Licht im Schlafzimmer: das ist teilweise ein Relikt aus der Zeit, wo die Babys noch klein waren und ich nachts hinschauen musste beim Andocken, da war das echt ne große Hilfe. Der Grund, warum wir das Licht weiterhin haben, ist, dass man dann die Uhr sehen kann. Wenn ich zum Stillen aufwache und merke, dass ich Pipi muss, schaue ich oft auf die Uhr: ist es vielleicht nur noch eine knappe Stunde, bis ich ohnehin aufstehen muss? Dann verkneife ich es mir und schlafe direkt weiter, damit die Babys nicht wach werden. Ist es erst nachts um 2? Dann bleibe ich wach, bis die Jungs wieder tief und fest schlafen, und gehe aufs Klo, damit ich nicht später in die Situation komme, dass ich nicht länger abwarten kann, die Babys aber noch im Halbschlaf sind... wenn ich dann aufstehe, sind sie nämlich wach und wir haben Geschrei.
Wir hatten auch schon Phasen ohne Lampe (im Sommer, wo es eh nur ein paar Stunden richtig dunkel ist) und im Zweifelsfall hat das die Jungs aber nicht vom Toben abgehalten... vielleicht probieren wir es trotzdem nochmal mit Licht aus, man greift ja nach jedem Strohhalm.
Licht im Wohnzimmer: das ist nur ein kleines Schranklämpchen, gerade genug, um im Dunkeln auf dem Weg zum Klo nicht auf irgendwelche herumliegenden Sachen zu treten. Das sieht man auch nicht vom Schlafzimmer aus.
Offene Schlafzimmertür: ist die Tür geschlossen, ist es total stickig im Schlafzimmer. Ist also für die Luftzirkulation. Letzte (oder war es vorletzte?) Nacht dachte ich auch, vielleicht gehen die Babys ja alleine rüber ins Wohnzimmer spielen, wenn sie schon nicht schlafen, und ich schlummere hier im Bett ein Bisschen? Aber sie haben lieber mehrere Stunden im Bett getobt, die offene Tür war total uninteressant.
Mir wäre es ja sogar lieber, sie würden im Wohnzimmer spielen gehen als durchs Bett zu toben. Hat aber noch nie einer gemacht...
Müde: sind sie eigentlich schon. Aber ich hab das auch manchmal, dass ich, wenn ich aus irgendeinem Grund erstmal richtig wach bin (z.B. es rumort im Bauch, blöden Traum gehabt, hochgeschreckt weil mir noch was dringendes/wichtiges eingefallen ist etc), ein Weilchen brauche, um wieder runterzukommen. Nur: ich lege mich dann ruhig hin und warte darauf, dass ich wieder bettschwer werde. Zur Not lese ich leise was oder so, bis ich wieder schläfrig genug bin. Aber die Babys haben soviel Verstand ja noch nicht - wenn sie wach sind, geht eben direkt der Turbo wieder an und dann toben sie, bis sie wieder RICHTIG müde sind... also so müde, dass sie beim Stillen einschlafen und dem Schlaf gar nicht mehr widerstehen können. Solange sie noch genug Energie haben, sich zwischen Schlaf und Toben "entscheiden" zu können, schlafen sie nicht ein. Und die einzige mir bekannte Möglichkeit, sie quasi zum Ruhigwerden zu "zwingen", ist das Tragen. Da schlafen sie manchmal ein, auch wenn sie nur normal müde sind und noch nicht aufgabebereit-müde. Aber sonst?
Tagsüber wecken: werde ich jetzt wohl konsequent durchziehen müssen. Babysitter hab ich nicht, höchstens mal die Oma. Der Nachteil daran ist, dass sie danach meistens total nölig an mir kleben und ich keinen Schritt mehr tun kann, ohne dass mir zwei jammernde Babys folgen. Das reibt mein Nervenkostüm so dermaßen auf, dass ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich eine Hilfe wäre, oder ob ich insgesamt besser fahre, wenn ich meinen müden Hintern selbst zum Spielplatz schleife. Wird aber in Erwägung gezogen. Und wecken ist definitiv der nächste Schritt...
Es ist übrigens 4:33 Uhr. Ich hatte schon frohlockt: hurra, noch vor Mitternacht waren beide Babys eingeschlafen! Tja, zu früh gefreut. Einer wachte nach drei Uhr auf und es dauerte nicht lange, bis der andere unsere Abwesenheit im Bett bemerkte und ebenfalls aufwachte. Nun gähnen und stolpern sie herum - eindeutig müde, aber auch nicht mehr zum Schlafen zu bewegen, trotz aller Versuche...
Wäre ja auch zu einfach gewesen sonst.
