Hallo zusammen, ich hoffe, ihr könnt mir helfen. Mein Baby ist jetzt fast 11 Monate alt und ich habe bisher pumpgestillt, da es mit der Brust nicht funktioniert hat. Er war ein SGA Baby und anfangs sehr schwach. Nun habe ich begonnen abzustillen, also anstatt 4 mal nur noch 3 mal gepumpt sowie kürzer usw. Meine Brust ist zwar recht voll, aber es geht noch. Jetzt ist mir aber aufgefallen, dass meine Stimmung depressiv ist. Ich bin schnell gereizt, müde, habe keine Lust auf irgendetwas, freudlos... Es hängt bestimmt mit dem Abstillen zusammen, aber was kann ich dagegen machen? Pendelt es sich von selbst wieder ein? Ich habe vor meinem Sohn ein Baby in der 31. SSW an Plazentainsuffizienz verloren, dann kam die Schwangerschaft mit meinem Sohn, in der ich mir auch oft Sorgen gemacht habe. Mir fehlt irgendwie bis heute die Nähe, die wir nicht haben konnten, weil er in die Kinderklinik musste. Wir waren zwar im Kreißsaal ca. 45 min zusammen, aber dann wurde er mir weggenommen. Ich hatte zwar nach der Geburt diesen Babyblues und habe einige Zeit gebraucht, um zu begreifen, dass ich nun WIRKLICH endlich Mama bin... aber danach habe ich mich gut gefühlt. Ich hatte nach der ganzen Vorgeschichte trotzdem immer Angst, dass sich irgendwann doch eine Wochenbettdepression breitmacht. Bisher war zwar alles ok, aber kann es jetzt damit losgehen? Oder ist das jetzt vorübergehend?
Danke und LG
Depressive Verstimmung beim Abstillen
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
-
blassblau
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 118
- Registriert: 15.01.2019, 17:21
Depressive Verstimmung beim Abstillen
Zuletzt geändert von Mondenkind am 08.02.2019, 13:08, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: unerwünschte Abkürzung für Schwangerschaft editiert
Grund: unerwünschte Abkürzung für Schwangerschaft editiert
- Larala
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3645
- Registriert: 10.02.2017, 11:56
- Wohnort: Niederlande
Re: Depressive Verstimmung beim Abstillen
Ich kann zum Thema Abstillen noch nicht aus Erfahrung sprechen, da melden sich bestimmt noch andere. Aber ich habe mich beim Lesen gefragt, ob du denn wirklich selbst gerne abstillen würdest oder du dich da eher nach Erwartungen anderer oder äußeren Zwängen richtest. Vielleicht bist du innerlich noch nicht ganz bereit damit aufzuhören, und fühlst dich deshalb nicht gut?
mit der Ritterin vom "Ni" 5/17
-
pqr
- SuT-Legende
- Beiträge: 8947
- Registriert: 16.08.2015, 17:38
Re: Depressive Verstimmung beim Abstillen
Ich schliesse mich larala an und stelle auch die Frage, ob das depressive Gefühl auch davon kommen könnte, dass das Abstillen nicht rein Dein eigener Wunsch ist? Aus welchem Grund möchtest Du denn Abstillen?
Du musstest schon viel Schwieriges mitmachen. Hast Du jemanden, mit dem Du da reden kannst?
Du musstest schon viel Schwieriges mitmachen. Hast Du jemanden, mit dem Du da reden kannst?
Viele Grüße
pqr
pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
pqr
pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
-
blassblau
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 118
- Registriert: 15.01.2019, 17:21
Re: Depressive Verstimmung beim Abstillen
Hallo, danke schon mal für eure Antworten. Ja, ich möchte gerne abstillen. Das Pumpstillen war zwar anstrengend, aber ich bereue es trotzdem nicht und würde es auch wieder machen, wenn es sein müsste. Es war zwar nicht das klassische Stillen, aber ich habe die innige Verbindung zu meinem Sohn trotzdem gefühlt, indem ich ihn so ernährt habe. Aber nach fast einem Jahr fühle ich mich bereit dafür und ich habe auch noch sehr viel eingefroren. Das reicht bestimmt noch 2 Monate. Im März gehe ich auch wieder arbeiten und klar, ich könnte auch weiterhin noch abpumpen (morgens/abends), aber wie gesagt... ich bin auch ein Stück weit froh, wenn die Pumperei beendet ist. Die Beikost läuft bei uns zwar so lala, aber der Kleine isst mittlerweile zumindest einige andere Sachen und sogar teilweise vom Tisch mit. Die eingefrorene Milch könnte seine Nahrung vervollständigen. Und bis ich komplett abgestillt habe, vergehen bestimmt noch 2-3 Wochen. Bis dahin fließt ja auch noch Milch und die bekommt er auch. Mich hat es nur erschrocken, dass das Abstillen mit so einer depressiven Verstimmung einhergeht... vielleicht kennt es ja jemand.
-
Aranyen
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1872
- Registriert: 29.10.2018, 17:07
Re: Depressive Verstimmung beim Abstillen
Ich glaube schon, dass mit dem Ende der Stillzeit die Hormone sich nochmal verändern und das zu Stimmungsschwankungen und -tiefs führen kann.
Da möchte ich den Experten hier im Forum aber nicht vorgreifen.
Als jemand der selbst eine Wochenbettdepression hat/hatte, glaube ich aber, dass du dich auch damit auseinandersetzen darfst, was es für dich emotional bedeutet, dass du abstillst. Damit endet etwas und Trauer ist dann auch in Ordnung. Du gehst wieder arbeiten, damit findet eine weiteres Loslösen statt.
Du darfst wehmütig sein, das ist normal. Gerade wenn Euer Start nicht so war wie erhofft.
Bei mir war die Trauer über die „verpasste Zeit“ die wir ganz am Anfang nicht miteinander hatten sehr groß. Deine Gefühle sind also erstmal da und es ist ok, dass sie da sind.
Wenn es dir nach einiger Zeit immer noch schlecht geht, dann schau doch mal, dass du mit deiner Hebamme/Frauenarzt/etc sprichst.
Nicht, dass sich doch eine Wochenbettdepression einschleicht. Und ja, dass kann immer noch passieren, bzw. wird manchmal erst so spät erkannt.
Da möchte ich den Experten hier im Forum aber nicht vorgreifen.
Als jemand der selbst eine Wochenbettdepression hat/hatte, glaube ich aber, dass du dich auch damit auseinandersetzen darfst, was es für dich emotional bedeutet, dass du abstillst. Damit endet etwas und Trauer ist dann auch in Ordnung. Du gehst wieder arbeiten, damit findet eine weiteres Loslösen statt.
Du darfst wehmütig sein, das ist normal. Gerade wenn Euer Start nicht so war wie erhofft.
Bei mir war die Trauer über die „verpasste Zeit“ die wir ganz am Anfang nicht miteinander hatten sehr groß. Deine Gefühle sind also erstmal da und es ist ok, dass sie da sind.
Wenn es dir nach einiger Zeit immer noch schlecht geht, dann schau doch mal, dass du mit deiner Hebamme/Frauenarzt/etc sprichst.
Nicht, dass sich doch eine Wochenbettdepression einschleicht. Und ja, dass kann immer noch passieren, bzw. wird manchmal erst so spät erkannt.
Ich leben mit meinem Monster (Hochzeit 2017) und unserem Monsterchen (März 2018) im Sauerland.
Kartenchallenge „Mehr als Worte“ auf Seite 28
Kartenchallenge „Mehr als Worte“ auf Seite 28