Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
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Pungl
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Ja, kannst du bedenkenlos nehmen.
LG Pungl
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mit dem Kampfkekskrümel (12/16) und
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einem Funken Hoffnung (10/18, 10. SSW)
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Wie viele Erwachsene haben denn Eisenmangel? Und ab wann hat der Krankheitswert?Sommermama2017 hat geschrieben: 29.06.2019, 18:33In die Richtung musste ich auch denken.OrangerStier hat geschrieben: 29.06.2019, 15:14 Aber wenn Stillen das von der Natur gewünschte ist. Wie würden den dann die Eisen Werte Festgelegt die gewünscht sind. Also das die Flaschenkinder zu viel Eisen haben?
Wenn 1/3 der Kinder Eisenmangel haben soll, kommen mir ja schon Zweifel an den Richtwerten. Weiß jemand, wie die bestimmt werden? Einfaches Runterrechnen von Erwachsenenwerten?
Ich finde ein Drittel sehr hoch. Vor allem weil ja die Ernährung heutzutage und hierzulande wirklich sehr gut ist...
@Shiny: Danke dass du dir soviel Arbeit gemacht hast! Echt interessant!
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Wurden die eisenwerte der stillenden Mütter dann mit untersucht? Nur weil man viel Fleisch isst schließt das einen Mangel ja nicht aus. Zumindest ich esse definitiv zu viel Fleisch (Danke, Herr Gemahl) und schrappe gern mal an den unteren werten.bluestar hat geschrieben: 29.06.2019, 20:36Wie viele Erwachsene haben denn Eisenmangel? Und ab wann hat der Krankheitswert?Sommermama2017 hat geschrieben: 29.06.2019, 18:33In die Richtung musste ich auch denken.OrangerStier hat geschrieben: 29.06.2019, 15:14 Aber wenn Stillen das von der Natur gewünschte ist. Wie würden den dann die Eisen Werte Festgelegt die gewünscht sind. Also das die Flaschenkinder zu viel Eisen haben?
Wenn 1/3 der Kinder Eisenmangel haben soll, kommen mir ja schon Zweifel an den Richtwerten. Weiß jemand, wie die bestimmt werden? Einfaches Runterrechnen von Erwachsenenwerten?
Ich finde ein Drittel sehr hoch. Vor allem weil ja die Ernährung heutzutage und hierzulande wirklich sehr gut ist...
@Shiny: Danke dass du dir soviel Arbeit gemacht hast! Echt interessant!
Und ich fand das auch sehr lehrreich! Danke! Da fällt mir ein dass ich meine eigene Zusammenfassung zum Thema Ernährung auch nochmal angehen wollte .....
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Vorweg, ich bin Naturwissenschaftlerin, keine Medizinerin, und hoffe, hier keinen Schmu von mir zu gebenOrangerStier hat geschrieben: 29.06.2019, 15:14 Aber wenn Stillen das von der Natur gewünschte ist. Wie würden den dann die Eisen Werte Festgelegt die gewünscht sind. Also das die Flaschenkinder zu viel Eisen haben?
Aber ich glaube, die Frage ist schon berechtigt. Trotzdem ist es sicher nicht so, dass sich irgendjemand künstlich Werte "wünscht". Es geht darum, Eisenmangelanämie zu verhindern. Die ist nämlich tatsächlich mit allen möglichen Risiken verknüpft, siehe z. B. hier: https://www.sciencedirect.com/science/a ... 8X13000053
U. a. kann die Gehirnentwicklung beeinträchtigt sein.
Aber wie ist eine Eisenmangelanämie jetzt überhaupt definiert? Schnelles Googlen hat das hier aufgetan:
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitl ... 018-05.pdf
"Der Begriff Anämie bezeichnet eine Hämoglobinkonzentration unterhalb des altersentsprechenden Normalbereiches". Eisenmangel liegt vor, wenn man schon so niedrige Werte hat, dass eine Anämie droht. Aber vielleicht ist "Eisenmangel", wie er in der PINGU-Studie bei 1/3 der Kinder beobachtet wurde, ja wirklich gar nicht so ungewöhnlich und dramatisch. Das wird in dem Paper auch diskutiert.
Dazu kommt, dass mann den "Eisenmangel" selbst gar nicht direkt messen kann, sondern nur Marker dafür, bspw. Serumferritin. Für Erwachsene hat man gezeigt, dass der Marker mit dem Eisengehalt im Körper korreliert ist, für Babys allerdings wohl nicht (https://journals.lww.com/jpgn/fulltext/ ... rs.28.aspx)
Auch noch wichtig: Bis 4 Monate ist bei Stillkindern ja auch alles nachweislich in Ordnung. Der Eisenmangel tritt ja erst danach auf, in einem Alter, in dem die Babys ja ohnehin Beikostreife erlangen.
Falls du dich fragst, wo die Empfehlungswerte herkommen, wie viel Eisen Kinder in welchem Alter zu sich nehmen sollten (ab 4 Monate 8 mg/Tag), das ist hier näher erklärt:
https://www.sciencedirect.com/science/a ... 8X13000053
Im Wunschkind-Blog zu dem Thema (ich meine den da) wird ja auch angesprochen, dass es sinnvoll wäre, Hirse statt Fleischgläschen zu propagieren. Tatsächlich ist es so, dass die Empfehlung (mit den 8 mg) *davon ausgeht*, dass ein Großteil des Eisens durch Getreidebeikost kommt. Würden Kinder üblicherweise alles in Form von Fleisch bekommen, bräuchten sie tatsächlich weniger als die 8 mg, weil die Aufnahme besser wäre.
Es ist echt ein weites Thema. Nur noch ein letzter Punkt: Ja, zu viel Eisen gibt es auch und das kann dann auch schädlich sein (siehe hier), darum ist prinzipielle Eisensupplementation (wie es z. B. mit Vitamin D ja gemacht wird) keine gute Idee. Aber der Körper reguliert die Eisenaufnahme an sich schon gut ("Eisenhomöostase"), sodass das wohl nicht so wahrscheinlich ist. Aber anscheinend stellen sich auch Forscher diese Frage
Man kann sich ewig mit dem Thema beschäftigen und hat am Ende trotzdem keine befriedigende Antwort
Oh, und gerne
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Ein Gedanke noch, dann halte ich die Klappe 
Wenn man eisenreiche Beikost (Fleisch, Hirse) gibt, macht man sicher nichts falsch, weil der Körper vom Kind die Aufnahme ja regulieren kann. Aber Pre ist ja tatsächlich keine "normale Nahrung". Pre mit sehr hohem Eisenanteil ist also ein bisschen, als würde man Eisen supplementieren. Und das kann dann ja wohl bei einem gesunden Menschen zu gefährlich hohen Eisenwerten führen. Das ist ja genau, was OrangerStier meint. Keine Ahnung, ob das vielleicht sogar der Grund war, warum der Eisengehalt in Pre wieder gesenkt worden ist. Systematisch untersucht worden ist das aber sicherlich nicht.
Ich bin froh, dass ich stille - das macht das Leben so viel einfacher, denn damit macht man definitiv nix falsch
Wenn man eisenreiche Beikost (Fleisch, Hirse) gibt, macht man sicher nichts falsch, weil der Körper vom Kind die Aufnahme ja regulieren kann. Aber Pre ist ja tatsächlich keine "normale Nahrung". Pre mit sehr hohem Eisenanteil ist also ein bisschen, als würde man Eisen supplementieren. Und das kann dann ja wohl bei einem gesunden Menschen zu gefährlich hohen Eisenwerten führen. Das ist ja genau, was OrangerStier meint. Keine Ahnung, ob das vielleicht sogar der Grund war, warum der Eisengehalt in Pre wieder gesenkt worden ist. Systematisch untersucht worden ist das aber sicherlich nicht.
Ich bin froh, dass ich stille - das macht das Leben so viel einfacher, denn damit macht man definitiv nix falsch
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Hallo ihr Lieben,
Ich brauche mal wieder euren Rat. Ich habe seit 1 Woche unheimlich Schmerzen beim Stillen auf der rechten Seite. Die ersten 4 Tage war gar nichts zu sehen und ich dachte es geht wieder weg. Nun sieht man aber genau in der Mitte der Brustwarze einen Punkt (sandkorngross, sieht aus wie eine Kruste, aber eher nach Blut als nach Milch). Hab es schon eingeweicht, aber es geht nicht weg. Kann das ein verstopfter Milchgang sein? Müsste ich dann aber nicht einen Stau bekommen? Es ist alles ganz weich...
Bin echt ratlos. Oder einen Pilz?
Weiß jemand was es sein könnte? Ich bin noch für 5 Wochen in Australien, müsste also im Notfall hier zum Arzt. Ach, falls es wichtig ist: ich stille seit über 3 Jahren non stop, der kleine ist mittlerweile eins, aber stillt noch sehr sehr oft.
DANKE!!!
Liebe Grüße!
Ich brauche mal wieder euren Rat. Ich habe seit 1 Woche unheimlich Schmerzen beim Stillen auf der rechten Seite. Die ersten 4 Tage war gar nichts zu sehen und ich dachte es geht wieder weg. Nun sieht man aber genau in der Mitte der Brustwarze einen Punkt (sandkorngross, sieht aus wie eine Kruste, aber eher nach Blut als nach Milch). Hab es schon eingeweicht, aber es geht nicht weg. Kann das ein verstopfter Milchgang sein? Müsste ich dann aber nicht einen Stau bekommen? Es ist alles ganz weich...
Bin echt ratlos. Oder einen Pilz?
Weiß jemand was es sein könnte? Ich bin noch für 5 Wochen in Australien, müsste also im Notfall hier zum Arzt. Ach, falls es wichtig ist: ich stille seit über 3 Jahren non stop, der kleine ist mittlerweile eins, aber stillt noch sehr sehr oft.
DANKE!!!
Liebe Grüße!
- AnnieMerrick
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Hilfe, meine BW eitert, dort wo die Zähne oben schaben! Es ist ein löchlein, seit ca 14 tagen, heute kommt gelber Eiter raus. Was nun. Stillen ist extrem schmerzhaft
Viele Grüße
AnnieMerrick mit
2014 und
2018
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Ich reduziere meine Onlinezeit und antworte unter Umständen erst einige Tage später.
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- Teazer
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Octenisept draufsprühen, kurz antrocknen lassen und dick Lanolin drauf; immer wieder nachcremen, damit es feucht bleibt.AnnieMerrick hat geschrieben: 30.06.2019, 09:57 Hilfe, meine BW eitert, dort wo die Zähne oben schaben! Es ist ein löchlein, seit ca 14 tagen, heute kommt gelber Eiter raus. Was nun. Stillen ist extrem schmerzhaft
Alternativ eine Wund- und Heilsalbe benutzen. Reste vor dem Stillen wegwischen.
Du kannst Ibuprofen oder Paracetamol nach Packungsanweisung nehmen.
Gute Besserung!
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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- AnnieMerrick
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Danke, bis auf Schmerzmittel hab ich alles da. Wird sofort gesprayt und gecremt.
Viele Grüße
AnnieMerrick mit
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