Seit einigen Tagen lese ich hier im Forum mit in der Hoffnung mir ein paar Tipps anzulesen. Mit nur mäßigem Erfolg. Da ich momentan wieder mit schmerzender Brust hier sitze, habe ich mich entschlossen doch einen eigenen Post zu erstellen und euch um Hilfe zu bitten.
Ich versuche mal die Situation mit allen wichtigen Infos strukturiert zu schildern:
Ich hab Anfang Juli mein erstes Kind, einen kleinen Sohn geboren und stille seither voll.
Das Geburtsgewicht lag bei 3910g, sank zwischendurch in der Klinik auf 3650g. Heute zuletzt gewogen: 4700g. Mit der Gewichtszunahme kann ich also zufrieden sein (finde es eher etwas viel, aber es heißt ja immer ein Stillbaby wird nicht zu dick).
Die Stillbeziehung fing eigentlich ganz toll an. Nach einer schwierigen Geburt konnte ich nicht sofort anlegen, es wurde einmalig zugefüttert. Vier Stunden nach Geburt hab ich ihn zum ersten Mal angelegt unter Aufsicht und war ganz begeistert, es schien wie von alleine zu funktionieren.
Seither hat auch erstmal alles gut funktioniert. Wunde Brustwarzen und ein paar Zipperlein bis sich alles einspielt halte ich erst mal für normal oder üblich...
Seit einigen Tagen habe ich jedoch Schmerzen, die mir das Stillen wirklich schwer machen. Rechts ist es während des Stillens ganz schlimm, danach verkrampft die Brustwarze (oft auch noch Stunden später immer wieder) und wird ganz weiß. Das kommt und geht immer wieder.
Links habe ich beim stillen keinerlei Probleme, die Brustwarze verkrampft auch hier, aber viel seltener.
Insgesamt ist das alles am Abend wesentlich schlimmer.
Meine Nachsorgehebamme hat eine Milchflussstörung vermutet aufgrund einer Verspannung im Rücken. Akupunktur und Globuli haben gestern kurzfristig geholfen, heute ist es nur noch viel schlimmer, do mein Eindruck.
Der Milchfluss ist, so mein Eindruck, an der rechten Brust tatsächlich gestört. Er trinkt an der Brust wesentlich länger und ich habe das Gefühl sie wird nicht „leer“ so wie links. Beim Trinken wirkt er oft unruhig und wirft den Kopf hin und her wenn keine/ wenig Milch fließt.
Links ist es eher so, dass zu Beginn so viel Milch kommt, dass er sich verschluckt.
Ich weiß jetzt nicht so recht was ich machen soll. Meine Hebamme ist super nett und lieb, aber ich habe das Gefühl, dass sie hier nicht so recht weiter weiss.
Bei einer Osteopathin waren wir schon. Sie hat sowohl mich, als auch den Kleinen behandelt. Wir werden wohl auch noch mal hingehen (habe auch Probleme mit dem Steißbein seit Geburt).
Wärme, z.B. mit Rotlicht hat weder auf der Brust noch auf dem Rücken merkliche Erfolge gebracht.
So grundsätzlich stille ich im Schnitt 13-15 mal am Tag, zusammengezählt ergibt sich dann eine Gesamtdauer von ca. 4h. Im einzelnen ist der Kleine von 5/10min bis 30min pro Stilleinheit an der Brust. Ich stille mal beide Seiten, mal nur eine, abhängig von der Trinkdauer und meinem Gefühl. Der Kleine meldet sich tagsüber so alle 2-2,5h, vormittags und abends hat er jeweils eine Phase in der er jede Stunde an die Brust möchte. Nachts können auch schon Abstände von 4 Stunden drin sein.
Ich hoffe ich hab alles relevante erwähnt
Meine konkreten Fragen:
Eure Einschätzung zum Schmerz. Verspannung oder doch Vasospasmus?
Wäre Magnesium (eigentlich in beiden Fällen) sinnvoll? Darf man das im Wochenbett nehmen oder ist das denn hinderlich bei der Rückbildung der Gebärmutter?
Ist die Stilldauer und Anzahl der Stilleinheiten so ok? Spielt sich das über die Zeit noch ein?
Viele liebe Grüße
hexenstecken mit Butzi (heute 4 Wochen alt)