Eingewöhnung geht nicht voran...

Moderatoren: Toony, Momolina

carol
gut eingelebt
Beiträge: 40
Registriert: 11.02.2015, 09:20

Re: Eingewöhnung geht nicht voran...

Beitrag von carol »

PaleFire hat geschrieben: 04.02.2020, 20:00 Kann es sein, dass sie um 11 einfach schon sehr müde ist? Haben die Erzieherinnen die Möglichkeit, sie früher hinzulegen und danach essen zu lassen? Also bevor die Stimmung schon am Tiefpunkt ist?
Mhm... das glaube ich eigentlich nicht und auch wenn dem so wäre,würde sie sich ja im Moment nicht von den Erzieherinnen hinlegen lassen..
Großer Bub (10/12)& kleines Mädchen (11/17)
Benutzeravatar
Seehottehü
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 329
Registriert: 14.04.2014, 22:35

Re: Eingewöhnung geht nicht voran...

Beitrag von Seehottehü »

Allein seid ihr sicherlich nicht. Meine inzwischen große Tochter hat auch länger für die Eingewöhnung gebraucht. Wie müssten sogar noch einmal die Zeit einkürzen und sie um 11 Uhr abholen. Nach ca 4 Wochen konnten wir dann die Zeit bis nach dem Mittagsschlaf ausweiten.
Unsere Krippenerzieher haben immer darauf Wert gelegt, dass die Beziehung erst gut aufgebaut sein muss ehe Mittagessen und Schlafen gelingen können. Dafür benötigen die Kinder besonders viel Sicherheit. An dem Punkt würde ich mit den Erziehern überlegen, was das Kind jetzt benötigt um.die Bindung zu verbessern. Im Zweifel müsstest du den Arbeitsbeginn verschieben. Könnt ihr euch für ein paar Wochen noch irgendwie anders behelfen? Kann dein Mann Zeit für die Betreuung übernehmen oder Opa/Oma einspringen?
Liebe Grüße
Seehottehü

Mit Sommermädchen (07/2011), Zwergenjungen (12/2013) und Wirbelwind (08/2017)
pqr
SuT-Legende
Beiträge: 8947
Registriert: 16.08.2015, 17:38

Re: Eingewöhnung geht nicht voran...

Beitrag von pqr »

Bei meinem Sohn haben wir an der Stelle einen Schritt zurück gemacht und ihn nur für die einfachen Dinge gebracht, kein Schlafen, kein Mittagessen, und diexErzieherin hat in der Zeit ( erst nur 45 min bis 1 h) an der Beziehung gearbeitet, am Vertrauen, und geschaut, dass es ein positives Erlebnis war.
Ich würde das Kind erstmal um 11 holen, bevor es schwierig wird.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
Benutzeravatar
Nachtblau
SuT-Legende
Beiträge: 9402
Registriert: 15.01.2013, 07:18
Wohnort: Thüringen

Re: Eingewöhnung geht nicht voran...

Beitrag von Nachtblau »

Hallo Carol,

wir hatten damals mit der Krabbe auch eine relativ schwierige Eingewöhnungszeit, die sogar abgebrochen werden musste, um dann ein paar Monate später neu zu starten. Da war sie dann schon über drei. Von da weiß ich aber noch, dass genau diese Sachen auch von den Erziehern als schwierig angesehen wurden, also Verabschiedung, Essen, Wickeln und Schlafen. Wir haben es damals Schritt für Schritt gemacht. Also immer erst was Neues, wenn das vorherige gut geklappt hat. Zum Essen habe ich sie erst dort gelassen, als sie von sich aus damit einverstanden war, es zu versuchen. Ich bin dann immer schon zur Essenszeit gekommen und habe aber draußen gewartet, so dass ich im Notfall gleich da war, wenn sie abbrechen wollte. Auch beim Schlafen stand ich quasi abrufbereit, wenn auch zu Hause. Wickeln ging zum Glück relativ problemlos.

Es hat definitiv gedauert. Auch länger, als die Erzieher es kannten. Aber heute geht sie so gerne in den Kindergarten, weint morgens nie und ich höre immer noch, dass das damals keiner gedacht hätte. Ein holprige Start muss also nicht heißen, dass das Kind für immer den Kindergarten hasst. Manchmal braucht es eben einfach nur seine Zeit.

Ich würde mich pqr anschließen und erst mal dazu raten, vor dem Essen zu holen. Zeit, die ihr jetzt investiert, kommt euch später zugute.
Sprotterich (09/12), Krabbe (03/15)
schlangengurke
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7097
Registriert: 29.10.2011, 17:21
Wohnort: Deutschland

Re: Eingewöhnung geht nicht voran...

Beitrag von schlangengurke »

((carol))

Bei uns war die Eingewöhnung auch sehr schwer (mit knapp 3 Jahren).
Ich fand die Erzieherinnen auch nicht sehr hilfreich bei der Eingewöhnung. Bei uns war allerdings das Verabschieden das größere Problem.
Ich hätte knapp 2 Monate Zeit gehabt und habe zum Schluß dann auch Panik geschoben. Man kann ja nicht ohne weiteres die Elternzeit verlängern. Ich hatte sogar schon beim Arbeitgeber angefragt, weil es mir unmöglich erschien, dass die Kinder da bleiben würden, und mir vorstellen, weinende Kinder dort zu lassen, konnte ich überhaupt gar nicht. Mir kam dann ein MDV zuhilfe. Meine Mutter musste sie an dem Tag in den Kiga bringen, und das ging so gut, dass mein MDV dann nicht einen Tag sondern eine Woche gedauert hat. :oops:
Dann fing meine Arbeit an, und es ging.

Geschlafen haben sie aber im Kiga nie, außer in wenigen Ausnahmefällen, wenn sie extrem müde waren.
Aber sonst ja auch nur im Kiwa/Trage, war also zu erwarten.

Meinst du es gibt einen Zusammenhang zwischen der Eingewöhnung, und dass sie nicht mehr beim Vater bleiben will?
Dumm ist halt, dass man diese Dinge nicht unbedingt, weiß zu dem Zeitpunkt, wo man Elternzeit beantragt, bzw den Kitaplatz.

Ich wünsche euch alles, alles Gute! Vielleicht schaffst du es ja, jemand anderen einzubinden, oder eine Zwischenlösung zu finden, damit ihr es später noch mal probieren könnt?
carol
gut eingelebt
Beiträge: 40
Registriert: 11.02.2015, 09:20

Re: Eingewöhnung geht nicht voran...

Beitrag von carol »

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
Habe heute auch mit dem Kita-Leitung gesprochen und für uns beide ist schreien lassen ja keine Option und wir. Versucheneben ganz langsam die Zeit hinauszuziehen.Wir ich das mit meiner Arbeit vereinbaren soll🤷🏻‍♀️ Sie erzählt so viel vom Kindergarten und sagt dass es schön ist. Auch morgens gibt es keine Problem hinzugehen... ach,es stresst mich einfach total... Vielen Dank für’s zuhören 😉
Großer Bub (10/12)& kleines Mädchen (11/17)
Benutzeravatar
Kohlmeise
alter SuT-Hase
Beiträge: 2419
Registriert: 25.11.2013, 13:11

Re: Eingewöhnung geht nicht voran...

Beitrag von Kohlmeise »

Ich finde das klingt überhaupt nicht ungewöhnlich, Kinder sind da einfach so unterschiedlich!
Ich würde das Zeit-Verlängern auf keinen Fall ausreizen bis sie nicht mehr kann und Du angerufen wirst, sondern sie lieber noch eine Weile abholen, wenn es ihr noch gut geht. So ist es für sie überschaubarer... Wann könnte Dein Mann sie denn theoretisch abholen wenn Du arbeitest und könnte einer von Euch zum Beispiel in der Übergangszeit noch abends von zuhause aus arbeiten?

Unser Dreijähriger wird übrigens immer noch um 12:30 von einem von uns abgeholt, weil er dann platt ist. Mal so zum Vergleich...
Drei (2013/2016/2023)
schlangengurke
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7097
Registriert: 29.10.2011, 17:21
Wohnort: Deutschland

Re: Eingewöhnung geht nicht voran...

Beitrag von schlangengurke »

Ja, den Gedanken finde ich gut. Krippe/ Kindergarten ist einfach auch unheimlich anstrengend. Plötzlich in einer Gruppe von x Kindern sein, die Lautstärke, alle sind fremd, oft keine Rückzugsraum, oder wenn einer da ist, mag man ihn nicht nutzen, weil es ja gleichzeitig alles unheimlich spannend ist...
carol
gut eingelebt
Beiträge: 40
Registriert: 11.02.2015, 09:20

Re: Eingewöhnung geht nicht voran...

Beitrag von carol »

Kurzes Update :
Wir hatten heute einen richtig guten Tag 😃
Der Anschied war kurz schwer ,dann hat sie mitgefrühstückt,zu Mittag gegessen und als ich dann um 13:30 zum abholen gekommen bin ,lag sie schlafend auf einer Erzieherin (gestern auch schon) und das alles ohne weinen 👏🏻Es gibt 2 jüngere Mädels (also Erzieherinnen)zu denen sie wohl eher einen Draht hat ,leider ist die eine nicht die ganze Woche da und beide sind eigentlich auch in einer anderen Gruppe . Aber da die Krippe so klein ist ,sind Sie recht flexibel und lassen Sie zb auch in der anderen Gruppe frühstücken.
Ich habe also Hoffnung ,dass wir so langsam vorankommen 🙏🏻
Großer Bub (10/12)& kleines Mädchen (11/17)
Antworten

Zurück zu „Unsere Kinder“