Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

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Sabbi
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Re: Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

Beitrag von Sabbi »

Sabina hat geschrieben: ↑
Ich wurde gerade blöd angemacht weil ich die Masken nicht alle spende. Mach ich gerne. An Flüchtlingshilfswerke, an Menschen in Not, an Institutionen etc. Aber doch nicht an Normalbürger...! Da sei ein Produkt zu Gesundheitsvorsorge und deshalb sei es tital daneben das Geld dafür selbst zu behalten und nicht komplett zu spenden. Hallo?! Ich habe mittlerweile eine ganze Stange Geld zur Materialbeschaffung ausgegeben. Das muss doch irgendwie auch wieder reinkommen. Ich kann doch nicht die ganze Stadt mit Masken versorgen und das selbst finanzieren! Echt. So eine Dumpfbacke. Und am meisten nervt mich, dass er mich mit seiner Kritik so getroffen hat. Als würde ich etwas Böses tun.
Ich kann deinen Ärger komplett verstehen! Als könnten sich normal Bürger keine Einweg-Mundschutz kaufen bzw. deine selbstgemachte Masken.
koalina
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Re: Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

Beitrag von koalina »

Sabina hat geschrieben: 17.04.2020, 00:16 Ich wurde gerade blöd angemacht weil ich die Masken nicht alle spende.
Das ist einfach ungerecht. Versuch es weg zu tun. Bislang finanziert sich bei mir alles selbst über spenden die ich erhalte. es ist ne nullsumme an kosten z z.
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Cryptomon
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Re: Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

Beitrag von Cryptomon »

Ich spende gern meine Zeit und mein können. Aber nicht zusätzlich das Material. Darum nähe ich bei osterwolf mit, die koordiniert das alles: sie sammeln geld- und Sachspenden und verteilt das unter uns Näherinnen, wir nähen dafür und schicken die fertigen Masken zu ihr und sie verteilt das dann wieder unter denen mit bedarf (wir haben übrigens wieder Kapazitäten, falls ihr größere anfragen habt, könnt ihr gern dahin verweisen.

Ich war gestern in einer Apotheke, die verkauft EINWEGmundschutze für 2,95€/Stück!
Da find ich handgefertigt und waschbar für 7€ (mein Preis) durchaus fair. Und ich lass auch gern mit mir reden.

Auf dem Aushang im Treppenhaus hab ich jetzt Explizit auch noch Lieferanten erwähnt. Der dhl-mann hatte nämlich ne zeitlang Einwegmasken und jetzt keine mehr... Vermutlich würde er also gern tragen, bekommt aber keine mehr/kann sich die nicht auf Dauer leisten (gestellt bekommen sie die nicht :/)
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Cryptomon
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Re: Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

Beitrag von Cryptomon »

Achso bzgl osterwolf: den Überschuss an Spenden spendet sie an Heimatstern an ein Projekt für den 3d Druck von Schutzschilden. Bisher schon 1500€! Es gibt also genug Leute, die geld spenden möchten/können!
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Elena
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Re: Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

Beitrag von Elena »

Sabina hat geschrieben: 17.04.2020, 00:16 Ich wurde gerade blöd angemacht weil ich die Masken nicht alle spende. Mach ich gerne. An Flüchtlingshilfswerke, an Menschen in Not, an Institutionen etc. Aber doch nicht an Normalbürger...! Da sei ein Produkt zu Gesundheitsvorsorge und deshalb sei es tital daneben das Geld dafür selbst zu behalten und nicht komplett zu spenden. Hallo?! Ich habe mittlerweile eine ganze Stange Geld zur Materialbeschaffung ausgegeben. Das muss doch irgendwie auch wieder reinkommen. Ich kann doch nicht die ganze Stadt mit Masken versorgen und das selbst finanzieren! Echt. So eine Dumpfbacke. Und am meisten nervt mich, dass er mich mit seiner Kritik so getroffen hat. Als würde ich etwas Böses tun.
Krass, was es für Leute gibt! Vielleicht ist denen gar nicht klar, was da alles drinsteckt, auch an Material? Gerade mit den Gummis kostet das ja durchaus, ich hab auch schon einige Rollen Nähgarn vernäht! Und viele Meter Stoff. Ach ja, und der Draht - da habe ich gestern welchen für 7 Euro gekauft, der vielleicht für 100 Masken reicht. Sowas machen sich viele nicht klar. :roll:

Und seit wann werden eigentlich "Produkte zur Gesundheitsvorsorge" irgendwo verschenkt? Wie dämlich ist denn diese Begründung??? Gehe ich demnächst in die Apotheke und fordere die auf, mir Nahrungsergänzungsmittel zu schenken, weil das ein Produkt zur Gesundheitsvorsorge ist? :lol:

Ich nehme ja selbst kein Geld für die Masken und habe auch schon überlegt, ob das gut oder schlecht ist. Es steckt mir aber fast jeder Geld in meinen Spendenumschlag. Das spende ich komplett, aber ich bin eben auch in der komfortablen Position, dass zumindest mein Mann auch in der Krise weiterhin gut verdient. Und Materialspenden habe ich auch bekommen. Jemand hatte eine Packung Gummiband übrig, jemand anders Stoff und Nähgarn. Jemand hat mir Blümchen mitgebracht, ein anderer einen Kuchen. Wenn irgendwann der Punkt kommt, an dem mir das so zu viel wird oder ich das Gefühl bekomme, ausgenutzt zu werden, nehme ich auch Materialgeld.

Meine 9jährige hat heute Morgen wieder Tunnel genäht, während ich zugeschnitten habe und alle anderen noch schliefen. :mrgreen:
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Sabina
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Re: Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

Beitrag von Sabina »

Nein, ich glaube das war dem echt nicht klar. Und ich glaube das ist ein blöder, alter Sack. Ich bin ja zum Glück nicht ganz doof und hab ihn jetzt in Grund und Boden argumentiert (auf FB) und Rückendeckung von anderen Gruppenmitgliedern bekommen. Ausschlaggebend für sein Kommentar war meine Ankündigung 50 Prozent der Einnahmen zu spenden. Wäre interessant zu wissen, was er denn geschrieben hätte, wenn ich keine Spenden erwähnt hätte...

Nun ja, ist zum Glück vorbei. Gerade hab ich einen Newsletter bekommen mit angebotenen Kindermasken für 19.90-39.90 SFr. Äh...ja. Und ich hab Angst, dass meine 10-15 Franken (je nach Modell, respektive 7-12 Franken für Betriebe zu viel sind...
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…

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Re: Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

Beitrag von knödelsmama »

Was die Leute sich bei Facebook rausnehmen bzgl der Masken ist unfassbar. 😡👎
Ich hab mich da neulich in einen Shitstorm eingemischt, der ein kleines Unternehmen in Norddeutschland getroffen hat. Sehen die Leute nicht das die trotzdem Ladenmiete, Steuern, Versicherung, Krankenkasse und evtl noch Mitarbeiter bezahlen müssen obwohl die Läden zu haben??? Da kann man keine Masken spenden oder für 3 Euro verkaufen.....
Liebe Grüße
Michaela
Elena
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Re: Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

Beitrag von Elena »

Unglaublich.... hier verkauft eine Schneiderin aus dem Nachbarort ihre Masken für 17 Euro. Das finde ich auch recht viel, aber die sind sicher professionell verarbeitet und sie hat vermutlich zur Zeit wenig anderes Einkommen. Ich finde das überhaupt nicht unverschämt - wer ihre Masken kaufen möchte, macht das, wer andere haben möchte, schaut sich mal ein bisschen um und findet eine andere Quelle.

Ich finde deine Preise total vernünftig, Sabina! Ich überlege bei meinen Masken auch, ob es okay ist, sie so wegzugeben, wenn die Schneiderin nebenan vom Verkauf ihrer Masken leben muss. Andererseits kommen zu mir halt auch Leute, die die Masken beruflich brauchen (Pfleger, die zum Tragen verpflichtet werden, aber keine gestellt bekommen!), aber einfach nicht über das dicke Geld verfügen, sich irgendwelche zu kaufen. Und die, die sie privat brauchen, spenden ziemlich zuverlässig. Vielleicht schlage ich wenigstens mal einen Spendenbetrag vor für Privatleute.
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Glöckchen
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Re: Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

Beitrag von Glöckchen »

Das Grundproblem was bleibt ist, auch wenn das aktuell geduldet werden mag, dass Masken nähen und verkaufen von Privatleuten Schwarzarbeit ist.
Ich gebe die Masken gegen freiwillige Spende ab und erlebe die Abnehmer als eher großzügig. Ich nähe aber auch nur die ganz einfachen ohne Falten und Draht, sonst würde ich nur die Hälfte schaffen und doppelt so lange brauchen.
Wer hochwertigere möchte, der soll dann eben entsprechend dafür zahlen.
Kennt ihr dieses Portal schon? https://www.maskefuerdich.de/tauschboerse
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Elena
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Re: Staubmaske/Gesichtsmaske nähen

Beitrag von Elena »

Glöckchen hat geschrieben: 17.04.2020, 10:55 Das Grundproblem was bleibt ist, auch wenn das aktuell geduldet werden mag, dass Masken nähen und verkaufen von Privatleuten Schwarzarbeit ist.
Ganz so einfach ist das nicht, wenn zB. Crypto schreibt, sie spendet gerne ihre Zeit und ihr Können, nicht aber das Material. Sich das bezahlen oder geben zu lassen, müsste meiner Meinung nach in Ordnung gehen.

Ansonsten - genau, das ist kritisch, auch im Hinblick auf die Anmeldung eines Gewerbes. Das war hier ja schon oft Thema und ich kenne die Details nicht. Wann braucht man ein Gewerbe, wann ist man Kleinunternehmer und damit evtl. steuerbefreit etc.
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