Austausch zu Kinder im Haushalt

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joko
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt

Beitrag von joko »

Mir ist es wichtiger, daß sie helfen, wenn es gebraucht wird. Das man da nicht dauernd drüber streiten muss.
JoJu hat geschrieben: 20.12.2019, 10:46 .. und ich glaube wir haben den Zeitpunkt verpasst, wo das noch gerne gemacht wird und es dann normal wird...
Meine Kinder hatten, als sie klein waren, nie wirklich Ambitionen, etwas zu helfen. Oder Dienste zu übernehmen.
Trotzdem ist der Große nun sehr hilfsbereit. Der Kleine hilft zumindest in der Schule gern und freiwillig (wurde mir berichtet :D).
Beim Papa haben sie feste Aufgaben und beschweren sich drüber.

@kerstin: ok. Der Sohn wäre schon mit dem grossen Nudeltopf überfordert. Da muss ich selber aufpassen, wenn ich das Wasser abgieße. :oops:
Keine Ahnung. Unsere Küche ist auch echt winzig, da passe eigentlich nur ich rein. Das erschwert das gemeinsame Kochen sehr, daß finde ich sehr schade.
"Fasst frischen Mut; so lang ist keine Nacht, dass endlich nicht der helle Morgen lacht." (Macbeth/Shakespeare)
Elena
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt

Beitrag von Elena »

joko hat geschrieben: 20.12.2019, 10:41
Meine Kinder sollen nach der Schule ihre Brotdosen und Trinkflaschen auspacken und in die Küche bringen. Sie vergessen das nahezu immer.
Feste Aufgaben haben sie nicht. Sie helfen beim Tisch decken, und vor allem der Große räumt auch freiwillig mit ab.
Der Große nimmt manchmal die trockene Wäsche vom Wäscheständer und tut sie in den Wäschekorb oder legt seine Klamotten (fertig sortiert und gefaltet) in den Schrank.
Überhaupt ist er sehr hilfreich und fragt, ob er was tun kann, geht noch schnell was einkaufen oder so.
So ist das bei uns auch. So langsam wollen wir auch feste Dinge etablieren, aber da auch wir Eltern keine festen Aufgabenverteilungen haben, sondern der Haushalt so nebenbei passiert, finde ich das gar nicht so einfach. Wir Eltern machen das, was wir gerade sehen. Die Kinder sehen da aber naturgemäß nicht so viel. :lol: Und das finde ich auch okay und wichtig bei Kindern.
Eine Frage zum Kochen. Mein Großer hat das auch schon gemacht, mit viel Freude. Allerdings auch mit viel Hilfe.
Wie muss man sich das vorstellen, wenn ihr sagt, die Kinder kochen. Machen die alles ganz alleine?
Meine Große kocht manchmal alleine, wenn sie allein oder mit einer Freundin zuhause ist. Nudeln mit Tomatensoße oder so. :lol: Sie ist 10. Sie hat aber auch schon mal Schokowindbeutel komplett alleine gemacht, Brandteig gerührt... :shock: Halt mit Rezept, und die Küche sah hinterher wild aus. Hat aber astrein geschmeckt. Vor spritzendem Fett hat sie etwas Angst. Aber es gibt ja genügend Sachen, die man ohne das kochen kann.

Dass die Kinder im Alltag für alle kochen, scheitert erstens an meinen hohen Ansprüchen :oops: , was z.B. Gemüse angeht, und zweitens auch an der Zeit. Sie helfen aber total gerne bei besonderen Anlässen, wenn es Raclette gibt oder so.
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Elena
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt

Beitrag von Elena »

joko hat geschrieben: 20.12.2019, 11:02 Mir ist es wichtiger, daß sie helfen, wenn es gebraucht wird. Das man da nicht dauernd drüber streiten muss.
Das kann ich dick unterstreichen.

Wobei es da auch einfach auf die Konzeption der jeweiligen Familie ankommt. Wir haben z.B. eine Putzhilfe, deshalb ist es kein Mehrwert, wenn die Kinder Klos putzen (im Gegenteil...). Aber dass die Große mal der Kleinen ein Brot schmiert, wenn ich noch schnell die Mittlere irgendwo abhole, das ist eine echte Erleichterung und Hilfe.
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Jadzia
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt

Beitrag von Jadzia »

Mein Kind macht Rührei und Pfannkuchen ganz allein.

Manchmal kommt sie an irgendeine Schüssel nicht dran und fragt mich. Sie kocht auch Kaffee ( mit Hand aufgebrüht)

Nudeln mit Tomatensauce macht sie auch wenn sie Bock hat, oder eine Pizza ( fertiger Teig)
dann bekomm ich auch schon mal was ab :mrgreen:
Alles kann, Liebe muss

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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt

Beitrag von ixcacienfuegos »

Meine Kinder wurden beide wie magisch von der Spülmaschine angezogen. Sobald sie stehen konnten, lief Spülmaschine ausräumen daher so: Kind gibt Mama/Papa Besteck (scharfe Messer sind natürlich dann schon wegorganisiert), die Person muss sich dann nicht bücken. Sehr cool. Mit wachsendem Alter kommt dann auch Teller anreichen dazu. Der Große kann das Besteck mittlerweile alleine wegräumen. Der Kleine flippt völlig aus, wenn die Spülmaschine ausgeräumt wird und er darf nicht helfen. Außerdem stellt der Kleine sein eigenes Geschirr in die Spülmaschine (mit Hilfe) und trägt schon auch mal einzelne Teller oder Tassen zum Tisch.
Der Große muss nach dem Essen helfen, den Tisch abzuräumen und seit er einen eigenen Schrank hat, soll er eigentlich seine Wäsche selbst einräumen, wenn sie gefaltet ist. Das hat er aber glaube ich noch nicht verstanden :D . Sein alter Schrank war zu hoch dafür, da kam er nicht alleine hin, deshalb ist er das nicht gewöhnt.
Der Kleine hilft außerdem gelegentlich, die Waschmaschine zu be- oder entladen.
Außerdem räumen wir abends vor dem Schlafen gehen gemeinsam das Spielzimmer auf. Jeder muss nach seinen Möglichkeiten mithelfen.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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Laxis
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt

Beitrag von Laxis »

Meiner ist ja noch zu Klein daher Bericht, wie es bei mir als Kind so war

Saubere Wäsche hat meine Mutter einfach in den Flur gestellt und wir mussten/konnten es selbst verräumen. (Wenn wir jedoch lieber direkt auf dem Wäschekorb gelebt haben, war das auch OK. Wir sind aber auch 3 Schwestern und haben uns indirekt um die guten Kleidungsstücke "gestritten" (also die wurden dann heraus gepickt und im eigenen Schrank verräumt) und nur die unbeliebten Kleidungsstücke blieben übrig. So hatte meine Mutter auch automatisch die Kontrolle darüber, welche Kleider nun zu klein wurden o.ä.).

Geschirrspüler / Auf- & Abtischen waren ganz klar Kinderaufgaben (kann jedoch nicht mehr sagen ab welchem Alter).

Für die Ordnung im Zimmer waren wir auch selbst verantwortlich und da gab es glaube ich auch irgend einen Rhythmus. Aber def. nie so, dass ich es als "schlimm" empfunden hätte oder so. Einzig an die Bettwäsche... ich habe es gehasst die Bettwäsche selber beziehen zu müssen. Die Decke war mir einfach zu schwer...
Gleiches galt auch fürs Bad. Das haben auch oft wir Kinder übernommen.

Ich mag mich sogar noch daran erinnern, dass für mich das Thema eigenes Zimmer aufräumen und insbesondere Kleider verräumen absolut natürliche Vorgänge waren. Ich weiss noch mit ca. 16J war ich absolut irritiert als ich festgestellt habe, dass bei meinem damaligen Schulfreund die Mutter die Kleidung in seinem Kleiderschrank verräumt. Für mich ist mein Zimmer und insbesondere mein Kleiderschrank meine Privatsphäre - da hat niemand was zu suchen (oder zu verräumen) und das habe ich bis heute so. Mein Mann macht oft die Wäsche, aber wehe ihm, er käme auf die (eigentlich ja gut gemeinte) Idee, meine Kleidung im Schrank zu verstauen! :lol:

Daher meine Meinung zur indirekten Frage, ob solche Ämtchen die Eltern-Kind Beziehung negativ beeinflussen können: Ich denke nicht die Art oder Menge der Aufgabe ist entscheidend, sondern die Art der Durchsetzung. Ganz nach dem Motto, der Ton macht die Musik.
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt

Beitrag von Nusserl »

Ja meine Tochter kocht ganz alleine. Aber eben was einfaches, wie Nudeln mit Sosse, Risotto, oder so. Sie macht sich in den Ferien aber auch selber Mittagessen bzw. frühstückt sehr ausgedehnt um 10 8) Dafür haben wir extra eine Mikrowelle angeschafft.
Sie backt auch alleine Kuchen oder Kekse.

Das Aufräumen hinterher funktioniert langsam. Anfangs musste ich daneben stehen und jeden Schritt ansagen. Sie hat es einfach nicht gesehen.
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Linda89
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt

Beitrag von Linda89 »

Zum Thema wann anfangen: wir haben im Prinzip erst vor einem halben oder dreiviertel Jahr so wirklich damit angefangen (außer Wäsche, das machen sie schon länger). Und ja, am Anfang war es verdammt hart. Und ich hatte die Befürchtung, dass es nur mit Belohnung und schimpfen geht. Muss zum Baby, gleich mehr...
Sohn Juli 2013, Tochter Januar 2015, Tochter Juni 2019, Tochter März 2021
Lösche Benutzer 1828

Re: Austausch zu Kinder im Haushalt

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Was heißt den zumuten?
Ich habe das leider verpasst.
Nun ist es ein Kampf.
Ich bin doch nicht die Putzfrau der Kinder. Und aufräumen und putzen gehört zum Leben dazu. Ich finde, man tut den Kindern keinen Gefallen, das von ihnen fernzuhalten.
Die Freunde meiner Kinder müssen meist nichts tun. Ich finde das erschreckend.
Hier sind Aufgaben: Bad putzen, Spülmaschine, Müll, täglich saugen, einkaufen, kochen wenn ich nicht da bin
Zimmer aufräumen schon lange Jahre, seit jeder so 10 ist auch mit saugen und wischen. Wäsche räumt jeder selber ein. Brote schmieren sie sich auch morgens selbst.
Nusserl
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Re: Austausch zu Kinder im Haushalt

Beitrag von Nusserl »

Ich glaube nicht, dass man da einen Zeitpunkt verpasst. Das ist einerseits eine Frage des Charakters des Kindes und des Alters.
Wir haben das mit konkret verteilten Aufgaben vor ca 1,5 Jahre begonnen. Ich war komplett überlastet und habe eine Familienkonferenz einberufen, wo ich um Ideen gebeten habe, wer mich wie entlasten kann. Seither hat GG mehr und die Mädels fixe Aufgaben im Haushalt.Klar hat das eine gewisse Zeit gebraucht, bis sich das eingespielt hat. Und ja man muss immer wieder nach justieren. Ene Zeit lang haben wir der Jüngsten zu viel abgenommen und sie hat voll die "ich bin das Baby" Karte ausgespielt. Auch hier war es notwendig, ein paar Wochen sehr konsequent zu sein. Jetzt weiss sie, dass Jammern nichts hilft.
Und ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass es in der Pubertät wieder schwieriger werden wird.
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