt, die etwas für den Körper tun, andere eben nicht. (Dazu haben wir auch schon zweimal ein Buch im Wartezimmer beim Kinderarzt gelesen.) Ich hoffe irgendwie, dass da noch eine Erkenntnis kommt. Lieber wäre mir, wenn ich es anders steuern könnte, aber das wird wohl nicht funktionieren.

Und ich hoffe auch, dass jetzt wieder regelmäßige Bewegung was bringt. Bald darf er ja hoffentlich auch wieder Sport mitmachen, er spielt und turnt mit den anderen Kindern draußen herum, da wird sich hoffentlich was tun.
Sprotterich (09/12), Krabbe (03/15)
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Nachtblau
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Nachtblau »

Erfolg heute: Besuch beim Bäcker abgewendet (trotz Stinkelaune, weil ich zu spät war beim Abholen) und stattdessen Obstsalat mit etwas Joghurt, ein paar Haferflocken und Leinsamen. Hatte den Vorteil, dass gleich noch die fleckige Banane mit wegwar. :D

Drüber reden haben wir, nachdem letztens abends wieder übelst Terror war, dass er Hunger hat und nicht einschlafen kann, mal versucht. Mein Mann hat dann nämlich morgens gesagt, dass er, als er aufstand, gar nicht so großen Hunger hatte und dass er das doch haben müsste, wenn er abends hungrig eingeschlafen sei. Wollte er nicht hören. :/

Ist übrigens öfter so, dass er morgens beim Aufstehen (anders als die Krabbe) nicht sofort Hunger hat. Ist für mich mit ein Zeichen, dass es eigentlich mit dem Hungergebrüll im Bett nicht weit her sein kann. Nur: Wie kriege ich diese Erkenntnis ins Kind, dass sein "Hunger" oft was ganz anderes ist. Glauben tut er mir das ja nicht.
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sandra86
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von sandra86 »

Mhm also wo ich abgenommen habe, hatte ich abends echt Hunger und bin trotzdem ohne Hunger aufgewacht. Vielleicht reicht morgens auch nur etwas kleines oder gar nichts, wenn er eh keinen Hunger hat. Nur als Idee.
Ich bin auch so ein Mensch, der erst gegen 11 Uhr Hunger bekommt und als Kind musste ich immer frühstücken ohne Hunger, weil macht man ja so...
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von co+lu »

Wenn ich spät abends sehr viel esse, habe ich früh deutlich zeitiger und mehr Hunger. Ich habe das Gefühl, dass durch das späte Essen dann mein Magen noch ausgedehnt ist und er deshalb eher Hunger schreit. Wenn ich nicht so spät und viel esse, überschlafe ich wahrscheinlich dieses Hungergefühl.... (?)
co mit lu (01/11)
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