Schmerzen beim Stillen seit über 8 Monaten

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Dijela
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Schmerzen beim Stillen seit über 8 Monaten

Beitrag von Dijela »

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich habe nun seit Stunden einige Beiträge hier gelesen, aber so richtig helfen tun sie mir nicht, daher hoffe ich, dass es ok ist, dass ich ein neues Thema eröffne.

Ich habe einen fast 9 Monate alten Jungen zuhause, den ich seit Geburt an voll stille.
Anfangs gab es Startschwierigkeiten im Krankenhaus, und leider auch keine kompetente Hilfe.
Sobald ich zuhause war, habe ich mich mit einer Stillberatung in Verbindung gesetzt, da ich einfach sehr starke Schmerzen hatte und auch wunde Brustwarzen.
Sie war in den ersten 3 Monaten 3 mal bei mir Zuhause und hat das anlegen überprüft. Hier mal eine Aufstellung von den Dingen, die ich alle schon probiert habe bereits in den ersten 4 Monaten:
3 x Stillberatung vor Ort
anlegetechnik überprüft
Zungen und Lippenbändchen überprüft
3 x Kinderosteopath (alles in Ordnung)
Silberhütchen, MultiMam Kompressen, Lanolin, WolleSeide Stilleinlagen, Brustdonuts, vorher gewärmt, danach gekühlt, und noch etliches mehr...
Irgendwann wurde es ein wenig besser, und die Wunden sind abgeheilt. (Teilweise habe ich in etwas reinbeissen müssen beim stillen, damit ich nicht lauthals schreie). Vor jedem stillen hatte ich Angst und habe tage und wochenlang nur geweint und das Haus nicht verlassen, weil ich Angst hatte unterwegs stillen zu müssen.

So, die Schmerzen waren zwar nie ganz weg aber auszuhalten, bis es plötzlich ende letzten Jahres wieder schlechter wurde..
Ich hatte wieder die Stillberatung vor Ort und auch bereits 3 Onlineberatungen mit einer IBCLC Stillberatung.
Auch hier wurde wieder das anlegen korrigiert und das Zungenändchen auch.
Aufgrund der Schmerzen vorallem auch nach dem stillen, hat alles auf einen Vasospasmus hingedeutet. Also wärme ich seitdem meine Brust dauernd, nehme hochdosiert Magnesium, Calcium, Vitamin B6, Lecithin und trage auch immer Stilleinlagen aus Wolle und Seide.
Eine Besserung ist nicht in Sicht. Zwischendurch haben wir auch auf Soor behandelt, was keine Besserung schaffte. Zudem gab es weder beim Kind noch bei mir äusserliche Anzeichen.

So, nachdem ich jetzt bereits ca 1500 Euro für Stillberatungen, Medikamente, Hilfsmittel, usw. ausgegeben habe und ich immer noch Schmerzen habe, bin ich wirklich am Ende und möchte ienfach nur weinen.

aktuell ist der Schmerz so:
Beim andocken tut es weh udn rennt, dann wird es etwas besser. Sobald er abgedockt hat ist erstmal alles in Ordnung. Nach ca 45 Minuten geht es dann los mit heftig brennenden Stichen und Krämpfen in der Brust und in der Brustwarze. Diese verfärbt sich auch weiß und teilweise auch bläulich. Alles auf beiden Seiten gleichermaßen! (Zwischenzeitlich hatte ich tatsächlich mal 2 Wochen an einer Brust gar keine Schmerzen, dafür danach mit doppelter Ladung)
Die Brustwarze ist nun daurhaft berührungsempfindlich. Sie brennt zwishcen den Stillmahlzeiten fast dauerhaft.
An einer Brustwarze kann man lauer kleine weiße Punkte erkennen, die unter der Haut sind. Allerding sind dies keine Milchbläschen, welche ich natürlich auch immer mal wieder habe.
Ich weiß gar nicht, wo ich aufhören soll, ich könnte noch tausend weitere Sachen aufzählen.

Ach ja, Nefidipin habe ich auch eine Woche lang genommen (gering dosiert), allerdings hatte ich da häufig mit Migräne zu kämpfen, weshalb ich diese wieder abgesetzt habe.

Ihr merkt wahrscheinlich, ich bin mit meinen Nerven und auch mit meinem Geldbeutel am Ende angelangt.
Zu gerne möchte ich zumindest das erste Lebensjahr stillen, allerding wünsche ich mir einfach auch mal eine immer wieder beschriebene tolle Stillbeziehung. Die haben wir nämlcih leider überhaupt nicht.

Ich hoffe, mir kann hier jemand helfen, der vielleicht ähnliches durchgemacht hat.

Ich entschuldige mich für Rechtsschreibfehler, aber ich muss die 30 Minuten Nickerchen meines Sohnes nutzen, um den Text zu verfassen :)

Liebe Grüße
Jenny
Dijela
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Re: Schmerzen beim Stillen seit über 8 Moanten

Beitrag von Dijela »

*Ergänzung*

hier noch ein paar Dinge, die ich vergessen habe bei meinem Post:

- Mambiotik nehme ich seit ca 4 Monaten.
- Spascupreel habe ich mir gestern in der Apotheke noch geholt.
- Ich habe auch immer mal wieder mit Milchstau zu kämpfen, welche aber in der Regel nach 2 Tagen wieder weg sind.
- Wir stillen hauptsächlich in der Laid Back Position, ausser nachts, da stillen wir im Liegen, da mein Sohn sonst nicht wieder einschläft.
- wenn mein Eisprung naht, sind die schmerzen nochmal schlimmer, da brennen dann die Brustwrzen durchgehend.
- Ich war mit meinem Sohn auch nochmals beim Osteopath letzte Woche
- Brustdonuts habe ich zuhause auch meistens drin (unterwegs würde das wohl etwas bescheuert aussehen :lol: )


So, ich hoffe, dass ich nun alles habe :D
Tintentupf
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Re: Schmerzen beim Stillen seit über 8 Moanten

Beitrag von Tintentupf »

Oh Jenny,

Das tut mir so leid für euch. Ich habe leider auch keine anderen Ideen als das, was du schon ausprobiert hast.
Das Brennen können Minirisse sein, würden aber mit der Pflege weggehen.
Die Verfärbungen deuten auf Vasporismus hin, hier hätte Magnesium und Calcium helfen müssen.

Wie geht es euch heute?
Liebe Grüße,

Tintentupf mit Spatz (Valentinsschatz 2020)
Grizelda
Dipl.-SuT
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Registriert: 16.12.2017, 14:46

Re: Schmerzen beim Stillen seit über 8 Moanten

Beitrag von Grizelda »

Oh Jenny, das tut mir schon beim Lesen weh. Du Arme. Und trotzdem kämpfst Du weiter ums Stillen, wow!

Ich habe leider gar keine Idee, was Dir helfen könnte, wollte Dir aber sagen, dass Du Deinen Beitrag auch melden kannst (über das Ausrufezeichen neben Deinem Beitrag), dann werden die Stillberaterinnen darauf aufmerksam gemacht. Hier im Forum ist gerade viel los, da geht schon mal etwas unter.

Ich wünsche Dir alles Gute.
Liebe Grüße von Grizelda mit großer Maus (08/17) an der Hand und kleinem Mann (*3/20, +7/24) für immer im ♥️
Tyaris
Dipl.-SuT
Beiträge: 5498
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Re: Schmerzen beim Stillen seit über 8 Moanten

Beitrag von Tyaris »

Ohje, das klingt echt fies. Gute Besserung.
Weiß bis bläuliche Brustwarzen kamen bei mir durch Vasospasmen. Magnesium, Calcium, Lecithin brachte leider auch keine Besserung.
Es gab noch irgendwas natürliches und alternativ was verschreibungspflichtiges, leider fällt mir der Name nicht ein. Evtl. weiß Mondenkind mehr. Bei ihr in der Stillgruppe kam der Tipp.
Hier wurde es übrigens besser bzw. ging zeitweise weg als es wieder wärmer wurde. Jetzt im zweiten Winter war es wieder da, wenn auch zum Glück nicht mehr ganz so schlimm.
Tyaris mit der Löwin (9/19) und der kleinen Wölfin (6/23) an der Hand und dem kleinen Vögelchen (12/25) im Arm und einen Sternchen (4/21) im Herzen
Dijela
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Re: Schmerzen beim Stillen seit über 8 Moanten

Beitrag von Dijela »

Hallo ihr Lieben,

vielen lieben Dank für eure Antworten.

Mir geht es leider unverändert was die Schmerzen angeht, allerding hat sich heute endlich was ergeben, und ich hoffe es hilft.

Nachdem mir ein liebes Mitglied per privater Nachricht geschrieben hat, habe ich nochmal einiges probiert. (Leider ohne Erfolg).
Nun habe ich viel hier gelesen, und bin über das Thema Soor in den Milchgängen gestolpert. Nach stundenlanger Recherche bin ich ganz fest der Überzeugung dass es sich bei mir genau darum handelt. Hier ist ja Fluconazol das Mittel der Wahl. Ich meine Frauenärztin angerufen, sie denkt da ist nichts, Stillberaterinnen und Hebammen haben auch keine Ahnung, Embryotox kennt sie nicht und ich soll doch einfach abstillen. Auf betteln und drängen hin, hat sie mir genau ÈINE Fluconazol Tablette verschrieben, obwohl ich ihr gesagt habe, dass diese als 2-3 Wochen Kur gegeben werden soll.
Auch mein Hausarzt und die Frauenklinik im Krankenhaus haben sich geweigert mir ein Rezept zu geben.
Ich bin dann im Internet auf die Seite TeleClinic aufmerksam geworden, und habe mich aus Verzweiflung dort angemeldet und einen Termin gebucht.
Keine 4 Stunden später hatte ich den Videocall mit einem Gyn. Er hat mir Gott sei Dank ein Rezept ausgestellt für 10 Tabletten. Er meint allerdings ich soll sie nur alle 3 Tage nehmen. Ich hoffe, dass das alles so klappt und ich das Rezept auch bei unserer Apotheke hier einlösen kann.

So, das war jetzt mal kurz zusammengefasst die letzten Tage bei mir.
Tyaris hat geschrieben: 29.04.2021, 20:14 Ohje, das klingt echt fies. Gute Besserung.
Weiß bis bläuliche Brustwarzen kamen bei mir durch Vasospasmen. Magnesium, Calcium, Lecithin brachte leider auch keine Besserung.
Es gab noch irgendwas natürliches und alternativ was verschreibungspflichtiges, leider fällt mir der Name nicht ein. Evtl. weiß Mondenkind mehr. Bei ihr in der Stillgruppe kam der Tipp.
Hier wurde es übrigens besser bzw. ging zeitweise weg als es wieder wärmer wurde. Jetzt im zweiten Winter war es wieder da, wenn auch zum Glück nicht mehr ganz so schlimm.
@Tyaris, gegen Vasospasmus habe ich schon behandelt. Auch mit einem verschreibungspflichtigen Mitten (Nefidipin). Ich denke den Vasospasmus hatte ich auch zusätzlich noch, aber das ist seit der einnahme von hochdosiertem Magnesium, Calcium und Vitamin B6 denke ich weg. Ich hoffe Mondenkind meldet sich hier noch. :)
Ich lege mir nach dem stillen direkt wieder das Kirschkernkissen auf die Brust, trotzdem kommen nach ca 30-45 Minuten die Schmerzen und das heftige ziehen und brennen in der Brust. Also denke ich, dass es nicht an der Kälte sondern an Soor in den Milchgängen liegt.
Grizelda hat geschrieben: 29.04.2021, 20:10 Oh Jenny, das tut mir schon beim Lesen weh. Du Arme. Und trotzdem kämpfst Du weiter ums Stillen, wow!

Ich habe leider gar keine Idee, was Dir helfen könnte, wollte Dir aber sagen, dass Du Deinen Beitrag auch melden kannst (über das Ausrufezeichen neben Deinem Beitrag), dann werden die Stillberaterinnen darauf aufmerksam gemacht. Hier im Forum ist gerade viel los, da geht schon mal etwas unter.

Ich wünsche Dir alles Gute.
Danke :) Das mit dem "melden" wusste ich nicht und werde ich gleich mal testen. Ich habe schon viel von Mondenkind gelesen und hoffe, dass sie sich noch meldet.
Tintentupf hat geschrieben: 29.04.2021, 20:02 Oh Jenny,

Das tut mir so leid für euch. Ich habe leider auch keine anderen Ideen als das, was du schon ausprobiert hast.
Das Brennen können Minirisse sein, würden aber mit der Pflege weggehen.
Die Verfärbungen deuten auf Vasporismus hin, hier hätte Magnesium und Calcium helfen müssen.

Wie geht es euch heute?
Das Brennen ist auch unter der Haut in der ganzen Brust. Also risse sind da keine. Deswegen bin ich auch auf die Idee gekommen, dass es Soor in den Milchgängen ist.
Danke dir :)
Viola
ist mit Leidenschaft dabei
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Registriert: 05.04.2017, 21:43

Re: Schmerzen beim Stillen seit über 8 Moanten

Beitrag von Viola »

Ich hatte mal Soor in den Milchgängen und es war wirklich sehr ähnlich, wie du hier beschreibst. Ich hoffe das Fluconazol hilft dir.

Ich habe nach einer höheren initialdosis (400?) schon gleich eine deutliche Besserung noch am gleichen Tag gespürt. Dennoch nusste ich es sehr lange nehmen, bis es ganz weg war, ich meine das waren 200 an Tag.
(also nicht Das du denkst ich würde hier Dosierungen empfehlen, ich berichte nur meine eigene Erfahrung)

Wichtig ist auch Hygiene, alles 60grad waschen und so.
mit Mädelshaushalt (2015, 2015, 2020) und einigen Sternen am Himmel
Mondenkind
Forumsleitung
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Registriert: 25.09.2008, 17:33

Re: Schmerzen beim Stillen seit über 8 Moanten

Beitrag von Mondenkind »

Ich kann mich am Wochenende melden.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
Dijela
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Re: Schmerzen beim Stillen seit über 8 Moanten

Beitrag von Dijela »

Mondenkind hat geschrieben: 30.04.2021, 06:26 Ich kann mich am Wochenende melden.
Das ist lieb, danke!
bluestar
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Registriert: 03.08.2018, 10:24

Re: Schmerzen beim Stillen seit über 8 Moanten

Beitrag von bluestar »

Es können mWn auch Vasospasmus und Milchgangssoor Hand in Hand gehen - Vasospasmus kann auch durch schmerzen ausgelöst werden. Die Verfärbung klingt danach. Ich bin aber nur Mama, keine Expertin.
Eine Idee wäre also auch, beides zu behandeln.
Ich wünsche dir sehr, dass du eine Lösung findest!
+ die Kleine *04/ 2018
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