Es ist nie zu spät und es ist ein riesiges Geschenk, dass du ihr gibst. Ja, deine Eltern und alle andere Leute einspannen, und die Vokabeln kannst du mit ihr nachschauen, wenn du sie nicht kennst. Sprache ist vor allem Struktur, Melodie, Aussprache, Gefühl... Das ist es, was Muttersprachler können. Für einzelne Vokabeln gibt es WörterbücherKlarrti hat geschrieben: 16.07.2019, 14:57 Ist es noch nicht zu spät mit einer 3 Jährigen mit der 2. Sprache anzufangen? Und wie fängt man da an, erst mit übersetzen oder mit Bilderbüchern ohne übersetzen?
Der Hintergrund ist folgender, meine Muttersprache ist russisch, aber ich bin mit 11 Jahren nach Deutschland gekommen, also nun vor 30 Jahren. Wir reden in der Familie hauptsächlich deutsch, aber halt nicht nur. Mein russisch ist aber schon ziemlich auf dem kindlichen Niveau geblieben. Deswegen habe ich mit unserer Tochter auch nie russisch gesprochen, singe aber immer wieder mal Kinderlieder auf russisch. Auch sonst hört sie die Sprache ab und an. Jetzt wollte sie mit mir vor 2 Tagen ein russisches Lied zusammen singen und ich war erstaunt wie gut sie es konnte. Ich habe sie am nächsten Tag gefragt, ob sie die Sprache lernen möchte und ihr dann einige Gegenstände und Handlungen auf russisch gesagt und sie wollte dann immer die Übersetzung dazu haben. Wie geh ich am besten vor? Mit ihr versuchen russisch zu sprechen? Aber ich befürchte ich stoß an meine Grenzen mit den Vokabeln. Meine Eltern in die Pflicht nehmen?
Wenn sie sprachbegabt ist, würde ich tatsächlich versuchen, mit ihr direkt auf Russisch zu sprechen. Aber auf jedenfall vorlesen (und dabei erklären), singen, spielen, immer wenn es geht, immer wieder.