Selbstgespräche
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Yllana
- ist nicht mehr wegzudenken
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Selbstgespräche
Führen eure Kinder eigentlich auch so viele Selbstgespräche? Und ab welchem Punkt ist das nicht mehr normal?
Unsere Große wird nächste Woche 3 Jahre alt. Seit sie redet redet sie auch viel mit sich selbst, sprich sie murmelt zum Beispiel beim spielen nebenher was sie so macht. Finde das sehr süß und auch immer einen interessanten Einblick in ihr innerstes.
Seit kurzem fängt sie aber richtig an zu streiten und erwartet sogar, dass ich eingreife (z.b. Mama, die I. (eigener Name) hat zu mir Blöd gesagt). Heute morgen im Bett habe ich sie weinen gehört und dazu das "Streitgespräch" Du hast mich gebissen! Das war doch gar nicht schlimm! Doch das war schlimm, das darfst du nicht. Ich wollte noch weiterschlafen!
Und so ging das eine ganze Weile bis ich rüber gegangen bin und die eine Hälfte von ihr getröstet habe und der anderen Hälfte gesagt habe, dass beißen verboten ist.
Was ist das jetzt? Ein Spiel? Ein Ausdruck innerer Zerissenheit? Machen das alle 3-jährigen?
Unsere Große wird nächste Woche 3 Jahre alt. Seit sie redet redet sie auch viel mit sich selbst, sprich sie murmelt zum Beispiel beim spielen nebenher was sie so macht. Finde das sehr süß und auch immer einen interessanten Einblick in ihr innerstes.
Seit kurzem fängt sie aber richtig an zu streiten und erwartet sogar, dass ich eingreife (z.b. Mama, die I. (eigener Name) hat zu mir Blöd gesagt). Heute morgen im Bett habe ich sie weinen gehört und dazu das "Streitgespräch" Du hast mich gebissen! Das war doch gar nicht schlimm! Doch das war schlimm, das darfst du nicht. Ich wollte noch weiterschlafen!
Und so ging das eine ganze Weile bis ich rüber gegangen bin und die eine Hälfte von ihr getröstet habe und der anderen Hälfte gesagt habe, dass beißen verboten ist.
Was ist das jetzt? Ein Spiel? Ein Ausdruck innerer Zerissenheit? Machen das alle 3-jährigen?
Mit der Großen (08/15) und der Kleinen (11/17)
- Sabina
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Re: Selbstgespräche
Nein, das machen nicht alle Dreijährigen. Ich würde es trotzdem nicht überbewerten und einfach versuchen so oft wie möglich geduldig zu begleiten und zuzuwarten. Ich habe mal, in einem anderen Kontext, mit einer Psychologin, die sich viel mit frühkindlicher Entwicklung befasst hat, über meine Tochter gesprochen. Den Inhalt des Gespräches kann ich nicht mehr genau abrufen, die Essenz ihrer Aussage war aber, dass meine Tochter (damals vermutlich 3.5-4 Jahre alt) momentan zwei Seelen in der Brust hat. Eine, die noch gerne mein Baby wäre und eine, die schon so gross sein möchte, wie der damals sechsjährige Bruder. Das hat, laut Psychologin, meiner Tochter sehr zu schaffen gemacht und sei nicht mal so untypisch in diesem Alter. Vielleicht steckt dein Kind auch gerade in einem (anderen) Zwiespalt?
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…
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kerstins
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Re: Selbstgespräche
Mein Kind führt dauernd Selbstgespräche beim Spielen und auch in verschiedenen Rollen. Ganz so wie bei euch nicht, aber schon so, dass es nicht zu überhören ist. Ich finde es für ihn normal, kenne aber auch nicht viele Kinder, die das so extrovertiert ausleben.
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Lösche Benutzer 24346
Re: Selbstgespräche
Meine Kinder haben das nicht gemacht. Sie haben zwar alles, was sie gemacht haben, kommentiert "lalala, und jetzt den Baustein in den Schuh reinstecken...hui, das passt nicht." etc.
Aber ich soll wohl solche intensiven Selbstgespräche geführt haben. Später dann mit meinem unsichtbaren Freund. Es ging etwa zum Schuleintritt vorüber.
Geht sie in den Kindergarten und verarbeitet damit vielleicht ihre sozialen Erfahrungen durch nachspielen?
Aber ich soll wohl solche intensiven Selbstgespräche geführt haben. Später dann mit meinem unsichtbaren Freund. Es ging etwa zum Schuleintritt vorüber.
Geht sie in den Kindergarten und verarbeitet damit vielleicht ihre sozialen Erfahrungen durch nachspielen?
- FuFu
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Re: Selbstgespräche
Das kenne ich so auch von Klein-Fufu und ich selber soll auch so gewesen sein.kerstins hat geschrieben: 18.08.2018, 23:40 Mein Kind führt dauernd Selbstgespräche beim Spielen und auch in verschiedenen Rollen. Ganz so wie bei euch nicht, aber schon so, dass es nicht zu überhören ist. Ich finde es für ihn normal, kenne aber auch nicht viele Kinder, die das so extrovertiert ausleben.
Und imaginäre Freunde sind in dem Alter gar nicht so selten, sondern recht normal. Es gab irgendwann auch mal einen Thread dazu.
Ich würde auch begleiten und abwarten.
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Klein-FuFu Dez. 2012
Klein-FuFu Dez. 2012
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Glückskatze
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Re: Selbstgespräche
Ich kenne das auch. Mein 4-Jähriger lebt schon sehr exzessiv in seiner Phantasie und das schon sehr lange. Er hat einen Tiger (also kein Kuscheltier, rein imaginär) und es kam schon vor, dass er geweint hat, weil sein Tiger Geburtstag hat und er jetzt beim Opa ist und nicht mit dem Tiger feiern kann (den Opa liebt er über alles).
Er sieht überall Dinge, die es nicht gibt und redet sehr laut mit seinen imaginären Freunden.
Ich kenne sonst kein Kind in unseren Umfeld, dass das so extrem lebt, aber ich gehe auch mit drauf ein. Ich spreche auch mit seinem Tiger oder wir schleichen und rennen durch die Stadt, weil überall Dinosaurier sind
wenn er weint, weil sein Tiger ohne ihn Geburtstag feiert, dann nehme ich das auch komplett ernst.
Ich weiß von vielen Eltern, dass sie sowas NIEMALS tun würden. Im Grunde kennt mein Sohn aber auch die Realität und weiß, dass es keine Dinos in der Stadt gibt.
Zudem existiert das alles nur, wenn er mit uns zusammen ist. Bei seinen (echten) Freunden denkt er gar nicht daran.
Ich hatte selbst als Kind imaginäre Pferde und habe es geliebt mit ihnen zu spielen und meinen Eltern stundenlang davon zu erzählen, was sie so machen.
Ich sehe das bei ihm einfach als seinen Charakter, seine Art und keineswegs bedenklich. Er hat extrem viel Phantasie und lebt das voll aus. Ich finde es schön, wenn auch manchmal etwas anstrengend
Er sieht überall Dinge, die es nicht gibt und redet sehr laut mit seinen imaginären Freunden.
Ich kenne sonst kein Kind in unseren Umfeld, dass das so extrem lebt, aber ich gehe auch mit drauf ein. Ich spreche auch mit seinem Tiger oder wir schleichen und rennen durch die Stadt, weil überall Dinosaurier sind
Ich weiß von vielen Eltern, dass sie sowas NIEMALS tun würden. Im Grunde kennt mein Sohn aber auch die Realität und weiß, dass es keine Dinos in der Stadt gibt.
Ich hatte selbst als Kind imaginäre Pferde und habe es geliebt mit ihnen zu spielen und meinen Eltern stundenlang davon zu erzählen, was sie so machen.
Ich sehe das bei ihm einfach als seinen Charakter, seine Art und keineswegs bedenklich. Er hat extrem viel Phantasie und lebt das voll aus. Ich finde es schön, wenn auch manchmal etwas anstrengend
Unterwegs mit zwei Jungs ('14&'17)
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Lösche Benutzer 9022
Re: Selbstgespräche
@Glückskatze ich find es toll, dass du so auf dein Kind eingehst. Meine Mittlere ist ja auch so ne Verträumte, die jetzt in den 8 Monaten ohne Kita sich eine Schar an Freunden und Haustieren ausgedacht hat, mit denen sie spielt und redet. In der Mutter-Kind-Kur hat eine Erzieherin sie "Alice im Wunderland" genannt. Bedenklich sind unsichtbare Freunde überhaupt nicht. Mein Landkind sagt aber auch selbst, dass die nur ausgedacht sind. Anstrengend ist nur, wenn sie in etwas unpassenden Momenten verlangt, dass man sofort auf der Stelle darauf eingeht und "mitspielt".
- Mamalinchen
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Selbstgespräche
Ich habe erst neulich in irgendeiner Zeitschrift gelesen, dass Selbstgespräche total sinnvol sind. Auch für Erwachsene, um Dinge zu überdenken. Die Autorin des Artikels trägt bei ihren Selbstgesprächen immer ein Headset, damit sie nicht so komisch angeschaut wird...
Mamalinchen mit Sonnenschein (06/2011) und Schneeflocke (01/2014)
"Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns."
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- Corina
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Re: Selbstgespräche
Das ist eine gute Idee. Ich führe exzessiv Selbstgespräche und finde das auch nicht schlimm, aber etwas unangenehm ist es schon, dabei "erwischt" zu werden.
Und ja, ich führe manchmal richtige Dialoge mit mir selbst 

Sohn (2006), Tochter (2009), Sohn (2011) und Tochter (2016)
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Seelentattoo
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Re: Selbstgespräche
viewtopic.php?f=40&t=204989&hilit=Imaginäre+freundeFuFu hat geschrieben: 19.08.2018, 05:18 Das kenne ich so auch von Klein-Fufu und ich selber soll auch so gewesen sein.
Und imaginäre Freunde sind in dem Alter gar nicht so selten, sondern recht normal. Es gab irgendwann auch mal einen Thread dazu.
Ich würde auch begleiten und abwarten.![]()
Da ist er. Dort habe ich auch schon mal geantwortet. Mein Sohn hatte über 3 Jahre lang zwei imaginäre freunde. Sie kamen, wie sie gingen...ganz plötzlich und unbewusst.
Ich schiebe es darauf, dass wir einfach oft umgezogen sind und durch chronisch kranken Papa der Zwerg einfach viel zu verarbeiten hatte und seine Freunde seine Konstante im Leben waren.
Mit Mann, drei Bonuskindern (*97, *04, *07) und drei Kindern (*12, *16, *18) sowie unserem Sternchen fest im Herzen (05/11)