Abstill-Plauder-Strang

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Frinchen
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Frinchen »

Das hört sich sehr harmonisch an, Alisea!
So würde ich es mir eigentlich auch wünschen, wenn man das alles vorher so wüsste...
...mit dem Äffchen 08/2017

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Laxis
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Laxis »

Hallo Zusammen

Ich bin mir gar nicht 100% sicher ob ich an der richtigen Stelle bin - aber ich versuche es einmal :-)

Kurz zu mir: Mein (erstes) Kind ist inzwischen 9 Monate alt und wir führend eigentlich eine ziemlich gute Stillbeziehung. Einfach etwas unkonventionell: ich komme aus der CH und hier dauert der Mutterschaftsurlaub ja 14 Wochen und ab dann bin ich wieder 3-4 Tage/Woche arbeiten gegangen und habe in der Zeit halt auch gepumpt. So hat sich Sohnemann tagsüber an MuMi aus der Flasche gewohnt und angefangen die Brust tagsüber anzumeckern, sodass ich mit 6 Monaten aufgehört habe tagsüber zu stillen sondern stattdessen gepumpt habe und MuMi aus Flasche gegeben habe. (Hat mich nicht gestört, weil das war ja die hälfte der Woche ohnehin anders nicht möglich, also konnte ich es die anderen Tage gut genauso machen und ich kann mit Glück sagen, dass ich sehr gut pumpen kann). Abends zum einschlafen und nachts funktioniert einwandfrei.

Jedenfalls, weshalb ich hier im "Abstill-Thread" schreibe: Ich merke echt, wie mein Hirn seit Geburt wortwörtlich Matsch ist. Echt schlimm... Ich kann mich so gut wie nicht konzentrieren und mein Erinnerungsvermögen (so a la "was habe ich gestern gemacht? Welcher Wochentag ist heute? Wie war nochmal dein Name?) ist futsch. Das belastet mich zunehmends und: in kürze trete ich eine neue Stelle an und ich kann mir echt nicht vorstellen, dort mit meiner "Matschbirne" anzufangen. Das finde ich einfach peinlich :? Daher kommt der Gedanke nahe, abzustillen.. obwohl es mein Herz irgendwie nicht so ganz zulassen will.

Ich bin mir nicht zu 100% sicher, ob das Breihirn nur von den Stillhormonen kommt, oder eben auch von den durchzogenen Nächten - und, solange ich ja stille, sind die Nächte "meine Arbeit". Da kann mein Mann ja nicht viel machen (wenn er könnte, würde er sofort!). Daher meine Idee: gibt es eine Möglichkeit, erst Nachts, abzustillen? Da wird ja oft der liebe Gordon zitiert - aber das ist ja erst für Kinder Ü1 was bei uns nicht der Fall ist.

Sieht jemand eine Möglichkeit weniger zu Stillen bzw. den "Nachtdienst" zumindest teilweise abgeben zu können, ohne auf Flaschenmilch zu wechseln? Das wäre es mir nämlich dann doch nicht wert...

Ich hoffe, das war nicht zu wirr & danke für Inputs!
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OrangerStier
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von OrangerStier »

Ich häng mich mal hier ran. Wie ofz bietet ihr Essen an zum Abstillen momentan bin ich bei 3 mal am Tag. Am meisten wird gegessen wenn ich nicht da bin was aber noch njr zu Terminen vorkommt. Da sitzt sie dann aber auch auf dem Schoß wo ein Arm schon mal verstaut ist. Ich überleg jetzt halt ob ich 4 oder 5 mal am Tag Brei/Fingerfood anbieten soll damit vlt weniger Bedarf an Mumi da ist. Für nen Magi*c Cup oder Ave*nt Becher kommt sie nicht zu Rande. Trinkt also wenn nur Ausm Becher das meiste läuft aufm Latz. Da sie eh so ein Kleiney Beisserchen ist will ich auh keine Flasche versuchen. Noch hat sie die Brust nähmlich nicht gebissen.
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Marquis
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Marquis »

Laxis, ich denke, ihr könntet versuchen, Nachts auf andere Beruhigungsmethoden umzusteigen. Allerdings bin ich nicht sicher, ob das wirklich zu besseren Nächten für dich führt. Vielleicht lässt sich eher das Stillen im Bett optimieren, so dass du vielleicht gar nicht richtig wach dabei wirst.

OrangerStier, ich kann leider nichts beisteuern, weil Püppi mit über zwei beim Abstillen ja schon lange normal gegessen hat. Nach dem klassischen Brei Fahrplan würde man wohl die Hauptmahlzeiten als erstes ersetzen, dann Zwischenmahlzeiten einführen und (Flaschen)Milch geben. So wirklich kenne ich mich aber nicht damit aus.
Viele Grüße von Marquis mit Püppi (4/17) und Elli (06/19)

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Laxis
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Laxis »

@OrangerStier wie bieten zur Zeit mind. 3 mal pro Tag essen an. Manchmal mehr, manchmal weniger. Einfach immer, wenn ich auch was esse, biete ich etwas an. Bei uns ist es ganz extrem: in der KiTa isst er problemlos mit. Gemäss Aussage KiTa, bräuchte er dort eigentlich keine Milch mehr (ich habe sie aber gebeten dennoch weiterhin min 3x100mL zu geben, weil sonst seine Verdauung mit der krassen Umstellung überfordert war). Zuhause isst er so gut wie nix. Ich kann genau dasselbe Essen aber Auswärts (also wenn wir bei SchwieMu oder meiner Schwester zu besuch sind) anbieten und da wird plötzlich gegessen :roll:

@Marquis Stillen im Bett kann ich glaube ich kaum weiter optimieren... Wir schlafen im Familienbett und ich stille im liegen. Ich bin einfach keine Seitenschläferin sondern eine Bauchschläferin :|
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OrangerStier
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von OrangerStier »

Ich hab mir jetzt anderes Geschirr für mein Baby geholt damit geht es besser wenn sie mehr selber essen kann. Und hab heute schon 4 x Essen angeboten.
Der Punkt ist ja ich es meist max 2 mal am Tag vernünftig. Das Vernünftig essen kommt erst grad durch sie wieder.

Laxis kannst du mit Baby aufm Bauch stillen und schlafen?
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Laxis
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Laxis »

Die Aussage "das vernünftig essen kommt erst grad durch sie (ihn) wieder" kann ich nur unterschreiben :lol: :lol: :lol: erst seit wir ihm Beikost geben kaufe ich wieder vermehrt Gemüse ein. Manchmal hintersinne ich mich wirklich über meinen früheren Ernährungsstil :oops:

Naaaaaaa, ihn auf meinem Bauch zu stillen ist def. keine Lösung. Dann liegt er ja auch mir - so kann ich sicher nicht schlafen :shock: ich brauche viel Platz beim schlafen und muss mich frei bewegen können (ich kann auch nicht so romantisch eingekuschelt mit meinem Mann schlafen. Spätestens nach 5min muss ich aus der Umarmung raus :roll: ).
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Glyzinie
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Glyzinie »

Das Breihirn kenne ich auch bei Flaschenkindern. :wink:
Manche stillen auch nachts so viel weil sie tagsüber wenig stillen. Essen und Trinken reichen einfach noch nicht aus in dem Fall. Oder sie brauchen da eben noch mehr Nähe.

Irgendwas ersetzten konnte man bei 2h hier sowieso nie. Mit dem Krippeneintritt mit 14 Monaten aß er dann überhaupt mal wirklich. Zu dem Zeitpunkt schlief er auch schon von selber fast durch. Er stillte noch 4-5x.
Wenns nicht eilt, würde ich einfach noch abwarten. Die Kleinen bekommen ja mit 12-15 Monaten Backenzähne und das ist meist ein großer Sprung beim Essen. So ohne passende Zähne isst es sich eben nicht so einfach.
Mit eiligem Piffi (11/2016)

Nixe
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Nixe »

Hallo ihr Lieben,
ich brauche mal einen kleinen Ratschlag zu nächtlichem Hunger des Kindes. Wir stillen momentan noch zweimal am Tag (beim Abholen von der TaMu und zum Einschlafen abends). Nachts hat es in den letzten Wochen eigentlich gut ohne Stillen mit kuscheln und ggf. Wasser trinken geklappt. Jetzt sind wir über Weihnachten in unser neues Haus gezogen - schön, aufregend, mega viel Platz zum rumrennen und entdecken. Der Schelm ist non stop in Bewegung, hat gerade wieder einen Schuss in die Länge gemacht und kriegt zu allem Übel gerade Eckzähne. Er ist ein guter Esser und im Vergleich zu den anderen Kindern in seinem Alter auch recht groß (ca 87 cm, 13,5 kg). Momentan verlangt er nachts beim Aufwachen wieder jedesmal nach „Milch!“ und wird echt zornig, wenn er nichts bekommt. Auf der einen Seite ist im Moment natürlich echt ein blöder Zeitpunkt komplett abzustillen. Auf der anderen Seite kann ich einfach nicht mehr. Die finale Bauphase war echt stressig, der Umzug ist noch nicht komplett durchgestanden, ich arbeite Vollzeit und hatte auch zwischen den Jahren keinen Urlaub.. der Akku ist leer. Und ich bin auch körperlich ausgelaugt, habe seit der Schwangerschaft 20 kg abgenommen. So, genug gejammert und zum Kern meiner Frage: bietet ihr euren Kindern nachts was zu essen an? Ich hab halt Angst, dass der Schelm nachts (auch) wegen Hunger aufwacht und nach Milch verlangt. Ich hab ihm neulich mal neben der Wasserflasche einen Quetschie mit Obst-Getreide-Brei angeboten, den hat er gut zur Hälfte geleert und ist dann wieder eingeschlafen. Das will ich aber wegen der Zähne eigentlich nicht zur Gewohnheit werden lassen. Hat da jemand einen guten Tip für mich? Ist es Quatsch, nachts zu Essen anzubieten? Lieber abends versuchen, das Essen reichhaltiger zu gestalten? Nachmittags schon mehr essen anbieten? Bin ein bisschen ratlos gerade...
Kleiner Schelmi 05/2018

Reh
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Reh »

Wenn er wirklich nachts aufwacht und dann auch Hunger hat, würde ich was zu essen geben. Natürlich kannst du parallel schauen, dass du versuchst, ob er abends mehr isst, aber ihn hungern lassen, bis das klappt, würde ich nicht.
Quetschie wäre tatsächlich nicht unbedingt meine erste Wahl, aber es muss natürlich was sein, was relativ kleckerfrei und krümellos geht.
Generell ist natürlich nachts essen nicht so ideal, aber besser als wenn er nur rum schreit und du noch mehr abnimmst.

Mein Kind kann gut von Bananen abbeißen, die ich ihm hin halte.
Mit einem Handtuch als Krümelschutz geht vielleicht auch Brot?
Oder Käsewürfel?
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