Wie viel Programm braucht ein Baby?
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bluestar
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Wie viel Programm braucht ein Baby?
Mein Kind war in dem Alter ähnlich wie deins und geht jetzt auch im Pikler-Spielraum voll auf.sie war und ist sehr unabhängig und hat sich von anfang an viel alleine beschäftigt.
Ich denke du merkst wenn es deinem Baby zu viel oder zu wenig ist. Und Dir eben auch. Ich fand die Krabbelgruppen sehr schön weil ich mit anderen Müttern sprechen konnte. Bei den Kursen, naja. Mir Taugt das nicht so.
Ich hab auch versucht auf die Bedürfnisse meines Babies zu reagieren und sie eben weder zu „bespielen“ noch zu wenig zu stimulieren. Aber ich glaube ersteres ist die größere Gefahr, gerade wenn sie noch so klein sind...
Ach so und ich habe versucht recht früh schon eine gewisse Struktur im Tag/ der Woche zu haben, ich hatte das Gefühl das tut meinem Kind gut. Also auch ein wechsel zwischen Aktivität und eben nichtstun.
Ich denke du merkst wenn es deinem Baby zu viel oder zu wenig ist. Und Dir eben auch. Ich fand die Krabbelgruppen sehr schön weil ich mit anderen Müttern sprechen konnte. Bei den Kursen, naja. Mir Taugt das nicht so.
Ich hab auch versucht auf die Bedürfnisse meines Babies zu reagieren und sie eben weder zu „bespielen“ noch zu wenig zu stimulieren. Aber ich glaube ersteres ist die größere Gefahr, gerade wenn sie noch so klein sind...
Ach so und ich habe versucht recht früh schon eine gewisse Struktur im Tag/ der Woche zu haben, ich hatte das Gefühl das tut meinem Kind gut. Also auch ein wechsel zwischen Aktivität und eben nichtstun.
+ die Kleine *04/ 2018
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Lösche Benutzer 26418
Re: Wie viel Programm braucht ein Baby?
Schön zu lesen, dass nicht nur H. so ist. Manchmal bin ich schon in Sorge, wie wenig sie ihre Mama braucht. .-(
Aktuell kämpft sie lautstark mit ihrer Stoffkracke. hab kurz über Pikler gelesen. Das Gelesene fand ich ganz gut. Baden und Wickeln finden wir super!
Ich glaube die Frage wieviel man ein Kind fördern kann/muss wird mich noch lange beschäftigen.....
Aktuell kämpft sie lautstark mit ihrer Stoffkracke. hab kurz über Pikler gelesen. Das Gelesene fand ich ganz gut. Baden und Wickeln finden wir super!
Ich glaube die Frage wieviel man ein Kind fördern kann/muss wird mich noch lange beschäftigen.....
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Lösche Benutzer 22277
Re: Wie viel Programm braucht ein Baby?
Wenn Du Dich für Pädagogik interessiert, die davon ausgeht, dass man dem Kind eine anregende Umgebung bietet und sonst darauf baut, dass ein Kind selbst Impulse für seine Entwicklung mitbringt, dann könnte Montessori etwas für Dich sein 
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Lösche Benutzer 26418
Re: Wie viel Programm braucht ein Baby?
Mein Mann und ich haben jetzt schon überlegt H. den den Montessori Kindergarten anzbieten und evtl. auch folgend die Schule, wenn es zu ihrer Persönlichkeit passt. Da ich grundsätzlich nicht begeister bin von der Art der "Förderung" in unserem Bildungssystem/ in unserer Gesellschaft. Aber da haben wir ja noch drei Jahre 
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mama2008
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Re: Wie viel Programm braucht ein Baby?
Ich hab bei beiden Kindern den Rückbildungskurs gemacht. Dann ein mal die Woche Krabbelgruppe. Mit einem Jahr bin ich dann mit dem großen 1x die Woche in die Musikschule, der kleine fing den mit drei an. Dafür war der kleine 1x die Woche im Kinderturnen mit eineinhalb und beide Kids waren häufiger beim schwimmen, hier gibt es 1x die Woche öffentliches Babyschwimmen.
- LilyGreen
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Re: Wie viel Programm braucht ein Baby?
Von mir mal ein ganz anderer Blickwinkel:
Ich finde es echt immer wieder krass, wie unterschiedlich Babys sind. Bei dem, was hier überwiegend geschildert wird, hätte mein Baby die Krise bekommen
Fast das ganze erste Jahr, aber ganz sicher das erste halbe Jahr, hätte ich nur ein Motto: überleben. Mein Baby hing entweder an der Brust oder hat gebrüllt. Irgendwo liegen - und dann auch noch mehrere Minuten am Stück! - war völlig illusorisch. Langsam, mit fast 3, beschäftigt sie sich mal zufrieden, ohne dass jemand 2cm daneben sitzt.
Rückbildung hab ich allein daheim gemacht. Kanga hab ich mit 1,5 jähriger ausprobiert - unmöglich, sie wollte da nur weg. Seit etwa einem halben Jahr flüchtet sie nicht mehr sofort, wenn jemand außer uns auf dem Spielplatz ist. Und so weiter und so fort.
Hätte ich mir/uns ein solches Programm auferlegt, wie manche Mütter in deinem Pekip schildern - das hätte keiner überlebt.
Ich finde es echt immer wieder krass, wie unterschiedlich Babys sind. Bei dem, was hier überwiegend geschildert wird, hätte mein Baby die Krise bekommen
Fast das ganze erste Jahr, aber ganz sicher das erste halbe Jahr, hätte ich nur ein Motto: überleben. Mein Baby hing entweder an der Brust oder hat gebrüllt. Irgendwo liegen - und dann auch noch mehrere Minuten am Stück! - war völlig illusorisch. Langsam, mit fast 3, beschäftigt sie sich mal zufrieden, ohne dass jemand 2cm daneben sitzt.
Rückbildung hab ich allein daheim gemacht. Kanga hab ich mit 1,5 jähriger ausprobiert - unmöglich, sie wollte da nur weg. Seit etwa einem halben Jahr flüchtet sie nicht mehr sofort, wenn jemand außer uns auf dem Spielplatz ist. Und so weiter und so fort.
Hätte ich mir/uns ein solches Programm auferlegt, wie manche Mütter in deinem Pekip schildern - das hätte keiner überlebt.
- thuri
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 29.04.2014, 13:37
Re: Wie viel Programm braucht ein Baby?
Ich habe gerade überlegt, dass ich meine lerche mit 15 Wochen auch noch jede Wache Minute bespaßt habe.
Das lag aber daran, dass sie extrem viel geschlafen und lange gestillt hat.
Jetzt gerade untersucht sie die Spielsachen von Eule. Ich muss nur in der Nähe bleiben, um vergessenes kleinlego rechtzeitig abzufangen.
Was ich sagen will, jedes Kind ist anders. Und das zu Hause bespielen sieht auch bei jedem anders aus, auch wenn in der Erzählung ähnliche Aussagen erfolgen. Jede Wache Minute heißt bei dem einen eine Stunde über den Tag verteilt, beim anderen wäre es eine Mammut Aufgabe von mehreren Stunden.
Das lag aber daran, dass sie extrem viel geschlafen und lange gestillt hat.
Jetzt gerade untersucht sie die Spielsachen von Eule. Ich muss nur in der Nähe bleiben, um vergessenes kleinlego rechtzeitig abzufangen.
Was ich sagen will, jedes Kind ist anders. Und das zu Hause bespielen sieht auch bei jedem anders aus, auch wenn in der Erzählung ähnliche Aussagen erfolgen. Jede Wache Minute heißt bei dem einen eine Stunde über den Tag verteilt, beim anderen wäre es eine Mammut Aufgabe von mehreren Stunden.
Hier mit Eule (2/14) und Lerche (9/18)
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Shauni
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 25.03.2014, 14:51
Re: Wie viel Programm braucht ein Baby?
Es tut gut, zu lesen, dass auch andere Kinder vom Spielplatz gehen, wenn fremde Kinder kommen... Ich hatte mit dem Großen ähnliche Erlebnisse: ich hätte gerne mehr Kurse gemacht, da ich gerne mehr Kontakte gehabt hätte, war dann aber die Mutter die mit schreiendem Kind vor Kursende heim ist, weil dem Baby die Ueit zu lang war und mit dem Kleinen habe ich es so genossen, dass er zu Hause zufrieden war und Kontakte hab ich nun auch genug, dass ich einen Sportkurs für mich und so ab sechs Monaten noch einen Musikkurs für uns gemacht habe und ansonsten hat er meistens vormittags so seine Schlafenszeit gehabt, dass Kurse da schlecht reingepasst hätten.LilyGreen hat geschrieben: 28.05.2019, 16:46 Von mir mal ein ganz anderer Blickwinkel:
Ich finde es echt immer wieder krass, wie unterschiedlich Babys sind. Bei dem, was hier überwiegend geschildert wird, hätte mein Baby die Krise bekommen![]()
Fast das ganze erste Jahr, aber ganz sicher das erste halbe Jahr, hätte ich nur ein Motto: überleben. Mein Baby hing entweder an der Brust oder hat gebrüllt. Irgendwo liegen - und dann auch noch mehrere Minuten am Stück! - war völlig illusorisch. Langsam, mit fast 3, beschäftigt sie sich mal zufrieden, ohne dass jemand 2cm daneben sitzt.
Rückbildung hab ich allein daheim gemacht. Kanga hab ich mit 1,5 jähriger ausprobiert - unmöglich, sie wollte da nur weg. Seit etwa einem halben Jahr flüchtet sie nicht mehr sofort, wenn jemand außer uns auf dem Spielplatz ist. Und so weiter und so fort.
Hätte ich mir/uns ein solches Programm auferlegt, wie manche Mütter in deinem Pekip schildern - das hätte keiner überlebt.
Also auch eine Stimme von mir dafür, so viel Kurse zu machen, wie es Mutter und Kind gut tut und ich denke, dass keinem Kind in einem zugewandten Elternhaus die Förderung fehlt, die man in Kursen bekommt. Ich hab da ein paar Lieder und Beschäftigungsideen mitgenommen, die hätte ich aber auch aus nem Buch ziehen können.
Viele Grüße
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
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Pirouge
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- Registriert: 14.06.2014, 22:01
Re: Wie viel Programm braucht ein Baby?
Es wurde ja schon öfter geschrieben, aber auch von mir noch eine Stimme für "ein Baby braucht kein Programm".
Wenn dein Kind zufrieden ist, dann ist alles super und du kannst dich dran freuen, dass es so entspannt ist. Die Welt besteht aus so vielen Eindrücken und der Drang zum Entdecken sollte finde ich total vom Kind ausgehen. In-sich-ruhen ist für mich das allerwichtigste, seine eigenen Bedürfnisse merken und kommunizieren können. Der Rest kommt von allein
.
Bei Pikler mag ich die Idee, dass Kinder sich erst mit ihrem eigenen Körper beschäftigen lernen "sollen", also Hände entdecken, Füße, dann kommt langsam "die Welt". Und den Punkt, dass man beim Pflegen und Sein mit dem Kind dann die volle liebevolle Aufmerksamkeit gibt. Und Bindungstheoriemäßig ist es wichtig prompt, adäquat und verlässlich auf die Bedürfnisse zu reagieren, wenn Unzufriedenheit geäußert wird.
Hast du den Film Babies gesehen? Da taten mir die "geförderten" westlichen Babies mega leid, weil sie völlig überfordert waren. Und das Kind in der Mongolei, das viel Zeit allein (z.T. an einer "Leine", was natürlich befremdlich ist und sicher nicht optimal) verbrachte, wirkt so in seiner Mitte und geerdet.
Wenn dein Kind zufrieden ist, dann ist alles super und du kannst dich dran freuen, dass es so entspannt ist. Die Welt besteht aus so vielen Eindrücken und der Drang zum Entdecken sollte finde ich total vom Kind ausgehen. In-sich-ruhen ist für mich das allerwichtigste, seine eigenen Bedürfnisse merken und kommunizieren können. Der Rest kommt von allein
Bei Pikler mag ich die Idee, dass Kinder sich erst mit ihrem eigenen Körper beschäftigen lernen "sollen", also Hände entdecken, Füße, dann kommt langsam "die Welt". Und den Punkt, dass man beim Pflegen und Sein mit dem Kind dann die volle liebevolle Aufmerksamkeit gibt. Und Bindungstheoriemäßig ist es wichtig prompt, adäquat und verlässlich auf die Bedürfnisse zu reagieren, wenn Unzufriedenheit geäußert wird.
Hast du den Film Babies gesehen? Da taten mir die "geförderten" westlichen Babies mega leid, weil sie völlig überfordert waren. Und das Kind in der Mongolei, das viel Zeit allein (z.T. an einer "Leine", was natürlich befremdlich ist und sicher nicht optimal) verbrachte, wirkt so in seiner Mitte und geerdet.
2014 und 2019
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Lösche Benutzer 26418
Re: Wie viel Programm braucht ein Baby?
Interessant wie unterschiedlich die Kinder doch schon von klein auf sind. Was sie brauchen und wie viel Programm sie wollen. Ich glaub H. und ich brauchen noch etwas Zeit, um uns einzupendeln, kennen zu lernen. Erst nach der Geburt wurde mir bewusst, dass man sich ja doch noch irgendwie ganz schön fremd ist. Aber ich merke, dass wir zwei uns jeden Tag etwas besser kennen lernen.
Den Film hab ich nicht gesehen, aber ich kann es mir gut vorstellen. Das Thema FÖRDERN (auf Leistung bezogen) ist ja inzwischen ein ganz großer Punkt bei der Erziehung der Kinder, ja z.T. schon in der Schwangerschaft. Eigentlich wollte ich mich da ziemlich fernhalten, aber ist doch gar nicht so leicht.
Den Film hab ich nicht gesehen, aber ich kann es mir gut vorstellen. Das Thema FÖRDERN (auf Leistung bezogen) ist ja inzwischen ein ganz großer Punkt bei der Erziehung der Kinder, ja z.T. schon in der Schwangerschaft. Eigentlich wollte ich mich da ziemlich fernhalten, aber ist doch gar nicht so leicht.
Zuletzt geändert von Mondenkind am 29.05.2019, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: unerwünschte Abkürzung für Schwangerschaft editiert
Grund: unerwünschte Abkürzung für Schwangerschaft editiert