Mein Kind ist so unemphatisch
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Schnatzmama
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Ich lese hier mal mit, da gibt es doch einige Parallelen bei uns...
Liebe Grüße!
Schnatzmama mit Schnatz (5/09) und Maus (2/12) und Ameisenbärin (8/14) und Schlumpf des Hauses (9/17)
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- Sabina
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Also erstmal: Maxi hat noch ca. 14 Jahre Zeit sich in die Gesellschaft einzugliedern. Und nein, das schaffen bestimmt nicht alle wohlbehüteten Kinder. Denn auch in den besten Familien kommen Verhaltensauffälligkeiten, ‚Störungen‘, Defizite, Entwicklungsrückstände vor. Da find ich eure Kinderärztin etwas zu euphorisch. Wenn du dir wirklich Sorgen machst oder die Situation euch als Familie so belastet könntest du dir irgendwo Hilfe holen? Ich weiss leider nie wie die entsprechenden Stellen in Deutschland heissen. Hier wäre es der Schulpsychologische Dienst, die Ergotherapiestelle, die Frühberatungsstelle (für Kleinere). Und vielleicht ist es gerade auch einfach sehr intensiv weil für Maxi eine grosse Veränderung bevorsteht. Schulanfang ist nie einfach. Weder für das Kind noch die Eltern.
Und vielleicht bist du durch deine Angst vor seinem Verhalten in der Schule auch einfach besonders empfänglich für jegliches ‚Fehlverhalten‘. Oder er braucht wirklich Hilfe.
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…
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Cecily
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Unsere Kinderärztin hatte diesen Begriff nicht generell verwendet, sondern darauf, dass Maxi mit 5 noch eine Windel hatte (nachts). Sie meinte, sowas wäre typisch für wohlbehütete Kinder, das wäre pure Bequemlichkeit (körperliche Ursachen hatten wir vorher ausgeschlossen, nach Klingelhose hatten wir nach der 1. Nacht nie mehr einen Unfall).
Kann sein, dass die bevorstehenden Veränderungen was ausmachen, aber er redet ja nicht drüber. Ich versuche es abends öfters mal anzuschneiden. Heute Morgen hat er wahrscheinlich auch gemerkt, dass das bei mir ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch zwanghafte Fröhlichkeit war.
Und meine Mama meinte gestern, es könnte auch daran liegen, dass ihm der Kleine mir seiner lustigen und aufgeschlossenen Art die Show stiehlt mehr und mehr.
Bis jetzt hatten wir nur Rücksprache mit dem Kindergarten und da hieß es, dass es besser geworden ist. Die wollten uns ja nur zum testen schicken wegen Hochbegabung, das haben wir dann nicht gemacht.
Die Kinderärztin sieht ihn nur zu den Us, da ist er natürlich super (geht ja um ihn).
Fürs SPZ oder so braucht man wohl Überweisungen? Und so dramatisch finde ich es (noch) nicht. Uns (innerhalb der Familie) und ihm geht es ja recht gut, bis auf die nervigen Situationen.
Wenn das in der Schule jetzt hakt: Die haben da Mitarbeiter für. Da würde ich dann erstmal Rücksprache halten.
Ich denke halt auch, dass es eine Charaktersache ist? Ich weiß es nicht, das begleitet uns ja schon immer. Im Moment ist er dazu recht missmutig - er hat gesagt, er ist aufgeregt wegen der Schule?
ICH würde gerne was machen, so ähnlich wie Jadzia das beschrieben hat (soweit ich das verstanden habe).
Kann sein, dass die bevorstehenden Veränderungen was ausmachen, aber er redet ja nicht drüber. Ich versuche es abends öfters mal anzuschneiden. Heute Morgen hat er wahrscheinlich auch gemerkt, dass das bei mir ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch zwanghafte Fröhlichkeit war.
Und meine Mama meinte gestern, es könnte auch daran liegen, dass ihm der Kleine mir seiner lustigen und aufgeschlossenen Art die Show stiehlt mehr und mehr.
Bis jetzt hatten wir nur Rücksprache mit dem Kindergarten und da hieß es, dass es besser geworden ist. Die wollten uns ja nur zum testen schicken wegen Hochbegabung, das haben wir dann nicht gemacht.
Die Kinderärztin sieht ihn nur zu den Us, da ist er natürlich super (geht ja um ihn).
Fürs SPZ oder so braucht man wohl Überweisungen? Und so dramatisch finde ich es (noch) nicht. Uns (innerhalb der Familie) und ihm geht es ja recht gut, bis auf die nervigen Situationen.
Wenn das in der Schule jetzt hakt: Die haben da Mitarbeiter für. Da würde ich dann erstmal Rücksprache halten.
Ich denke halt auch, dass es eine Charaktersache ist? Ich weiß es nicht, das begleitet uns ja schon immer. Im Moment ist er dazu recht missmutig - er hat gesagt, er ist aufgeregt wegen der Schule?
ICH würde gerne was machen, so ähnlich wie Jadzia das beschrieben hat (soweit ich das verstanden habe).
- Sabina
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Wenn KiA, Oma, KiGa und vor allem DU keinen Handlungsbedarf sehen, dann ist das doch toll. Natürlich bleibt es anstrengend jetzt durchzuhalten und die Sorgen und Gedanken zu tragen. Das kenne ich sehr gut! Auch die Eifersucht wenn das jüngere Kind dem älteren die Show stiehlt. Halte durch, Kopf hoch, es wird alles gut!
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- Sabina
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Vergessen: super toll, dass die Schule schon entsprechendes Personal hat. Das ist ungemein entspannend!!!
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Missie
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Für das SPZ braucht man eine Überweisung. Über geschilderten Situationen wären hier ganz ähnlich abgelaufen und auch unsere Erziehung scheint ähnlich zu sein.
Ich würde aber auch sagen, solange alles läuft, läuft alles und Diagnostik oder Therapie ist nur bedingt notwendig.
Bei uns gab/ gibt es zu den von dir geschilderten Verhaltensweisen halt auch tlw stark aggressive Verhaltensweisen und das komplette Verweigern und/ oder Sprengen bestimmter Situationen (insbes. im Kindergarten), sodass die Kita ihn als i-Kind wollte und eine Vorstellung im SPZ vorschlug. - - > da wäre, je nach Tagesform, die Autosituation im Auto weiter gegangen.
Und unser Kind hat bzw hatte selbst Leidensdruck und fühlt sich einsam. Die Kinder spielen immer ganz anders als er und er kann ihr Spielen nicht verstehen. Auf Spielplätzen - oder generell draußen - geht es besser...
Hast du denn Maxi schon mal gefragt, wie er das ganze sieht?
Ich würde aber auch sagen, solange alles läuft, läuft alles und Diagnostik oder Therapie ist nur bedingt notwendig.
Bei uns gab/ gibt es zu den von dir geschilderten Verhaltensweisen halt auch tlw stark aggressive Verhaltensweisen und das komplette Verweigern und/ oder Sprengen bestimmter Situationen (insbes. im Kindergarten), sodass die Kita ihn als i-Kind wollte und eine Vorstellung im SPZ vorschlug. - - > da wäre, je nach Tagesform, die Autosituation im Auto weiter gegangen.
Und unser Kind hat bzw hatte selbst Leidensdruck und fühlt sich einsam. Die Kinder spielen immer ganz anders als er und er kann ihr Spielen nicht verstehen. Auf Spielplätzen - oder generell draußen - geht es besser...
Hast du denn Maxi schon mal gefragt, wie er das ganze sieht?
Drei Jungs:
Januar 2014, März 2016, Februar 2020
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- soda
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Und was habt ihr jetzt für Möglichkeiten gewählt, Missie?
mit T (2013) und T (2017)
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Missie
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Wir waren im SPZ und er wurde i-Kind in der Kita. Das führte zu umfangreicherer Förderung in der Kita und zu mehr Einzelbetreuungszeit. Außerdem konnte er Ergotherapie im Kindergarten bekommen.
Er hat jetzt Ergo mit einem anderen Kind mit ähnlichen Problemen und übt dort Sozialverhalten (und profitiert unglaublich von dieser angeleiteten Spielsituation).
In der Schule bleibt er i-Kind und kann in brenzligen Situationen z.B. von den Schulsozialarbeitern begleitet bzw betreut werden und sie haben die Klassenzusammenstellung und Lehrerverteilung auf ihn abstimmen können. Sie schreiben dann auch halbjährlich einen Entwicklungsbericht und es kann zeitnah bei Bedarf gehandelt werden - notfalls hätte er einen Förderschulplatz sicher.
Die Diagnostik haben wir jetzt erstmal eingestellt, da wir nun auch abwarten wollen, wie es weitergeht und ob er vllt in der Schulklasse neu starten kann. Er kommt bewusst NICHT in die Klasse mit den anderen Kindergartenkindern.
Es besteht die Verdachtsdiagnose ASS (ehemals Asperger würde passen) und überdurchschnittlicher IQ (in welchem Umfang auch immer).
Wir begehen jetzt also einen Mittelweg und hoffen wohl insgeheim auch noch aufs Auswachsen...
Er hat jetzt Ergo mit einem anderen Kind mit ähnlichen Problemen und übt dort Sozialverhalten (und profitiert unglaublich von dieser angeleiteten Spielsituation).
In der Schule bleibt er i-Kind und kann in brenzligen Situationen z.B. von den Schulsozialarbeitern begleitet bzw betreut werden und sie haben die Klassenzusammenstellung und Lehrerverteilung auf ihn abstimmen können. Sie schreiben dann auch halbjährlich einen Entwicklungsbericht und es kann zeitnah bei Bedarf gehandelt werden - notfalls hätte er einen Förderschulplatz sicher.
Die Diagnostik haben wir jetzt erstmal eingestellt, da wir nun auch abwarten wollen, wie es weitergeht und ob er vllt in der Schulklasse neu starten kann. Er kommt bewusst NICHT in die Klasse mit den anderen Kindergartenkindern.
Es besteht die Verdachtsdiagnose ASS (ehemals Asperger würde passen) und überdurchschnittlicher IQ (in welchem Umfang auch immer).
Wir begehen jetzt also einen Mittelweg und hoffen wohl insgeheim auch noch aufs Auswachsen...
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Missie
- alter SuT-Hase
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Und ich muss jetzt auch unbedingt mal erwähnen, dass er auch ein ganz ganz tolles Kind ist! Und oft sind die Leute sehr verwundert, wenn seine "Stimmung" kippt, da er sich zuvor ganz anders verhielt...
Er textet gerne andere Erwachsene zu, die sind immer ganz angetan. Er kann sich auch sehr gut ausdrücken.
1 zu 1 Situationen mit Erwachsenen sind in der Regel absolut problemlos.
Er textet gerne andere Erwachsene zu, die sind immer ganz angetan. Er kann sich auch sehr gut ausdrücken.
1 zu 1 Situationen mit Erwachsenen sind in der Regel absolut problemlos.
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- soda
- Dipl.-SuT
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- Registriert: 20.12.2013, 19:14
Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Natürlich sind die Kinder toll. Das ist doch eh klar!
Ja, mit Erwachsenen im Einzel gibt’s auch hier praktisch nie Probleme. Höchstens wenn es um Zeitnot geht, auf Kommando funktioniert es nämlich nicht so gern...
Ich wiederhole mir dann mein Mantra. Nicht.soviel.reden. Sagen, was ansteht, auffordern, anfangen. Gemotze oder Widerstand ignorieren, notfalls Aufforderung wiederholen.
Bei (für sie) stressigen Spiel- oder Unterrichtssituationen hängt es sehr von den Erwachsenen ab, ob es gut oder schlecht ausgeht. Ich weiß schon, dass sie nicht dem Durchschnitt plus/minus Standardabweichung entspricht
Für viele neu in unser Leben kommende (vermeintliche?) Autoritätspersonen ist das manchmal schwer, für mich wird es schwer wenn diese mir dann mitteilen müssen, was ihnen aufgefallen ist...
Aber naja. Hab ein dickes Fell.
Ja, mit Erwachsenen im Einzel gibt’s auch hier praktisch nie Probleme. Höchstens wenn es um Zeitnot geht, auf Kommando funktioniert es nämlich nicht so gern...
Ich wiederhole mir dann mein Mantra. Nicht.soviel.reden. Sagen, was ansteht, auffordern, anfangen. Gemotze oder Widerstand ignorieren, notfalls Aufforderung wiederholen.
Bei (für sie) stressigen Spiel- oder Unterrichtssituationen hängt es sehr von den Erwachsenen ab, ob es gut oder schlecht ausgeht. Ich weiß schon, dass sie nicht dem Durchschnitt plus/minus Standardabweichung entspricht
Für viele neu in unser Leben kommende (vermeintliche?) Autoritätspersonen ist das manchmal schwer, für mich wird es schwer wenn diese mir dann mitteilen müssen, was ihnen aufgefallen ist...
Aber naja. Hab ein dickes Fell.
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