Schnullerfrei = Daumennuckeln?

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Brummkreisel91
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Schnullerfrei = Daumennuckeln?

Beitrag von Brummkreisel91 »

Hallo ihr Lieben, ich hoffe das gehört hier hin, bin noch ganz neu in diesem Forum.
Unser kleiner Mann ist jetzt 14 Wochen alt und wird gestillt. Bisher sind wir sehr gut ohne Schnuller ausgekommen und so wollte ich es eigentlich gerne lassen. Seit zwei Wochen beobachte ich bei dem kleinen Mann immer öfter das Nuckeln am Daumen, auch nachts wenn er wach ist und nicht stillen möchte, er dreht sich dann von mir weg, nuckelt er sich am Daumen wieder in den Schlaf. Ab und an auch wenn wir mit Tuch unterwegs sind.
Nun bin ich doch ein wenig verunsichert, denn wo fangen die Erkundung des Körpers und die orale Phase an und wo hören sie auf. Mein Kä sagte mir gestern ich solle doch lieber den Schnuller geben, da ich ihm den Daumen ja später nicht wieder wegnehmen kann. Wie seht ihr das? Habt ihr vielleicht noch Ideen/Alternativen?
Vielen lieben Dank schon mal.
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IdieNubren
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Re: Schnullerfrei = Daumennuckeln?

Beitrag von IdieNubren »

Interessante Fragestellung, bin auf die antworten gespannt ☺️

Meine große ist ein Schnullerkind, der aber im Bett bleibt.
Mein kleiner Zwerg mag keinen Schnuller. Ich hatte auch Sorge dass sie dann den Daumen nimmt. Tut sie aber auch nicht. Sie kaut manchmal auf einen Finger rum aber mehr nicht. Sie steckt aber viel mehr in den Mund als die Große. Die Große war einfach selig mit Schnuller, die hat die Brust bei nicht Hunger einfach nur angebrüllt.

Meine Nichten waren auch einmal Schnuller und einmal ein daumenkind und der Daumen war wirklich sehr schwer zum abgewöhnen, dem Daumen und den Zähnen sah man das genuckelt schon an. Ich selbst hatte auch sehr lang einen Schnuller (fast 6 🙈) mein Bruder hatte nichts, weder Daumen noch Schnuller.

Im Grunde nehmen ich es so wie es kommt, ich mag der großen ihren Schnuller noch nicht abgewöhnen und der kleinen nicht zwanghaft angewöhnen und wenn sie mal ihren Daumen entdeckt kann ich ja auch nichts machen (nachts vor allem ☺️). ich finde dieses ständige Schnuller rein von Eltern seltsam, genauso wie dem Kind dann den Schnuller immer wieder weg nehmen. Vorteil Daumen: mit Schnuller kann man Lego spielen, mit Daumen im Mund nicht ☺️

Wenn er sich nachts mit Daumen selbst beruhigt ist doch toll ☺️ Und ob es wirklich leichter ist den Schnuller abzugewöhnen als den Daumen weißt du ja nicht. Am Ende hast du vielleicht doppeltes Drama?
Idie mit (06/16), (04/18) und (09/20)
pqr
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Re: Schnullerfrei = Daumennuckeln?

Beitrag von pqr »

Meine Kleine hatte in dem Alter auch eine Daumennuckelphase, es hörte dann aber auf.
Da ich Bedenken wegen möglicher Stillprobleme durch den Schnuller hatte und auch eine Stillberatung in Anspruch nahm, war Schnuller dann quasi keine Option.
Ich habe dann versucht, meinen Finger anzubieten oder zu stillen. Das Daumennuckeln wurde weniger.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
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muh
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Re: Schnullerfrei = Daumennuckeln?

Beitrag von muh »

Hier gibt's 3 Kinder, die voll gestillt wurden und denen der Schnuller angeboten wurde. Kind 1 wurde ein Daumenkind, Kind 2 wurde ein Schnullerkind und Kind 3 nahm gar keinen Ersatz. Doch, ums Abstillen herum kurz ein bisschen Wasserflasche.
Das Abgewöhnen war beim Schnuller nicht unbedingt einfacher als beim Daumen, finde ich. Im Endeffekt ging aber beides recht problemlos als der richtige Zeitpunkt da war.
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Serafin
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Re: Schnullerfrei = Daumennuckeln?

Beitrag von Serafin »

Hier auch weder noch.

Es gibt keinen wegen dem Stillen. Und ich finde es unnormal, dem Kind einen Platsikstöpsel in den Mund zu stecken. Der Daumen wurde ja von der Natur schon mitgeliefert.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
Lösche Benutzer 7681

Re: Schnullerfrei = Daumennuckeln?

Beitrag von Lösche Benutzer 7681 »

Ich hab drei Schnuller- und Flaschenfreie Kinder, keins davon hatte je den Daumen im Mund.
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Rosita
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Re: Schnullerfrei = Daumennuckeln?

Beitrag von Rosita »

Wir sind schnullerfrei. Anfangs eher zwangsweise, weil sich der Kleine schwer getan hat mit der richtigen Saugtechnik beim Stillen und ich keine zusätzliche Verwirrung riskieren wollte.
Haben dann als das Stillen eingespielt war, den Schnuller probiert. Der wurde bei jedem Versuch ausgespuckt. Dauerndes Festhalten empfand ich als übergriffig und so sind wir ohne Schnuller geblieben.

Das Saugbedürfnis ging hier auch zurück nach den 3 Monaten. Inzwischen reicht ihm die Brust beim Stillen aus ohne Dauernuckeln. Dafür steckt er sich alles in den Mund und nuckelt z.B. gern an seinem Schnuffeltuch oder generell alles aus Stoff.
Die Hände hat er lange gar nicht in den Mund gesteckt und jetzt auch nur die ganze Faust auf einmal. Zum Einschlafen möchte er entweder an die Brust oder möchte getragen werden und plappert vor sich hin bis er schläft.
Wenn er aufwacht und von allein wieder einschläft, macht er dabei so eine Art "Trockennuckeln" :lol: also bewegt den Mund so als sei die Brust drin und schmatzt vor sich hin.
Rosita mit dem Kleinen 4/18 im Arm und Sternchen 7/17 im Herzen
Seifenblasenfrau
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Re: Schnullerfrei = Daumennuckeln?

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Hier war die Große ein Schnullerkind und hat mit zwei Jahren Schnuller gegen Daumen eingetauscht. Was ziemlich blöd ist, weil sie sehr viel nuckelt und schon beginnende Kieferverformungen zeigt. Da wäre mir der Schnuller noch deutlich lieber. Leider können wir ihr den Daumen nicht abgewöhnen, obwohl es wichtig wäre für die Kieferentwicklung.

Das Baby hat anfangs viel am Daumen genuckelt, mittlerweile hat es einen Schnuller. Ich achte aber immer darauf, dass wir nicht abhängig vom Schnuller sind und ihn theoretisch jederzeit weglassen können und es kein Thema ist, wenn wir ihn irgendwo vergessen.
Die Große 08/15
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IdieNubren
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Re: Schnullerfrei = Daumennuckeln?

Beitrag von IdieNubren »

Rosita hat geschrieben: 16.10.2018, 10:51 macht er dabei so eine Art "Trockennuckeln" :lol: also bewegt den Mund so als sei die Brust drin und schmatzt vor sich hin.
Das macht meine auch und ich finde das so süß 😍
Idie mit (06/16), (04/18) und (09/20)
Lösche Benutzer 17612

Re: Schnullerfrei = Daumennuckeln?

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Ich muss zugeben dass ich den Schnuller bewusst eingeführt habe, als meine Kinder mit dem Daumen anfangen wollten.
Und das nicht nur für meine Kinder, sondern auch aus egoistischen Gründen :oops:, mich stört es tatsächlich :oops: wenn mit zugespeichelten Händen alles angefasst wird und die Hände ständig im Mund sind.
(Mein Mann hat sich schon köstlich über meinen panischen Blick amüsiert wenn die Kinder unserer Freunde total lieb und hilfsbereit den Tisch gedeckt und mein Besteck angefasst haben, und der Daumen zur helfenden Hand kurz vorher noch im Mund gewesen ist. Aber das mit meiner Ekelgrenze ist ja sehr speziell und nicht verallgemeinerbar.)
Insgesamt war auch das Abgewöhnen einfach, wobei die beiden nie die Megaschnullerer waren. Nur nachts und wenn sie tagsüber fertig waren und runterkommen wollten, dann kamen beide zu mir auf den Schoß und wollten kurz kuscheln und schnullern.
Angeblich gibt es wohl keinen großen Unterschied zwischen Schnuller und Daumen was die Zähne angeht, in meinem Bekanntenkreis kann ich das allerdings nicht bestätigen. Die ausdauernden Daumenkinder ( gefühlt ständig und mindestens bis ins Grundschulalter) haben allesamt eine sehr deutlich sichtbare Kieferverformung und mussten schon sehr früh ( Grundschule) in kieferorthopädische Behandlung. Die ausdauernden Dauerschnullerer hatten irgendwann etwas lutschoffenen Biss, aber auch nicht viel schlimmer als meine Kids deren Zähne auch nicht kerzengerade sind und die ja nur wenig geschnullert haben.
Bei den Kindern die nur ab und an den Daumen hatten hab ich auch nichts Gravierendes gesehen.
Unsere Freunde mit den Dauer-Daumenlutschern haben den zweiten und dritten Kindern den Schnuller dann auch mit allen möglichen Mitteln "schmackhaft" gemacht.
Die Eltern deren Daumenkinder nur wenig gelutscht haben, sind weiterhin froh darüber dass sie diese Plastikdinger nicht ständig im Gesicht ihrer Kinder hatten und dass sie nachts keine Schnuller suchen mussten.
Fazit: Ich denke einem Kind mit sehr großem Nuckelbedürfnis wird es sehr schwer fallen, auf Schnuller oder Daumen zu verzichten. Dann schaut es bei mir im Freundeskreis subjektiv so aus, als ob der Daumen langfristig deutlich schlimmere Auswirkungen hat als der Schnuller.
Einem Kind das es nicht soooo viel nuckelt ist der Schnuller vielleicht recht schnell abgewöhnt, tagsüber kann man das ja eh eingrenzen und nachts waren unsere kaputt oder verschwunden und wir haben einfach die Gunst der Stunde genutzt und ein wenig getröstet, dann war das rum.
Gleiches gilt bestimmt auch für das Daumenlutschen, ich kenne auch viele Kinder die das von alleine recht schnell eingestellt haben obwohl die Eltern da ja wenig Handhabe haben.
Schwierig wird es in beiden Fällen wohl bei massivem Nuckelbedürfnis, meineeine Schwester hat meinem Neffen mit deutlich über 4 den Schnuller abgewöhnt, den er noch über Wochen immer wieder eingefordert hat.
Er hatte dann nochmal eine Phase in der er zum Ersatz tatsächlich oft Finger im Mund hatte, aber das konnte sie dann tagsüber schon korrigieren. Nachts hat er den Daumen auch nicht genommen, weil diese Bewegung halt auch nicht so verinnerlicht war dass sie quasi automatisch abläuft.
Das Daumenlutschen hat sich bei den starken Daumenlutschern in der Grundschulzeit geändert, weil der Mund nun fast ständig von der Spange besetzt ist ( scheinbar werden diese Kieferverformungen vor der Zahnkorrektur der bleibenden Zähne ausgeführt).
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