Wanderkleidung - Tipps gesucht

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mayra
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Re: Wanderkleidung - Tipps gesucht

Beitrag von mayra »

Danke für die vielen Tipps. Ich habe jetzt 3 Pullover zur Auswahl und eine Daunenjacke bestellt. Es sind auch zwei Pullover von Icebreaker dabei. Ich bin gespannt ob einer der drei passt. Ein Langarm Unterhemd von Hans Natur habe ich mir vor kurzem gekauft, aber gestern nicht daran gedacht.

Ihr denkt bestimmt ich wollte lange Tagestouren u.ä. machen, aber durch mehrfache Krankheit im letzten Jahr, waren mir die 6 km am Sonntag schon fast zu viel. 🙈🤭

Nichts desto trotz brauche ich gerade deswegen gute Kleidung. Die verlorene Kondition ist auch ein Grund für das viele Schwitzen. Ich hoffe ganz bald wieder fit genug zu sein, um auch Tagestouren zu schaffen. 🤞 Aber auch in fitteren Zeiten habe ich schon immer viel geschwitzt... verloren sind die Sachen also nicht.

@Travelmate: ist das nicht unpraktisch, wenn man sich ständig aus- und anziehen muss? Was machst du so lange mit der Jacke in der Zeit, in der du sie nicht anziehst? Danke! Die Daunenröcke habe ich auch gesehen, und mich schon gefragt, wozu sie gut sind. Klingt jedenfalls interessant. Und zum Wäschewechsel, machst du das dann draußen? Wir haben nämlich nur draußen Rast gemacht. Das stelle ich mir sehr sehr kalt vor. 🙈
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AnnaKatharina
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Re: Wanderkleidung - Tipps gesucht

Beitrag von AnnaKatharina »

Ich weiß nicht ob wandern schon hitzeintensiv genug ist, aber beim Radfahren merke ich leider den Unterschied, ob ich eine "normale" Jacke trage oder eine mit Gore-Membran. (Ich weiß aber nicht ob die Membran bei MInusgraden funktioniert)
Allerdings NUR, wenn ich ausschliesslich Wolle drunter trage. Sobald Fleece oder Baumwolle mit im Spiel sind, funktioniert der Flüssigkeitstransport nach aussen bei mir nicht mehr.

Alle anderen Tips würden ja schon genannt. Wolle, Zwiebel, usw.
Von dezidierten Scheenwanderen kenne ich es aber auch, dass man halt NIE so schnell gehen sollte, dass man anfängt zu schwitzen.
D.h. entweder man ent-zwiebelt sich, oder man muss langsamer gehen.

Wäschewechsel draussen geht. Man muss das halt SCHELL machen, und vor allem SOFORT nach dem Stehenbleiben, solange man noch ordentlich warm ist.
Kostet Überwindung, ist aber gar nicht so arg. Ist wie Pipi machen draussen. Wenn einem schön warm ist, ist das nicht so kalt wie man denkt.
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travelmate
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Re: Wanderkleidung - Tipps gesucht

Beitrag von travelmate »

Sicher ist das ständige An- und Ausziehen manchmal nervig. Aber für mich überwiegen ganz eindeutig die Vorteile. Wir haben immer einen Rucksack dabei, schon alleine wegen Wasserflaschen. Aber eigentlich auch immer Wechselwäsche. Und da kommen dann die Jacken auch rein, bzw vorgebunden.
Und zum Umziehen sagte AnnaKatharina ja schon was. Auch hier überwiegend für mich die Vorteile. Und dann einfach zackzack :D
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Crystal
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Re: Wanderkleidung - Tipps gesucht

Beitrag von Crystal »

Es gibt Jacken, die Reißverschlüsse zum Lüften über die Jacke verteilt haben. Da gibt es mehrere Versionen von. Ich habe schon Jacken gesehen, die Lüftungsmöglichkeiten rechts und links neben dem RV vorn haben und auch unter den Armen. Das sind ja auch deine Hauptschwitzpunkte. Ich habe nur eine mit je einem RV rechts und links neben dem RV vorn.
Ich mag gerade in der Übergangszeit Jacken, die durch Abtrennung der Ärmel zur Weste werden. (Wanderhosen mit abtrenntbarem Bein mag ich auch, gerade wenn man zig Höhenlagen überquert 😁). Da kann man im Winter auch eine dünnere Jacke + Weste drüber anziehen.
Generell laufe ich immer erstmal luftiger angezogen los und ziehe bei Bedarf noch was drüber.
LG Crystal mit Kind '13
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Angelos
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Re: Wanderkleidung - Tipps gesucht

Beitrag von Angelos »

Noch eine Stimme für Wolle und icebreaker! Vor allem bei schwitzen und frieren perfekt. Ja, teuer, aber: die zwei Shirts mit denen ich vor zehn Jahren die Alpen überquert habe trage ich immer noch! Die können bei 40 Grad in die Waschmaschine und müffeln auch nach laaangem Tragen nicht. Mittlerweile kriegen sie Minilöchlein, aber sie wurden auch wirklich viel getragen und gewaschen.
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lucca77
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Re: Wanderkleidung - Tipps gesucht

Beitrag von lucca77 »

Auch von mir eine Stimme für Wolle! Ich trage alles mögliche queerbeet von Icebreaker über Vaude, super.natural, smartwool bis hin zu Ortovox. Mittlerweile haben echt viele Hersteller Wollsachen im Sortiment, meine Freundin schwört z.B. auf die Eigenmarke von Decathlon. Ich würde halt immer schauen, dass die Wolle mulesingfrei gewonnen wird, was bei den großen Marken in der Regel der Fall ist; bei den billigen würde ich da mal nachlesen.

Persönlich bin ich totaler Zwiebel-Look-Fan. Trage derzeit immer drei Lagen, zuunterst ein 200er Merino Kurzarm-Shirt, darauf dann einen Midlayer je nach Außentemperatur. Am liebsten keine Pullis, ich brauch es, den Reißverschluss auf und zu machen zu können. In den letzten kalten Tagen war das z.B. die Westalpen Hybrid von Ortovox, jetzt aktuell am liebsten ein Icebreaker Fleece, heißt glaube ich Quantum. Und darauf dann eine meiner Arcteryx-Jacken, Atom LT oder SL oder wenn es noch wärmer ist nur einen ganz dünnen Windstopper. Bergauf ziehe ich dann oft auch die oberste Schicht aus (Rucksack ist meist dabei, alternativ umgebunden) oder wechsel auf eine Weste. Das Ausziehen auch gleich dann, wenn das erste Mal der Gedanke "mir ist zu warm" aufkommt, dann beginne ich erst zu schwitzen und kann das durchs Ausziehen regulieren. Daunenjacken trage ich zum Wandern kaum bis gar nicht, bei Aktivität sind die mir immer zu warm. Die hab ich aber bei längeren Touren im Rucksack für die Pausen oder trage sie manchmal zum länger bergab laufen oder zum Geocachen, da gehen wir erfahrungsgemäß langsamer und stehen auch immer mal herum.

Hosen trage ich je nach Wetter unterschiedlich dicke, mittlerweile auch am liebsten mit Wollanteil. Und wenn es unter Null geht meist eine lange Wollunterhose drunter. Bin aber auch so eine "Oberschenkel-Frostbeule", vielleicht sollte ich auch so ein Daunen-Rockteil testen?

Mein Mann schwitzt unglaublich schnell und viel, der zieht sich bei jeder Wetterlage auch unterwegs um. Das wird dann generalstabsmäßig vorbereitet: frische Sachen bereitlegen, angezogene aus und dabei so ablegen/weitergeben, dass die obersten Schichten schnell wieder griffbereit sind. Dann steht Mann bei minus 10 Grad und Wind für maximal 5 Sekunden oben ohne da und ist danach wieder trocken. Ihn stört das feucht-kühle Schwitzgefühl trotz Wollkleidung ganz arg und er fröstelt dann auch, daher würde es ohne Umziehen nie gehen. Tipp vom Vielschwitzmann sind übrigens die Woolpower-Shirts. Die sind irgendwie "dicker", grobschlingiger gestrickt als z.B. Icebreaker-Shirts (vom Gewicht her aber nicht wärmer, nur die Haptik ist anders) und saugen dadurch mehr Schweiß auf, damit fühlt er sich nicht so schnell nassgeschwitzt.

Und ja, die Wollsachen sind teuer - aber sie halten unglaublich lang! Und ich liebe es, damit zu verreisen! Wenn wir in Urlaub fahren, hab ich echt nur wenige Wollteile dabei, die trage ich tagelang, wasche sie schnell zwischendurch (sind ratzfatz getrocknet) und ziehe sie wieder an. Damit hat sich unser Reisegepäckk mittlerweile halbiert. Und wir tragen auch im Alltag ganz viel Wolle. Fast alle Teile sind jahrelang im Gebrauch und immer noch total okay :wink:
Liebe Grüße A. mit den zwei Pubertieren (12/06 und 05/08) - schon lange nicht mehr stillend und tragend und doch immer noch gern hier
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