Vorweg: ich bin mir nicht ganz sicher, ob meine Frage in diesem Forum richtig ist oder eher ins Krankheiten-Forum gehören würde. Allerdings geht es mir tatsächlich um den Zusammenhang mit dem Stillen...
Aber von vorne: meine im Juni 2 Jahre alt gewordene Tochter musste zur Abklärung rezidivierender Petechien zum Hämatologen. (Dabei ist eine leichte Thrombozytenfunktionsstörung diagnostiziert worden, um die geht es mir aber gerade gar nicht.) In diesem Zuge stellte der Hämatologe eine Eisenmangelanämie fest und äußert den dringenden Verdacht auf einen Vitamin-B12-Mangel. Beides empfiehlt er zu substituieren. So weit, so gut.
Ich frage mich allerdings jetzt, inwiefern diese Mangelerscheinungen mit dem Stillen zusammenhängen können? Meine Tochter ist ein absoluter Stillfan und ein wenig begeisterter Esser. Mit 6 Monaten habe ich angefangen, Beikost anzubieten, die sie zwar interessiert zermatscht, aber seltenst gegessen hat. Brei ging gar nicht, nie. Der wurde angewidert ausgespuckt. Im ersten Lebensjahr sind nur mikroskopische Mengen fester Nahrung in diesem Kind gelandet, und auch zumindest in der ersten Hälfte des zweiten Lebensjahres war das Stillen Hauptnahrungsquelle. Seit sie etwa 1,5 ist, geht essen besser, aber sie ist sehr wählerisch. Obst geht gut, Brot nicht so. Eine Weile hat sie nur Wurst und Fleisch gegessen, im Moment hat sie eine Nudel-Phase. Wenn ihr das Essen nicht passt, verweigert sie es kategorisch
Ich habe natürlich einen Gesprächstermin mit unserem Kinderarzt, würde mich aber vorab gerne schon ein bisschen schlau machen. Ich mache mir gerade halt sehr große Vorwürfe, weil ich das Gefühl habe, mein Kind nicht richtig ernährt zu haben. Hätte ich das Stillen drastischer begrenzen müssen, um sie so zum Essen zu "zwingen"? Sollte ich jetzt Abstillen, damit sie besser isst? Sie stillt auch tagsüber noch häufig, da allerdings meist nur noch seeeehr kurz. Da habe ich das Gefühl, es geht mehr ums Mamatanken. Nachts dagegen trinkt sie noch richtig. Seit Anfang Juni geht sie in die Krippe und wird da auch Mittagessen. Ich hoffe, dass dadurch einfach auch das Essproblem kleiner wird.
Aber die Frage ist trotzdem: sollte ich baldmöglichst abstillen, damit sie gezwungen ist, sich über feste Nahrung das zu holen, was sie braucht?
Ratlose Grüße,
Nerina