nach knapp 15 Monaten Stillerei möchte ich einfach nicht mehr. Rein organisch hat das Stillen bei uns (bis auf wenige Ausnahmen) immer super geklappt, aber ich will jetzt endlich die Autonomie über meinen Körper wieder. Ich hatte auch nie wirklich Spaß am Stillen und es war auch keine schöne Kuschelstunde, ich fand und finde andere Momente sehr viel schöner und inniger. Wir kuscheln viel, er wurde sehr viel getragen, er schläft in meinem Arm ein etc...
Mein Kind ist auch eher ruppig beim Stillen und reagiert sich gerne dabei ab, strampelt, kneift, fummelt überall rum etc. Nachts kann ich oft das bloße Gefühl, dass da an mir rumgezuppelt wird, nicht mehr ertragen. Er hat sich auch eine merkwürdige Art des Nuckelns angewöhnt, die zwar nicht schmerzhaft, aber trotzdem total unangenehm ist und mir durch den ganzen Körper geht...
Kurzum, ich möchte nicht mehr. Das Problem an der Sache ist natürlich, dass mein Kind das ganz anders sieht
Nachts sieht die Sache anders aus. Ich kann ihn zwar grundsätzlich beruhigen, wenn er nachts aufwacht (er schläft mit im Bett), aber die die Aufwachfrequenz wird ohne Stillen dann immer höher, bis ich irgendwann doch resigniere und ihm die Brust gebe, so dass ich selbst wenigsten 2 Stunden am Stück Schlaf bekomme. Ich denke das ist alles ganz normal, er ist es eben so gewohnt und neben dem Nuckeln nimmt er nachts auch noch 2-3 ordentliche Stillmahlzeiten zu sich, so dass ich mir vorstellen kann, dass er schlicht und ergreifend hungrig ist irgendwann, dann schläft es sich natürlich auch nicht gut.
Weshalb ich auch so zögere das ganze konsequenter durchzuziehen ist, dass er weder Schnuller noch Flasche nimmt. Flasche ist jetzt nicht so tragisch, allerdings trinkt er auch grundsätzlich keine andere Milch als Muttermilch, wobei das vielleicht auch Gewöhnung ist? Aber ohne Schnuller sehe ich es schon ein bisschen problematisch, da er eben ein Saugbedüfnis hat und das Nuckeln ja eine effektive Stresstbewältigungsstrategie ist. Sieht man ja auch an der Art, wie er sich beim Stillen abreagiert. Und das möchte ich ihm nicht nehmen... Oder kann ich drauf bauen, dass er schon einen Schnuller nehmen wird, wenn es die Möglichkeit der Brust nicht mehr gibt?
Irgendwie fühle ich mich gerade so in der Zwickmühle nach dem Motto "mein Kind oder ich", und bisher haben seine Bedürfnisse immer überwogen, aber jetzt ist ein Punkt erreicht, wo ich wirklich nicht mehr kann und will.
Könnt ihr mir Tipps geben, Erfahrungen teilen etc.? Es muss sich was tun, aber ich habe gerade das Gefühl in einer Einbahnstraße zu sein, aus der ich so einfach nicht rauskomme...
Schöner Gruß und danke schon mal