Ihr Lieben, ich wage es mal, von unseren Veränderungen zu erzählen (und hoffe, dass ich damit unsere Fortschritte nicht verschreie

)
Nachdem Töchterlein in ihrem Bett in ihrem Zimmer schlafen sollte, eine Seite ohne Gitter und ich auf der Matratze daneben, gab es ja nur Stress deswegen. Siehe oben. Am Schluss hat weder sie noch ich geschlafen. Meistens lag sie auf mir drauf und ich hatte noch so 10cm Platz... eigentlich hatte ich dann das Wochenende für abstillen nach Gordon vorgesehen. Weil die Nacht davor aber einfach nur katastrophal war, hab ich die Konsequenzen gezogen:
Töchterlein muss ab sofort in ihren Gitterbett in ihrem Zimmer schlafen.
Ich schlafe wieder im Schlafzimmer mit meinem Mann (der ja Anfang des Jahres ins Wohnzimmer ausgezogen war). Ich brauche Platz für mich und Zeit mit meinem Mann. Unsere Beziehung leidet ohne dieses Schlafdrama eh schon genug.
Gordon würde ich erst Mal nicht durchziehen und meinen Mann auch nicht einspannen.
Denn ich war völlig davon überzeugt, dass sich etwas ändern muss und dass ich das jetzt durchziehe. Genauso war mir klar, dass es nicht ohne Geschrei ablaufen würde.
Die erste Nacht: Ich stille Töchterlein in einem Sessel neben ihrem Bett, docke sie ab und lege sie ins Bett. Natürlich Geheule. Ich nehme sie nach einer Weile wieder hoch, trage, singe, lese was vor etc. Irgendwann schläft sie schluchzend ein, nach ca. 1,5 Stunden.
Sie meldet sich nachts nur 2 Mal und schläft nach dem stillen mit etwas Weinen wieder in ihrem Bett ein.
Ich bin komplett geschockt von diesem Erfolg. Wirklich.
Die zweite Nacht: Abends nur eine Stunde Geschrei bis zum Einschlafen, nachts wird sie zwei Mal wach, dockt aber nach dem Stillen von selber ab und streckt die Arme nach ihrem Bett aus...! Zugegeben, das ist danach nie wieder passiert.
Das ging dann noch 2 Nächte so, dann wurde sie krank und hatte Fieber. Seufz. Einschlafen und schlafen generell wurde schwierig, da auch verstopfte Nase. Nachts war ich so fertig, dass ich sie gegen 3 doch wieder zu mir ins Bett genommen habe. Das war ein großer Fehler. Denn sie wollte dann partout nicht mehr in ihrem Bett einschlafen. Nach einem Abend voller Geschrei -von ihr, von mir, von meinem Mann- hab ich nochmal drüber nachgedacht und was verändert.
Ich stille sie jetzt nur noch im Wohnzimmer, nicht mehr vor ihrem Bett und setze sie gleich nach ihrem Schlaflied ins Bett. Dann weint sie natürlich und will raus, aber ich sitze im Sessel daneben, halte ihre Hand und schaue mir ihr ein Bilderbuch an, bei dem man mitmachen kann. Danach lese ich ein Buch für mich, halte weiterhin ihre Hand und gehe nicht mehr auf ihr Weinen ein. Das klingt jetzt ganz furchtbar, aber wenn ich sie zu trösten versuche, schreit sie immer hysterischer. Deswegen bleibe ich ruhig und zeige ihr nur, dass ich da bin und nicht weggehe.
Es hilft wohl auch, wenn ich ihr die Hand auf die Brust lege. Scheint beruhigend zu sein. Heute ist sie nach nur 20 Minuten eingeschlafen...!
Gestern hat sie 6 Stunden am Stück geschlafen und sich nur 1 Mal nachts gemeldet! MEIN Kind!!! Das ist wirklich unglaublich. Tatsächlich vermute ich, dass sie ihre Ruhe zum schlafen braucht und sich durch mich und das "Milchangebot" gestört gefühlt hat.
Nur ich schlafe nach wie vor nicht gut

es ist ungewohnt ohne mein Baby neben mir. Und ich bin darauf konditioniert, nur kurz zu schlafen und wieder aufzuwachen. Aber das gibt sich bestimmt mit der Zeit.
Der Abschied vom FB fiel mir schwer, weil mir das immer als "unser Weg" erschien. Aber mit zwei unruhigen Schläfern ist das wohl nicht praktikabel.
So genug erzählt

wollte euch nur ins Bild setzen, wie sich bei uns auf wundersame Weise alles um 180 Grad gedreht hat. Es geht mir sehr viel besser jetzt.