Liebe bayleaf,
das glaube ich, dass es nicht ganz nachvollziehbar ist
Ich versuche nochmal etwas genauer meine Beweggründe zu schildern:
Unsere Tochter brauchte 13 Tage, um das Geburtsgewicht wieder zu erreichen. In dieser Zeit gab es 3-4 Tage, wo die Hebamme täglich da war und das Gewicht immer gleich war. Die Hebamme meinte dann, dass sie glaube, dass meine Milchproduktion nicht ausreichend sei und dass ich pumpen solle (wie schon beschrieben: 10 Minuten nach jedem Stillen und Power Pumpen in der Nacht) und die abgepumpte Milch zufüttern solle. Das haben wir mehrere Wochen lang getan (gepumpt) bzw. versucht (zuzufüttern). Die Zufüttermengen waren jedoch immer gering, da unsere Maus nicht mehr getrunken hat, sobald wir das BES dazugeschaltet haben und auch mit den Fläschchen nichts anzufangen wusste.
Die Nerven lagen bei uns allen blank, da das zufüttern meist nur in Gebrüll endete und nach ca. 8 Wochen im Rahmen einer Kinderarzt-Untersuchung meinte die Ärztin, dass sie mit ihrem Gewicht eh ganz normal im Normbereich liegen würde und riet uns, einfach ausschließlich zu stillen. Das habe ich dann gemacht - aber ich hatte trotzdem ständig Sorge, dass die Milch ohne zu pumpen nicht reichen könnte, daher habe ich weiterhin 2-3x täglich gepumpt und wie gesagt die Milch eingefroren oder zum Baden verwendet.
Seit ich nun mit ihr mobiler bin besuche ich regelmäßig 1x/Woche eine Stillgruppe, wo wir sie wiegen und bis jetzt lag sie immer ziemlich gut auf ihrer Perzentile (ca. auf der 25er). Die Leiterin der Gruppe und auch die Stillberaterin einer LLL-Gruppe haben mich mehrmals motiviert, das Pumpen mal auszusetzen, weil sie beide der Ansicht waren, dass ich so die Milch für die Pumpe produziere und sich meine Brust schon dem Bedarf meines Kindes anpassen wird.
Ja, und irgendwann war ich wirklich so fertig und habe mich nach einem "normalen" Tagesablauf mit meinem Baby gesehnt, dass ich vor ca. 6 Wochen aufgehört bzw. nur noch sehr selten gepumpt habe. Leider war dann die zweite Frenotomie, darauf folgend ein ca. zweiwöchiger Stillstreik und jetzt ein Infekt und die letzten 3 Wochen lag sie halt mit der Gewichtsentwicklung leicht unter dem Minimum von 70g/Woche.
Wie gesagt, die Kinderärztin hat gesehen, dass die Kurve nun flacher geworden ist, aber noch keinen Grund zur Sorge gesehen. Sie motiviert uns auch schon zur Beikost, was wir schon ein wenig begonnen haben, aber noch keine relevanten Mengen sind.
Mich irritiert einfach Mäuschens Stillverhalten im Vergleich zu dem der anderen Kinder, die ich in diversen Gruppen nun schon erlebt habe: während manche Kinder im Rückbildungskurs oder in der Stillgruppe 3x stillen wollten, kann ich froh sein, wenn sie sich 1x anlegen lässt, weil alles andere interessanter ist und ablenkt. Auch zuhause fällt es mir ohne den früheren Hungerzeichen schwer, zu erkennen, wann sie jetzt wirklich hungrig ist. Ich biete ihr halt immer wieder die Brust an, wenn sie quengelig oder müde wird oder sich in Richtung Brust dreht, aber häufig passiert es, dass sie zwar andockt und zu saugen beginnt, aber aufhört, sobald der MSR einsetzt bzw. nur ein paar Schlucke trinkt und dann herumspielt. Auch im abgedunkelten Schlafzimmer im Liegen dockt sie immer wieder ab, spielt mit ihren Füßen oder dreht sich seit neuestem herum. Oder sie ist so müde, dass sie relativ rasch einschläft.
Ich versuche dann halt, sie im Halbschlaf kurz nach dem Aufwachen oder im Schlaf zu stillen, wo sie dann gut trinkt.
Das alles lässt mich eben befürchten, dass sie alleine meine Milch nicht ausreichend ankurbelt und sie deshalb die letzten Wochen weniger zugenommen hat. Und ich vielleicht das Pumpen einfach brauche, damit Mäuschen mehr zur Verfügung hat, wenn sie denn mal trinkt. Irgendwo hab ich gelesen, dass Babys in ihrem Alter (ca. 6 Monate) in etwa 1 L Muttermilch in 24h benötigen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mit dem geschilderten Trinkverhalten solche Mengen bei mir erwischt..
Ja, ich weiß, es muss auch die Babys geben, die am unteren Ende der (Gewichts-)Skala sind, dennoch verunsichert es mich immer ein wenig, wenn ich die anderen propperen Babys sehe, die alle so gut trinken, während meine Tochter sich nur das Notwendigste zu holen scheint.
Ich hoffe, das war jetzt etwas nachvollziehbarer!
Alles Liebe, Valencia