Meiner ist ja noch zu Klein daher Bericht, wie es bei mir als Kind so war
Saubere Wäsche hat meine Mutter einfach in den Flur gestellt und wir mussten/konnten es selbst verräumen. (Wenn wir jedoch lieber direkt auf dem Wäschekorb gelebt haben, war das auch OK. Wir sind aber auch 3 Schwestern und haben uns indirekt um die guten Kleidungsstücke "gestritten" (also die wurden dann heraus gepickt und im eigenen Schrank verräumt) und nur die unbeliebten Kleidungsstücke blieben übrig. So hatte meine Mutter auch automatisch die Kontrolle darüber, welche Kleider nun zu klein wurden o.ä.).
Geschirrspüler / Auf- & Abtischen waren ganz klar Kinderaufgaben (kann jedoch nicht mehr sagen ab welchem Alter).
Für die Ordnung im Zimmer waren wir auch selbst verantwortlich und da gab es glaube ich auch irgend einen Rhythmus. Aber def. nie so, dass ich es als "schlimm" empfunden hätte oder so. Einzig an die Bettwäsche... ich habe es gehasst die Bettwäsche selber beziehen zu müssen. Die Decke war mir einfach zu schwer...
Gleiches galt auch fürs Bad. Das haben auch oft wir Kinder übernommen.
Ich mag mich sogar noch daran erinnern, dass für mich das Thema eigenes Zimmer aufräumen und insbesondere Kleider verräumen absolut natürliche Vorgänge waren. Ich weiss noch mit ca. 16J war ich absolut irritiert als ich festgestellt habe, dass bei meinem damaligen Schulfreund die Mutter die Kleidung in seinem Kleiderschrank verräumt. Für mich ist mein Zimmer und insbesondere mein Kleiderschrank meine Privatsphäre - da hat niemand was zu suchen (oder zu verräumen) und das habe ich bis heute so. Mein Mann macht oft die Wäsche, aber wehe ihm, er käme auf die (eigentlich ja gut gemeinte) Idee, meine Kleidung im Schrank zu verstauen!
Daher meine Meinung zur indirekten Frage, ob solche Ämtchen die Eltern-Kind Beziehung negativ beeinflussen können: Ich denke nicht die Art oder Menge der Aufgabe ist entscheidend, sondern die Art der Durchsetzung. Ganz nach dem Motto, der Ton macht die Musik.