Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
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Leja
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Re: Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
Ich besuche seit 3 Wochen online Unikurse. Ist also wie Telefon-/Videokonferenz. Meine Tochter ist auch manchmal abgelenkt, wenn ich rede. Bei uns funktioniert es gut, wenn ich sie im Stehen stille. Popo in der Tragetuchschlaufe, ihr Kopf in meinem Arm, ein bisschen Schaukelschritt. Und die Kamera so gedreht, dass man nur meine Kopf sieht. Die müssen sich wundern, warum ich so ein unruhiger Geist bin. 
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Re: Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
Das mit dem Becher haben viele Babys ziemlich schnell raus. Ich würde das wirklich probieren. Das Abdockproblem bei Ablenkung ist ab diesem Alter sehr üblich sind wird z.T. gegen 1 Jahr wieder ein bisschen besser (war bei meinen zumindest so). Aber mit vier Monaten ist so eine Saugverwirrung bestimmt nicht spaßig... Alles Gute!
Liebe Grüße
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Edelmann (4/20) +
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Vanilla22
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Re: Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
Danke für Deine Antwort. Wir haben es bisher noch nicht probiert und werden das jetzt. Ich habe den Doidy Cup und CamoCup bestellt und wir versuchen es einfach mal. Ich setze große Hoffnungen vor allem in den Doidy Cup, da er aktuell auch seine Flasche immer gerne selbst halten möchte, vielleicht hat er Spaß daran aus dem Becher zu trinken, auch wenn er natürlich dabei unsere Hilfe braucht.AnnaKatharina hat geschrieben: 24.03.2021, 21:29 Warum kannst du deinem Mann nicht "zumuten" mit dem Becher (oder meinetwegen SoftCup) zu füttern?
Das ist doch nicht schwer?
Nicht-Stillen hat für dich und dein Kind Nachteile. Insofern lohnt es sich schon, da etwas "Aufwand" zu betreiben und das mit dem Bechern zu lernen.
Wenn er schon Beikostreiff ist, ginge ja vielleicht auch der CamoCup?
Das Stillverhalten deines Sohnes klingt halt sehr nach Saugverwirrung. Und Saugverwirrungen bekommt man natürlich nur therapiert, wenn man die Flasche auch weglässt.
Was mir aber wichtig ist: Es geht - für mich - in dieser Stillbeziehung nicht nur um mich und meinen Sohn sondern mein Mann ist auch ein Teil dieser Beziehung. Am Ende muss es uns allen gut gehen mit welcher Lösung auch immer. Mein Mann ist Vollzeit für unseren Sohn zuständig und braucht eine Lösung mit der sich wohl fühlt und mit der er auch seinen Tag gestalten kann. Daher ist bspw. nur stillen nicht wirklich eine Option weil das heißen würde, dass die beiden an die Wohnung gebunden sind wann immer der Kleine Hunger hat.
Ich verstehe und kenne die Nachteile des Nicht-Stillens aber neben den gesundheitlichen Nachteilen muss es uns dreien auch emotional gut gehen. Ein unglücklicher Vater hilft dem Kleinen auch nicht.
Kann ich mit der Becherfütterung eine Saugverwirrung auch loswerden? Oder hilft mir das nur, dass es nicht schlimmer wird?
Ja, der Kleine gedeiht altersgemäß, zunehmen und wachsen ist (gottseidank) nicht unser Problem, er entwickelt sich prächtig.Freshi hat geschrieben: 24.03.2021, 21:30 Du könntest von meinem ersten Kind schreiben!
...
Gedeiht dein Kind denn altersgemäß?
(Sorry falls du das schon irgendwo geschrieben hast und ich es überlesen!)
Danke für Deine Antwort. Ich fühle mich durchaus besser, dass ich nicht alleine bin. Im Umfeld habe ich oft das Gefühl, dass ich die einzige bin mit Problemen und, dass ich beim Stillen versage. Alle anderen Babys scheinen ohne Probleme von Brust zu Flasche hin und her zu wechseln und wenn ich erzähle, dass es bei uns schwierig ist werde ich komisch angeschaut.
Ich würde es auch gerne mal mit Beikost versuchen und am Wochenende zumindest mal in paar Löffel geben um zu sehen wie er reagiert. Er fand gestern das Croissant meines Manns super spannend (hat natürlich nichts davon bekommen) also vielleicht ist das der erste Schritt?
- Kuriburi
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Re: Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
Ich fürchte bis dein Baby sich an Beikost satt essen wird dauert es noch sehr lange. Anbieten geht natürlich schon wenn es Interesse hat.
Ich wollte dir aber dalassen, dass mein Baby ein sehr ähnliches Trinkverhalten zeigt. Das gibt es schon und ist für mich ebenfalls frustrierend. Aber wohl nicht ganz ungewöhnlich. Ich fürchte, künstliche Sauger würden hier aufs Abstillen hinauslaufen. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr einen für euch 3 passenden Weg findet.
Ich wollte dir aber dalassen, dass mein Baby ein sehr ähnliches Trinkverhalten zeigt. Das gibt es schon und ist für mich ebenfalls frustrierend. Aber wohl nicht ganz ungewöhnlich. Ich fürchte, künstliche Sauger würden hier aufs Abstillen hinauslaufen. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr einen für euch 3 passenden Weg findet.
Viele Grüße von Kuriburi mit Sohn (7/2016) und Sohn (09/2020)
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pqr
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Re: Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
So wie ich das lese, wäre es zwar nicht immer möglich direkt zu stillen, aber ein Beruhigungshäppchen ( soviel das Baby mag) per Becher oder Softcup von Deinem Mann und dann aussgiebigeres Stillen nach dem Meeting wäre durchaus denkbar. Das fände ich persönlich auch eine stillfreundliche Lösung.
Viele Grüße
pqr
pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
pqr
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Vanilla22
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Re: Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
Danke Euch!
Ja, Beikost ist eben nur "Beikost" und wird noch lange nicht satt machen. Vielleicht geht es auch eher darum mich psychisch etwas zu entlasten und das Gefühl zu haben, dass es voran geht. Mein Ziel war immer, solange zu stillen bis wir die Beikost gut eingeführt haben inklusive einige Allergene. Ob ich danach überhaupt noch weiterstillen möchte weiß ich noch nicht.
Wir haben eben gerade versucht aus einem dieser Avent Muttermilchaufbewahrungsbehälter etwas Milch anzubieten. Hat fürs erste Mal ganz gut geklappt, er hat 40 ml in ein paar Minuten getrunken, quasi ein Zwischensnack. Ich glaube wirklich geschluckt hat er wohl so 3/4 davon, der Rest ging daneben. Aber fürs erste Mal ganz gut und mit einem kleineren Becher und etwas Geduld geht das vielleicht noch besser.
Ja, Beikost ist eben nur "Beikost" und wird noch lange nicht satt machen. Vielleicht geht es auch eher darum mich psychisch etwas zu entlasten und das Gefühl zu haben, dass es voran geht. Mein Ziel war immer, solange zu stillen bis wir die Beikost gut eingeführt haben inklusive einige Allergene. Ob ich danach überhaupt noch weiterstillen möchte weiß ich noch nicht.
Wir haben eben gerade versucht aus einem dieser Avent Muttermilchaufbewahrungsbehälter etwas Milch anzubieten. Hat fürs erste Mal ganz gut geklappt, er hat 40 ml in ein paar Minuten getrunken, quasi ein Zwischensnack. Ich glaube wirklich geschluckt hat er wohl so 3/4 davon, der Rest ging daneben. Aber fürs erste Mal ganz gut und mit einem kleineren Becher und etwas Geduld geht das vielleicht noch besser.
- ShinyCheetah
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Re: Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
Klar, dein Baby ist noch klein. Aber: Meine Erfahrung ist eher, dass, sobald ein Kind essen kann, es auch essen WIRD, wenn Mama nicht verfügbar ist. Soll heißen: Berufstätigkeit der Mutter kann die gegessene Menge Beikost sehr schnell hochtreiben. Bei uns zumindest war das so - allerdings erst mit 10 Monaten - aber bei Bekannten war es auch mit 5 - 6 Monaten schon so.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
und Tochter V (Ende Juni 21)
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Serafin
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Re: Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
Das kann ich so unterschreiben. Wenn ich da war, hat das Kind nix gegessen. In der Krippe mit Herdentrieb und Futterneid klappte das wunderbar. Auch bei Papa wenn der aufgepasst hat...
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- Myeskathry
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Re: Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
Ich finde es gut, dass du da auch auf deinen Mann achtest! Er unterstützt euch da offenbar auch ganz toll! Wir haben nur den Doidy Cup. Der funktionierte hier aber nicht so gut, weil der kleine Edelmann lieber einen Becher umgreift und Henkel nicht gut gehen. Insofern wäre der Camo wahrscheinlich besser gewesen für uns. Typsache. Wir sind aber dann schon mit fünf/sechs Monaten rasch auf normale Kinderbecher umgestiegen. Einen (Werbegeschenk) von Apta*mil haben wir, der Becher ist unten abgeflacht. Den konnten meine Kinder immer noch besser händeln. Aber ich weiß gar nicht, wo es solche Becher gibt.Vanilla22 hat geschrieben: 25.03.2021, 08:48Danke für Deine Antwort. Wir haben es bisher noch nicht probiert und werden das jetzt. Ich habe den Doidy Cup und CamoCup bestellt und wir versuchen es einfach mal. Ich setze große Hoffnungen vor allem in den Doidy Cup, da er aktuell auch seine Flasche immer gerne selbst halten möchte, vielleicht hat er Spaß daran aus dem Becher zu trinken, auch wenn er natürlich dabei unsere Hilfe braucht.AnnaKatharina hat geschrieben: 24.03.2021, 21:29 Warum kannst du deinem Mann nicht "zumuten" mit dem Becher (oder meinetwegen SoftCup) zu füttern?
Das ist doch nicht schwer?
Nicht-Stillen hat für dich und dein Kind Nachteile. Insofern lohnt es sich schon, da etwas "Aufwand" zu betreiben und das mit dem Bechern zu lernen.
Wenn er schon Beikostreiff ist, ginge ja vielleicht auch der CamoCup?
Das Stillverhalten deines Sohnes klingt halt sehr nach Saugverwirrung. Und Saugverwirrungen bekommt man natürlich nur therapiert, wenn man die Flasche auch weglässt.
Was mir aber wichtig ist: Es geht - für mich - in dieser Stillbeziehung nicht nur um mich und meinen Sohn sondern mein Mann ist auch ein Teil dieser Beziehung. Am Ende muss es uns allen gut gehen mit welcher Lösung auch immer. Mein Mann ist Vollzeit für unseren Sohn zuständig und braucht eine Lösung mit der sich wohl fühlt und mit der er auch seinen Tag gestalten kann. Daher ist bspw. nur stillen nicht wirklich eine Option weil das heißen würde, dass die beiden an die Wohnung gebunden sind wann immer der Kleine Hunger hat.
Ich verstehe und kenne die Nachteile des Nicht-Stillens aber neben den gesundheitlichen Nachteilen muss es uns dreien auch emotional gut gehen. Ein unglücklicher Vater hilft dem Kleinen auch nicht.
Kann ich mit der Becherfütterung eine Saugverwirrung auch loswerden? Oder hilft mir das nur, dass es nicht schlimmer wird?
Ja, der Kleine gedeiht altersgemäß, zunehmen und wachsen ist (gottseidank) nicht unser Problem, er entwickelt sich prächtig.Freshi hat geschrieben: 24.03.2021, 21:30 Du könntest von meinem ersten Kind schreiben!
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Gedeiht dein Kind denn altersgemäß?
(Sorry falls du das schon irgendwo geschrieben hast und ich es überlesen!)
Danke für Deine Antwort. Ich fühle mich durchaus besser, dass ich nicht alleine bin. Im Umfeld habe ich oft das Gefühl, dass ich die einzige bin mit Problemen und, dass ich beim Stillen versage. Alle anderen Babys scheinen ohne Probleme von Brust zu Flasche hin und her zu wechseln und wenn ich erzähle, dass es bei uns schwierig ist werde ich komisch angeschaut.
Ich würde es auch gerne mal mit Beikost versuchen und am Wochenende zumindest mal in paar Löffel geben um zu sehen wie er reagiert. Er fand gestern das Croissant meines Manns super spannend (hat natürlich nichts davon bekommen) also vielleicht ist das der erste Schritt?
3/4 Schluck geschluckt klingt doch super für den ersten Versuch. Wenn man es jeden Tag versucht wird das schnell mehr. Also zumindest hier war es so. I h wünsche euch, dass ihr die Erfahrung auch machen könnt ☺
Wenn es mit dem Becher einmal gut klappt gibt es ja auch so unterwegs-Varianten mit Deckel.
Liebe Grüße
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Edelmann (4/20) +
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Edelmann (4/20) +
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Lösche Benutzer 27615
Re: Vollzeit arbeiten und stillen mit 4 Monate altem Baby
Ich finde es jetzt auch nicht ungewöhnlich, dass dein Sohn mit vier Monaten tagsüber nicht gern stillen will. Das hatten wir hier auch mit dem Großen und mit dem Kleinen jetzt auch und der ist noch keine vier Monate alt. Momentan gibt's hier aber nur stillen und dann trinkt er mal drei Minuten und das wars dann. Oder nicht, oft rudert er, der Milchspendereflex kommt nicht schnell genug und er will was anderes machen. Nur wenn er aufwacht, dann stillt er tagsüber länger. Es muss also keine Saugverwirrung sein, wenn er Nachts gut trinkt (und das tut er ja, oder?). Wenn mein Kleiner nicht stillen will, dann lasse ich ihn damit auch in Ruhe. Er nimmt gut zu und ich muss mir dahingehend keine Sorgen machen - du ja auch nicht. Mit dem Becher geht ihr wohl auf Nummer sicher. Die Frage ist nur, ob es nötig ist.
Wenn ich mal wieder genervt sage: "Wieso trinkt er nicht!?" Dann sagt mein Mann grinsend:"Vermutlich ist er nicht wirklich hungrig."
Gerade trinkt er gut, ich habe ihn in einer Aufwachphase erwischt.
Hat dein Sohn schon Zähne?
Viel Glück!
Wenn ich mal wieder genervt sage: "Wieso trinkt er nicht!?" Dann sagt mein Mann grinsend:"Vermutlich ist er nicht wirklich hungrig."
Gerade trinkt er gut, ich habe ihn in einer Aufwachphase erwischt.
Hat dein Sohn schon Zähne?
Viel Glück!