Vivilotta hat geschrieben: 17.10.2018, 10:47
Kinder mit Bindungsentzug brechen will.
Sorry, ich Haarspalter mag es überhört haben. Aber: Wo wird das im Trailer gesagt?
[Ich weiß, dass es so gehandhabt wird. Also das man sein Kind "abgibt" und maximal am Wochenende sieht bzw. nur wenn es "brav war" und ansonsten holt man es nach 8 Wochen ab und "es funktioniert". Aber aus dem Schnipsel den ich bei YT sehe, geht das IMHO nicht hervor. ]
Vivilotta hat geschrieben: 17.10.2018, 10:47
Kinder mit Bindungsentzug brechen will.
Sorry, ich Haarspalter mag es überhört haben. Aber: Wo wird das im Trailer gesagt?
[Ich weiß, dass es so gehandhabt wird. Also das man sein Kind "abgibt" und maximal am Wochenende sieht bzw. nur wenn es "brav war" und ansonsten holt man es nach 8 Wochen ab und "es funktioniert". Aber aus dem Schnipsel den ich bei YT sehe, geht das IMHO nicht hervor. ]
Da geht es vor allem um die Situation mit den wachen Kindern nachts. Es wird nicht explizit gesagt, aber ich denke, dass jeder versteht, dass mit "Schlafen lernen" gemeint ist, dass das Kind nachts alleine liegen soll. In dem Fall überwacht von Kameras. War es bei Renz-Polster, dass ich gelesen habe, dass nur eine Krankenschwester reinkommen darf und die Eltern überhaupt nicht?
Vivilotta hat geschrieben: 17.10.2018, 10:47
Bestes Beispiel ist der große Stimmgewinn der Grünen im konservativen Bayern, der vor allem von den jüngeren Generationen ausgeht.
Deswegen werden wir König Söder leider trotzdem nicht los . Ich hatte ja echt schon Hoffnungen...
Ich auch. Vielleicht in 4 oder 8 Jahren dann endlich mal.
Vivilotta hat geschrieben: 17.10.2018, 10:47
Bestes Beispiel ist der große Stimmgewinn der Grünen im konservativen Bayern, der vor allem von den jüngeren Generationen ausgeht.
Deswegen werden wir König Söder leider trotzdem nicht los . Ich hatte ja echt schon Hoffnungen...
Ich auch. Vielleicht in 4 oder 8 Jahren dann endlich mal.
Und der strebt ja weiterhin ein 'Bürgerliches Bündnis' mit den FW an (was auch immer das genau sei ...)... *OT off*
Meine Schwester ist übrigens psychologische Psychotherapeutin (VT! Also ganz grob 'derselben Schule' zugehörig wie diese Klinik) und Professorin an einer anerkannten deutschen Uni. Sie hat selbst ein Kind, das knapp 2 Jahre gestillt wurde und noch getragen wird, das zu Beginn extreme Regulationsstörungen (nach KS) hatte – denen mit Liebe und Zuwendung begegnet wurde (von beiden Eltern: Vater ist auch Psychologe). Ich gehe davon aus, dass sie die im Film gezeigten Methoden als wissenschaftlich unbegründet bezeichnen würde (als unmenschlich sowieso). Habe sie leider noch nicht fragen können...
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)
Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
Leila hat geschrieben: 17.10.2018, 09:34
Nur für mich zum Verständnis: findest du, dass diese Ebene in dem Film und der Diskussion zu wenig kritisch betrachtet wird, oder dass ich zu wenig kritisch da drauf schaue? Ich meine das nicht böse oder als Angriff, es ist für mein Verständnis. Ich habe gesehen, dass in ein paar Tagen hier bei uns dieser Film gezeigt wird und einer der Psychologen anwesend sein wird. Ich überlege, ob ich mir dies ansehe und anschließend der Diskussion beiwohne. Ich bin mir aber wahnsinnig unsicher, ob ich dem "Fachpersonal " da auf Augenhöhe begegnen kann. Für mich ist halt das Problem da, dass dieser Film für Eltern, die das NICHT genauer durchdenken, eben diese "Erziehungsmetgoden" legitimiert, auch wenn sie gesetzlich verboten sind. Das finde ich ganz schwer zu ertragen, vor allem, weil ich hier in der Stadt sehr häufig sehr respektlosen Umgang mit Kindern erlebe.
Oje, dass kommt davon, wenn man Beiträge am Handy schreibt. Entschuldige. Ich wollte Dir Recht geben, aber klarsstellen, dass diese Sicht auf den Film eine andere ist, als die Ebene des Kritisierens der Methoden und der Menschen, die sie anwenden.
Allgemein denke ich, dass viele, die den Film sehen nicht differenziert genug überdenken, was das bedeutet, was sie sehen und deshalb eben nicht das Schreckliche daran.
Meta ich sehe dich gerade in der Vorschau:
Mera hat geschrieben: 17.10.2018, 10:52
Mag sein, dass Viele zu unreflektiert sind, um da zu differenzieren oder die wenigen Hinweise auf das Menschenbild dahinter zu sehen bzw. hören (ich finde, es wird nur anhand 2-3 Sätze in dem Trailer deutlich, was da abgeht bzw. wie das Kind per se da betrachtet wird. Nicht anhand der Bilder selbst). Mit ein Grund, warum ich diese Empfehlung für die breite Masse nicht nachvollziehen kann.
Aber ich lese da in den Kommentaren auf FB/YT bzw. auch zT hier, wie "traumatisierend" diese Bilder /der Trailer sind/ist. Das kann ich nicht im Ansatz nachvollziehen. Ohne weiteren Kontext sehe ich da keine "gebrochenen" oder "misshandelten" oder "gezwungenen" Kinder. Verzweifelte Eltern? Ja. Traurige/erschöpfte/wütende Kinder? Ja. Probleme, egal welcher Art? Oh ja. Aber kein "dem Kind werden die Hände festgehalten und es wird ihm Essen aufgenötigt" und dergleichen (mag nicht hier im Thread gewesen sein, aber ich bin da jetzt schon öfter drüber gestolpert über solche Aussagen anhand des Trailers und, nee, das wird da einfach nicht gezeigt?). Mit solchen Kommentaren wirkt dann die Opposition ziemlich hysterisch, verschafft dem Machwerk mehr Publicity als es verdient hat und gibt scheinbar all jenen Recht, die zugewandte "Erziehung"/Miteinander/AP/whatever und respektvolles Verhalten Kindern gegenüber in irgendeine komische Ecke stellen wollen.
Die Worte des Psychologen (? ist doch der Vortragende in dem Trailer?) lassen für mich nur einmal das Kinderbild durchblicken, als er von "Der ist ja der Boss. Bis jetzt." sagt. Oder die Frau gegen Ende mit "Prinzessin". Das wäre bzw. war für mich der Punkt, an dem ich gesagt habe: "Danke, wir sind jetzt hier fertig. Ich find allein raus." (wie ja wohl auch jemand getan hat im Film "Das ist hier ja Quälerei und es ist ihm scheißegal, übermorgen gehen sie" "ja, dann sollen sie gehen" (sinngemäß)). Das sind die Stellen, wo man merkt, wohin der Hase in dem Film wohl laufen wird.
Danke, du hast es deutlicher ausgedrückt als ich. So erging es mir innerlich, als ich den Trailer gesehen habe. Die Vorstellung, was der Film zeigen könnte, ist schon erschreckend.
Grüße von Sikafi mit größtem (09/06), großem (11/08), kleinem großen Bruder (09/15) und kleiner Schwester (08/18) und den Sternengeschwistern 10/14 und 05/17
Was mir immer noch nachgeht ist dieses Kind, was sich vor laufender Kamera schwallartig erbricht. Das ist anderthalb? Das ist so entwürdigend.
So viel ich auch versuche zu verstehen, warum dieses Kind in einer KJP wegen auffälligem Verhalten behandelt werden muss, es gelingt mir nicht. Erbrechen ist ein körperlicher Reflex, und niemand erbricht sich freiwillig, ohne "Hilfsmittel " Wie gezeigt schon gar nicht. Erst recht kein Kleinkind, um Macht auszuüben. Und diesem Kind soll "Essen beigebracht " werden? Was um alles in der Welt läuft da schief? Glauben die Leute vor Ort ernsthaft, das Kind macht das, weil es Macht ausüben will? Es ist mir unbegreiflich. Wie soll ein Mensch, dem mit solchen Methoden das Essen "beigebracht" wird, jemals mit Freude essen? Gern schlafen?
Ich finde, dieses Machwerk sollte eine ganz große kritische Bühne bekommen. Wie kann es sein, dass im Kino reale Aufnahmen von hilflosen Kindern gezeigt werden dürfen, die mit Gewalt zu dem Verhalten gebracht werden, was gerade erwünscht ist? Und das in einem Land, in dem genau das gesetzlich verboten ist? Dem kann man doch gar nicht genug Aufmerksamkeit schenken.
Teenie-Töchter 01/2008 und 06/2010
"Alles im Leben hat seine Zeit,
jedes Ding hat seine Stunde unter dem Himmel.
Für das Geboren werden gibt es eine Zeit
und eine Zeit für das Sterben." Kohelet
"God, grant me the serenity to accept the things I cannot change,
courage to change the things I can,
and wisdom to know the difference." Reinhold Niebuhr
Leila hat geschrieben: 17.10.2018, 12:55
Was mir immer noch nachgeht ist dieses Kind, was sich vor laufender Kamera schwallartig erbricht. Das ist anderthalb? Das ist so entwürdigend.
So viel ich auch versuche zu verstehen, warum dieses Kind in einer KJP wegen auffälligem Verhalten behandelt werden muss, es gelingt mir nicht. Erbrechen ist ein körperlicher Reflex, und niemand erbricht sich freiwillig, ohne "Hilfsmittel " Wie gezeigt schon gar nicht. Erst recht kein Kleinkind, um Macht auszuüben. Und diesem Kind soll "Essen beigebracht " werden? Was um alles in der Welt läuft da schief? Glauben die Leute vor Ort ernsthaft, das Kind macht das, weil es Macht ausüben will? Es ist mir unbegreiflich. Wie soll ein Mensch, dem mit solchen Methoden das Essen "beigebracht" wird, jemals mit Freude essen? Gern schlafen?
Ich finde, dieses Machwerk sollte eine ganz große kritische Bühne bekommen. Wie kann es sein, dass im Kino reale Aufnahmen von hilflosen Kindern gezeigt werden dürfen, die mit Gewalt zu dem Verhalten gebracht werden, was gerade erwünscht ist? Und das in einem Land, in dem genau das gesetzlich verboten ist? Dem kann man doch gar nicht genug Aufmerksamkeit schenken.
Leila, mir geht's genauso. Ich kriege dieses Bild nicht aus dem Kopf. Und ich denke, es ist das gleiche Kind, was später "Angst vor der Nudel auf dem Löffel" hat, richtig? (Ich bring es nicht über mich, mir das nochmal anzusehen).
Wie kann man dieses traurige "Aua Mami" so dermaßen lächerlich machen.. Ach ich wollt gerade ganz viel dazu schreiben, aber mich wühlt das gerade schon wieder so dermaßen auf.
Leila hat geschrieben: 17.10.2018, 12:55
Was mir immer noch nachgeht ist dieses Kind, was sich vor laufender Kamera schwallartig erbricht. Das ist anderthalb? Das ist so entwürdigend.
So viel ich auch versuche zu verstehen, warum dieses Kind in einer KJP wegen auffälligem Verhalten behandelt werden muss, es gelingt mir nicht. Erbrechen ist ein körperlicher Reflex, und niemand erbricht sich freiwillig, ohne "Hilfsmittel " Wie gezeigt schon gar nicht. Erst recht kein Kleinkind, um Macht auszuüben. Und diesem Kind soll "Essen beigebracht " werden?
Ich hab ein Kind in der Verwandtschaft, dass genauso erbrochen hat, sobald es etwas anderes als 2er Milch oder hochkalorischer Flüssignahrung bekommen hat (also nach dem abstillen). Ohne organische Ursache, rein psychosomatisch (es fand alles, was irgendwie fester oder gar hart war absolut widerlich. Tut es heut noch. Da wird maximal weiche Torte oder Nudeln trocken gegessen und das Kind ist mittlerweile in der Schule.). Die Mutter war verzweifelt und ist von Pontius zu Pilatus gerannt, aus Angst, dass ihr Kind verhungert oder Mangelerscheinungen bekommt (und ja doch, sie hat Gonzalez gelesen und lange einfach nur angeboten und abgewartet. Nie zwangsgefüttert.).Aus Machtgedanken hat es sicherlich nicht gehandelt, hat auch zum Glück keiner so gesehen. Aber irgendwann überwiegt die Sorge, wenn das Kind sich schon vom Anblick fester Nahrung schwallartig erbricht und nur in der Nacht im Bett Fläschchen trinken möchte.
Ich habe nie bestritten, dass es Kinder gibt, die das tun. Aber diese Kinder in den Zusammenhang mit "wir zeigen euch, wie man Kinder erzieht und die wollen euch Macht ausüben, Boss sein " zu tun, das ist schlichtweg falsch. Und genau das passiert doch in dem Film. Mag sein, dass für die Eltern und alle Anwesenden die Nudel, das Brot etc. nicht schlimm sind und nicht weh tun. Aber dem Kind tut es das. Es hat Angst, wieder zu Erbrechen (wir alle wissen doch, wie sich das anfühlt). Und das im Kontext mit Elternschule und Erziehungsberatung im Kino zu zeigen, das ist schlicht nicht richtig.
Teenie-Töchter 01/2008 und 06/2010
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jedes Ding hat seine Stunde unter dem Himmel.
Für das Geboren werden gibt es eine Zeit
und eine Zeit für das Sterben." Kohelet
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and wisdom to know the difference." Reinhold Niebuhr