Fluffy hat geschrieben: 06.01.2021, 11:53
jente hat geschrieben: 06.01.2021, 10:06
Fluffy hat geschrieben: 30.12.2020, 21:55
Bridgerton habe ich auch gerade fertig geguckt, ich fand's ganz gut.
Ich habe jetzt wirklich lange überlegt, ob ich das schreiben soll, ob es den thread sprengt oder so. Aber es tut aus meiner Sicht wirklich Not.
Bridgerton braucht mMn eine Triggerwarnung:
In Folge 6 werden diverse Szenen von uninformed consent sex gezeigt und gegen Ende eine Szene einer Vergewaltigung eines Mannes, zu der sich die Geschichte danach auch noch ausschließlich auf victim blaming fokussiert.
Ich finde es gut, dass du das schreibst und stimme dir zu.
Habe das beim Gucken gar nicht so registriert und erst im Nachhinein darüber nachgedacht (solche Serien laufen bei mir eher so nebenbei und [spoilers?]
ich fand die storyline um Daphne und den Duke sowieso nicht besonders spannend, mich hat zb die "Detektivstory" um die Identität der Lady Whistledown mehr interessiert).
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, um welche Szenen es da geht.

Kann das gerade gar nicht zuordnen. Es gab da eine Vergewaltigung?
Ich fand die Serie enttäuschend. Dass das als das neue "Downton Abbey" angepriesen wird, finde ich völlig verfehlt.

Ich weiß gar nicht, wie man da Parallelen ziehen kann? Ich finde die Besetzung mit farbigen Schauspielern sehr gelungen, da sind ja auch hervorragende Schauspieler dabei, die einem entgehen würden, wenn alle weiß wären. Und ich hatte tatsächlich auch das Gefühl, dass die Hautfarben von Folge zu Folge "normaler" wurden. Wirklich gelungen, finde ich.
Das war aber auch eigentlich das Einzige, was ich gut fand. Klar, der Duke ist sexy. Aber insgesamt finde ich die Charaktere sehr blass. Äußerlich schrill, aber sonst völlig blass und unspannend.
Auch sonst fand ich den Plot völlig absehbar. Wer Lady Whistledown ist, wusste ich lange vor der letzten Folge. Ich finde es auch völlig absurd, dass so eine Klatschtante die Gesellschaft völlig aus der Spur bringt und das gesellschaftliche Leben dominiert.

Ich hatte das Gefühl, da vermischen Amerikaner, die gerade 4 Jahre Trump hinter sich haben, ihren eigenen Alltag mit dem viktorianischen England.

Bei den ganzen historischen Ungenauigkeiten (ein Strauß-Walzer im Jahr 1813? Ein Klavierstück von Chopin, als der erst 3 Jahre alt ist? Dieser Schmuck - frisch von Swarowski, würde ich sagen, aber sicher nicht die Mode von 1813? Art Deco-Elemente 100 Jahre zu früh etc.) frage ich mich immer noch, ob das ein schlauer Kunstgriff sein soll...der wohin führt...? Hm...
Mein Fazit: Wenn nicht so viel nackter Herzog vorgekommen wäre, hätte ich die Staffel vermutlich nicht zu Ende geschaut.
