Wieviele Kinder möchtet ihr?

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Wieviele Kinder möchtet ihr?

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Lösche Benutzer 22277

Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?

Beitrag von Lösche Benutzer 22277 »

Das ist für mich ein Aspekt, der meinen Kinderwunsch nicht im mindesten beeinflusst hat. Vielleicht tragen ja genau meine Kinder mal dazu bei, die Probleme mit Umweltschutz und Klimawandel zu beheben? Außerdem verbrauchen wir als Familie nachweislich erheblich weniger Ressourcen als der Durchschnitt.
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rueckenwind
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Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?

Beitrag von rueckenwind »

Ich finde es durchaus legitim, sich Gedanken darüber zu machen, ob man Kinder in diese Welt setzen möchte. Da sind wir ja bei weitem nicht die erste Generation, die sich diese Frage stellt...

Allerdings finde ich die, in einigen Medien beobachtete Tendenz, Familien Kinder(Reichtum) richtiggehend vorzuwerfen wirklich ungut und beängstigend.
Zudem kommt das gar nicht so selten von Menschen, die damit eigene Co2-Sünden legitimieren.
Ich habe neulich verschiedene Fussabdruck-Rechner verwendet um unseren familiären CO2-Ausstoß zu berechnen und war erstaunt, wie niedrig (und dennoch zu hoch) er im Durchschnitt ist, auch weil ich wissen wollte, wie viel wir reduzieren/ kompensieren müssten (wenn wir uns das finanziell leisten könnten).
Zudem teile ich Rayas Hoffnung, dass meine Kinder einen positiven Unterschied machen könnten.

Wenn jemand Klimaschutz-Aspekte in die Planung der Anzahl seiner Kinder einbeziehen möchte, dann respektiere ich das selbstverständlich so (wie jeden anderen Aspekt auch) - aber ich möchte mit einer gewissen Anzahl an Kindern wirklich nicht an den Klimasünder-Pranger gestellt werden und sehe nicht, wie Kinder bzw potentielle zukünftige Generationen für etwas verantwortlich gemacht werden sollen, das wir, unsere Eltern, Groß- und Urgroßeltern versäumt haben. Das halte ich für zynisch.
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)
TrioMom
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Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?

Beitrag von TrioMom »

rueckenwind hat geschrieben: 07.08.2019, 15:12 Ich finde es durchaus legitim, sich Gedanken darüber zu machen, ob man Kinder in diese Welt setzen möchte. Da sind wir ja bei weitem nicht die erste Generation, die sich diese Frage stellt...

Allerdings finde ich die, in einigen Medien beobachtete Tendenz, Familien Kinder(Reichtum) richtiggehend vorzuwerfen wirklich ungut und beängstigend.
Zudem kommt das gar nicht so selten von Menschen, die damit eigene Co2-Sünden legitimieren.
Ich habe neulich verschiedene Fussabdruck-Rechner verwendet um unseren familiären CO2-Ausstoß zu berechnen und war erstaunt, wie niedrig (und dennoch zu hoch) er im Durchschnitt ist, auch weil ich wissen wollte, wie viel wir reduzieren/ kompensieren müssten (wenn wir uns das finanziell leisten könnten).
Zudem teile ich Rayas Hoffnung, dass meine Kinder einen positiven Unterschied machen könnten.

Wenn jemand Klimaschutz-Aspekte in die Planung der Anzahl seiner Kinder einbeziehen möchte, dann respektiere ich das selbstverständlich so (wie jeden anderen Aspekt auch) - aber ich möchte mit einer gewissen Anzahl an Kindern wirklich nicht an den Klimasünder-Pranger gestellt werden und sehe nicht, wie Kinder bzw potentielle zukünftige Generationen für etwas verantwortlich gemacht werden sollen, das wir, unsere Eltern, Groß- und Urgroßeltern versäumt haben. Das halte ich für zynisch.
Ich sehe das ähnlich.Gerade Mehrkindfamilien haben ohnehin mit Vorurteilen zu kämpfen und brauchen diesen gesellschaftlichen Ballast nicht auch noch.
Und mir reicht es meinen zahlreichen Kindern mitzugeben , dass Konsum gut durchdacht sein muss und man auch mit Konsumgütern leben kann die den Kreislauf schon verlassen haben.
Ich kenne viele Familien mit einem Kind,die sehr viel unreflektierter konsumieren.
Vielleicht auch weil es erst richtig auffällt wenn es viele Personen sind.
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Lösche Benutzer 24566

Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?

Beitrag von Lösche Benutzer 24566 »

Wir liegen auch weit unter dem Durschnitt und sind trotz internationaler Familie sehr umweltfreundlich. Ändert nichts daran, dass jeder neue Mensch erst mal der Umwelt schadet. Statistisch betrachtet ist es selbst mit unseren Doppeldoktortiteln wahrscheinlicher, dass unsere Kinder im Call Center arbeiten, als dass sie das Klima retten. Das ist so, und das ist grundsätzlich auch okay so. Trotzdem sind das für mich wichtige Aspekte in unserer Entscheidung für oder gegen ein 2. Kind. Wenn andere das anders sehen, ist das nicht meine Angelegenheit. Im Endeffekt muss das jeder machen, wie es für seine Familie passt. Ich hab lediglich die (knapp) zusammengefassten Fakten auf Nachfrage(!) dargelegt, die für mich/uns wichtig sind. Das war nun wirklich kein Angriff.
TrioMom
hat viel zu erzählen
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Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?

Beitrag von TrioMom »

Lösche Benutzer 24566 hat geschrieben: 08.08.2019, 21:15 Wir liegen auch weit unter dem Durschnitt und sind trotz internationaler Familie sehr umweltfreundlich. Ändert nichts daran, dass jeder neue Mensch erst mal der Umwelt schadet. Statistisch betrachtet ist es selbst mit unseren Doppeldoktortiteln wahrscheinlicher, dass unsere Kinder im Call Center arbeiten, als dass sie das Klima retten. Das ist so, und das ist grundsätzlich auch okay so. Trotzdem sind das für mich wichtige Aspekte in unserer Entscheidung für oder gegen ein 2. Kind. Wenn andere das anders sehen, ist das nicht meine Angelegenheit. Im Endeffekt muss das jeder machen, wie es für seine Familie passt. Ich hab lediglich die (knapp) zusammengefassten Fakten auf Nachfrage(!) dargelegt, die für mich/uns wichtig sind. Das war nun wirklich kein Angriff.
Oh,das habe ich auch nicht so aufgefasst und ich fand Rückenwind hatte das gut formuliert :|
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Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?

Beitrag von DolphinFFM »

Lösche Benutzer 24566 hat geschrieben: 07.08.2019, 14:22 Ich bin auf Arbeit, daher nur kurz.

Umweltaspekt:
Keine Kinder oder weniger auf die Welt zu bringen, bedeutet 58,6 Tonnen weniger CO2 pro ungeborenen Kind, was mehr ist als man irgendwie sonst einsparen kann (klick)

Dagegen wird gerne das Argument angeführt, dass in Ländern mit schlechtem Zugang zu Verhütungsmitteln Großfamilien die Norm sind, warum sollten wir uns dann also das 2. oder 3. Kind verwehren? Interessanter Weise steigt mit zunehmender Bildung und zunehmendem Bruttoinlandsprodukt aber der CO2-Ausstoß pro Mensch, gleichzeitig sinkt die durchschnittliche Anzahl der Kinder in einer Familie. Ich finde gerade nichts besseres, aber der Artikel erklärt einen Teil davon. Etwas krass ausgedrückt, wir können der Umwelt eigentlich nichts schlimmeres antun, als Kinder in die Welt zu setzen. Das Argument, dass ja hauptsächlich Entwicklungsländer kinderreich sind und sich das Problem daher mit Verhütungsmittel und verbesserte Bildung (= Annahme Frauen wollen weniger Kinder) lösen lässt, ist für mich einfach nicht überzeugend, weil gleichzeitig mehr CO2 pro Person produziert werden würde.

Überbevölkerung:
Selbst wenn sich die Geburtenzahlen weltweit auf ein Level einpendeln, bei dem wir uns gerade so selbst ersetzen oder sogar reduzieren, wird das meiner Meinung nach nicht rechtzeitig passieren, bevor Ressourcen knapp werden. Das könnte sogar noch zu meinen Lebzeiten passieren und war auch eine Überlegung, als wir Knirpsine planten. Ich möchte meinen Kindern später nur ungern erklären, dass sie ich bekommen habe, trotzdem wir wussten, dass z.B. Wasser knapp werden könnte, während die Personen die daran was hätten ändern können nicht gemacht haben. "Tja, war abzusehen, hat mich aber nicht interessiert," fühlt sich für mich nicht gut an, ich hätte zumindest gerne eine bessere Begründung - die hab ich im Augenblick aber nicht.

Abgesehen davon, kann gerade diese Ressourcenknappheit zu Krieg führen, was die Welt sicherlich zu keinem angenehmeren Ort machen wird.

Generell gar keine Kinder mehr zu bekommen ist natürlich auch keine Lösung, aber das sind halt schon Überlegungen die für mich/uns miteinfliessen. Im Endeffekt ist es ein globales Problem und die Entscheidunh für oder gegen Kind immer auch eine emotionale.
Danke für deine Antwort, auch wenn du es jetzt wohl nicht mehr liest! Ich hoffe meine Nachfrage und die Diskussion darauf waren nicht der Anlass dich hier zu löschen.

Ich finde die Überlegungen sehr interessant und gebe zu, ich habe das noch nie unter diesem Aspekt betrachtet.

Ich denke ich muss da drüber nachdenken. Diese Überlegungen implizieren irgendwie auch so eine generelle Schild des Menschen in seinem puren Dasein. Ich schade, weil ich bin. Das finde ich schwierig.
Im ersten Moment würde ich generell gegen diese gesellschaftliche Argumentation setzen das Kinderwunsch hoch individuell ist und ich mir nicht vorstellen kann, das auf einer anderen als der persönlichen Ebene zu entscheiden.

Ich bin aber sehr froh das wir uns in unserer Gesellschaft solche Gedanken machen können. Weder werden wir auf eine bestimmte maximale Kinderzahl beschränkt, noch müssen wir überhaupt Kinder haben und rein von der Natur oder gar dem Willen des Mannes sind wir auch nicht abhängig. Wir dürfen entscheiden und wem gesellschaftliche Aspekte so wichtig sind wie Dir, der darf auch das so entscheiden.
... mit den 3 Tigermädchen (02/2014 & 12/2016 & 01/2020)
Lösche Benutzer 20986

Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?

Beitrag von Lösche Benutzer 20986 »

Kann ich hier nochmal abstimmen, wenn ich es mir anders überlegt habe (ich hoffe, die Frage wurde nicht schon zigmal gestellt)?
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