Toll, dass hier so viele mitschreiben möchten

In vielen Beispielen finde ich mich auch wieder.
@Februarmama: Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Lesen auch dachte "Puh, das könnte ich nicht". Und dann habe ich darüber nachgedacht und mir ist eingefallen, dass ich Rahmen meiner Ausbildung auch mal 5 Tage auf einer Fortbildung war und meine Tochter von einer guten Freundin betreut wurde. Hier war es also nicht mal der Vater (weil kein Kontakt) oder sonstige Familie (weil keine Möglichkeit). Da war sie gerade 2 Jahre alt. Und tatsächlich waren die 5 Tage einfach nur toll! Ich wusste, dass meine Tochter gut betreut ist, ich konnte einfach mal wieder nur ich sein und hatte nach den 5 Tagen ganz neue Energie für meine Tochter. Ich habe sie ehrlich gesagt nicht mal großartig vermisst, der Zeitraum war ja überschaubar
Du schreibst, dass Du Dich ganz bewusst für eure berufliche und familiäre Situation entschieden hast und dann kann daran ja auch gar nichts falsch sein

Der erste Abschied nach 12 Monaten wird bestimmt etwas schwerer, aber danach werdet Ihr sicher in euren neuen Alltag hineinwachsen
Deine Smartphone-Schilderung kann ich auch sehr gut nachvollziehen

Ich habe das Handy leider auch viel zu oft in der Hand, habe für mich aber noch keine gute Lösung gefunden, das ganze irgendwie gedrosselt zu bekommen. Wenn Du eine Idee hast, immer her damit
@Mutterhenne: Ich gehöre auch eher zur chaotischen Fraktion

Momentan läuft es super, was anscheinend dem Nestbautrieb geschuldet ist

Mir hilft es kleine Routinen einzubauen, damit das Chaos keine Überhand nimmt. Die Küche wird z. B. jeden Abend aufgeräumt, egal ob ich Lust habe oder nicht. Denn ich weiß, dass mir eine unaufgeräumte Küche morgens auf jeden Fall die Laune verdirbt. Leider reißen meine Routinen hin und wieder auch ein und dann komme ich mir wie Du auch schreibst so unperfekt vor. In Zukunft möchte ich aber weniger Zeit damit vertrödeln mich über mein "Versagen" zu ärgern, sondern mir einfach sagen, dass morgen ein neuer Tag ist und ich doch einfach wieder anfangen kann mit meiner Routine
Ich empfinde den Begriff "good enough" übrigens nicht abwertend, sondern wirklich erleichternd, aber das ist sicher Ansichtssache

Einige scheinen hier ja auch schon ein paar Schritte weiter mit ihrer Einstellung einer "(Nicht-)Perfekten-Mutter" zu sein als ich

Für mich gibt es zurzeit eben noch häufig meine (unbegründeten) Idealvorstellungen vs. der Realität und dem Gefühl versagt zu haben. Aber eben genau deswegen habe ich diesen Beitrag eröffnet, um mich langsam davon zu lösen und endlich entspannter und zufriedener zu werden und damit auch eine bessere Mutter
Noch ein weiteres Beispiel: Töchterchen hat wie jedes Jahr einen selbstbefüllten Adventskalender. Kam auch jedes Jahr gut an. Dieses Jahr ist sie bei jedem zweiten Türchen am Motzen. Das bringt mich zur Weißglut, weil ich mir natürlich Gedanken gemacht und Mühe gegeben habe. Ich werde dann oft unfair und paule sie an

Aber eigentlich hat sie mich ja gar nicht darum gebeten ihr solch einen Adventskalender zu gestalten. Und ganz eigentlich wusste ich auch, dass sie mit einem 0815-Schoko-Kalender super happy gewesen wäre. Da stand ich mir mit meiner Idealvorstellungen mal wieder selbst im Weg. Nächstes Jahr werde ich sie fragen, was sie lieber möchte und wenn es ein ganz einfacher Kalender sein soll, soll mir das doch eigentlich ganz Recht sein
