Wie die Überschrift schon sagt...
Dass der Grund dafür Stress ist, bin ich mir relativ sicher. Ich arbeite seit zwei Wochen wieder - sozialer Bereich, Wohngruppe, aktuell Highlife in Tüten, Dienste allein, ich kenn die Kinder gar nicht - und das in Vollzeit. Ich meine ausgemacht zu haben, dass das Ausbleiben mit einer bestimmten Konfliktsituation in der Gruppe zusammenhängt, die ich aber keinesfalls schnell lösen werde, sondern die sich eher erst noch verschlimmern wird. Die nehme ich mit nach haus und alle Versuche das nicht zu tun sind bisher erfolglos geblieben. Mich triggert da was, so richtig. Da ich nur drei Monate arbeiten werde, ist außer kollegialer Supervision - für die momentan einfach kaum Zeit ist, zudem bin ich erst seit zwei Wochen im Team - nichts weiter drin an fachlicher Hilfe.
Der Mups hat vorher fast ausschließlich gestillt, Beikost war mehr so "Ochja, lustig - wo ist die Brust?" und Flasche, Becher, Tasse mit MuMi etc. wurden (und werden) absolut abgelehnt.
Das bedeutet, wir sind alle gemeinsam am 2.1. ins kalte Wasser gesprungen und haben gehofft, dass der Mups weiß was er braucht und es sich holt. Ich kann zum Glück zwei Mal am Tag auf der Gruppe stillen und wir wohnen so nah dran, dass Mups und LG den Weg auch zwei Mal machen können, ohne das es zu viel Stress ist.
Mups hat unsere Angebote geprüft und sich rausgesucht, was gut für ihn ist. Morgens um 10.00 wird das letzte Mal zu hause gestillt, er isst herzhaften Brei (so ca. 150 g am Tag) und er nimmt die Stillmöglichkeiten um 16.00 und um 18.30 bei der Arbeit gut an. Wir hatten 14.00 und 16.00 Uhr versucht, da war er abends total aufgelöst, wenn ich kam (20.00). Er ist tagsüber ganz gut drauf, lässt sich in der Trage beruhigen und spielt und bewegt sich.
Wenn ich komme gehen wir direkt ins Bett und er trinkt ohne Ende, aber er ist gechillt. Und dann kommt die Nacht...seit drei Nächten bleibt der MSR aus oder kommt so spät, dass der Mups nach den ersten Schlucken schon wieder einschläft. Er ist nicht wütend oder trauig, aber er schläft sehr unruhig und weckt mich so jede 1,5 Stunden. Morgens ist der MSR plötzlich wieder da und bleibt über Tag auch stabil.
Mich "quälen" die folgenden Fragen:
Ich habe hier gelesen, das ein Kind zwischen 6 und 7 Monaten mind. 4 - 5 x stillen und 2 x essen sollte. Das tut er, auch ohne Nächte. Nicht immer beide Seiten, aber vermehrt. Wir haben wieder angefangen das Gewicht zu kontrollieren und er ist zwar nicht mehr auf seiner Startperzentille und eher ein spannenlanger Hansel als ne nudeldicke Deern, aber er ist dermaßen aktiv, dass mich das nicht wundert. Aber etwas besorgt bin ich schon.
- Wie ist das bei sehr aktiven Babys - müssen die mehr zu essen "bekommen" oder holen sie sich bei adäquatem Angebot was sie brauchen? Auch wenn die Milch nachts ausbleibt? Ich hab den LG "angewiesen" alle zwei Stunden Hochkalorisches anzubieten, das tut er.
- Muss der LG ihm deswegen mehr Flüssigkeit anbieten oder genügt das was er tagsüber stillt bzw. was in der Nahrung/im Brei ist?
- Wie bekomme ich die Milch wieder zum Fließen? Wenn ich merke, dass da nix kommt gerate ich zunehmend in Alarmstimmung (wat Wunder
- Und zu guter Letzt: Ich möchte auch nach den drei Monaten noch weiter stillen. Muss ich mir Sorgen machen, dass hier schleichend abgestillt wird oder meine Milch plötzlich ausbleibt?
Für Ratschläge, Erfahrungen und Gedanken wäre ich sehr dankbar! Natürlich auch für fachliche Einschätzungen. Eine Beratung mit Gewichtskontrolle brauche ich nur, wenn eine Stillberaterin meint, dass die Ausgangslage besorgniserregend ist, sonst bin ich mit meiner eigenen Gewichtskontrolle hier zuhaus erstmal zufrieden und würde Bescheid geben, wenn das nicht mehr so ist.
Und hier noch mein erster Beratungsthread: viewtopic.php?f=2&t=215768 falls das von Bedeutung sein sollte.
Und wenn die Frage hier falsch ist, verzeiht mir - und verschiebt sie bitte gerne einfach dahin, wo sie hingehört.
Danke schonmal für die Hilfe!
Viele Grüße! Verena