Film Elternschule im Kino
- JoJu
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Re: Film Elternschule im Kino
das hab ich mich auch gefragt...im oben verlinkten Artikel wird das als "Schweigeübung" bezeichnet. Wozu die gut sein soll, weiß ich nicht und ich war sehr gespannt, was diese "Betreuer" gemacht hätten, wenn die zeit nicht um gewesen wäre und das Mädel weiter mit den Nägeln über die Matte gekratzt hätte...
Wintermädchen (08.01.2015, ungeplante Hausgeburt)
Weihnachtsjunge (25.12.2016, ungeplante Alleingeburt)
Ungeplanter Herzenswunsch in 09/2018 zu den Sternen umgekehrt...und ein neues Wunder für Mai 2023 geschickt
Maijunge (31.05.2023, überwältigende Klinikgeburt)
Fuhrpark: W6 N5000; Juki-MO 734 DE; Juki Kirei MCS-1800; Cameo 4
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Plueschwuschel
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Re: Film Elternschule im Kino
Ich schau den Film grad.
Es wurde ja schon genug und überhaupt gefühlt alles gesagt, da schließe ich mich überall an...
Jetzt bin ich ungefähr bei Minute 35 und es fällt mir mehr oder weniger wie Schuppen von den Augen, dass die Mutter mit dem sehr kleinen Kind (Baby?) im "Schlaftraining" doch unter einem Geburtstrauma leiden muss!? Und das Kind gleich mit?! Bin gespannt, ob da im weiteren Verlauf noch drauf eingegangen wird. Unfassbar, dass die "Behandlung" darin besteht, das Kind zurechtzuferbern und die Mutter dazu zu bringen, zu denken, sie müsse ihrem Kind beibringen, wie es isst und schläft.
Ganz, ganz schlimm. Ich war auf alles vorbereitet, die Bilder entsprechen ja von der Heftigkeit dem, was der Trailer schon gezeigt hat. Sehr kalt erwischt hat mich die Sprache, die von diesem Therapeuten genutzt wird. Wie verachtend, wie unangenehm - den Eltern gegenüber ebenso wie den Kindern. Was ist das für eine Art und Weise, sich auszudrücken? Irgendwo zwischen jovial und fäkal?
Das ist doch mit keiner Faser ein ernstzunehmender Psychotherapeut oder Mediziner - eher tritt er wie ein Sektenguru auf?!
Ich frage mich wie Pelufer, was da mit den Filmemachern los ist, dass sie tatsächlich überrascht davon sind, dass diese Inhalte Entsetzen hervorrufen.
Künstlerisch/handwerklich mag das ja top sein (ich erinnere mich an diese Doku aus der Riesengeburtsklinik in Manila - gleicher Stil, ganz großartige Wirkung) - die Kunst kommt aber ob der menschenverachtenden Handlungen, die gezeigt werden, so gar nicht zur Geltung. Warum nicht gleich ein (solcher) Film aus irgendeinem üblen Foltergefängnis und dann noch sagen, jo, we like...
Ich schreibe hier ja sonst nicht ganz so emotional. Aber jetzt bin ich so entsetzt
Es wurde ja schon genug und überhaupt gefühlt alles gesagt, da schließe ich mich überall an...
Jetzt bin ich ungefähr bei Minute 35 und es fällt mir mehr oder weniger wie Schuppen von den Augen, dass die Mutter mit dem sehr kleinen Kind (Baby?) im "Schlaftraining" doch unter einem Geburtstrauma leiden muss!? Und das Kind gleich mit?! Bin gespannt, ob da im weiteren Verlauf noch drauf eingegangen wird. Unfassbar, dass die "Behandlung" darin besteht, das Kind zurechtzuferbern und die Mutter dazu zu bringen, zu denken, sie müsse ihrem Kind beibringen, wie es isst und schläft.
Ganz, ganz schlimm. Ich war auf alles vorbereitet, die Bilder entsprechen ja von der Heftigkeit dem, was der Trailer schon gezeigt hat. Sehr kalt erwischt hat mich die Sprache, die von diesem Therapeuten genutzt wird. Wie verachtend, wie unangenehm - den Eltern gegenüber ebenso wie den Kindern. Was ist das für eine Art und Weise, sich auszudrücken? Irgendwo zwischen jovial und fäkal?
Das ist doch mit keiner Faser ein ernstzunehmender Psychotherapeut oder Mediziner - eher tritt er wie ein Sektenguru auf?!
Ich frage mich wie Pelufer, was da mit den Filmemachern los ist, dass sie tatsächlich überrascht davon sind, dass diese Inhalte Entsetzen hervorrufen.
Künstlerisch/handwerklich mag das ja top sein (ich erinnere mich an diese Doku aus der Riesengeburtsklinik in Manila - gleicher Stil, ganz großartige Wirkung) - die Kunst kommt aber ob der menschenverachtenden Handlungen, die gezeigt werden, so gar nicht zur Geltung. Warum nicht gleich ein (solcher) Film aus irgendeinem üblen Foltergefängnis und dann noch sagen, jo, we like...
Ich schreibe hier ja sonst nicht ganz so emotional. Aber jetzt bin ich so entsetzt
Nur drei können einander in die Mitte nehmen: Schulkind E. (12/11), Kindergartenkind H. (07/17), Baby P. (03/19)
und Sternenkind Jannis (07/10)
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Lösche Benutzer 23583
Re: Film Elternschule im Kino
JA! Ich hab auch viel drüber gelesen, also über den Film, aber in einem fachlichen Setting so zu sprechen... ohne Worte.Plueschwuschel hat geschrieben: 04.07.2019, 21:18 Sehr kalt erwischt hat mich die Sprache, die von diesem Therapeuten genutzt wird. Wie verachtend, wie unangenehm - den Eltern gegenüber ebenso wie den Kindern. Was ist das für eine Art und Weise, sich auszudrücken? Irgendwo zwischen jovial und fäkal?
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LariZZa
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Re: Film Elternschule im Kino
Ich hab grad in Minute 32 mit dem Kind, dass unter dem Waschbecken nach seiner Mama schreit, ausgemacht. Was erwarten die denn für ne Reaktion, wenn sie Kinder in dem Alter alleine ohne Bezugsperson in nen ihnen fremden Raum sperren?
Ich fand auch die Untersuchung der Kinder grausam den Kindern gegenüber, mein Kind hat am Freitag ne Stunde die Kinderarztpraxis zusammengeschrien, weil es Ohrenschmerzen hatte und sich nicht untersuchen lassen wollte und sich dabei an mich geklammert... und das durfte es auch, da hat keiner was gesagt. Oder gefordert, dass ich jetzt mal weggehe.
Das Kinderbild, dass bis dahin vermittelt wurde, fand ich auch schlimm. Da sind sie wieder, die kleinen Tyrannen, die ihren Eltern grundsätzlich nur auf der Nase rumtanzen...
Puh. Ich guck das nicht weiter, ich geh jetzt mein Baby kuscheln, dass mich vier Monate sehr panisch angeschrien hat und auch jetzt noch manchmal anschreit, aber nicht mehr oft.
Und dann kuschel ich heute Nacht das große Kind. Das Nachts immer noch gerne zu mir ins Bett kuscheln kommt, obwohl es inzwischen auch oft im eigenen Bett schläft. Zwar erst, seit es drei ist, aber so what. Dafür aber freiwillig.
Ich fand auch die Untersuchung der Kinder grausam den Kindern gegenüber, mein Kind hat am Freitag ne Stunde die Kinderarztpraxis zusammengeschrien, weil es Ohrenschmerzen hatte und sich nicht untersuchen lassen wollte und sich dabei an mich geklammert... und das durfte es auch, da hat keiner was gesagt. Oder gefordert, dass ich jetzt mal weggehe.
Das Kinderbild, dass bis dahin vermittelt wurde, fand ich auch schlimm. Da sind sie wieder, die kleinen Tyrannen, die ihren Eltern grundsätzlich nur auf der Nase rumtanzen...
Puh. Ich guck das nicht weiter, ich geh jetzt mein Baby kuscheln, dass mich vier Monate sehr panisch angeschrien hat und auch jetzt noch manchmal anschreit, aber nicht mehr oft.
Und dann kuschel ich heute Nacht das große Kind. Das Nachts immer noch gerne zu mir ins Bett kuscheln kommt, obwohl es inzwischen auch oft im eigenen Bett schläft. Zwar erst, seit es drei ist, aber so what. Dafür aber freiwillig.
Bei Kitakindern fängt der Elternabend 16:30 Uhr an. Richtig, das ist jetzt unser Abend. Denn unser Morgen ist die Nacht von früher. - Kirsten Fuchs
Mit Schulkind, Vorschulkind und Kitakind
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- Kaktus
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Re: Film Elternschule im Kino
ich hab mir den Film jetzt auch angeschaut...
mit am schlimmsten fand ich diese "Emotionslosigkeit" der Erzieherinnen/des Pflegepersonals
ich fand dieses stoische, ausdruckslose Mimik fast furchteinflößend...
mit am schlimmsten fand ich diese "Emotionslosigkeit" der Erzieherinnen/des Pflegepersonals
ich fand dieses stoische, ausdruckslose Mimik fast furchteinflößend...
viele Grüße
S. mit den beiden Jungs D. (11/06) & J. (02/10)
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- soda
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Re: Film Elternschule im Kino
Das kann schon sein. Die Bandbreite normaler Verhaltensweisen (nicht nur, aber auch von Babies und Kindern) ist sehr groß. Die Toleranz gegenüber Abweichungen von irgendeinem Mittelmaß ist glaube ich aber gering.nido56 hat geschrieben: 04.07.2019, 10:54Ich vermute mal, dass ca 90% der Kinder, sofern sie nicht im ersten Lebensjahr geferbert werden, nach der Definition des Klinikleiters eine Regulationsstörung entwickeln.JoJu hat geschrieben: 04.07.2019, 10:24 Ich habe nach 15 Minuten ausgemacht, aber genau was du im ersten Absatz schreibst nido, habe ich auch gedacht. Für mich ein absolut normales kindliches Verhalten, welches dort pathologisiert wird. Nach deren Auffassung haben meine Kinder dann auch eine Regulationsstörung.
Leider erfahren Eltern dann manchmal keine sensible Hilfe, mit anstrengenden Aufgaben umzugehen. Viele wollen, dass das Kind einfach „normal“ und unauffällig, mitläuft.
Von daher glaube ich, dass wirklich viel pathologisiert wird UND genau deshalb die Bereitschaft und intuitiven Fähigkeiten von Eltern geschädigt/vermindert werden. Weil sie nicht aus tiefster Überzeugung daran glauben, dass 1. ihr Kind längst völlig normal ist (z.B. weinen, trotzen, verweigern), 2. sie selbst völlig normal mit ihm umgehen (z.B. hochnehmen, mit im Bett schlafen lassen, im passenden Moment mal fünf gerade sein lassen [versus diese ewige fürchterliche Konsequenz]), 3. Respekt gegenüber dem Kind auch den Selbstrespekt erhöht.
Aber es ist schwer, da Türen zu öffnen. Sehr schwer.
Und viele verzweifelte Eltern glauben dem, der schnelle, effektive und autoritäre Lösungen verspricht. So mein Eindruck.
Ich wette, unsere Kindergarten Erzieherinnen hätten mir den Film ans Herz gelegt, wenn wir nicht eine andere Lösung für unser „Problemkind“ gefunden hätten.
Die haben damals bei der gerade mal 1-jährigen schon gesagt, ICH würde meinem Kind das Leben schwer machen, weil sie noch gestillt wurde. Als sie größer war, war meine Herangehensweise, sie ausreden zu lassen, zuende spielen zu lassen, sich verabschieden zu lassen und auch mal beim Abschied zu weinen und was weiß ich noch (...) der Grund für jedes Problem.
Zuletzt wurde mir dann recht eindeutig nahegelegt, dass ich psychotherapeutische und erziehungsberaterische Hilfe brauche.
Nur: bei dem, was meine Tochter hat, sind die Methoden wie im Film m.M.n. eine Gefahr dahingehend, dass sie verkümmert und unglücklich wird.
Und das trifft sicherlich nicht nur auf meine Tochter zu.
mit T (2013) und T (2017)
- püppilotta
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Re: Film Elternschule im Kino
Das ist ein absolut entsetzlicher Film. So viel Gewalt gegen kleine Kinder! Furchtbar, dass so etwas praktiziert und ausgestrahlt wird. Ich frage mich, wie man da arbeiten und danach noch in den Spiegel sehen kann?
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Melody
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Re: Film Elternschule im Kino
Ich glaube das Problem liegt auch darin, dass NICHT betont wird, dass es keine allgemeinen Erziehungsratschläge sind, sondern ein Versuch in völlig verzweifelten Situationen. Ich meine bevor eine Mutter ihr Kind ins Heim gibt, weil sie es nicht mehr erträgt, finde ich es schon machbar, Mutter und Kind vorübergehend zu trennen und es eben irgendwie anders zu versuchen. (Vor allem aber auch die Mutter zu behandeln!)
Ich kenne privat ein noch „essgestörteres“ Kind, mit dem nie derartige Gewaltakte vollzogen wurden, geht auch.
Es isst immer noch einseitig, wurde aber nicht psychisch gebrochen oder mit nasensonde ernährt. Manchmal darf man doch auch hinterfragen, ob der Ist-Zustand WIRKLICH so dringend verändert werden muss, dass man dabei „über Leichen geht“. Diesen Gedankengang hab ich in der Klinik vermisst...
Ich kenne privat ein noch „essgestörteres“ Kind, mit dem nie derartige Gewaltakte vollzogen wurden, geht auch.
Es isst immer noch einseitig, wurde aber nicht psychisch gebrochen oder mit nasensonde ernährt. Manchmal darf man doch auch hinterfragen, ob der Ist-Zustand WIRKLICH so dringend verändert werden muss, dass man dabei „über Leichen geht“. Diesen Gedankengang hab ich in der Klinik vermisst...
Sohn *01/2013
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Plueschwuschel
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Re: Film Elternschule im Kino
Melody, das habe ich auch überlegt. Sehen wir hier die Fälle, für die Schlaftrainings tatsächlich mal entwickelt wurden - Familien, die Gefahr laufen, ihre nicht-schlafenden Kinder aus dem Fenster zu schmeißen, zu schütteln etc.?
Die Kinder bezahlen mit diesen Behandlungen einen hohen Preis dafür, in ihren Familien bleiben zu können. M.E. werden in so einer Betrachtung mal wieder Elternrechte über Kinderrechte gestellt. Das ist ja wie "da musst DU durch, es ist zu UNSEREM Besten"...
Wenn ich mir ausmale, mich mit den Therapeuten meiner Großen oder unserer Kinderärztin über diesen Film auszutauschen ist der Gedanke, sie könnten diese Methoden unter irgendwelchen Umständen billigen, völlig absurd.
Gleichzeitig werden sie in dieser Klinik praktiziert, als seien sie das Normalste der Welt, ja das Ei des Kolumbus...
Die Kinder bezahlen mit diesen Behandlungen einen hohen Preis dafür, in ihren Familien bleiben zu können. M.E. werden in so einer Betrachtung mal wieder Elternrechte über Kinderrechte gestellt. Das ist ja wie "da musst DU durch, es ist zu UNSEREM Besten"...
Wenn ich mir ausmale, mich mit den Therapeuten meiner Großen oder unserer Kinderärztin über diesen Film auszutauschen ist der Gedanke, sie könnten diese Methoden unter irgendwelchen Umständen billigen, völlig absurd.
Gleichzeitig werden sie in dieser Klinik praktiziert, als seien sie das Normalste der Welt, ja das Ei des Kolumbus...
Nur drei können einander in die Mitte nehmen: Schulkind E. (12/11), Kindergartenkind H. (07/17), Baby P. (03/19)
und Sternenkind Jannis (07/10)
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08u11
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Re: Film Elternschule im Kino
Ich gucke grade in der Mediathek - sehr bewusst WÄHREND ich Wäsche verräume - nur der Film ist nicht zu ertragen.
Was mich vor allem entsetzt, ist, dass die Kinder hier so vorgeführt werden. Hallo: das sind keine erwachsenen Schauspieler, das sind ECHTE Kinder. Das kann man doch nicht machen
Das was im Film gezeigt wird, sind doch aber ganz normale Kinder! - Zumindest wird aus dem Film raus bisher nicht klar, was bei denen so krank/besonders/anders ist. Ein Baby das schlecht schläft und eine erschöpfte Mutter - ja, so ist das Leben. Ein Kleinkind, das nicht essen will - ja, das gibt es. Und dann wird von Stress geredet - ja, den Stress gibt es auch. Aber: den Stress machen doch nicht die Kinder, den machen wir uns doch selbst: warum muss das Baby durchschlafen? Warum muss ein 2jähriges ein bestimmtes Gemüse essen oder überhaupt etwas essen?
Was mich vor allem entsetzt, ist, dass die Kinder hier so vorgeführt werden. Hallo: das sind keine erwachsenen Schauspieler, das sind ECHTE Kinder. Das kann man doch nicht machen
Das ist genau der Punkt: Aus meiner Arbeit weiß ich, dass bei Menschen mit sehr besonderen Verhaltensweisen mitunter auch - ähm ja, weniger schöne Maßnahme ergriffen werden, um Selbst- und Fremdgefährdung auszuschließen. Aber: a) die führt niemand anderen zur Unterhaltung vor b) dafür braucht man aus gutem Grund einen Gerichtsbeschluss - das beschließen weder Ärzte, noch Pfleger noch gesetztliche Betreuer allein und c) solche Lösungen sind und bleiben IMMER Notfalllösungen. Da ist niemand stolz drauf, auch wenn es mitunter nach derzeitigem Stand das kleinere Übel ist (also hier geht's um Fixieren, eventuell Zwangsernährung und so).LariZZa hat geschrieben: 04.07.2019, 21:50 Ich hab grad in Minute 32 mit dem Kind, dass unter dem Waschbecken nach seiner Mama schreit, ausgemacht. Was erwarten die denn für ne Reaktion, wenn sie Kinder in dem Alter alleine ohne Bezugsperson in nen ihnen fremden Raum sperren?
Ich fand auch die Untersuchung der Kinder grausam den Kindern gegenüber, mein Kind hat am Freitag ne Stunde die Kinderarztpraxis zusammengeschrien, weil es Ohrenschmerzen hatte und sich nicht untersuchen lassen wollte und sich dabei an mich geklammert... und das durfte es auch, da hat keiner was gesagt. Oder gefordert, dass ich jetzt mal weggehe.
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Und dann kuschel ich heute Nacht das große Kind. Das Nachts immer noch gerne zu mir ins Bett kuscheln kommt, obwohl es inzwischen auch oft im eigenen Bett schläft. Zwar erst, seit es drei ist, aber so what. Dafür aber freiwillig.
Das was im Film gezeigt wird, sind doch aber ganz normale Kinder! - Zumindest wird aus dem Film raus bisher nicht klar, was bei denen so krank/besonders/anders ist. Ein Baby das schlecht schläft und eine erschöpfte Mutter - ja, so ist das Leben. Ein Kleinkind, das nicht essen will - ja, das gibt es. Und dann wird von Stress geredet - ja, den Stress gibt es auch. Aber: den Stress machen doch nicht die Kinder, den machen wir uns doch selbst: warum muss das Baby durchschlafen? Warum muss ein 2jähriges ein bestimmtes Gemüse essen oder überhaupt etwas essen?
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)