affenzirkus hat geschrieben: 17.06.2019, 21:28
ShinyCheetah hat geschrieben: 17.06.2019, 21:06
Ihr lasst ihn übrigens nicht schreien. Er ist 7 Monate alt, versteht also schon, was passiert, und er ist nicht alleine sondern hat ganz viel Körperkontakt zu seinem Papa. Es ist nicht schön, ich würde es um jeden Preis vermeiden wollen, aber dass ihr ihn dadurch traumatisiert kann ich mir wirklich nicht vorstellen.
Wirklich? Das ist ein Thema, da schaltet meine Intuition irgendwie aus... sobald ich ihn schreien höre, geht das natürlich gar nicht und es zerreißt mich, nüchtern denke ich mir dann wieder: mein Gott! Der Bub liebt seinen Vater über alles, die 2 machen auch viel mehr Schabernack als wir und kichern und lachen die ganze Zeit, Papa war auch in Karenz also viel zuhause... das Baby ist satt, sauber, gebusselt und geliebt und wird vom Papa im Arm gehalten... so schlimm kann das doch nicht sein. Und ein bissi Protest, das die Mama nicht da ist, ist ja okay...
... und dann schreit er so, dass ich hier gerade weinend sitze und mich für die schlechteste Mutter der Welt halte.
Erst einmal vorweg: Bei der ersten Probe, bei der ich war, ist mein Mann mit F mitgekommen und hat vor der Tür gewartet. Das hat nicht gut funktioniert - ich musste zwischendurch raus und stillen, weil er so bitterlich geweint hat, trotz Trage. Das nächste Mal bin ich dann alleine gegangen, sie sind zu hause geblieben (da hat er dann schon gerne Abendbrei gegessen, von daher wollten wir es einfach riskieren) und voila, es klappte. Vielleicht ist es also auch bei uns das, was die anderen beschreiben: Solange Mama in erreichbarer Nähe ist, sieht Baby (verständlicherweise) nicht ein, dass es ohne Mama einschlafen soll. Und das scheint ihr ja gerade wieder zu probieren, wenn du dein Baby weinen hören kannst
Aber was das Weinen an sich angeht: Ich bin keine Baby-Psychologin

Aber ich denke mir, wenn man ein kleines Kind alleine in sein Bett steckt, es nachts wach wird und niemand da ist - dann weint es tatsächlich aus (Todes-) Angst. Evolutionär wäre das Kind wilden Tieren ausgeliefert. Es hat noch kein Zeitempfinden wie wir und versteht nur, Mama und Papa sind weg, nicht, in 3 h sind sie wieder bei mir.
Wenn dein 7 Monate altes Kind bei seinem Papa ist, ist die Situation einfach anders. In dem Alter fangen die Babys ja auch an, Trennung zu verstehen. Wenn ich zu F sage, ich gehe jetzt weg, du bleibst bei Papa, aber ich komme bald wieder, ihm winke und dann gehe - weint er. Lässt sich aber sofort von seinem Papa beruhigen. Er "kennt" die Trennungssituation ja, weiß, dass ich immer wieder gekommen bin und hat außerdem ja seine zweite Hauptbezugsperson da. Wenn das Baby müde ist, ist es natürlich noch mal anders. "Müde" fühlt sich blöd an, und mit Stillen ist das blöde Gefühl weg. D. h., wenn du nicht da bist, fühlt es sich wirklich schlecht und weint, selbst wenn Papa es im Arm hält (das hilft halt nur ein kleines bisschen gegen das fiese Gefühl). Und wenn das Baby dann auch noch weiß, dass es das Stillen eigentlich haben könnte, weil du im Nebenraum bist, steigert es sich in seine Frustration und Trauer hinein. Und weint herzzerreißend. Das ist aber etwas anderes als das "ich bin verlassen und wilden Tieren ausgeliefert", was hinter "klassischem" Schreienlassen steckt.
Hätte das mit dem Einschlafen in der Federwiege bei Papa bei uns aber nicht so problemlos funktioniert und hätte F sich tatsächlich 20 min in den Schlaf geweint, hätte ich das Hobby allerdings trotzdem wieder aufgegeben. Denn traurig und verzweifelt ist das Kind in der Zeit dann sicherlich schon, und das hätte ich nicht gewollt. Die ersten 4, 5 mal hab ich auch jedes Mal besorgt auf mein Handy gestarrt und mit einem Hilferuf gerechnet. Sobald ich wieder zu Hause war, hab ich immer besorgt nachgefragt, wie es genau gelaufen ist. Inzwischen mache ich mir keine Sorgen mehr - mein Mann und F kriegen das hin
