Rollenspiel extrem
- Sabina
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Re: Rollenspiel extrem
Ich HASSE es! Meine Mittlere hat das schon früh exzessiv betrieben, das Rollenspiel. Aber es wird jetzt, mit sechseinhalb
langsam besser. Nicht, dass es was Schlechtes wäre...An sich finde ich es toll, dass sie so eintauchen konnte aber oft war es halt nervend und vor allem mag ich selbst einfach so gar keine Rollenspiele. Nun hoffe ich, dass die Jüngste entweder mehr die Forscherin und Entwicklerin wird, wie der grosse Bruder oder aber die Schwester zum Rollenspiel zitiert und mich in Ruhe lässt...
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…
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Delta
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Re: Rollenspiel extrem
Bei meiner Großen ist das recht ähnlich. Sie liebt ebenfalls Rollenspiele und spielt ungern alleine. Ich habe mich ihr zuliebe lange Zeit als Spielpartner zur Verfügung gestellt, obwohl mich Rollenspiele ziemlich langweilen.Klarrti hat geschrieben: 01.08.2019, 15:55Ich denke mal, da ist das Problem. Sie kann sich nicht wirklich allein beschäftigen. Das an sich ist ja noch nicht das Problem, aber wenn ich mit ihr kein Rollenspiel spiele, weiss ich bald nicht mehr, was ich als Alternative anbieten soll, weil ich das Gefühl habe, alles andere langweilt sie schnell. Oder ich bin zu unkreativ ihr was spannendes anzubieten.rueckenwind hat geschrieben: 01.08.2019, 15:25 Ich finde auch, das hört sich ziemlich "normal" an.
Wenn du allerdings keine Lust hast, mitzuspielen, dann bist du dazu nicht "verpflichtet". Ich stehe immer als Gesprächspartner zur Verfügung, binde meine Kinder in die Dinge ein, die ich gerade erledige, spiele mal ein Gesellschaftsspiel, überlege mir Basteleien, die ich machen kann während meine Kinder basteln, aber ich habe schon immer sehr sehr wenig bei Rollenspielen mitgemacht, weil ich daran selten Freude habe.
Vielleicht waren sie dann manchmal enttäuscht, in der Regel konnten sie mich sehr schnell ersetzen und das Spiel entwickelte sich einfach in eine andere Richtung. Ich denke also, wenn du keine Lust hast, darfst du deinem Kind das auch deutlich sagen und "musst" nicht mitmachen
Inzwischen weigere ich mich meistens, solche Spiele mit ihr zu spielen, weil ich eine zunehmende Abneigung dagegen entwickelt habe. Ein bisschen schlechtes Gewissen hab ich allerdings schon, wenn sie dann total traurig und enttäuscht ist. Sie hat sich gezwungenermaßen angepasst und fordert mich jetzt öfter mal zum Malen, Brettspielen oder puzzeln auf, was ich definitiv lieber mache
Das lieber mit Eltern als mit Gleichaltrigen spielen kenn ich auch, das hat sich aber seit einigen Monaten total gewandelt (ohne mein Zutun). Wenn sie jetzt die Gelegenheit hat, mit anderen Kindern zu spielen, bin ich total abgeschrieben.
Was passiert denn, wenn du dich weigerst mitzuspielen und auch keine andere Beschäftigung anbietest? Meine findet dann nach einigem Zetern und Meckern meist doch selbst ins Spiel und versinkt dann auch ein Weilchen darin. Sie ist jetzt aber auch schon zwei Jahre älter, da klappt das immer besser.
Mit dem Dinomädchen (Juli 2014) und dem Babymädchen (Februar 2019)
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Klarrti
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Re: Rollenspiel extrem
Dass ich sie nicht den ganzen Tag bespassen muss ist schon klar, aber grad an den Tagen, an dennen ich arbeite, will sie soviel wie möglich Zeit nachholen. Und hab eh manchmal das Gefühl, ich weise sie zu oft zurück. Sie lässt sich ja auch immer wieder auf andere Spiele ein, damit ich auch mit ihr spiele, aber halt nur kurz. Und das sie eigentlich so gut wie nie sie selbst ist, das machte mir schon manchmal Sorgen. Aber ich denke wohl auch viel in Erwachsenenpersepktive.
Kinder haben wir an sich genug in der Siedlung. Aber sie hat Angst vor Kindern, also gleichaltrig und jünger, es scheint so als ob sie ihr zu unberechenbar sind. Deswegen muss ich immer in ihrer Nähe sein. Vielleicht ändert sich das, wenn sie in den Spielkreis kommt. Anderseits sieht man, dass sie grad zu größeren gerne lange hinschaut. Aber die sind meist zu groß.
Kinder haben wir an sich genug in der Siedlung. Aber sie hat Angst vor Kindern, also gleichaltrig und jünger, es scheint so als ob sie ihr zu unberechenbar sind. Deswegen muss ich immer in ihrer Nähe sein. Vielleicht ändert sich das, wenn sie in den Spielkreis kommt. Anderseits sieht man, dass sie grad zu größeren gerne lange hinschaut. Aber die sind meist zu groß.
mit der Löwin 08/16 an der Hand.
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Klarrti
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Re: Rollenspiel extrem
Alles gut, es ist so wie es ist. Und ich trauer da jetzt auch nicht so hinterher. Denke halt nur manchmal für sie wäre es bestimmt gut ein Geschwisterchen zu haben. Hoffe, dass sie mit dem Spielkreis/Kindergarten und vor allem mit dem Alter Freunde findet, die auch in den Rollenspielen aufgehen. Sie ist viel zu oft mit Erwachsenen zusammen und viel zu wenig mit Kindern.arwen82 hat geschrieben: 01.08.2019, 19:23Tut mir sehr leid! Ich wollte dich auf keinen Fall verletzten, das sollte ein Witz sein, war aber leider etwas flapsig geschrieben.Klarrti hat geschrieben: 01.08.2019, 15:14 Das mit dem zweiten Kind ist leider nicht so einfach. Wir sind beide über 40 und es gab bei der Geburt Komplikation, die zwar nicht mit meinem Alter zusammenhing, aber ich schwebte in Lebensgefahr, also wird es wohl ein Einzelkind.
Danke für eure Antworten. Mir ist ja schon bewusst, dass die Kinder so ihre Welt verarbeiten, aber in dem Ausmass hab ich das halt noch nie erlebt. Aber ich hab mich vorher natürlich auch nie soviel mit einem Kind beschäftigt. Wahrscheinlich ist es auch einfach meine Vorstellung gewesen, das Kind sitzt und puzzelt mal ne halbe Stunde und ich mach den Haushalt. Oder malt ne halbe Stunde während ich koche. Oder springt ne halbe Stunde auf dem Trampolin während ich was im Garten mache. Sie braucht dabei halt immer ein Spielpartner und ich bin dann auch noch so schlecht darin, dass ich auch das Gefühl habe, ich werd dem eh nicht gerecht. Sie ist zum Glück schon so weit, dass sie mir Rollen zuteilt und mir sagt was ich tun soll.![]()
Ich kann mich nur noch so gut daran erinnern, dass es mit unserer Großen auch so lief (auch wenn sie bei anderen Sachen durchaus auch immer schon Spaß und Durchhaltevermögen hatte, Basteln, Malen, Kneten, so war ihr das Liebste doch immer das Rollenspiel) und ich dann halt ihr Spielpartner war und das auch manchmal Leid war: „du bist ... und sollst jetzt ... sagen“. Meine Kinder können auch aus alten Klopapier Rollen Männchen basteln und damit dann Rollenspiele machen, die sind da auch sehr erfinderisch. Und inzwischen spielen sie halt wirklich schön zusammen und ich muss kaum noch Rollenspiele spielen.
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Re: Rollenspiel extrem
Hier spielt die Kleine schon länger wunderbar alleine Rollenspiele. (Was ich da manchmal zu hören bekomme, was mal aus meinem Mund war ...)
Generell hilft bei uns, nicht abkömmlich zu sein. Erst, wenn Mama "nicht kann" finden die Kinder selber ins Spiel. In immer länger werdenden Zeiträumen.
Generell hilft bei uns, nicht abkömmlich zu sein. Erst, wenn Mama "nicht kann" finden die Kinder selber ins Spiel. In immer länger werdenden Zeiträumen.
Sprotterich (09/12), Krabbe (03/15)
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Re: Rollenspiel extrem
Ich liebe Rollenspiele! (Und habe zwei Kinder die auch den kompletten Tag Rollenspiele spielen könnten).
Für mich war und ist das immer eine Chance in die Welt des Kindes einzutauchen. Wo es nur die Regeln und die Logik des Kindes gibt. Das ist so wertvoll. Und interessant. Ich hab durch die Rollenspiele so viel über meine Kinder, ihre Themen und vorallem ihre Gefühlswelten lernen können. Sie haben Strategien währenddessen erlernt (beim Spielen von Streit, Eingewöhnung usw), sie haben Dinge erprobt, die sie sich in echt noch nicht trauen usw.
Dass es immer und überall geht, hat mir schon manche schwierige Situation gerettet. Im Wochenbett zum Beispiel. Ich konnte wochenlang den ganzen Tag einfach liegen. Mit Baby auf mir drauf. Weil ich währenddessen mit der Großen Rollenspiele gespielt habe. Oft hat die Große nicht mal gemerkt, dass das Baby anwesend ist. Wären ihre Interesse vorallem Klettern /Toben /Laufrad /Spielplatz /Lego bauen /Puzzlen etc gewesen, wäre das gar nicht möglich gewesen.
Oder wenn eine Bahnfahrt zu ätzend wird, irgendwas hat man immer dabei zum Rollenspielen.
Seit die Große in der Schule ist, ist es stark zurück gegangen. Jetzt malt sie sehr viel, liest, macht kreative schöpferische Dinge und das ist toll. Alles hat seine Zeit.
Bei uns hat das Rollenspiel klar unsere Bindung gestärkt, da ich ihnen seelisch so sehr nah sein konnte. Auch jetzt, als ich gestern drei Stunden Exklusivzeit mit der Großen hatte, hat sie sich gewünscht, dass wir mit Barbies verliebt - sein spielen. Weil es sie grade so beschäftigt. Was das ist, wie es sich anfühlt. Dass es irgendwie peinlich aber auch cool gleichzeitig ist usw. Sie sagte auch wortwörtlich "Das kann ich nicht mit F. (ihre engste Freundin) spielen. Das ist mir peinlich, das geht nur mit dir."
Ich finde auch, dass ihr nicht Rollenspiele spielen solltet, wenn ihr es voll ätzend findet. Lieber authentisch sein, als überkooperieren.
Nur ein kleines Plädoyer, warum Rollenspiele toll sein können, wollte ich doch dalassen.
Für mich war und ist das immer eine Chance in die Welt des Kindes einzutauchen. Wo es nur die Regeln und die Logik des Kindes gibt. Das ist so wertvoll. Und interessant. Ich hab durch die Rollenspiele so viel über meine Kinder, ihre Themen und vorallem ihre Gefühlswelten lernen können. Sie haben Strategien währenddessen erlernt (beim Spielen von Streit, Eingewöhnung usw), sie haben Dinge erprobt, die sie sich in echt noch nicht trauen usw.
Dass es immer und überall geht, hat mir schon manche schwierige Situation gerettet. Im Wochenbett zum Beispiel. Ich konnte wochenlang den ganzen Tag einfach liegen. Mit Baby auf mir drauf. Weil ich währenddessen mit der Großen Rollenspiele gespielt habe. Oft hat die Große nicht mal gemerkt, dass das Baby anwesend ist. Wären ihre Interesse vorallem Klettern /Toben /Laufrad /Spielplatz /Lego bauen /Puzzlen etc gewesen, wäre das gar nicht möglich gewesen.
Oder wenn eine Bahnfahrt zu ätzend wird, irgendwas hat man immer dabei zum Rollenspielen.
Seit die Große in der Schule ist, ist es stark zurück gegangen. Jetzt malt sie sehr viel, liest, macht kreative schöpferische Dinge und das ist toll. Alles hat seine Zeit.
Bei uns hat das Rollenspiel klar unsere Bindung gestärkt, da ich ihnen seelisch so sehr nah sein konnte. Auch jetzt, als ich gestern drei Stunden Exklusivzeit mit der Großen hatte, hat sie sich gewünscht, dass wir mit Barbies verliebt - sein spielen. Weil es sie grade so beschäftigt. Was das ist, wie es sich anfühlt. Dass es irgendwie peinlich aber auch cool gleichzeitig ist usw. Sie sagte auch wortwörtlich "Das kann ich nicht mit F. (ihre engste Freundin) spielen. Das ist mir peinlich, das geht nur mit dir."
Ich finde auch, dass ihr nicht Rollenspiele spielen solltet, wenn ihr es voll ätzend findet. Lieber authentisch sein, als überkooperieren.
Nur ein kleines Plädoyer, warum Rollenspiele toll sein können, wollte ich doch dalassen.
There is no way to be a perfect parent
but a million ways to be a good one
E (05/12)
R (07/16)
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Delta
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Re: Rollenspiel extrem
Klarrti, meine Große hat mit 3 Jahren auch noch viel intensiver mit Mama und Papa gespielt als mit anderen Kindern. Sie ist zwar gerne zu anderen Familien zu Besuch gegangen, aber hauptsächlich wegen dem interessanten neuen Spielzeug. Ich sollte immer bei ihr bleiben und mit den anderen Kindern ist sie nicht so richtig alleine ins Spiel gekommen. Sie war auch lange Einzelkind und hat erst vor kurzem eine Schwester bekommen. Ich habe mir da auch so meine Gedanken gemacht, ob das normal ist und hätte es lieber gehabt, dass sie mit anderen Kindern spielt. Schon um mich zu entlasten, weil ich oft keine Lust auf ihre Spielewünsche hatte.
Das ist dann so mit 4 Jahren langsam anders geworden, von ganz alleine. Seit sie 4,5 Jahre alt ist, hat sie im Kindergarten feste Freundschaften. Und sie kommt jetzt auch mit unbekannten Kindern ins Spiel. Vielleicht braucht deine Kleine einfach noch ein bisschen Zeit.
Das ist dann so mit 4 Jahren langsam anders geworden, von ganz alleine. Seit sie 4,5 Jahre alt ist, hat sie im Kindergarten feste Freundschaften. Und sie kommt jetzt auch mit unbekannten Kindern ins Spiel. Vielleicht braucht deine Kleine einfach noch ein bisschen Zeit.
Mit dem Dinomädchen (Juli 2014) und dem Babymädchen (Februar 2019)