Teilstillen anstatt Abpumpen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Antworten
Annale
Herzlich Willkommen
Beiträge: 3
Registriert: 20.09.2020, 17:27

Teilstillen anstatt Abpumpen

Beitrag von Annale »

Hallo Ihr Lieben,

danke erst einmal, dass ihr hier alle so tatkräftig unterstützt und so vielen bisher schon helfen konntet, das ist wirklich großartig.

Auch ich würde gerne eure Einschätzung und Hilfe in Anspruch nehmen. Ich habe leider den Versuch zum Vollstillen aufgegeben, da meine Milchbildung einfach nicht mit macht. Ich würde zumindest gerne Teilstilen, am liebsten so viele Mahlzeiten wie möglich ohne zu zu füttern und ich hoffe ihr könnt mir da helfen und mich dabei begleiten. Vor allem möchte ich die sehr hart erworbene Milchmenge durchs Pumpen behalten und endlich nicht mehr pumpen müssen um mehr Zeit für mein Kind zu haben.

Informationen
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen? Junge

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde. Muttermilch (ca. 450ml) und Spezialnahrung Neocate (ca. 210ml)

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen? Insgesamt 8 bis 12 Mahlzeiten am Tag:
  • 1 Nacht Schlafpause 3 - 4 1/2 Stunden
  • Erste Nachtmahlzeit Stillen pur r/l insgesamt ca. 30 Min. - 45 Min. (seit 2 1/2 Wochen)
  • Zweite Mahlzeit frühs seit 3 Tagen Stillen r/l pur ca. 20 Min.
  • Übern Tag verteilt die weitere 6 bis 10 Mahlzeiten mit Breastfeeding per Spritze (meist nur eine Seite) ca. 30 - 50 Min. lang, Pausen dazwischen liegen tagsüber bei 2 1/2 - 3 1/2 und am Abend eher stündlich


* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang? Mindestens nach jeder Mahlzeit Pipi und ca. 2xTag Stuhlgang

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme? Erstes Anlegen ca. 1 1/2 Stunden nach normaler natürlicher Geburt, gut gesaugt. Anlegen usw. klappte alles gut, ca. 12 × angelegt am Tag. Gewichtskontrolle jedoch zeigte er hat 10% innerhalb von 2 Tagen abgenommen. Seitdem zufüttern per Brust und ich sollte abpumpen nach jeder Mahlzeit und per Handgewinnung Kolostrum. Milcheinschuss erst die Nacht vom 4ten zum 5ten Tag, jedoch sehr wenig Milch (ca. 50ml/Tag durch Pumpen). Seitdem Pumpen und zufüttern.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Nein.

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...? Hebamme, mehrere Stillberater, Kinderarzt

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme? Hashimoto (Eferox 125), Schwangerschafts Diabetes (Diät hat gelangt), leichte Insulin Resistenz, Übergewicht, Autoimmun Gastritis (B12 Spritze + Ferra Sanol)

* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern. Erstes Kind.

Das Hauptproblem ist, dass sich keiner erklären kann warum bei mir die Milchbildung so schleppend voran geht. Ich lege von Anfang an richtig an, er ist ein gemütlicher Trinker, aber er trinkt wohl gut (Saugen, kurz Pause, wieder Saugen) ich habe bis vor kurzem 12 mal am Tag abgepumpt (maximal war es 520ml) und lege ihn mindestens 8 mal mit Zufüttern natürlich an d.h. mindestens 20 mal wird die Brust stimuliert. Ich habe meine Tage trotzdem bekommen zu Beginn der 5ten Woche, oder es war ein Rest von Wochenfluss. Plazenta Reste sind falls welche da waren nicht per Ultra Schall zu sehen, das hatte ich auf Anraten meiner Stillberaterin überprüfen lassen. Schildrüsenwerte sind gut, die BlutzuckerWerte waren in Ordnung kurz nach der Geburt, mein Prolaktin Wert lag letzten Montag bei 80, ist also erhöht. Ich hatte kurz überlegt, ob ich Domperidon nehmen sollte, aber irgendwie weiß ich nicht ob das noch was gebracht hätte.

Ich bin total verunsichert, wie gehe ich am besten weiter vorgehe damit das Teilstillen klappt und meine Milchbildung nicht runter geht.

Das erste wäre wieviel füttere ich zu und wie, vor 1 1/2 Wochen hat er noch ca. 750ml getrunken, jetzt sind es 650ml. Ich gebe ihm soviel bis er nicht mehr möchte. Er trinkt von 40ml bis 140ml alles pro Mahlzeit, aber ich würde sagen im Durchschnitt über 100ml. Wenn ich nicht mehr pumpe, kann ich ihm ja auch keine Muttermilch mehr geben, aber mehr Pre wäre ja kontraproduktiv. Mein Plan wäre, wenn ich nicht mehr pumpe: r/l Brust geben, dann zufüttern an Brust und dann r/l Brust geben, aber wieviel füttere ich ihm dann von der Pre zu und wie genau gehe ich vor?

Weiteres Problem, er macht die Brust nicht leer. Nach der ersten Nacht Mahlzeit z.b. pumpe ich manchmal noch 50ml ab. Beim Pumpen jedoch das Gleiche, mein MSR sind ca. Alle 3 bis 5 Minuten, ich muss ca. ne Stunde Power Pumpen und es kommt immer noch was per MSR und dann noch per Hand ausstreichen, um es richtig leer zu bekommen. Aktuell Pumpe ich beim Stillen an der anderen Seite ab, wenn ich es schaffe davor beide oder danach, wird immer seltener aber dafür sehr lange (ca. 1 Stunde) Dabei warte ich aufn MSR wenn es nicht mehr fließt mache ich 5 Min. Pause, so kommt ganz gut was zusammen. Würde bei mir die Milchbildung dann nicht automatisch zurück gehen?

Noch ein weitere Sache, die meine Schuld ist, er hat manchmal total die Geduld weg und wartet bis der Schlauch drinnen ist bzw. bis da was kommt, das kann er gut 20 Minuten mit Nuckeln aushalten und warten. Außerdem habe ich mal ausprobiert und den Schlauch in einen Becher und ihn ziehen lassen. Für 90ml hat er fast 40 Minuten gebraucht weil er so viele Pausen macht. Wenn er jetzt noch auf den MSR warten muss, dann sind unsere Stillmahlzeiten ja unendlich lang. Ich wechsel die Seiten beim pur Stillen sofort, wenn ich merke das er weniger schluckt. Das klappt halt so lange gut, solange die Milch sehr gut fließt und die Brust voll ist, also nach der langen Schlafpuase, da schluckt er bei jedem Mal, sobald es jedoch weniger wird, verfällt er wieder in seinen "Wartemodus". Die Brustkompressen sind nur manchmal hilfreich, er hat sich wohl an sehr viel gewöhnt. Wie gewöhne ich ihm Dauersaugen an?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen einen guten Weg zu finden, damit ich so oft wie möglich pur Stillen kann ohne in Dauerstillen zu verfallen und vor allem wie ich von dieser Pumpe weg komme. Hier noch die Gewichtsdaten und zur Veranschaulichung wo ich noch 12 mal gepumpt habe und wie es jetzt ist.

01.08. 3530 g Geburt KH
03.08. ca. 3100g? U2 KH
04.08. ca. 3200g Entlassung KH
05.08. 3310g Hebamme
07.08. 3410g Hebamme
10.08. 3550g Hebamme
14.08. 3700g Hebamme
18.08. 3810g Hebamme
04.09 4700g U3 Kinderarzt
08.09. 11 mal gestillt, 10 mal BF 756 ml, 295 ml. Pre, 461 ml. Mumi), 6 mal pipi, 1mal groß, 12 mal gepumpt 504ml
20.11. 10 mal gestillt, 8 mal BF 653 ml, 100 ml. Pre, 553 ml. Mumi), 6 mal pipi, 2mal groß, 6 mal gepumpt 422ml
21.11 5300g Babywaage
klecksauge
ModTeam-Stillberatung
Beiträge: 9042
Registriert: 05.09.2012, 22:18
Wohnort: Itzehoe

Re: Teilstillen anstatt Abpumpen

Beitrag von klecksauge »

Hallo Annale,
möchtest du noch Begleitung?
Dann sag kurz Bescheid. :-)
Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
(Still-Mod-Team)

Tablet und Smartphone-Nutzerin........

Rettet die Geburtshilfe!
https://mother-hood.de/
Antworten

Zurück zu „Stillforum“