Wieviele Kinder möchtet ihr?
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Quaak
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Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?
Wir wollten früher immer 3. Dann mussten wir sehr lange auf unseren Großen warten und fanden ihn sehr sehr anstrengend, so dass wir uns gesagt haben, dass schon zwei genug wären. Heimlich habe ich mich gefragt, ob ich mit zweien nicht schon völlig überfordert wäre. Ich bin vielleicht nicht "die geborene Mutter", habe nicht allzu viel Geduld und ein großes Bedürfnis nach Freiräumen.
Dann kamen unsere 2 Sternchen. Der Wunsch nach einem zweiten Kind wuchs noch mehr, die Zweifel aber auch.
Und dann - schwanger mit Drillingen. Ich hätte bei zweien schon geschluckt, aber eine Reduktion - die uns durchaus angeraten wurde - wäre für uns nie in Frage gekommen. Die Schwangerschaft war sehr beschwerlich, wenn auch für eine Drillingsschwangerschaft erfreulich unkritisch. Ich schwankte ständig zwischen Hoffen und Bangen und war mir nie sicher, ob ich mir wirklich aus vollem Herzen wünschte, dass es alle 3 schaffen (das ist bei Drillingen ja absolut nicht selbstverständlich), auch wenn ich einen Verlust kaum ertragen hätte.
Die Mädchen kamen bei 32+0 gesund zur Welt. Die ersten Jahre waren ein einziges Chaos und geprägt von unglaublicher Müdigkeit. Aber jetzt sind sie 3 geworden und so langsam kommen wir in den Bereich, wo es machbar wird, wo es tatsächlich vorkommt, dass alle 4 Kinder gemeinsam spielen, ohne alle 20 Sekunden zu brüllen und ich mal ein paar Handgriffe nebenbei erledigen kann (auch wenn das noch selten ist). Und so ganz ganz langsam kann ich erahnen, dass es mit 4 Kindern auch ganz wunderbar sein kann und beginne, mich auf die nächsten Jahre richtig zu freuen.
Dann kamen unsere 2 Sternchen. Der Wunsch nach einem zweiten Kind wuchs noch mehr, die Zweifel aber auch.
Und dann - schwanger mit Drillingen. Ich hätte bei zweien schon geschluckt, aber eine Reduktion - die uns durchaus angeraten wurde - wäre für uns nie in Frage gekommen. Die Schwangerschaft war sehr beschwerlich, wenn auch für eine Drillingsschwangerschaft erfreulich unkritisch. Ich schwankte ständig zwischen Hoffen und Bangen und war mir nie sicher, ob ich mir wirklich aus vollem Herzen wünschte, dass es alle 3 schaffen (das ist bei Drillingen ja absolut nicht selbstverständlich), auch wenn ich einen Verlust kaum ertragen hätte.
Die Mädchen kamen bei 32+0 gesund zur Welt. Die ersten Jahre waren ein einziges Chaos und geprägt von unglaublicher Müdigkeit. Aber jetzt sind sie 3 geworden und so langsam kommen wir in den Bereich, wo es machbar wird, wo es tatsächlich vorkommt, dass alle 4 Kinder gemeinsam spielen, ohne alle 20 Sekunden zu brüllen und ich mal ein paar Handgriffe nebenbei erledigen kann (auch wenn das noch selten ist). Und so ganz ganz langsam kann ich erahnen, dass es mit 4 Kindern auch ganz wunderbar sein kann und beginne, mich auf die nächsten Jahre richtig zu freuen.
Quaak mit Miniquaak N. 11/2012 und den Drillingsmädchen K., J. und R. 05/2016 und zwei * 06/2014 und * 07/2015
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Lösche Benutzer 22277
Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?
Quaak, ich glaube ich kann eure Situation ein wenig nachfühlen, auch wenn es bei uns "nur" Zwillinge waren. Drei Kinder unter drei Jahren sind ganz schön anstrengend und unser Leben ist momentan recht chaotisch. Ein viertes Kind können wir uns zur Zeit nicht vorstellen.
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SingtoMe
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Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?
Quaak, wow, respekt, da habt ihr schon einiges geschafft!
Was mich interessiert, wie hat sich dein Mutter-Sein entwickelt, du hattest ja dann die letzten Jahre vermutlich sehr wenig Freiräume. Konntest du dich gut damit arrangieren oder hat es dich immer wieder mal verzweifeln lassen? Liebe Grüße Sing
Was mich interessiert, wie hat sich dein Mutter-Sein entwickelt, du hattest ja dann die letzten Jahre vermutlich sehr wenig Freiräume. Konntest du dich gut damit arrangieren oder hat es dich immer wieder mal verzweifeln lassen? Liebe Grüße Sing
Schnecki (2015) & Pfötchen (2018)
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Quaak
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Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?
Damit arrangiert habe ich mich schon irgendwie, auch wenn ich es nicht schön finde, dass Freiräume in den nächsten Jahren quasi nicht existieren. Die Hauptdevise hieß bisher einfach "durchhalten". Ich habe mir mehr oder weniger bewusst über Vieles gar keine Gedanken gemacht. JETZT fange ich so langsam an, mir über die Qualität des Mutter-seins Gedanken zu machen, versuche, auch in Stresssituationen geduldig zu bleiben, Abwechslung zu schaffen etc. Bisher ging es nur ums Überleben und ich hatte weder Zeit noch Geduld, darüber nachzudenken, wie ich als Mutter so bin.
Ein Stückweit schaffe ich mir Freiraum dadurch, dass ich schon wieder halbtags arbeite, seit die Kleinen ein Jahr alt waren. Wir haben hierfür optimale Bedingungen: Krippe und Kindergärten sind je nur 2-3 Häuser weiter, ich kann im Homeoffice arbeiten und muss nur einmal die Woche (durch eine Sonderregelung im Moment sogar nur einmal im Monat) ins Büro fahren. Die Arbeit dichte ist zwar schon so hoch, dass ich in der Zeit, in der die Kinder im Kindergarten sind, nicht groß was anderes als meine Arbeit machen kann - aber es sind jeden Tag 5 Stunden in relativer Ruhe, ohne Geschrei und in denen ich mein Hirn benutzen kann. 24 Stunden am Tag nur für die Kinder da zu sein, hätte ich glaube ich nicht ausgehalten.
Ein Stückweit schaffe ich mir Freiraum dadurch, dass ich schon wieder halbtags arbeite, seit die Kleinen ein Jahr alt waren. Wir haben hierfür optimale Bedingungen: Krippe und Kindergärten sind je nur 2-3 Häuser weiter, ich kann im Homeoffice arbeiten und muss nur einmal die Woche (durch eine Sonderregelung im Moment sogar nur einmal im Monat) ins Büro fahren. Die Arbeit dichte ist zwar schon so hoch, dass ich in der Zeit, in der die Kinder im Kindergarten sind, nicht groß was anderes als meine Arbeit machen kann - aber es sind jeden Tag 5 Stunden in relativer Ruhe, ohne Geschrei und in denen ich mein Hirn benutzen kann. 24 Stunden am Tag nur für die Kinder da zu sein, hätte ich glaube ich nicht ausgehalten.
Quaak mit Miniquaak N. 11/2012 und den Drillingsmädchen K., J. und R. 05/2016 und zwei * 06/2014 und * 07/2015
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Minky
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Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?
Ich möchte so gerne 3 Kinder haben.
Mein Mann will allerdings nur 2, aber in einem kurzen Abstand. Im Herbst würden wir gerne wieder hibbeln, wenn denn sich der Zyklus wieder ergeben sollte, trotz Stillen.
Und mein heimlicher Plan ist, in 6-8 Jahren meinen Mann noch von einem Nachzügler zu überzeugen.
Wir werden sehen, was die Zeit bringt
Mein Mann will allerdings nur 2, aber in einem kurzen Abstand. Im Herbst würden wir gerne wieder hibbeln, wenn denn sich der Zyklus wieder ergeben sollte, trotz Stillen.
Und mein heimlicher Plan ist, in 6-8 Jahren meinen Mann noch von einem Nachzügler zu überzeugen.
Wir werden sehen, was die Zeit bringt
Mausi 04/19
Hasi 08/20
Zwillinge 09/22
Hasi 08/20
Zwillinge 09/22
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SingtoMe
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Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?
Hi quaak,
Sorry , ich habe hier gerade erst wieder reingeschaut.
Das hört sich gut an! Hätte ich an deiner Stelle wohl auch so gemacht. Vor allem, wenn die Krippe gut ist. Vermutlich hättest du sonst schlechter durchgehalten, wenn du mit den 3 zu hause hättest bleiben "müssen ".
Unsere kleine kommt mit 1 zur tagesmutter. Erst hatte ich es anders geplant , dann wurde es aber alles zu viel mit arbeiten, Ehrenamt etc. Jetzt freue ich mich auf die Zeit mit tagesmutter. Wenn ich ein drittes Kind bekommen würde, was zurzeit nicht geplant ist, dann würde ich es vermutlich wieder so machen.
Sorry , ich habe hier gerade erst wieder reingeschaut.
Das hört sich gut an! Hätte ich an deiner Stelle wohl auch so gemacht. Vor allem, wenn die Krippe gut ist. Vermutlich hättest du sonst schlechter durchgehalten, wenn du mit den 3 zu hause hättest bleiben "müssen ".
Unsere kleine kommt mit 1 zur tagesmutter. Erst hatte ich es anders geplant , dann wurde es aber alles zu viel mit arbeiten, Ehrenamt etc. Jetzt freue ich mich auf die Zeit mit tagesmutter. Wenn ich ein drittes Kind bekommen würde, was zurzeit nicht geplant ist, dann würde ich es vermutlich wieder so machen.
Schnecki (2015) & Pfötchen (2018)
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DolphinFFM
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Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?
Ich habe mal 3 angekreuzt, wobei das eigentlich schwankt. Lange hatte ich gar keine Vorstellung. Wir hatten uns für Nr. 1 entschieden und dann für Nr. 2 ohne festen Plan. In der SWS mit Nr. 2 fand ich den Gedanken das könnte meine letzte SWS sein irgendwie traurig und nicht richtig.
Um den 2. Geburtstag von Nr. 2 kam mir der Wunsch das ich gern mehr Kinder hätte, aber dann bitte 4. Bei 3en habe ich das Vorurteil des „armen“ Mittelkindes. Nun wächst Nr. 3 im Bauch und momentan hab ich das Gefühl das ist meine letzte SWS. Mal sehen wie sich das entwickelt.
Um den 2. Geburtstag von Nr. 2 kam mir der Wunsch das ich gern mehr Kinder hätte, aber dann bitte 4. Bei 3en habe ich das Vorurteil des „armen“ Mittelkindes. Nun wächst Nr. 3 im Bauch und momentan hab ich das Gefühl das ist meine letzte SWS. Mal sehen wie sich das entwickelt.
... mit den 3 Tigermädchen (02/2014 & 12/2016 & 01/2020)
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Lösche Benutzer 24566
Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?
Wir überlegen gerade ob wir ein zweites angehen. Uns hält hauptsächlich der Umweltaspekt und der Gedanke an die ohnehin schon bestehende Überbevölkerung zurück.
Wir könnten uns aber vorstellen, in Zukunft zu adoptieren. Mal schauen.
Wir könnten uns aber vorstellen, in Zukunft zu adoptieren. Mal schauen.
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DolphinFFM
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 10.12.2014, 18:06
Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?
Das sind interessante Überbelegungen, die sehr weit gesellschaftlich gedacht sind. Wärst du bereit eure Gedanken dazu weiter auszuführen?
... mit den 3 Tigermädchen (02/2014 & 12/2016 & 01/2020)
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Lösche Benutzer 24566
Re: Wieviele Kinder möchtet ihr?
Ich bin auf Arbeit, daher nur kurz.
Umweltaspekt:
Keine Kinder oder weniger auf die Welt zu bringen, bedeutet 58,6 Tonnen weniger CO2 pro ungeborenen Kind, was mehr ist als man irgendwie sonst einsparen kann (klick)
Dagegen wird gerne das Argument angeführt, dass in Ländern mit schlechtem Zugang zu Verhütungsmitteln Großfamilien die Norm sind, warum sollten wir uns dann also das 2. oder 3. Kind verwehren? Interessanter Weise steigt mit zunehmender Bildung und zunehmendem Bruttoinlandsprodukt aber der CO2-Ausstoß pro Mensch, gleichzeitig sinkt die durchschnittliche Anzahl der Kinder in einer Familie. Ich finde gerade nichts besseres, aber der Artikel erklärt einen Teil davon. Etwas krass ausgedrückt, wir können der Umwelt eigentlich nichts schlimmeres antun, als Kinder in die Welt zu setzen. Das Argument, dass ja hauptsächlich Entwicklungsländer kinderreich sind und sich das Problem daher mit Verhütungsmittel und verbesserte Bildung (= Annahme Frauen wollen weniger Kinder) lösen lässt, ist für mich einfach nicht überzeugend, weil gleichzeitig mehr CO2 pro Person produziert werden würde.
Überbevölkerung:
Selbst wenn sich die Geburtenzahlen weltweit auf ein Level einpendeln, bei dem wir uns gerade so selbst ersetzen oder sogar reduzieren, wird das meiner Meinung nach nicht rechtzeitig passieren, bevor Ressourcen knapp werden. Das könnte sogar noch zu meinen Lebzeiten passieren und war auch eine Überlegung, als wir Knirpsine planten. Ich möchte meinen Kindern später nur ungern erklären, dass sie ich bekommen habe, trotzdem wir wussten, dass z.B. Wasser knapp werden könnte, während die Personen die daran was hätten ändern können nicht gemacht haben. "Tja, war abzusehen, hat mich aber nicht interessiert," fühlt sich für mich nicht gut an, ich hätte zumindest gerne eine bessere Begründung - die hab ich im Augenblick aber nicht.
Abgesehen davon, kann gerade diese Ressourcenknappheit zu Krieg führen, was die Welt sicherlich zu keinem angenehmeren Ort machen wird.
Generell gar keine Kinder mehr zu bekommen ist natürlich auch keine Lösung, aber das sind halt schon Überlegungen die für mich/uns miteinfliessen. Im Endeffekt ist es ein globales Problem und die Entscheidunh für oder gegen Kind immer auch eine emotionale.
Umweltaspekt:
Keine Kinder oder weniger auf die Welt zu bringen, bedeutet 58,6 Tonnen weniger CO2 pro ungeborenen Kind, was mehr ist als man irgendwie sonst einsparen kann (klick)
Dagegen wird gerne das Argument angeführt, dass in Ländern mit schlechtem Zugang zu Verhütungsmitteln Großfamilien die Norm sind, warum sollten wir uns dann also das 2. oder 3. Kind verwehren? Interessanter Weise steigt mit zunehmender Bildung und zunehmendem Bruttoinlandsprodukt aber der CO2-Ausstoß pro Mensch, gleichzeitig sinkt die durchschnittliche Anzahl der Kinder in einer Familie. Ich finde gerade nichts besseres, aber der Artikel erklärt einen Teil davon. Etwas krass ausgedrückt, wir können der Umwelt eigentlich nichts schlimmeres antun, als Kinder in die Welt zu setzen. Das Argument, dass ja hauptsächlich Entwicklungsländer kinderreich sind und sich das Problem daher mit Verhütungsmittel und verbesserte Bildung (= Annahme Frauen wollen weniger Kinder) lösen lässt, ist für mich einfach nicht überzeugend, weil gleichzeitig mehr CO2 pro Person produziert werden würde.
Überbevölkerung:
Selbst wenn sich die Geburtenzahlen weltweit auf ein Level einpendeln, bei dem wir uns gerade so selbst ersetzen oder sogar reduzieren, wird das meiner Meinung nach nicht rechtzeitig passieren, bevor Ressourcen knapp werden. Das könnte sogar noch zu meinen Lebzeiten passieren und war auch eine Überlegung, als wir Knirpsine planten. Ich möchte meinen Kindern später nur ungern erklären, dass sie ich bekommen habe, trotzdem wir wussten, dass z.B. Wasser knapp werden könnte, während die Personen die daran was hätten ändern können nicht gemacht haben. "Tja, war abzusehen, hat mich aber nicht interessiert," fühlt sich für mich nicht gut an, ich hätte zumindest gerne eine bessere Begründung - die hab ich im Augenblick aber nicht.
Abgesehen davon, kann gerade diese Ressourcenknappheit zu Krieg führen, was die Welt sicherlich zu keinem angenehmeren Ort machen wird.
Generell gar keine Kinder mehr zu bekommen ist natürlich auch keine Lösung, aber das sind halt schon Überlegungen die für mich/uns miteinfliessen. Im Endeffekt ist es ein globales Problem und die Entscheidunh für oder gegen Kind immer auch eine emotionale.