Selbstgespräche

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Schneekugel
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Re: Selbstgespräche

Beitrag von Schneekugel »

Corina hat geschrieben: 20.08.2018, 10:00 Das ist eine gute Idee. Ich führe exzessiv Selbstgespräche und finde das auch nicht schlimm, aber etwas unangenehm ist es schon, dabei "erwischt" zu werden. 😂 Und ja, ich führe manchmal richtige Dialoge mit mir selbst 😳😁
Kann ich so unterschreiben 😁
Allerdings streite ich oft mit mir nur im Kopf inzwischen. Und oft stelle ich mir vor, dass ich mit meinem Opa spreche, der nicht mehr lebt. Mir hilft dies, noch andere Positionen ein zunehmen.

Vielleicht kannst du sie fragen, was genau passierte, wieso sie streitet zb. Vielleicht erfährst du so, welche Situation sie gerade bearbeiten muss. Ich glaube am Ende ist dies das gleiche wie meditativ den Tag zu überdenken nur in anderer Form
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Yllana
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Re: Selbstgespräche

Beitrag von Yllana »

Danke euch allen für das Teilen eurer Erfahrungen! War im ersten Moment überrascht, dass das scheinbar nur so wenige kennen, scheinbar ist das wirklich typsache und nicht allgemein so bei 3-jährigen.

Imaginäre Freunde hat sie auch zwei Stück, ein Schwein und ein Känguru ;) Von daher bin ich mir auch sicher, dass sie viel Phantasie hat. Ich habe auch kein Problem damit darauf einzugehen, z.b. als wir letztens auf dem Spielplatz intensiv und langwierig das Känguru auf dem Fahrrad festschnallen mussten....

Diese Streitgespräche sind dann vielleicht wirklich ein Verarbeiten. Oder austesten wie ich reagiere (ist beißen und jemanden blöd nennen wirklich verboten?).
Heute morgen auch wieder sehr süß: Der Papa isst Chips. Kind heult unspezifisch in den Raum: "Wääh, will auch Chips". Sagt dann plötzlich in ganz vernünftigem Tonfall: "Dann musst du Papa fragen". Und zum Papa: "Darf ich bitte auch Chips haben?" :D
Mit der Großen (08/15) und der Kleinen (11/17)
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hej-da
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Re: Selbstgespräche

Beitrag von hej-da »

Corina hat geschrieben: 20.08.2018, 10:00 Das ist eine gute Idee. Ich führe exzessiv Selbstgespräche und finde das auch nicht schlimm, aber etwas unangenehm ist es schon, dabei "erwischt" zu werden. 😂 Und ja, ich führe manchmal richtige Dialoge mit mir selbst 😳😁
Sehr sympathisch! Mein Kind fragte neulich, mit wem ich reden würde :oops:
Hab dann gelogen und behauptet, ich summe ein Lied :o 8)
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samsara
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Re: Selbstgespräche

Beitrag von samsara »

Corina hat geschrieben: 20.08.2018, 10:00 Das ist eine gute Idee. Ich führe exzessiv Selbstgespräche und finde das auch nicht schlimm, aber etwas unangenehm ist es schon, dabei "erwischt" zu werden. 😂 Und ja, ich führe manchmal richtige Dialoge mit mir selbst 😳😁
Ich rede oft auf Englisch mit mir selbst, wahrscheinlich einfach wegen des Bedürfnisses mit _irgendjemand_ Englisch zu sprechen. Oder ich kommentiere Dinge spontan auf Englisch. Es ist für mich wie meine zweite Herzenssprache. Vielleicht sollte ich mir auch ein Headset zulegen.

Meine Kinder führen keine Selbstgespräche und ich habe das auch bei anderen noch nicht in der Form mitbekommen, finde aber das Thema dennoch sehr interessant und lesenswert, was ihr hier schreibt.
Kleiner Wolf *07/2012 und Miniwolf *07/2015
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soda
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Re: Selbstgespräche

Beitrag von soda »

Wenn ich wütend bin, muß ich laut Selbstgespräche führen.
Also ich muß natürlich gar nix. Aber ich mache es. Denn wenn das nicht geht, werde ich noch wütender.
Ich fluche und zähle alles auf, was mich so wütend macht und warum es mich wütend macht.
Nicht selten werde ich dabei sehr ausfallend. Darum geht das auch nur wenn ich allein bin. Oder wenn ich wenigstens ganz kurz Ruhe hab um mir diesen Prozess zumindest vorzustellen. Das kann andere total verstören und wenn mein Mann das mal mitkriegt, nimmt er es grundsätzlich persönlich. Obwohl ich nachher gar kein Bedürfnis mehr hab, ihm irgendwas an den Kopf zu werfen (hab mich ja schon ausgetobt). In manchen Konzepten zur Verbesserung der Kommunikation und der persönlichen Beziehungen wird dieses Vorgehen sogar empfohlen, um im direkten Miteinander weniger Aggression zu empfinden oder zu äußern. Exakter kenne ich mich damit nicht aus, bei mir ist das irgendwie spontan so drin.

Ich denke, es ist sinnvoll, alle Äußerungen (evtl halt im geschützten Rahmen) zuzulassen und nicht abzuspalten oder zu unterdrücken. Für Kinder sowieso und auch für Erwachsene.
Und ich denke, dass du noch ein wenig abwarten und beobachten kannst, ohne dass du dir Sorgen über eine psychische Störung machen musst.
mit T (2013) und T (2017)
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