Wie werden wir die Windeln los?
- blauelagune
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Re: Wie werden wir die Windeln los?
Das ist aber kompliziert. Verstehe ich das richtig, er will die Windel wieder haben?
mit den drei Jungs (08/09) und (06/12) und (06/16)
- Kalimera
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Re: Wie werden wir die Windeln los?
Er wollte sie nie los sein, ja. Er kanns aber, wenn er will. Er will nur nicht und Bestech... äh Belohnungsdxstem wurde auch nicht angenommen.
- Kalimera
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Re: Wie werden wir die Windeln los?
Er sagt halt auch klar " ich bin gerade beschäftigt, ich geh jetzt nicht aufs Töpfchen." 
- PaleFire
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Re: Wie werden wir die Windeln los?
Hmmm...und wenn Ihr tatsächlich noch mal den Druck rausnehmt und ihm die Windel wieder lasst? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Machtkämpfe um Ausscheidungen auch sehr ins Negative umschlagen können. Gerade das vorsätzliche Einhalten und Einkoten klingt nicht gut. Ich würde wahrscheinlich echt noch mal "nachgeben" und schauen, ob er den Schritt nicht in ein paar Monaten von alleine macht.
P.S. unsere "Kleine" macht Kacka auch noch und ausschließlich in die Windel. Nachdem wir bei der Großen ein Kind hatten, dass zum Teil wochenlang das große Geschäft eingehalten hat, lasse ich der Kleinen da einfach Zeit und bin froh, wenn sie überhaupt regelmäßig und unkompliziert Kacka macht - nur eben in die Windel und nicht ins Klo...
P.S. unsere "Kleine" macht Kacka auch noch und ausschließlich in die Windel. Nachdem wir bei der Großen ein Kind hatten, dass zum Teil wochenlang das große Geschäft eingehalten hat, lasse ich der Kleinen da einfach Zeit und bin froh, wenn sie überhaupt regelmäßig und unkompliziert Kacka macht - nur eben in die Windel und nicht ins Klo...
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mojo
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Re: Wie werden wir die Windeln los?
da würde ich mich anschließen. egal wie ätzend das ist. eins unserer Kinder brauchte trotz trocken sein für die Verdauung länger noch eine Windel. irgendwann wollte es die Windel nicht mehr, aber auch nicht auf Klo. wir waren dann mit Bauchschmerzen im Notdienst, weil es eingehalten hat (wir hatten nie bewusst Druck gemacht oder so, ich glaube es war einfach sein eigener innerer Konflikt) und es gab einen Einlauf. das war so schrecklich. unser K3 ist nur einen Monat älterer als eurer, konnte seit ca. dem zweiten Geburtstag Pipi kontrollieren, wir kamen trotzdem nicht von der Windel weg, da er Verdauung nicht woanders als in die Windel machen wollte. und ich wollte die eben geschilderten Probleme definitiv nicht nochmal. bei uns hat's die coronazeit zuhause gebracht, dass wir die Windel jetzt los sind. dass er jetzt anfängt Unterhosen zu nutzen würde mich so sehr nervös machen, dass das von Dauer ist/wird, ich würde schleunigst zurück zur Windel. denke da muss man als Erwachsener die "Unlust" überwinden. und das ist in dem Alter ja durchaus auch kein Spaß mehr zu wickeln und wirklich Überwindung. aber ich für mich würde denken, die potentiellen Probleme, die man sich mit Druck einhandelt, können da echt schlimmer sein. hin und wieder (aber echt nicht zu oft!) anbieten, ohne Druck, einfach als Möglichkeit. und aufmerksam sein, plötzlich öffnet sich ein Zeitfenster, wo das Thema passt. und dann kann es auch sein, dass ein Belohnungssystem funktioniert, einfach will er gerade eh bereit ist und vielleicht nur noch einen kleinen Anschubser braucht.
ansonsten gibt es grundsätzlich noch die Möglichkeit von enuresis-sprechstunden (heißt das bei Verdauung evtl anders?), bei uns z.b. an der Uniklinik. da waren wir mit einem Kind mit 4 3/4, allerdings wg Pipi. und es wurde mehrfach betont, dass wir extrem früh sind und das Kind noch Zeit hat. (es war etwas speziell da eine längere Zeit schon trocken und dann nicht mehr. gab dann u. a. auch eine körperliche Ursache). ich weiss nicht wie das beim Thema Stuhlgang ist, aber vllt würde es euch ja helfen dort mal einen Termin zu machen und sei es nur, weil es euch erwachsenen hilft den Druck herauszunehmen. hattet ihr schon die aktuelle u-untersuchung? da kannst du das ja mal ansprechen
ansonsten gibt es grundsätzlich noch die Möglichkeit von enuresis-sprechstunden (heißt das bei Verdauung evtl anders?), bei uns z.b. an der Uniklinik. da waren wir mit einem Kind mit 4 3/4, allerdings wg Pipi. und es wurde mehrfach betont, dass wir extrem früh sind und das Kind noch Zeit hat. (es war etwas speziell da eine längere Zeit schon trocken und dann nicht mehr. gab dann u. a. auch eine körperliche Ursache). ich weiss nicht wie das beim Thema Stuhlgang ist, aber vllt würde es euch ja helfen dort mal einen Termin zu machen und sei es nur, weil es euch erwachsenen hilft den Druck herauszunehmen. hattet ihr schon die aktuelle u-untersuchung? da kannst du das ja mal ansprechen
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Re: Wie werden wir die Windeln los?
Ich meinte, es geht theoretisch ohne, aber praktisch nicht. Hab mich blöd ausgedrückt.Kalimera hat geschrieben: 05.08.2020, 16:44 Er wollte sie nie los sein, ja. Er kanns aber, wenn er will. Er will nur nicht und Bestech... äh Belohnungsdxstem wurde auch nicht angenommen.
Ansonsten schließe ich mich an, Windel wieder drum und erstmal warten. Eventuell mal probieren ohne und wenn er muss, soll er Bescheid sagen, dann kriegt er sie. Aber erstmal wieder Windel.
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Teelicht
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Re: Wie werden wir die Windeln los?
Kannst du irgendwas motivierendes in den Alltag einbauen? Hier durfte man zum Beispiel beim Windeln abgewöhnen nicht ins Auto bevor man auf dem Klo war. Da haben wir Einkaufen fahren dann strategisch zu den Uhrzeiten gemacht, wenn das Kind eigentlich musste aber nicht wollte. Vielleicht auch demotivierend, dass das Kind halt mitmachen muss beim Saubermachen - Kleidung holen usw).
Motivierend könnte ja auch sein ins Gras zu pinkeln oder mit anderen Kindern aufs Klo zu gehen oder so was in der Art. Meine Kinder standen diesen Sommer auf einem Tisch in dem Garten und haben ins Gras gepinkelt. Ich war nicht so begeistert, aber die Kinder! Dein Kind braucht vielleicht ein bisschen Ideen, was für ein Vorteil es für ihn bringt.
(Ähnlich hat mein 2015-er Kind gelernt sich selbst anzuziehen, weil er dann mit raus mit dem Müll durfte - ausziehen ging automatisch durch Badewanne baden).
Motivierend könnte ja auch sein ins Gras zu pinkeln oder mit anderen Kindern aufs Klo zu gehen oder so was in der Art. Meine Kinder standen diesen Sommer auf einem Tisch in dem Garten und haben ins Gras gepinkelt. Ich war nicht so begeistert, aber die Kinder! Dein Kind braucht vielleicht ein bisschen Ideen, was für ein Vorteil es für ihn bringt.
(Ähnlich hat mein 2015-er Kind gelernt sich selbst anzuziehen, weil er dann mit raus mit dem Müll durfte - ausziehen ging automatisch durch Badewanne baden).
Kind 1: September 2012
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- Kalimera
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Re: Wie werden wir die Windeln los?
Danke für euren Input! Heute lief echt gar nichts, er hat die Unterhosen einfach als Windel benutzt, weil er "zu beschäftigt" (seine Worte) war - aber nur Kaka. Pipi hält er an. Er macht dann jedes Mal ein bisschen Kaka, keinen ganzen Haufen, wahrscheinlich Druck ablassen? Gestern habe ich ihn dann aufs Töpfchen geschickt, als ich gesehen habe, dass was kommt (obwohl ich weiß, dass man das ja eigentlich nicht machen soll) und er hat dann auch viel reingemacht. Also grundsätzlich geht's ja doch.
Über Verstopfung mache ich mir keine Gedanken. Er kriegt wegen chronischer Verstopfung sowieso jeden Tag Movicol, das KANN er einfach nicht dauerhaft einhalten.
Ach man. Er ist halt einfach der Typ Mensch, der nicht einsieht, warum er denn aufs Klo gehen sollte, wenn es doch auch Windeln gibt. Die sind ja so praktisch, man kann einfach weitermachen, was man gerade tut, man muss sich nicht irgendwo hin setzen und "auf Knopfdruck", Windel geht immer und überall...
Oder ist das so eine Machtkampf-Phase, durch die wir durchmüssen? Er ist richtig schlau, aber auch total sturköpfig. Ich habe einfach etwas Angst, dass, wenn er jetzt die Windel wieder bekommt, er die noch ewig trägt, halt aus Bequemlichkeit und Gewohnheit. Wie gesagt, er war mit 2 Jahren schon mal trocken tagsüber und dann durch eine einschneidende Veränderung nicht mehr. Da er nur 2 war, hab ich halt nachgegeben und mir gedacht, ist nur eine Windel-Phase, geht vorbei. Ging bis jetzt aber nicht vorbei.
Ich glaub, ich zieh ihm morgen wieder welche an
Er wirkt überhaupt nicht glücklich - aber es ist ja auch sauschwer, so was gewohntes loszulassen! Wieviel "zum Glück zwingen"", wieviel Druck, wieviel Adultismus ist noch okay? Mir fällt es so schwer, das einzuschätzen.
Über Verstopfung mache ich mir keine Gedanken. Er kriegt wegen chronischer Verstopfung sowieso jeden Tag Movicol, das KANN er einfach nicht dauerhaft einhalten.
Ach man. Er ist halt einfach der Typ Mensch, der nicht einsieht, warum er denn aufs Klo gehen sollte, wenn es doch auch Windeln gibt. Die sind ja so praktisch, man kann einfach weitermachen, was man gerade tut, man muss sich nicht irgendwo hin setzen und "auf Knopfdruck", Windel geht immer und überall...
Oder ist das so eine Machtkampf-Phase, durch die wir durchmüssen? Er ist richtig schlau, aber auch total sturköpfig. Ich habe einfach etwas Angst, dass, wenn er jetzt die Windel wieder bekommt, er die noch ewig trägt, halt aus Bequemlichkeit und Gewohnheit. Wie gesagt, er war mit 2 Jahren schon mal trocken tagsüber und dann durch eine einschneidende Veränderung nicht mehr. Da er nur 2 war, hab ich halt nachgegeben und mir gedacht, ist nur eine Windel-Phase, geht vorbei. Ging bis jetzt aber nicht vorbei.
Ich glaub, ich zieh ihm morgen wieder welche an
- Kalimera
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Re: Wie werden wir die Windeln los?
Ach oh, Teelicht ganz vergessen! Er macht dann halt einfach nicht mit, verweigert usw. Bei deinem Auto-Einkaufen-Beispiel würde er sagen "ich wollte eh nicht mit" und dann weinen, wenn der Rest der Familie losgefahren ist. Beim Saubermachen helfen dasselbe, also entweder "das wollte ich sowieso machen" oder "das mach ich nicht, du sollst das alleine machen".
Er pinkelt voll gern in der Dusche und ich hab ihm das auch schon angeboten, aber als"Töpfchen-Ersatz" ist es dann auch wieder nicht ok. Und das löst ja nicht die Problematik mit dem Stuhlgang.
Aber du sagst es schon richtig: er sieht den Vorteil von windelfrei nicht. Ich habe versucht, zu erklären, dass Windeln Geld kosten und wie von dem gesparte Geld dann was schönes holen oder einen Ausflug machen können - will er nicht. Mit Umweltargumenten kommt man in dem Alter auch nicht weit und "Mama und Papa wollen nicht mehr" bring's auch nicht, weil das Baby ja auch noch gewickelt wird.
Er pinkelt voll gern in der Dusche und ich hab ihm das auch schon angeboten, aber als"Töpfchen-Ersatz" ist es dann auch wieder nicht ok. Und das löst ja nicht die Problematik mit dem Stuhlgang.
Aber du sagst es schon richtig: er sieht den Vorteil von windelfrei nicht. Ich habe versucht, zu erklären, dass Windeln Geld kosten und wie von dem gesparte Geld dann was schönes holen oder einen Ausflug machen können - will er nicht. Mit Umweltargumenten kommt man in dem Alter auch nicht weit und "Mama und Papa wollen nicht mehr" bring's auch nicht, weil das Baby ja auch noch gewickelt wird.
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Serafin
- Miss SuTiversum
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Re: Wie werden wir die Windeln los?
Warum soll man nicht schicken? Wenn ich merke, der kleine drückt, setz ich den schnell auf den Topf.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
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